>9^4 TollrUs.
ToIlius ( ), ein Glockengießer, s. oben
Andr. pegniyer.
Tollmark ( ), «in Englischer Künstler
dieses NamenS modcllirte, nach StothartS Zeich-nung, «inen silbernen Schild von 2 ' in Durch-messer, der, durch Unterschrift, als ein Geschenkfür Lord Wellington gefertigt wird, und in 11.Abtheilungen so viele Siege dieses Helden desTags darstellen soll.
Tolmezzo (Dominien s von), ein Maler,gebürtig von Udine , Zeitgenosse von Andr. Bellluno, malte für den Dom seiner Vaterstadt eineTafel in verschiedenen Abtheilungen: Eine Ma-donna, im Style seiner Zeit, mit einigen Heili-gen, die für Zeichnung und Colorit einen Zög-ling der alte» Venezianischen Schule zu verrathenscheinen, mit seinem Namen und der Jahrszahl1479. Dann auf gleicher Tafel das Bild des H.Bertrams, Patriarchen von Aquileia, wozu nochzwey andere langlichte Tafelchen gehören dürften,welche das Mmosengeben und den Martyrtoddieses Heiligen darstellen. Diese letztere sind be-sonders einiger Aufmerksamkeit werth; und allebefinden sich gegenwärtig in zwey Zimmern derdortigen Canonica. Lü. sec. 1U. 29.
Tolo war, nebst vielen Andern, theils Zeich-ner , theils Stecher für die bekannte Lehola Ita-lica. ^0 Bl. Fol. kom. 8 u 5 .
* Tolosano, s. I. Baron im Lex. sowohlals in gegenwärtigen Zusätzen.
Tolozan (de). So heißt bey Gaule de St.Germatn, ohne Weiteres, einer der Französi schen Kunstliebhaber des XVIII. Jahrhunderts,welche Kunstsammlungen besaßen.
* Toi pari (Adam). So nennt der einzigeBasan (Lö. nec.) einen Künstler, der um 1770.gemeinschaftlich mit Ottaviani u. a. einen Theilder Raphaelischcn Arabesken im Vatikan gesto-chen habe, und aber wohl kein Anderer, als —Johann volparo ist. S. oben den Art. vonJoh. Ottaviani.
Tolsa (Manuel) , Mexikanischer Bildhauerund Baumeister, Mitglied mehrerer Akademienund Professor und Direktor derjenigen zu Mexiko .(Anderwärts heißt er Spanischer Bildhauer vonValencia ). Derselbe zeichnete, modcllirte undgoß im I. 1802. (a. Ii. 180z.) zu Mexiko einecolossalische 16. franz. Schuhe hohe Bildsäule desregierenden Königes Carls IV. von Spanien ;das erste Kunstwerk dieser Art in der neuen Welt (?),und zugleich der erste Versuch des gedachten Künst-lers in Erzt. Diese Bildsäule wurde aus Auf-trag und auf Kosten des Marquis von Branci-forte, vormaligen Vicekönigs von Mexiko , errich-tet, der diesem Land vorzüglich große Dienste ge-leistet hat. Lit. brsNhoig. 71 ». Xl. Xro. 1221.Modellirung , Guß und Aufrichtung auf dem gro-ßen^ Platze zu Mexiko geschah in Gegenwart desberühmten Reisenden, Alex. von Humboldt, mitUeberwindung von Schwierigkeiten, wovon mansich in Europa keine Vorstellung machen kann.
Vo^a^e cie iVIr8. Klumboiätet llcmplsnch, Und der H. von Humboldt sagtselbst in seinem : Lsssr politiqne 8vr 1e Uo^uumeös ta nouveilo b^ps^ne, diese Bildsäule seyein Werk, welchem an Schönheit und Reinheitdes Etnls alles Aehnliche in Europa , die StatüeMarc Aurels in Rom ausgenommen, weichenmüße?! Sie soll an Gewicht 26,000. Kilogrammehalten, und die ebmals auf dem VendomerPlatzezu Paris befindliche Ludwigs XIV. um 2. Deci-
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Meter an Höhe übertreffen. Die Figur des Kö-niges ist vergoldet; das Pferd aber hat einenvlivcnfarbigen Uederzug.
