Titi.
Für die Spin,' baute er zu Peretola eine acht-eckigte Villa; zu Casciano für die Corsini; zuOliveto für die Skrozzi; zu Florenz endlich geben»Heils sein eigenes Haus, bann eine Stiege inrPallaste Strozzi, und der Paüast Dardinelli ebenkeinen hohen Begriff von seinem Geschmacke. Ererhielt zu Florenz das Bürgerrecht". Nach ihmgestochen kennt man: Äörderst sein Bildniß inder Gallerie zu Florenz von C. Gregor!, dannN. Machiavell's von C. Faucci, des Fratcr I.Passavantes (8. 1 iti p. in clsustro 8. IU- dlov.klar. O. kerrett! sei. U. sc. Hiernächst vonGeschichtlichem: A. korenzini eine Auferstehung;C. Mogalli eine Auferweckung Lazart; fernerseine Geburt und eine Grablegung, diese beydenin Zeichnungsmanier; St. Mulinari eine H. Fa-milie und den Genius der Baukunst, der demAlexander einen Grundriß überreicht; endlich I.B. Cecchi, I. D. Herz, R. und A. Sracciatiuns Unbekanntes. Unter den Münchner -Stein-drucken finden sich nach ihm zwey H. Familien,von Strixncr (Pr. Zo. Kr. von jeder).
* Titi (Tiberius ), des Obigen Sohn, undeiner seiner vielen Schüler. Nach Lanzi1 . c. erreichte er freylich seines Vaters Kunstnicht, und legte sich vornehmlich auf Minialur-Dildniße, wofür er ein besonderes Talent besaß.Der Kardinal Leopold sammelte sich ein ganzesKabinet davon, das sich gegenwärtig im Königl.Museum befindet. Gestochen nach ihm kennenwir einzig sein selbstgemaltcs Bildniß in der Gal-lerie zu Florenz , von P. A. Pazzi.
Titian de vecelli (korcnz), Zeichner oderZeichenmeister an der Kunstakademie zu Wien in1760. Raff. Rönigl. Sraars, u. Srandkal..auf 176Z. Wien .
. * — — (der Englische), ein Beyname von
Jssnah Reynolds.
— —, s. auch Mmio und Tizians im Lex.
und unten.
Tito ( ), ein Römischer Landschaftsmaler
in Aquarell, der seit ,/ 85 . in Neapel arbeitete,und sich vornehmlich durch gewißenhaft treue An-deutung alles Details in seinen Aussichten denLiebhabern empfahl, aber dabey dem gewöhnli-chen Schicksal der Pünktler, in Kälte und Stei-figkeit zu verfallen, nicht entgangen ist. Win-keln,ann u. s. Jahrhundert S. 336 . Auch in,796. fand Gerning denselben in Neapel , undurtheilte noch damals von ihm, daß er mit nochunentschiedenem Erfolg seine Kunst trieb. Umdiese Zeit gab ihm der Hof freye Wohnung ineinem Königlichen Gebäude der Mergellina-Straßeam Meer. Seither haben wir von ihm weiternicht das Geringste vernommen.
* — -- s. oben und im Lex. Titi.
Titondu Tillöt (Eberhard oder Ecrard),der Sohn eines Königlichen Sekretairs, geb. zuParis 1877., stand anfangs in Kriegsdiensten,war dann auf kurze Zeit Klarere ä'slütel desDauphin, unternahm weiter eine Reise nach Ita lien , wo er sich vorzüglich mit dem Studiumder dortigen Kunstschätze abgab , wurde nach sei-ner Zurückkunft Provinzial-KriegSkommiffair, undst. 1762. als Mitglied fast aller Akademien Euro-penö, ohne darum Ansuchiing gethan zu habe».In ,7»8. kam er auf den Einfall, «inen franzö-sische» Parnaß zu verfertigen, welchen er auchnachgehende! durch Ludwig Garnier in Bronze aus-führen ließ, und der in dieser Materie 1718.vollendet wurde. Er stellt einen etwas steilenBerg dar, auf dem man Ludwig XIV. unter derGestalt des Apoll, und die Dichter und Tonkünst-ler der Zeit, unter der Gestalt der 9. Musen undGrazien in Medaillons erblickt. Bey der An-^dnung folgte er dem Rathe seines FreundesDoileau, und gut würde es gewesen seyn, wennkr diesem auch die Auswahl der zu verewigenden
TitUs. 1909
Personen überlassen hätte. Ueber diese und übersein Denkmal gab er 1727. eine Schrift in 12°.die er 1732. nochmals auflegte, seinem Königededicirte, und darauf alle zehn Jahre, bis auf,760., Nachträge lieferte. Zu diesen Schriftensoll Crepy die erwählten Schöngeister gestochenhaben, und N. Lardieu 1700. den Parnaß selbst.Tirsns Bildniß endlich hat N. de Largilliere 1708.gemalt, und Petit ,708. gestochen. Das Urbildseines Parnasses in Erzt legirte Tirsn dem Könige,der solchen in seiner Bibliothek aufbehalten ließ.
