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lehnte, und man überall Werke von ihm antraf,so sagte einst ein Spötter.- »Auch hier warTroja "! In einigen seiner bessern Bilder nähertecr sich indessen dem Styl seines Meisters; wiez. D. in denen , die sich in der Kapelle St. Niclausvon Tolentino bey der Kirche St. Augustin zuWalenzia befinden. Fiorillo IV. 273.
Tropa (Vasao). So nennt Fiorillo IV. 90.ganz kurz einen achtungsivürdigen Spanischen Glasmaler des XVI. Jahrhunderts.
Trope»» (Johann), geb. in den Niederlan-den um itiio. »Man kennt ihn" (heißt es beyRost VI. 76.) „fast nur aus den Blättern, dieer nach italiänischen Meistern, für das Brüsseler-Gallerie- (Pfuscher-) Werk gestochen hat, wel-chen es nicht an Farbe (wir meynen, auch andieser) fehlt; aber der Stich (hier pflichten wirbey), ist hart und i'ncorrekt". Ein Verzeichnißmeines sei. Vaters nennt 5 c>. derselben namentlichnach: A. Allegri, C. Bigione, I. Calchar, P.Caldara, P. Caliari <4.), A. Carracci , Giorgio-ne (Z.), A. Lioni, F. Lopitsino, L. Lotki(2.), F.Mantuano, A. Montani, I. Palma den AelterntZ.), I- Palma dem Jüngern (8.), Jul. Pipi, I. daPonte, L. da Ponte (2.), Pvrdcnone, I. Ribera,I. Robust», R. Sanzio (St. Margaretha), A.Schiavone, D. Tenier (dasTitelblatt zum Werke),P. Varotari, Lit. Vecelli (6.), C. Venetiano undL. da Vinci. Den Gegenstand dieser Blatter zunennen, lohnt uns nicht der Mühe, so sehr dieherrlichen Urbilder es verdienten. Dafür bemer-ken wir das eine der vier Jahrszeiten (der Herbst)von I. da Ponte, das sich schon von Altersher im Königl. Franzos. Kabinette befand, und»ach welchem Lepiciö ebenfalls den Stich vonTropen anführt, und daß dagegen die jetzigeWiener-Gallerie dieses Bild nicht auszuweisenhak. Noch führt Füßli ll. 28. einen St. Seba-stian von Mantegna aus dieser letzter,, an, wel-che sich hingegen nicht in der Brüßeler-Gallcriebefand, und ebenfalls von Tropen gestochen ist,so wie wieder ein anderes unserer Verzeichnißeeine Judith mit dem Haupte des Holofernes,nach Varotari , und das Bildniß einer Dame,Margaritha de Vacquere, Wittwe von Niclausde la Tour, ohne Namen des Malers. Dannnennt einer unserer Freunde einen Prospekt von"Clabccq in: A. /e ^0^ §-«„6 Nks-ttrs profanesie Ursbslit (a la ,72». I'ol.) 6. bl. lö.
mit: luxta Lernxp ar A. (wohl von
dem Unsrigen gezeichnet) signirt. Endlich soll erauch ,2. Bl. nach der Mode der Zeit gekleideterPersonen, nach G. va» Eckhout gestochen haben.
* — — (Rombout van). Von ihm, und
mit seinem Namen bezeichnet, besaß die Galleriedes Hof- und Landgerichts-Advvkat Schmidt zuKiel (»Sog) Speltmcen mit Götzen-Alräre», vor-deren einein der Priester erinordet wird, was ineinem Verzeichmß gedachter Gallerie „herrlichesPerspectiv und gut gemalt" genannt wird. Er-matte überdies auch eigentliche Geschichten. B a rr-scher's Beschreib, der Gemäldesammlung desDechanten Harsewinkcl zu Wiedenbrück (178',.)S. 8. beschreibt ein solches seiner Bilder, hoch22" br. Zj" und in 1622. auf Holz gefertigt.Es stellt den Coriola» dar, wie seine Mutter,seine Familie und die Römischen Frauen die Ret-tung Roms von ihm erbitten. Barrscher lobtdas Rührende, waS Rombout in die Scenegelegt hätte, das Kostbare und Vorkrefliche desEolorits, den meisterhaften Pinsel, die wohl beob-achtete Perspektive, und das Lebhafte und Aus-führliche der Handlung. Die der Universitstt Göt-tingen zustehnde Gemäldesammlung besitzt von ihm,auch auf Holz. eine weite Aussicht mit Ruinen ,mit der Geschichte des Cananaischen Weibes hi-storirt; das Colorit etwas gelblich gehalten.
