Tris^ottk.
Trrscstti oder Triscorni ( ) ein
Bildhauer in Carrara , vermuthlich um ,8oo.Man nennt von ihm eine vortreffliche Copie einerschlafenden Kleopatra aus dem Capitol, die ehe-dem eine Treppe des St. Michailowschen Palla-stes in St Pcrersburg verzierte. ReimersBeschreib, v. Sr. Derersburg II. no. n8.
Tristan (Heinrich), ein Englischer Kunstdilet-taute (ob noch darüber selbst ausübender Künstler,ist uns unbekannt). Zu London i 8 > 3 . erschiennämlich das fünfte Heft des zweyten Bandes von:liscueil lies Gravüre« leg plus rares lles an-eiens maitres, tirees 6s sisterens eabinetssn^Iols avee un texte «ieseriptik et critignspar //rir-'r
* — — (Ludwig). Fiorillo IV. 196. setzt
die Geburt dieses berühmten Spanischen Künst-lers in i 586 . Sein im Lex. angegebnes Todes-jahr hingegen ist ihm unbekannt. Sollten beyderichtig seyn, so müßte seine Lebensfrist auf 63 I.statt 54 - gesetzt werden. Dann fahrt Florilloalso fort: „Derselbe wußte sich die Vorzüge seinesLehrers Greco zu eigen zu machen, und dagegendie Mangel desselben so glücklich zu vermeiden,daß er, während er noch die Schule besuchte,Auftrage zu wichtigen Arbeiten erhielt. Unter an-dern baten ihn die Hieronymiten, ein Abendmahlfür ihr Refektorium zu malen, wofür er, nach-dem er es vollendet halte, 200 Ducaten forderte.Diese Summe schien den Mönchen zu hoch zuseyn; sie giengen also zu Greco, und bathen ihn,den Preis zu bestimmen. Kaum hatte dieser dieForderung gehört, als er wüthend wurde, einenStock ergriff, und den Schüler, als einen Men-schen, der der Kunst Schande mache, zu schla-gen drohte. Nun bemühten sich die Mönche, den'Meister zu beruhigen, und sagten ihm, daß manmit Luis Nachsicht haben müsse, indem er alsein Knabe noch nicht wisse, was er sage. «Ja",antwortete Greco, „er weiß wirklich nicht waser spricht; denn wenn Ihr ihm nicht gleich 5 ooDucaten gebt, so soll er das Bild zusammenrol-len und es mir schicken". Man kann sich dieBestürzung der Mönche denken, die sehr frohwaren, daß der bescheidne Luis bey seiner erstenForderung blieb. In seinem dreißigsten Jahreverfertigte er das berühmte Gemälde über demHauptalkar der Parochialkirche von Acpcs undviele andre Werke, die sämmtlich eine» kräftigen,lebendigen Ausdruck und alles, was zur Kunst-vollkommenheit gehört, besitzen. Die übrige»Meisterstücke von ihm, die wir hier nennen müs-sen, sind: Ein heiliger AnconiuS, der Abt, inder Kathedrale zu Toledo ; eine vortreffliche Kreu-zigung Christi, in der Gacristey ebendaselbst; eini-ge Bilder am Hauptaltar von Santa Clara, woman auch Werke von seinem Lehrer sieht; derheil. Ludwig von Frankreich , der Almosen unterdie Armen austheilt, in der Kirche des heil.Petrus des Märterers, den auch das Lex. kennt,u. s. w."
Triro ( ) ein Künstler zu Florenz , in der
ersten Hälfte des XVII. Jahrhunderts, dessen sichCosinus I. Herzog von Florenz bediente, um Grot-ten, Wasserkünste u. dgl., worinn er eine großeEeschicklichkeit besaß, nach den Entwürfen desCosmus Gotti anzulegen. Teutsch, ldierkur>? 83 . Quart. III. S. 5 o.
Tritschler (Johann) ein geschikter Drechs-ler in Gold, Silber, Stahl, Messing, Perlmut-ter, Elfenbein rc.; geb. 1707. zu Eßlingen , setztesich 173 ,. zu Weißlingen bey Ulm, und nachgehendsin Ulm selbst, wo er 1774. starb. Von seinenvortrefflichen Klystierspritze» spricht die Lrünikz.Encyklopädie unter dem Art.: Klystier. S. auchA> LVeyermann's »Jachr. v. Ulmer -Ge-lehrt. u. Rünstlern. 1798. 8°. S. 5,0. DieserWepermaun zu Ulm , besaß von ihm 22 künsir
Trivis.' 1945
lkch in Bein geschnittene Bildnisse dasiger Pfarr-herren.
