rgzö Trescher.
Tre scher (Johann Friedrich), ein Vildniß-maler zn Frankfurt a. M., der zuerst 1664. er-scheint. Nach seiner Zeichnung von it>68. hatPhil. Kilian das Bildniß von Jol). Hcktor abHolzhausen gestochen; und I. A. Boener 1682.den Arzt Scb. Scheffer in Fol. Andere I.Schweizer, Thelot u. s. f. Von einem (desPfarrherrn Grams), wir glauben von Kilian ,heißt es bey dem lustigen Hüsgen (N. Aufl.)222—24.: „Die kauschere Hand eines Israeli-ten besteckte einst die Platte desselben, und ver-unstaltete dadurch den geistlichen Herrn gar sehr.Ol der Sünder^.
— — ( ), ein Maler zu Breslau ge-
gen der Mitte des XVIII. Jahrhunderts. ^ Einvon ihm gemalter Stammbaum der GräflichSchafgotsch'schen Familie findet sich auf derBibliothek derselben zu Herinsdorf, unweit Warm-Lrunn in Schlesien. L«ndmann's SchulenDeutschlands in Münzen S. Zg 5 . Es istein Druckfehler, wenn in der Beschreibung derStadt Breslau S. 44 ". dieser Stammbaum,als von um 1440., statt 1740., datirt wird.
— — ( ). Der Name eines solchen
Malers von Breslau erscheint beyFiorillo (Gesch.d deutschen Knust l. ibc,.) nach Oüsching (Ue-ber die Kunstschätze in den Evangel. Kirchen zuBreslau ) in den Schieß Provinz. B>- B. HIll.G. L2i. G. indessen auch den Schluß des gleichvorhergehnden Art.
— — s. unten auch Tretscher.
Treschnack (D.), ein Maler, der, wie esscheint, in Böhmen und Schlesien in der erstenHälfte des XVIti. Jahrhunderts blühte. Nachihm gestochen hac Bcruigeroth: Franz. Ant. Grafvon Spork, bezeichnet: pin. all vi-
vnm »721., zwcymal, Fol. und 8°.; Maria Ro-sina, verheirathcte von Buchs, 17)0. gemalt;Daniel von Buchs, Kaufmann; Ellas Büttner,und I. M. Büttner, Kaufleute; Chr. Kahl, Got-tesgclchrter; A. G. Frcyh. von Czettriz; A. C.Thebesius, Arzt (die Einfassung von Rentz ge-zeichnet und gestochen); Johanna Baumgarten,geb. von Buchs, von I. Wagner.
Tresch 0 ( ), Professor, der in 180g. zum
Königl. Dänischen Ritter des Danebrog-Ordcnsernannt worden. Ob solcher, wie es irgendwoheißt, bildender Künstler sey, ist uns sehr zwei-felhaft.
Treshain (Heinrich). So nennt Basan(D)c>. sec.), wohl apokryphisch genug, einenKünstler, der in 168). zu Rom eine Folge von18. Bl. aus der Geschichte der Sappho in Tusch-manier (!!) geetzt habe. Ist hier etwa gar vondem , nur ein Jahrhundert später lebenden , gleichff. Treshain die Rede.
Treshain (H.), Maler zu London und Mit,glied der dasigen Akademie in 1800. In derSchrift: kicturs ok honllon kor i 8 c> 5 - p. 272.heißt es, daß derselbe, der mehrere Jahre fleißigzu Rom studirte, ein correkter Figurenzeichnerwäre, der auch mit Gcschicklichkeit seine Gruppenanzuordnen verstände. Doch sollte sein Colorit(ein gewöhnlicher Fehler derjenigen Maler, welchesich zunächst nach Dildhauerarbeit und Frescomale,rcken bilden), der Natur sehr nachstehen , undwäre mit jedem Jahre schwächer und matter ge-worden. Hinwieder lesen wir von diesem Künst-ler in Mensel's Arch. I. (ä.) 77. also um1804.: „Für die neue Kapelle in dem neuenKönigl. Pallaste zu Kew, wird auf Befehl desKönigs von England Christi Himmelfahrt alsAitarstück von H. Cresham gemalt, 2t? hoch u.L? breit". Dann bey Liorillo V. 799—800.:„Tresham's Antonius und Cleopatra , nachShakespeare (Act III. 9.) wird von Fofter ei»schönes edles Werk der Kunst genannt. Allein
Tressniak.
