Band 
Zweyter Theil [4].
Seite
1910
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iglo Tih.

Ti'tz ober Tlye (Abraham), Bau- undMauermeister zu Danzig 16^7. In gleicher Ei-genschaft wird Georg Titz 1602. geuannt. B.pantsch Birchengebaude der Sradr Dan-Zig. Das. 1696. Fok. S. 56 . 68.

(Georg), f. vorstehnden Art.

*. Also wird auch der Name Dreesch,

jämmerlich verschrieben, hier und da getroffen.

s. auch D»etz und T>ey in diesenZusätzen.

Tivoli (Saluzzi de), s. Saluzzi in diesen

Zusätze».

* Tkziairello, s. im Lex. und unten denArt. Marc Vecelli.

* Tiziano (Caspar di). Ein solcher warweder des berühmten Tina» VeceHi's Schüler,noch ist darunter T. (T. kTervesa zu verstehen,wie das Lex. meint. »Jenes Gemälde in derDresdner -Gallerie, was ihm dort nach Lehnin-ger zugeeignet wird (es stellt, 2^ 11" hoch, u.s' 6" dr., das Attelicr eines Malers vor, dereinen auf einem Faste sitzende» Soldaten von aus-nehmender Dicke malt), ist aber, wie uns eigeneIlntersuchungcn erweisen, von Taspar Dizianlgemalt". So schreibt uns einer unserer einsichti-gen Kunstfreunde.

* (Hieronymus di), s. Dann' oder

Dante, im Lex. sowohl als in gegenwärtigenZusätzen.

Ti'zon (Artos). So nennt Fi'orillo IV. 129.ganz kurz einen Spanischen Maler, der um 1614.zu Murcia gearbeitet habe, und aber fast völligunbekannt geblieben sey.

Tobias (Christian Gottlob , gewöhnlich Gott-lob), der Sohn eines Tuchfabrikanuten, geb. zuGorlitz 1769.; ein vortrefflicher Zeichner, der,als Lehrer der Anatomie an dem Collegio Mcdico-Chirurgico zu Dresden , dort i8rZ. verstorbenwar. Der D 0esdn er-Anzeiger Jahrg. 181Z.S. 1720. dagegen giebt ihm bei) seiner Todes-anzeige ein Alter von §8. Jahren; allein abge-dachtes Geburrhsjahr hat Referent aus seinemeigenen Munde. Seine nach der Natur, deineinzigen Studium was er liebte, zum Theil aufseinen Reifen (durch Oberitalien , die Oesterreichi-schen Staaten, u. s. f) gezeichneten Landschaftenund Studien von Blumen u. dgl., über welcheer ganze Lage auf dem Felde zubringen konnte,find ausnehmend schatzcnswerkh; so wie nichtminder seine anatomischen Zeichnungen in Lebens-größe und vom größte» Format. Er pflegte fastdurchgehends Alles mit der Feder zu zeichnenund zu schraffiren. Für Kunst und Wissenschaf-ten starb er zu früh, und zu beklagen ist esbesonders, daß er nicht im Stande war, eineAnatomie für die Maler, die er ausarbeitenwollte, gehörig zu vollenden. Niemand mochtewohl geschickter dazu seyn, als er. Tobiaswollte sich frühcrhin ganz der Kunst weihen,harte unter Rathen in seiner Vaterstadt die erstenAnfangsgründe derselben erlernt, dann bey Ca-sanova zu Dresden die Figur, und nach des-sen Tode, mit seinem Freunde dem geschicktenWchle, die Landschaft bey Klengcl studirt. AlsArzt, oder vielmehr als Anatom, hatte er dievielseitigsten Kenntnisse, und besaß eine sehrstarke Sammlung von Thier-Knochen und eineausgesuchte noch stärkere von Schädeln verschie-denen Alters und verschiedener Nationen, derenindividuellen Charakter er darnach zu bemonstrk-ren suchte. Auch artige Handzeichnungcn ver-schiedener guter Meister u. s. f. konnte man beyihm finden. Einige geringe Versuche, die er als

2) Welchem (lebensgroßen) Bilde (heißt es bey Fioritcrslmrg malte, an Vollkommenheit nicht gleich kan

TocquL.