Trr'tkelvi'tz (D- Ferdinand) der Sohn einesKaufmanns, geb. in Rußland , und bey seinesVaters Bruder in Stralsund erzogen. Da er einschönes Talent zu den bildenden Künsten zeigte,schickte man ihn i 8 o 5 . nach Dresden , wo er an-fangs bey Grass, bann bey Grass, die Geschichts-malerey zu studiren mit Beyfall anfieng. Alleinseine Neigung zum Militair, und ein unangeneh-mer Vorfall, der ihm Dresden verhaßt machte,führte ihn 2809. nach Rußland zurück, wo er beyeinem Jägerregiments angestellt wurde, und indem Kriege gegen Schweden 18,1., ungefähr 22Jahr alt, sein letztes Ziel fand.
* Trl'va (Anton). Derselbe gkeng mit seiner
Schwester Flammia nach Venedig , wo Beydeöffentliche Arbeiten lieferten, welche bey Bos-chlNl gerühmt werden. In einem Bilde all Or--to zu Piaccnza erscheint er seinem Meister Gusr-cino so getreu, daß er dort einem Cäsar Gennarinicht weichen darf. Anderwerts findet man ihnHeller, aber doch nie ganz seiner Schule ungetreu,»ach Zanetti wirklich schön, und, wo ich michnicht irre, voll Wahrheit. Auch zu Turin findetman von seinen Werken. Daß er zuletzt in Bayeri-sche» Diensten gestorben sey, sagt schon das Lex.und Liporveky fügt hinzu, daß er seiner Zeitdort auch als Gallerie-Inspektor angestellt wur-de , und in derjenigen zu Schleisheim eine sozweckmäßige Einrichtung getroffen, daß solche all-gemeinen Beyfall erhielt. Dort trifft man vonihm noch vier Bilder an: Die Mäßigkeit, wel-che Wasser aus einem silbernen in ein goldenesGefäß gießt; und die Wahrheit, mit der Kroneauf dem Haupt und dem Spiegel in der Hand( 3 ^ ro" br. 2^ 6" hoch); dann: Die Polizei), mitder Waage in der Hand, und den Löwen zueSeite; und die Freundschaft, die das Herz inder Hand trägt (diese etwas kleiner). Dann inder Pfarrkirche U. L F. zu München : Die VIl.Zufluchten, und in St. Cajetan : St. Margarethevon Gavia; ferner zu LandShut bey den Urseli-nerincn das Choraltarblatt: St. Joseph, und inder ehemaligen Klosterkirche zu Beyharting: St.Johann den Läufer. Endlich in der Gallerie znDresden ein großes 6^ 9" hohes und 5 ^ 10"breires Bild: Venus, die aus dem Bade steigt,und von Cupido getrocknet wird; hinten ein stehn-der Satyr, was, nach Lehninger, besondersauch von wunderschöner Färbung seyn soll. Einig«von ihm geetzte Blätter sind, wegen ihrer leich-ten Nadel, sehr geschätzt. So eine Susann» imGartenbade, mit den Alten, und zwey H. Fami-lien in Landschaften; eine davon, wo der klein«Johann den Zettel mit dem Lcee halt,
sehr kräftig (selten). Auf zweyen dieser Blätternennt sich der Künstler äs TVrr-rr. Einerunserer Freunde kennt noch ein viertes: Allegorieauf Wollust und Geitz, gr. Fol. Und ein ande-rer vollends vier italienische Gegenden in großq». 8°.; und ein Titelblättchen in kl. 8°. wie esscheint eme Allegorie auf die freyen Künste: Schwe-bender Genius mit einem großen Bündel auf demRücken, und darauf geschrieben: Hcllk-üiusmutnscuüemicg Usssarioi; alle dieß mit Dwa'r luv.et iee. bezeichnet.
* Trip eilt (Franz). So heißt bey Ll'onllsII. im Register, durch Druckfehler, der gleich ff.TriveUim.
* Trivellini (Franz) Lern;, tsrs.) III.207. nennt ihn und Bernadoni kurz: „Nochschwacher, als ihren Meister Volpqti". Ein Bilddes ersten, zu Castel - Franco trägt das Darumvon i6g-j.
* Trios« (Anton de), s. gleich oben undim Lex. Triva.
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