Tuotilo.
>958 Tueßky.
Tueykj» (Gabriel), aus Ungarn , studirte dieBaukunst in der K. K. Kunstakademie zu Wien ,wo er 178^. den ersten Preist in dieser Klasse er-langte. chkc.
Tuhten ( ), zu Wolfenbüttel , s. oben
Heinrich und Georg Schwanhard.
Tukich (Levin), ein Bildhauer zu Leipzig , s.Heinrich Hünefeld in künftigen Nachträgen.
* Tul , Inventar, )ss. Xessz exe. Soist z. B. ein kleines Blakt, Christus mit derDornenkrone, bezeichnet, was unstreitig nur eineAbkürzung von Theodor von Thulden seyn soll.
Tulin (C.), ein Englischer Künstler aus derletzter»! Hälfte des XVIIl. Jahrh. , ein Zeitge-noße von W. Elliot, der uns aber einzig durchzwey von Green und F. Jukes nach ihm gesto-chene schöne Blätter (Pendants) mit 1782. datirt,bekannt ist, welche die Stadt Tunis und ihrenHafen, und Stadt und Arsenal Porto Farinadarstellen. Fiorillo V. 710. u. 741-Rost lX. s. v. Jukes.
Tulipano ( ) Von einem solchen be-
fand sich auf der Gallerte zu Caffcl ein großesBlumen- und Fruchtstück.
Tu! I ( ). So nennt Fiorillo V. 566 . einenin 176Z. verstorbenen Englischen Bilduißmaler,den er aber , nebst vielen Andern, unter die mehrund minder sklavischen Nachahmer von Knellerund Richards»» zahlt. S. auch den gleich ff. Art.
— — ( ). Nach einem solchen (wohl
nicht dem Obigen ?) führt der Katalog von wiiik-ler eine Folge von 6 . mit Bauernhütrcn, einerMühle und kleine» Figürchcn von Menschen undThieren staffirten Landschaften, aus dem Kabi-«et von H. Banton Beteiv an, von welchem dieerste W. Elliot, die übrigin aber Lh. Vivaresgestochen hat. Irgendwo (glauben wir) habenwir ihn mit dein Vornamen A. gefunden. Die-sen Tust nennt Venard's Katalog von Paignon-Dijonval: Englischen Lanüschasts-und Thiermaierum 1759.
Tulla (Johann Philipp). So heißt irgendwo,ganz ohne Weiteres, ein Kupferstecher zu Ham burg um 1706.
Tulla sch (I. P. ). In dem: GeöffnetenRrtterplatze Th- Hl- Hainburg 1705. »2°. findetsich eine zu dein Bergwesen gehörige Kupfertafel,ohne Weiteres mit obigem Namen signirk. Wirglauben, daß er der Zeichner derselben war. Dadie Schriftzüge undeutlich zu sehen sind, so könntees auch allenfalls: scu (lp 8 it) zu lesen seyn;
allein dies scheint uns kaum der Fall,, da dasKupfer, sonder Zweifel, von dem Radirer derübrigen, dem Andreas Reinhard, herrühren wird.
Tülley (Robert), ein Englischer Geistlicherdes XV. Jahrhunderts , Kenner der Architektur.Unter seiner Aufsicht soll der noch bestehnde Thurmder Cathedrale von Gloucester (einer Jnnschriftzufolge, auch das Chor und Schiff dieser Kirche)vollendet, und eben so (1476.) das Fundamentdes Magdalcnen - Collegiums zu Oxford gelegtworden seyn. Er starb als Bischof von St.David 1482. vat/a-L-a-/1. 48. Dieser Schrift-steller vermuthet, daß er auch die Zeichnung fürdie ganze Baute des erwähnten Collegiums dürftegegeben haben. 1. c. 82.
Tullier ( ), Prcvöt zu Bourges , und
dessen Sohn, werden in einer kleinen Abhand-lung von: Lsticl. Tatherinot: Draits äs la
peinturo. Vc>ur§es 1687. 4°. als damals le-bende Dilettanten in der Malerkunst angeführt.
