Tsuron.
Geliebten an die Wand zeichnet, wodurch er sichden bittern Spott von Jouvenct erworben, dersich über jenes Bild äußerte: Es sey somit nichtschwer, Geschichtsmaler zu werden, wenn manden Rang eines solchen durch ein Lichtstümpchenerlangen könne. (Neben dem hatte er übrigensgedachter Akademie das sehr schöne Bildniß desMalers M. Corneille vorgelegt). In Deutsch land besaß von ihm, unsers Wissens, der ein-zige H. Hof - und Landgerichts-Advokat Schmidt(,8»9.) zu Kiel : Den Bildhauer, der bey Lichtseine Arbeit mit Vergnügen betrachtet. «DieManier von Douw und Schalken sey" (heißt es)«in diesem Bilde vollkommen (!) vereinigt". Bild-niße nach ihm nennt ein Verzeichniß meines sel.Vaters von Balechou, Basan, einem Anonymusin Boissevins Verlage; Chereau, I. Daulle,Desrochers, P. Drevet, E l'Epicie, I. I.Haid, P. Jode jünger, P. Maloeuvre, I. Sar-rabat und I. du Vivier; darunter mehrere schöne,zumal von Chereau und Drevet. Hier nennenwir nur von bekannten Personen : Maupertuis von Daulle; des Kanzlers d'Aguesseau von Ma-lscuvrc; sein des Malers eigenes und des Mousrquctairs P. de la Röche, beyde auf Einem (selte-nen) Blatt, von I. Sarrabar geschabt. Dannvon Geschichtlichem: Eine Flora (den Sommer)von Chateau, als Pendant zu einem Winter,nach Berge; einen Gegenstand aus dem befrey-ren Jerusalem, von L. Desplaces; und endlichdas Titelblatt zu irgend einem geschichtlichenWerke, von B. Audran.
Touron ( ), Schmelzmaler zu Genf , be-
sonders in Bildnißen, die er sehr wohl zeichnete.Sein Colorit ist glühend und glänzend; er gabauch seinen Figuren und Nebensachen allen mög-lichen Geschmack. So heißt es in Kunstnachrichrteu aus der Schweitz von 1794—96. in den Men-sel sehen LF. Misc. V. 56h. und schon weitfrüher irgendwo in den Errennes Helvettennes.
* Tours (Frarchvis), Deyaame von SimonFratchois.
* — — (Simon Fran^ois de); s. Fran-
?ois oben und im Lexikon.
— — (Madmois. le). So hieß eine Fran-
zösische Landschaftmalerin und Kupferetzerin um1797. Von ihr geetzt kennt man eine Landschaftmit Bauernhütten, nach Ruysdael , und vier an-dere Landschaften , nebst einer kleinen Marine,ohne weiter« Namen als den ihrigen.
Tonsö ( ). Ein solcher erscheint im ^1-
m-uiacü äs ssommerce 1811. unter den damalszu Paris lebenden Häuser- und Kutschcnmalern,und zugleich als Malermeister.
Tsussaint (C- I. oder I. C-), Baumeisterund Professor seiner Kunst zu Paris , gab. 1808.oder 9. den Anfang eines: 1'rnite cie Oeometriset ä'-Zrcüitecture tüsorchus st prutique sim-yllsiees, welches i5. (a. ü. r8.) Hefte (jedes zu5—6. Bl. und i2—2o. S. Text) enthalten, unddas Heft 5—6. Fr. kosten sollte. Die drey erstenfand man 1809. im Verlage des Verfassers.Dem ^lrnsnscü rls Oommsrce 1811. zufolge,lebte dieser Künstler auch damals noch fürdaucrndzu Paris .
* — — s. im Lex. und hier sogleich Tousfyn.