nach dem Kupferstich zu urtheilen, ist die Zeich-nung fehlerhaft. Die Composftion ist übrigensim hohen Styl. Seine zwey Bilder, die er 1796.zur Schaustellung der Königlichen Akademie ein-schickte : Virginia's Liebhaber, der über ihren Leich-nam eine Rede hält, und Graf Warren, der dieAnsprüche auf seine Güter rechtfertigt, warensehr gut gedacht, und in einem weit bessern Styl,als derjenige ist, den dieser Künstler anfänglichnach seiner Rückkehr aus Rom gewählt hatte.Biblische Gegenstände hat er ebenfalls nicht ohneGlück dargestellt. Im Jahr 180V. lieferte er zurExhibition zwey Bilder: Christus, der sich mitNicodemus unterredet, und die Sendung desH. Augusiin zum König Ethelbert. Man fanddie Composition allgemein gut, aber das Colorit^(heißt es auch hier), „welches ganz im Westi-schen Geschmack ist, wollte Wenigen gefallen^.Das nach ihm Gestochene wird übrigens irgend-wo so angezeigt: „Die schon von der Nattergebissene Cleopatra, nach Shakespeares Antonund Cleopatra (Act V. 2.) für die XVI. undXVil. Lief. der örant Xationsl Lll. ok . 5 /mLe-und für die XVIII. Lief. Carl Warrennach dem Schauspiel (Act IV. 4 -)- wie Antonsich zum Gefechte waffnek (?)". S. auch dengleich vorhergehnden Art. Nach einer unsererneuern Quellen hätte Tresham schon auf demLondner-Salon 1791. eine Scizze zu einem Al-tarblatt, und eine Apotheose von Metastasio aus-gestellt.
Tresini oder Tressl'ni (Adam), s. gleichunten Tressino.
* Tres mokier, s. oben und im Lex. Tre-moillere.
Tresor, oder Tesori (Anton), und Tho-mas Tresor, oder Tesor,, beydes Bild-hauer von Orvieto , die an der Ausschmückungdes dasigen Domes arbeiteten; und zwar Anronseit um Thomas erscheint um 1422. und
noch i-jbö. 8koris sei Huomo cll Orvieto .Kom 1791. x. 3 o 6 . Z82.
— — — (Thomas), s. vorstehnden
Anron Tresor, oder Tesor,.
Tressan (Graf von). So nennt Basan (Lll.oec.) einen, wie es scheint, um 1789. noch le-benden Französischen Kunstliebhaber, welcher ei-nige Landschaften geetzt habe.
Tresse! oder Dreßel (Georg Samuel),war Herzoglicher Hofmodelltischler (?) zu Gvtha1740. Er starb vermuthlich 176-4.
Tressino (Joseph), gebürtig von Lugano inder Schweitz , Baumeister, kam als solcher, un-ter Peter dem Großen, in Rußische Dienste, woer wenigstens den Likul eines Kais. Oberstenerhielt. Um 171-4. fertigteer die Risse zur Anlageder verschiedenen Abtheilungen der Stadt Pe tersburg (3. b. Er leitete den Bau bey der Anlageder Jnsulstadt Wasili-Ostross) Mensel Misc.XI. 272. Mrc. Andere Nachrichten schreiben ihmauch den Bau der großen Kirche mit ihrem ho-hen Thurme in der Festung von St. Petersburg zu. Eigentl. Beschr. der Residenzstadt Sr.Petersburg. 8°. Franks, u. Leipz. 1718. S- 19.Nach einer andern unserer Nonzzen hieß dieserArchitekt Adam Tresini oder Tressini, und führ-te, neben Andern,, von 170Z — 3 - 4 . (wo er viel-leicht starb) den Ban der bey St. Petersburg liegenden Festungsinsel auf, welchen Christianvon Münnich fortsetzte, und 1740. beendigte.Reimers Beschreib, von St. Petersburg .S. (ch. u. 1,4.
Treßler (Christoph), s. oben Victor Starke.
Tressniak, s. oben Tceschnack.