Band 
Zweyter Theil [4].
Seite
1937
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Trestat.

Trestar ( ). So heißt im Almanach öss

Leaax-^rts 1S0Z. ohne Weiteres, ein damalszu Paris lebender Kupferstecher. Im /zimsnaok«je 6ommerce 1811. erscheint er nicht mehr; ermüßte denn (was bey der Ungenauheit der Fran-zösischen Notizzen gar wohl möglich ist) mit demoben angeführten Treska Einer und derselbe seyn.

Tretsch (Albrecht), Hofbaumeister des Her-zogs Christoph von Wirtemderg; lebte ibüsi. zuStuttgard. Er wird ohne Weiteres angeführt inMeiner'« und Spirler's feuern Gör-kingisch. histor. Magazin I. 68g.

Tretscher (Johann Christian Philipp), ge-bürtig von Hof (wenn wir nicht irren der Sohneines dafigen Aktuarius), studirte um r"6h. dieMalerei auf der ehmals zu Baireuth bestandnenKunstakademie, und war gesonnen, nachgehendssich in Dresden weiter auszubilden. Von Bai-reulh aus schickte er das selbst gemalte Bildnißseines Landesherr» nach Hof, wo es in demobern Hörsaale des dasigen Gymnasiums aufge-stellt wurde. Lsngelius Einladung zurfeierlichen Begehung der 220. Einweihungdes Höfischen Gymnasiums 1766. Hof 4I

Treu (Agnes), jüngste Tochter des unten ff.MarquardsT., vermalte Hammerlein, Malerinzu Bamberg , geb. daselbst 17)2. Sie lebte noch180g. Sie malteLhiere und Skillcben.Mensel lll.

(Catharine), zweyte Tochter des un-

ten ff. Marquards T-, geb. zu Bamberg 17)1.(nicht 4». wie Meusel I. auch nicht 47- wieMensel II. und das Lex. hat), war Kurpfäizi-sche Kabinetsmalerin zu Mannheim seit 176).und nachher als Professorin bey der Kunstakade-mie zu Düsseldorf angestellt. (In i 8 o 5 . befandsie sich wieder zu Mannheim ). Meusel III.setzt sie noch unter die Lebenden, und sagt vonihr:Sie weiß das Hettdunkle vorzüglich gutdarzustellen. Ihr Colorit ist schön, aber nichtbunt" (desto besser!) »Ihr Pinselzug ist mehrder kraftvolle eines Mannes, als der schüchterneeines Weibes. Ihre meisten Arbeiten befandensich in Englischen Kabinetten. In der Mann-heimer (jetztMünchner-) Gallerie befinden sich vonihr zwey große Bilder, die das Kennerang' invollem Maaße befriedigen; (Männlich nennt nurEines: Früchte, Blumen und eine Uhr, aufHolz1' 10" hoch, 5 " 6s" br.). Auch das Hutstcnsche Kabinet zu Würzburg , und dann dasRussisch-Kaiserl. zu St. Petersburg , besitzenschöne Arbeiten von ihr". Zwey Stücke von ihrsind in Mcchel's Düsseldorfer -Gallerie geetzk.

* (Christoph, s. h. Joseph Chri-

stoph), geb. zu Bamberg 17Z8 , jüngerer Sohndes unten ff. Marquard T-, malte Landschaftenin Dietrichs Manier, kräftig und gefällig. Erwar (178g. schon seit einigen Jahren) Dircc-lor. der Pomniersfeldischen Gallerie, hatte dasPrädicat eines Kurköllnischen Hofmalers, undst. zu Bamberg 1799. Mcolai I. 127. Mensell. Ebendess. Misc. Xl. 274. Seiner wirdauch im Ley. ohne Laufnamen, im Art. seinerSchwester Tarharma gedacht.

^ (Joh. Joseph Christoph) ist mit obi-

gem Christoph derselbe.