Student zu Leipzig (wo er sich anfangs auf dieTheologie gelegt hatte) mit der Nadirnadel machte,sind nicht bekanntgeworden; sie enthalten Land-schaft und Vieh. Der Verlust der Platten undder Abdrücke ist, mit einiger Ausnahme, aucheben nicht zu bedauern.

Tobar (Alonzo Michael de), Spanischer Ma-ler, geb. zu Higuera 1678., der anfänglich einenmittelmäßigen Lehrer hatte, aber sich in derFolge, als ein Nachahmer Murillo's, zumal fürBrldniße, ruhmvoll auszeichnete. Als sich Phi­ lipp V. zu Sevilla aufhielt, ernannte er ihn1729. zu seinem Kammccmaler, und zog ihnnach Madrid , wo er 1768. Todes verbliech.FiorlUo IV.Z98gg.

T 0 bertnge ( ). So soll eine leicht geetzte

Landschaft mit einem Hirten, der seine Schsafevor sich her treibt, bezeichnet seyn. -Vrr.

Tobri'as (I. M.). So nennt einer unsererFreunde einen Zeichner und Maler, der um 1670.zu München geblühet, und nach welchem Math.und Melchior Küssel gestochen hätten.

Tochrer mann (Hieronymus ), Bürger undMägdleinschulmcister zu Augsburg , von dem wirein in 1701. (zum Theil mit bunten Dinte») schönauf Pergament geschriebenes Prachtwcrk gesehenhaben, dessen Vorschriften mir allerhand verzoge-nen Figuren und Gestalten sehr artig von ihmverziert waren. Der »Bürger und Freihandmarler Abraham Rugler zu Augsburg " hatte auchallerhand Historie» hinzugethan, deren Zeichnungzwar sehr mittelmäßig war, das Colorit dage-gen ein munteres und freudiges Aussehen hafte-S. auch den ff. Art.

(Tobias), geb. zu Augsburg i 6 L 5 .

und dort gest. 1726., nicht unwahrscheinlich desobigen Hieronxmns Vater, oder auch dieserselbst, mit hier oder dorr irrigem Taufnamen,kurz ebenfalls Jugendlchrec zu Augsburg ,war, wegen leiner Kunst i» Schriften mit großen,gemalten und künstlich in einander geschlungenenBuchstaben berühmt; auch besaß er die Geschick-lichkeit, den Dücherdruck, mit derFeder künstlichnachzubilden. Liporvsky.

* Tocque(Joh. Ludwig). Einige zählen auchNattier zu seinen Lehrern. In St. Petersburg ,wohin er 1726. berufen wurde, wollte Alles, wasgroß und vornehm war, und 5 ». kouisd'or fürein Brustbild bezahlen konnte, von ihm gemaltseyn. Dennoch verdiente er seinen großen Rufnicht ganz. Seine Behandlung war zwar frey,markigt und angenehm; auch traf er wohl über-haupt die Züge; aber die Seele und das Lebenwußte er seinen Bildnißen nicht einzuhauchen.Er war auch Ehrenmitglied der Künstler-Akademiezu Copenhagen. Von seiner Arbeit findet sich,unsers Wissens, in Deutschland , einzig etwasin der Gallerie zu Schicishcim. Von Männlich.Gestochen haben nach ihm: I. Balechou, Basan,L. I. Cathclin, I. Daulle, N. Dupuis, Ficquet,Guclard, Massard, I. G. Müller, Pinsslo , P.Sevart, G. F. Schmidt, I. C. Leucher, S. H. Thomassin, I Watson und I. G- Wille,also die vorzüglichsten Stecher seiner Zeit. Wirnennen hier nur, neben dein Biidnißc der Czaa-rin Elisabeth *) von Schmidt, von Ebendemsel-ben diejenigen der Grafen Rasoumowsky undEstcrhäzy; von Wille des Prinzen von Wales,des Grafen von St. Flvrcntin, des Marqm'S vonMarigny und des Malers Massö; von Müllerdes Malers Galloche; von Tardieu Ludwig X V.und der Königin; von Daullo ebenfalls die Kö-nigin; von Balechou den Dauphin; vonLhomaftsin Ebendenselben; wieder von Daullö die KK>

ks R. S. lk. L'-) freylich so viel andre, d>e er in Ae«