Band 
Zweyter Theil [4].
Seite
1928
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rgrg Townshtnd.

dem Grabstichel, auch Kunsthändler, geb. zu Lvn-don 1746. und dort blühend um 178». Derselbehatte seine Studien vornehmlich in Rom undFloren; gemacht. Nach seiner Rückkehr sah manvon ihm von 1777 . bis §8. sehr schöne Schwarz,kunstblätter, worunter wir vornehmlich die Bild-nisse von da Vinci, Han. und Ludw. CarracciZampieri (vorzüglich schon), Nembrand, Rubens und Reynolds zählen, welche er nach derselbenUrbildern in der Gallerie zu Florenz geliefert;dann andere, nach P. Lely, I. Hoppner, I.Reynolds, I. Romnay (des Vice-Admirals tzydeParker), auch ohne weiter« Namen als den sei-nigen (des Grafen General Alexis von OrloffLschesmensky). Ferner von Geschichtlichem:Agrippinen's Trauer über dem Grabe des Ger-maniens, nach R. Cosway, und zwey kämpfendeStiere in einer schönen Landschaft, nach G.Stubbs.Rost lX. 5(1667. Um 1789. begab er sich nachBerlin , wo er theils Miniatur malte, theilsneue Blätter in seiner gewohnten Kunst lieferte,und wirklich als Preußischer Hofkupferstecher undMitglied der Kunstakademie zu Berlin erkiestward. Jetzt nannte von ihm Mensel ll. meh-rere Dildniße nach Cunningham, wie.- Des,niges Friedrich Wilhelms II-, der Kaiserin Ca,tharina II., des Herzogs Friedrich Augusts vonBraunschweig , der Generale von Ziechen undvon Mvllendorf, der Grast» Baudißin; fernerdes Generals Paoli nach Cosway und des Doc-ker Jonston's nach Oppie; einen Amor, wiedernach Cosway, u. s. f. Um dieselbe Zeit (Berlin 29. Dez. 1789.) wird er im Mensel schenMuseum Xl. /,8>.ein junger Mann von aus-gelassener Lebensart" geheißen,der mit Zu-rücklassung namhafter Schulden davon gelaufen,und seine hübsche Frau, die im Umgänge derShakespear 'schen Ophelia zu vergleichen war,habe nachkommen lassen. Wo die Reift hinge-gangen, wisse man nicht Als Künstler bedeuteer nicht viel; er konnte nicht zeichnen (??); unddoch".... Hier schließt die Rüge; und wir wis-sen wo einswcilen die Reise hingegangen,nämlich nach Hamburg . Dort befand er sich1790., hielt sich daselbst eine Zeitlang auf, ver-fertigte einige Kupferplatten , malte Miniatur,und zeichnete sehr viele Tildniße nach dem Lebenin Crayon u. a. Manieren, und kehrte endlichnach England zurück. Seither haben wir nichtsWeiteres von ihm vernommen, er müßte dann(wohl schwerlich doch, was ist nicht Allesmöglich!) der nämliche Carl Torvnley seyn,von welchem es wieder im Meu sei schen Ac-chive H. ( 5 .) » 56 . also (um 1808.) heißt, daßdas Englische Parlament von dessen Erden seineherrliche Statüensammlung für das BriltischeMuseum erkauft habe. Noch bemerken wir, daßdas Register des Mensel schen Mus. überSt. VIIXII. auf S. 196. u. ff. verweist, wosich eine archäologische Beschreibung der Torvn-ley'schcn Antikensammlung befinden soll, die wiraber doch nicht auffinden konnten. Eine andereausführliche befindet sich bey DaUarvay II. 56 Lu. Dort erfahren wir auch, daß er (oderdann ein ganz anderes Ens dieses Namens) Stichenach einige» seiner Alterthümer, doch nur alsGeschenk für Freunde, habe fertigen lassen. Mil-tin <1. 0. p. Z6. Not.) nennt ihn eine» wahrenKenner.

Torvnshend (Carl), Englischer Kanzler desExchequers. Man behauptet, daß derselbe, wonicht der erste, doch der größte Verbreiter derephemeren politischen Carrikakuten war, die nach-werts in England in so allgemeinen Schwunggeriethen, und wovon er selbst eine zahllose Mengenach seinen eignen Zeichnungen entwerfen ließ.Gurr. An;, »8oü. St. 165. cr?. 1648.