* auch Trey (Johann Niclaus,

gewöhnlich Niclaus), älterer Sohn von Marq.T., Bischöflich Würzburgischer Hofmaler undKammerdiener, geb. zu Bamberg 1724. (a. I,.1706.). Im Lex. erscheint derselbe kurz, im Art.seiner Schwester Tarharma.Derselbe" (hetßtes bey Meusel 1 .1778.)widmete sich anfangsden Wissenschaften, lernte aber nach absolvirterRhetorik die Malerei bey seinem Vater fünf^ahre lang. Ward hernach auf Kosten der Uni-

Treu.

berfität nach Paris geschickt, wo er drey Jahrelang bey Carl Vanloo und Pierre lernte. In176b. kam er als Hofmaler nach Würzburg . Seiteinigen Jahren ist er auf Reisen. Von ihmkennt man historische Bilder, z. B. ein Altarblattin der Marienkirche auf dem Nicolausberge vorWürzburg , das den H. Nicolaus in kirchliche»Verrichtungen vorstellet Zwey Galleriestücke fürden Hof, nämlich die Geschichte der Judith vordem Holofernes, und die Zurückgabe der Sarahan Abraham bey Pharaos Hofe. Das hohe Al-tarblatt in der Dominikanerkirche zu Würzburg .Zwey Altarblätter zu Solvthurn. Bey Meusel(178g.) erscheint er nicht mehr. Nach Mcolai l.167. wäre er von der Universität Bamberg zuerstnach Rom, und dann nach Paris gesandt wor-den; und, heißt es dort:Er soll ein sehr leb-haftes Colorit haben, und seine Manier in derComposition mehr Parisisch als Römisch seyn."Nach ihm hat F. R. Goez das Bildniß des Kar-dinals Franz Christophs von Speyr gestochen.S. über diesen Künstler auch Einiges in derLitteratur des Larhslischen Deutschlands I.

(4.) S. 104-6.

Treu ( Mariane) , jüngere Tochter vonMarq. T- , geb. zu Bamberg 1745. , malteFrüchte, und lebte noch zu Bamberg um 1789.Meusel II. Ebendas. 111 , (1809.) erscheint sienicht mehr. Ccmk. Mcolai Reise» 1 . S- 166.nach der dritten Ausgabe.

(Marquard), ein getaufter Jude,der sich zur Katholischen Religion gewandt, geb.1728., lernte erst im Acht und Zwanzigsten dieKunst, und malte Prospekte, Still-Leben, undnoch mehr Kirchenstucke. Er war der Vater obi-ger zwey Söhne, und dreyer Töchter, vielleichtauch der unten ff. Rosalia T. So bey Meusel 1 .(I.) um 1778. Dann bey Ebendems. 1 l. also um1789. wird er als gestorben angeführt. Dann abernennt Lipowsky eben diesen Marquard einenBildhauer zu Bamberg , und führt von ihm,nach von Murr , die Figuren am Kreuzaltare,Maria und Joseph, in der ehemaligen Kollegiats»Stiftskirche zu Bamberg an.

* (Martin). Malpe nennt ihn

Zeichner und Stecher mit dem Grabstichel, geb.in Deutschland zu Anfang des XVI. Jahrh.Man weißt wenig von ihm. Seine Blätter da«tiren sich von 3 oso., und sein Monogrammbesteht in einem in ? verschlungenen bl, öder ineinem dem M angebogenen 1 ', wie z. B. eineFolge von Christus und den zwölf Aposteln, nachTreu'« eigener Erfindung. Dann aber lesen wirin Notizzen von einem unserer Freunde:DieserName ist von. Marolles erfunden (?). Wirkennen mir der ihm beygelegten Chiffre, die ei-nem alten deutschen Goldschmied zuzugehörenscheint, bezeichnet: Einen Mönch, in waldigerGegend, mit einer Bauersfrau sehr unzüchtig lie-gend ; der herbey kommende Bauer kratzt sich hin-ter den Ohren (ihso); eine nummerirte Folgemit der Geschichte des verlorenen Sohnes vonihsi. (diese ist oben aus irgend einem Irrthumeeinem nie gewesenen Kupferstecher M. Freu zu-geschrieben); ein Narr, in der Hand eine Eule,neben ihm eine Frau, von ihsa. Alles dieseskleine gut gestochene Blätter. Noch führt mananderwärts einen Tanz von Bauern und Dausrinnnen 12^. von ihm an. Warum nun unserbesagte Freund diesen Treu einenerfundenenNamen" nennt, ist uns zur Zeit noch unbekannt.

(Niclaus), ist mit obigem JohannlJiclaus derselbe.

(Rosalia), geb. zu Bamberg 1740.,vielleicht ebenfalls Tochter von Marq. T., undalsdann die älteste von vier Schwestern, Bild-nißmälerin.In jüngern Jahren" (heißt es bey

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