Truberts ). So heißt im Almanach kls
T r u n> b u!.
Häuser - und — Kutschenmaler, und zugleichGlasermeister.
* Tvuchi (Dominicus). S. bald unten L.Tvuchy.
Truchseß-Waldburg (Gräfin von), ver-mählte Gräfin von Rayserling, kcpirke mit vie-ler Geschicklichkeit Gemälde von Berghcin, vander Wcrf, u. s. tv. in Pastell. Sie zeichneteauch in Bogenformat eine Menge sehr ähnlicherBildniße nach dem Leben. Diese Dame lebte um177b. zu Königsberg . Bernouilli 1tI. 72.
* Truchy (L.). Basan (Lst. sec.) nennt ihnDominicus, geb. zu Paris 1721. und gest. inEngland 1764- Von ihin kennt man, neben denBlättern zur Pamela, nach I. Higmvre (gemein-schaftlich mit Benoit), und zu andern Romanen,nach F. Hayman, u. s. f. noch z. B. einenBauerntanz, nach D. Teniers . Dann, mitGrig-nion und Major gemeinschaftlich, 12. Figurenin Englischen» Costum, nach Gravclots Zeichnung.
Trudon (Hieronymus), Zeichner und Ku-pferstecher. Nach ihm soll Edeiink ein Titelblattgestochen haben; dann Ces. Fankelti, nach seiner,dem Originalgemälde des Hannib. Carracci ent-nommenen Zeichnung, die beleidigte Lalona. Erselbst dann gab: Gaston de Foip macht sich fer-tig zur Schlacht von Ravenna , nach Giorgio»,;(dies Blakt nennt auch /üßl» lil. 21. und be-schreibt das Urbild), und anderes nach Lanfranco.
Trübler (Valentin). So nennt HapmannS. einen aus Schlesien gebürtigen Fayence-Arbeiter, der die Wittwe seines KunstgenossenCh. Gottlieb Messerschmidt's von Dresden (st.bald nach 1797.) heirathete, und den Beruf des-selben fortsetzte.
Trümmer (Johann Otto>, Münzmeisier derStadt Frankfurt a. Maim In 176Z. ernannteman ihn zum GeucrabMünzwardein des Ober-uud Niederrheinischen Krei'es mit 2000. fl. Be-soldung. Hirsch deutsch. Münzarch. VIII.
— — s. auch unten Trümmer.
Trämpert( ). So heißt bey Mensel I.(>778 ) ganz ohne Weiteres, ein Hofglasschnei-der zu Berlin , der hingegen bey Ebendemselben(II. 1789.) nicht mehr erscheint.
Trüsener (Andreas), ein Drechsler zu Wir-tenberg, wo er ibgä- starb. X/rr.
Trueslew (Niclaus), s. unken Truslow.
Truls (Arendotion). Ein solcher soll 170Z.ein Bildniß von Joh. Mcsienius gestochen haben.
Trumbul, Truinbull, auch irrig T ri»n-bol (Johann), ein Amerikanischer Oberst, Sohndes ehemaligen Gouverneurs von Connecticut , in1792. „talentvoller junger Mann genannt", dersich theils selbst, theils späte,bin unter West, sei-nem Freunde, zum Künstler gebildet hat. Nachvollendetem Kriege, in welchem er selbst unterden Armeen der Freystaaten gedient hatte, kamer nach London , um seine Lieblings-Jdee, dieVerewigung der merkwürdigsten Begebenheiten je-nes Freyheitskampfes, und zugleich der berühm-testen Helden der neuen Republik zu verewigen.Dazu hatte er eine Reihe von Gemälden be-stimmt. Den Anfang sollte die Action von Bun-kershill (das erste Treffen bey gedachtem Kriege,bey welchem der General Warren sein Leben ver-lor) , und der berühmte Angriff auf O.uebcckmachen. Ein italienischer Künstler zu London ,Poggi, übernahm die Besorgung, dieselbenin Kupfer bringen zu lasse», und übergab daserste der genannten Bilder unfern, berühmtenDeutschen Joh. Gotth. Mütter zu Stuttgart , zuFertigung eines Kapilalblalkes, das m ,792.