(Johann). Nach einem Englischen Maler

dieses Namens hak ein Ungenannter in R. Gtewarl'sVerlag ein Bilvuiß von Jac. Ferguson k. k.,

Traballesi.

die Hand auf einer Erdkugel haltend, geetzt.

Nach Andern hätte Steward jenesBildmß selbst gestochen.

Townskend (Loid), ein EnglischerKunstdi-lettante neuerer Zeit. DaUarvay ll. 26g. nenntaus seinem Kabinette einen Belisar von Salva-wr Rosa, als das schönste Bild von diesemletzter».

Toznik, s. oben Tomsk .

* Tozzo (Johann Baptist del), der im Lex.s. v. Capanna erscheint. Noch heißt es beyLanzi (L8. rei-2.) I. 55 §., daß er, so wie MarcBigio, einen bedeutenden Ruf in kleinen Figurenerlangt habe. Don ihren Arbeiten sollen nochvorhanden, und dieselben, wegen gänzlicherEinförmigkeit des Styls, kaum von einander znunterscheiden seyn.

* Trabaldese, s. gleich nachstehend dievier Gebrüder Barrholomö, Felix, Franz undMclaus TrabaUest, welche im Lex. unter erstermNamen erscheinen.

Traballes« (Anton), geb. zu Rom. in 177..als Pros. der Bildhauerei bey der Schule der bil-denden Künste zu Mailand angestellt. EkkardHandb. der Hähern Lehranstalten in Deutsch­ land I. 41.

* (Bartholome), genannt Eobbo,

des ff. Franzen's Bruder, der im Lex. in demArt. desselben lediglich genannt wird. Lanzi(k)6. terL.) I. LtZ. führt ihn als einen Gehülfenbes vasari, und von ihm eine Danae in einerSainmlung (wir glauben in der Gallerie des P.Jovius zu Coino) an.

(Cajetan), ein Bildhauer zu Florenz ,

wo er nach der Mitte des XVIII. Jahrhundertsin Großhcrzoglichen Diensten arbeitete. Lencr-

ve»m 1*. ll. p. 57.

* (Felix), Bildhauer und Gießer,

ein anderer Bruder von Franz, wird ebenfallsbloß in dem Art. dieses letzter» im Lex. genannt.

* (Franz) , arbeitete zu Rom unterdem Pontifikate Gregor's Xlll. Lanzi (Lci.ters.) I. 2«Z. nennt von ihm einige al Fresco'sin der dortigen Griechen-Kirche, ohne ihren Ge-genstand zu bedeuten.

* (Julian), auch Gtulianino ge-

nannt. AIs Maler erhielt er, unter der Regie-rung des Großherzogs Derer Leopold, denAuftrag, verschiedene Villen und andere vffcntli,che Oerter verzieren zu helfen. Fioristo I- - 447 .Dann aber war er ein vorzüglich geschickter Zeich-ner, und wurde, als solcher, 1770. zum Profes-sor der Zeichenknnst in die um diese Zeit erneuerteKünstler-Akademie nach Mailand berufen (AntonFranch«, ein Römer, lehrte zu gleicher Zeit aufdieser Schule die Sculptur, JocunduS Alberto!»die Verzierungen, Dointnicus Aspar und Mar-cellin Segre die Baukunst', II. Von ihm

wurden nicht bloß die meisten Maler-Bildniße derGallerie zu Floren; zu dem bekannten Werke,sondern auch ein großer Theil der berühmte-sten geschichtlichen Gemälde z» Bologna und Flo­ renz gezeichnet, welche nachwarts von verschie-denen Künstlern gestochen worden. Er selbst dannhatte in den I. «764- 65 . u. 67. viele in einemmalerschen Geschmacke geetzt; als nämlich: NachI. F. Darbieri, T. Drizio, A. und L. Carracci ,I. Cavedone, B. Franzeschmi, F. Mazzuoli,M. Preti, G- Reni, A. Tiarini und R. Dann!.Die beßte Litteratur darüber giebt GandeUun,dem (beyläufig zu sagen) häufig der Vorzug ge-bührt, daß derselbe die Stellen der Urbilder an-zeigt, nach welchen die Stecher gearbeitet haben.