* Toussyn, auch Toussarnr und Tus-sin (J-), hieß Johann, und war ein Blumen-und Ftgurcnmalcr, der wie's scheint im XV II.Jahrhunderte zu Cölln arbeitete. Folgende Blät-ter nach ihm erschienen in dem Verlage von Gerh.Altzcnbach zu Cölln: Mehrere mit figurirten Dar-stellungen versehene Blumentöpfe Fol.; dann dieHH. Brigitta und Scholastica, und die Enthaup-
Townley. »927
tung der H. Margarecha; alle von N. von So-mcr gestochen. Dann nachstehnde beyde aus dem-selben Verlage sind von Loeffler dem ji'mgern ge-stochen : Maria mit dem Kinde und dem H. Jo-seph ; und der H. Franz nebst der H. Clara Fol.(neuere Abdrücke von diesem tragen die Verlags-adrcsse von E- Gvffart Bürger zu Cölln *). Uebri-gens vermuthen wir, daß noch ein zweyter Ma-ler dieses Namens gelebt haben mag; indem wir1806. bey der Wittwe des Malers Jac. S. Beckerzu Erfurth eine auf Leinwand in die Breite schönin niederländischem Geschmacke gemalte Land-schaft trafen, welche mit einer erbärmlich ver-zeichneten Flucht nach Egypten staffirt war, undworauf sich der Künstler selbst mit: A. 7'E-Mangeschrieben hatte- Fast hätten wir vergessen,daß auch ein solcher selbst in Kupfer geetzt habensoll, und zwar eine kleine Landschaft in die Breitemir einer Wassermühle, welches Blatt bezeichnetwäre: A^oa-r 7«§8r» kecit er exo. Noch ist unsaus dem Verlage des Wilh. Altzenbach eine Maria Magdalena Fol. aufgestoßen, deren umdrucktemit großen Blumen verzierte Einfassung ihn alsZeichner und einen G. C. (oder C- C) Stich alsKupferstecher derselben benennt.
*Tourain, auch Toustain (Johann).Man kennt die Abtey St. Michael, die er nachder Zeichnung des Architekten F. G. de la Lremblayein Kupfer brachte; so wie dann auch nach Tou-rains Zeichnung G. Audran die Abrey St. Ouen gestochen haben soll.
Touzö (I.), ein geschickter Maler und Zeich-ner von modernen Gattungs-Gegenstanden, derum 1774—84. zu Paris blühte- Nach ihm hatA. F. Hemery die Verkäuferin von Eiern unddie Verkäufcrm von Nüssen gestochen; Voye; derältere: Nnbisau MSAIHUS, äcens 8s 2smire stHror; Voycz der jüngere die gefährlichen Zeit-vcrkricbe; Peter Laurent ein Monument zu Ehrendes unglücklichen Königs Ludwig XVl. in schrgr. qu. Fol. Eine Handzeichnung von ihm mitder Feder: Carrikalur von sieben tanzenden Bauernbesaß noch 1810. der Erbe des KunstdilettantelkPaignon-Dijonval zu Paris . S. auch den gleichff. Art.
Touzee ( ). Ein solcher (ob etwa mit
obigem Tauzs Eine Person?) erscheint tm XI-niunrsü 8s8 6er,ux-/grts i8«3. unter den da-mals zu Paris lebenden Geschichtsmalern, undwird dort von ihm eine Himmelfahrt der H.Jungfrau angeführt. Der ^lmsnnci, 8s Lnm-merce von 1811. gedenkt seiner nicht mehr. In-dessen ist er ohne Zweifel der nämliche, der inunsern Tagen vielfältig für das Museum Napo leon , Heft 2. 3. 26. 33. 34. -sg. u. 56. gezeich-net hat, als nämlich:
Terburg's Militair, der einer Lame Geld anbietet.
k. ^uNoin -c.
F. Mola's verivund-ten Tanered- S- e. Mig-r -c.
Giorgione's Gesauglehre. Oisttieiix xc.
Netscher's des Vaters Begleitung der Laute. ?.
71u8oiii sc.
va» der werf's Flucht «ach Slegypte». ^vriixsrs !>c.
Tenler's des Jüngern Raucher, v? nc.
Begn's gute HauSw.'rthschast. 6ulke»i>er§ -ic.
Torvn ( ). So heißt bey Ll'orllko V.
872. ein Englischer Maler, Mitglied der in 1783.zu Liverpool , nach dem Muster der Königlichen,gestifteten Malerakademie. Auf einer Ausstellungderselben vom I. 1783. befanden sich auch vonseinen Arbeiten unter den vorzüglichern.
Tsrvnley (Carl), Zeichner, Miniaturmalerund Stecher in Schwarzkunst, und bisweilen mit
*
°) Wohl eines dieser Blätter heißt, in eiuer ander» unserer Quellen, eine Thesis für das Gymnasium zuHildeshclm.