* Tomann. So liest man etwa den NamenThomann, auf Blättern nach Künstlern diesesletzter» Namens unrichtig bezeichnet.
Tomas de Fiorencia oder TomasoFiorenrino. So nennt Fiorillo IV. 129.einen Italiänischen Künstler gegen End des X V l.oder zu Anfang des X VII. Jahrh, der, nebst so vielenAndern, im Spanischen Eskurial arbeitete, undüberhaupt zu Madrid n. s. f. viele Alfresco's,wie z. B. eine ganze Gallert« im Pallaste Alba de Tormes hinterlassen hat.
— — (Moses Pedro). So nennt Fiorills
IV. ZHi. ganz ohne Weiteres einen, wie es scheintwenig bedeutenden, Spanischen Maler aus derletzten Hälfte des XVII. Jahrhunderts.
* — —, s. im Lex. und oben Thomas.
Toms seilt (Fr.). Wir kennen ein Dildnißdes bekannten Tyroler-Märtyrers Andr. Hofcrs,was er 1809. zu Jnübruck nach dem Leben malle,und von einem Ungenannten in Med. 8°. gesto-chen ist.
Tomastnl (Franz und Gregor), vermuthlichbeyde Nachkommen von Philipp Thomastm,der sich in Italien Filippo Tomasim schrieb.Von Franz gestochen, benennt man eine FolgeRömischer Statuen; nach Gregor hak Ces. Fan-tetki die Schaumünzen des Pabsts Papl 111 . inKupfer gebracht.
Tomaso Fiorentlno, s. gleich oben To-mas de Florencta.
* — — s. theils im Ler. theils unten,
auch Thomas Tomnrasi und Lommaso.
* Tomasst (Joseph), s. im Lex. und un-ten Tommasi.
Tomberlt (Bartholomaus), ein Mosaiker,der in 1786. an dem Dome zu Orvieto beschäf-tigt war. 8torin llol Dnomo cl'Orvieto . Kom.1791. p. 585 .
* Tome (Narciso). Auch bey Ftortllo lV.58 i— 85 . heißt es von ihm: »Derselbe hat sichdurch ein Werk berühmt gemacht, das man alsdas größte Muster der Geschmacklosigkeit undden auffallendsten Beweis des tiefen Verfalls derKünste in Spanien ansehen kann. Es befindetsich in der ehrwürdigen Kathedrale von Toledo ,und ist unter dem Namen des Transparente be-kannt. Man sieht daran ein buntscheckiges Ge-misch von Statuen, Reliefs und Malereien, derenUnwerth durch die Nähe der vielen Meisterstückenoch mehr in die Augen fallt, ob sie gleich vondem Pöbel für Wunderwerke gehalten werden.Dies Unding hat 200,000. Ducaten gekostet, eineSumme, welche die Spanischen Patrioten mitFreuden noch einmal bezahlen würden, wennman es den Augen des Publikums entziehenkönnte. Daß sich übrigens vlarciso auf seineArbeit viel zu gute gethan, sieht man aus einenInschrift, die sich unter einem Basrelief befindet*).Als dies Transparent vollendet war, stellte mangroße Volksfeste an, machte es durch Kupferstichebekannt, und pries es in Knittelversen als dasachte Wunder der Welt **). Tome war auSMedina de Rioseco gebürtig, und vereinigte inseinem Kopfe alle bizarre Ideen eines Boromini,V. Ribera und Churriguera , und wußte sie so
*) Sie lautet: .v^cr'rer n 8. Kccl68ias krim. iZrclütsc. msjor. , Lere, kitbiekac. äslinea-
vik, -culp. nimulque clepiiixit.
AK) S. Octsva mrraviUL csiltaäu en octav»8 ritkmL8 : breve ilsrcripclon äel msravilloso trun-purents. qn«corton.'tnieuts orixi^ !u. priinxäx ixlezia 6e Is8 K8pL»ns8. Lomj>»«8li>8 jisr ei K- ill. kretlicatlorUslit», t'aneZiric. etc. 'koleilu, > 7 Zr.