Tirrel (A ). S. auch gleich unten FriedrichAugust.
— — oder Titel (Basilius), wurde,644.zum Oberingenieur des Churfürsten von Sachsen ,und, 65 o. zum Kommandanten der Pleißenburgzu Leipzig ernannt. Er st. als solcher, mit demTitel eines Obersten, 1662. -l/rc.
— — (Conrad Wilhelm), Königl. Preußi-scher Oberhofbaurath, geb. zu Potsdam ,754.Derselbe genoß Gontards und Mangers Unterricht.Bis 1773. führte er beym Baukomroir zu Pots dam viele Gebäude, zum Theil nach eigener Er-findung aus. In 1774. kam er nach Berlin ,wv er von dieser Zeit an vorzüglichen Antheil anden Entwürfen zu den Königlichen Bauten nahm.So hieß es schon bey Meusel II. (1789.). Seit-her haben wir von ihm nichts weiter vernommen.Indessen setzt Mensel III. (1809.) ihn noch un-ter die Lebenden.
— — (Friedrich August, gewöhnlich Au-gust) Landschaftozeichner u. Kupftretzer zu Schmie-dcbcrg in Schlesien , 8 , 5 . Er hatte damals einegroße Totalansicht des Riescngebirges in dreyBlattern (diese zusammen 2 Ellen 17 Zoll lang,,4 Zoll hoch) gezeichnet und radirk. Einige klein«von ihm (um ,8oc>. dem Ansehen nach) ohneweiter» Kunstwerth radirte Ansichten SächsischerGegenden, lassen unö vermuthen, daß er auf derAkademie in Dresden studirt habe.
Titte lbach (Franz), geb. zu Saatz in Böh men ,722. Derselbe lernte zuerst in seiner Va-terstadt in Oei malen, und studirke dann zu Dres den unter Adam Manyocky. In ,76). kam ernach Berlin , und arbeitete seit 1787. als Mi-niaturmaler in der Königl. Porcellanfabrik; dannmalte er auch Bildniß« und Blumenstücke. Vonerster,, nennt Meusel II. (1789.) diejenigen vonKaiser Joseph II. und dem Prinzen Heinrich vonPreußen. Seither haben wir von ihm nichtsweiter vernommen. Bey Mensel III. (1809.)erscheint er nicht mehr.
Tirres (Christian Friedrich), «in geschickterSchreiner zu Echönheider im Voigtlande, derum ,75,. die Zierrathen an der Orgel, den Chö-ren und Emporkirchen der Stadtkirche zu Schöneck verfertigte. I. C- LVslf Einweihung gedach-ter Lirche ,782. Plauen 4 ".
Titrier (Christian), Oeffentlicher Notariusund Maler zu Wittenberg in Sachsen , wo er,875. eine Tochter von Heinrich Fasslr, einemSchreiner zu Grafenhaiuichcn, heirathete; wiewir in den Wittenberger Kirchenbüchern angezeigtfinden. Man kennt von oder nach ihm ein Bild-lich des Rektors der Universität seines Aufent-haltsorts, Joh. Deutschmann's, in Kupferstich.
* Tlttmar, s. Dietmar, Dirmar undDitmars, theils im Lex. theils in gegenwärti-gen Zusätzen.
TitUS Claudius Sorer, ?ic:kor qunä-riAuInrills. Man ist noch in Zweifel, ob dirzween letzten Zunamen einen Beruf- oder einenGefchlechtsnamen bedeuten.
* Tirue, s. oben und im Lex. Tirl.