Tull»' 0 ( ). So heißt in Lffiariorti's
ters pittoricche keru^ins (8". ?eru§. 788.)ohne Weiteres, ein alter Maler von Perugia , deruin isig. gelebt habe. Florist» l. 79.
Tummermann (Abraham), ein Kupferste-cher und Goldschmied. Wir finden das Bildnißeines Franz Andrei«! (zu irgend einem italiäni-schen Buche gehörig) mittelmäßig en Medaill.kl. 4> gestochen, bezeichnet: 7 )E-
Me-Mam-L, kel^a, tiabitator vsrme ^tnrikex ästOervsm suream sculpsit. Er mag um den An-fang des XVII. Jahrh, gelebt haben. S. auchden gleich ff. Art.
Tummermann» (Albert). Ein solcher (dochwohl kein Anderer, als obiger Abr. Tmnmerrmann (an dem Einen Ort mit irrigem Tauf-namcn) soll das: Neue Theatrum von Veronas?)gestochen haben; wohl ebenfalls das nämliche»talienische Buch, von weichem in obigem Art.die Rede ist.
Tuncker (S.). Nach einem solchen soll Pineden Augenarzt Jac. Smith gestochen haben.
Tuncorro (Georg). So nennt Lanz» (Lst.tei-2.) V. Z61. einen alten Maler, von welchemsich, einst wenigstens, Arbeit, von » 4 / 3 . dakrrk,in der Domcnico-Kirche zu Aiba in Piemoul ge-funden habe.
Tunior (Anton). Hier hat sich der Anfangeines uns eingesandten Art. verirret, dessen Schlußlautet: «In 1766. erscheint derselbe als Unter-Ingenieur bey dem Weg - und Brückenamte inNieder-Oestreich".
Tunkereon, s. Dunkartsn.
* Tuorilo oderTurilo, ein Mönch im Klo-ster St. Gallen im IX. Jahrh., von adelicherHerkunft, Schüler des berühmten Iso, ein invielen Künsten erfahrner Mann: Lonkünstler,Astronom, Dichter uns Redner, der zugleich dieMalerei, und die Kunst auf Metalle und Elfen-bein allerlei Figuren zu graben, trieb. Ander-norts heißt er auch Baumeister und Tonsctzer(damals war es für einen vorzüglichen Geist nochein Leichtes, Allwisser zu seyn!). Um sich inKunst und Wissenschaft zu vervollkommnen, un-ternahm er große und öftere Reisen. Unter an-dern Arbeiten hinterließ er dem Kloster eine mes-singene Tafel, worauf der Laus der Gestirne ein-gegraben war. In seinem Charakter »var eine soangenehme Mischung von Scherz und Ernst, daßCarl der Dicke dadurch veranlaßt wurde zu sagen:Er wünsche demjenigen alles Böse, welcher diesenMann verleitet habe — ein Mönch zu werden.Daneben besaß er eine ausnehmende Leibesstärkeund große» Muth, wovon die Geschichte mehrereBeyspiele erzählt. Er st. zu St. Gallen in 89b.und wurde unter die Heiligen gesetzt. N?»r; l.Leu (s. v. Tunlo) nennt noch von ihm, dochunsicher, eine in Kupfer gegrabene Alkartafel inder alten St. Othmari-Kirche zu St. Gallen ,mit geschichtlichen Darstellungen ; wohl das näm-liche Stück, wovon schon oben, etwas verschie-den, die Rede ist. Die Kapelle, worin er begra-ben liegt, soll noch jetzt seinen Namen tragen.E. auch im Lex. sowohl, als in gegenwärtigenZusätzen, den Art. Tbeophilus. Bey le Boeufendlich (Ltst <is8 8cience5 en krnncs p. -Z8.)erscheint er auch als Bildhauer, der eigens nachMetz gegangen sey, um verschiedene Arbeiten mdieser Kunstgattung *) auszuführen. '
Namentlich ein gildne sitzende Statur der H. Jungfrau, wobey diese letzter selbst dem Künstler die löandgeführt haben soll, was zwar dieser (redlicher, als diejenigen, welche die fromme Fabel verbreitet hatten)nicht zugeben wollte, und sich so sehr darüber erzürnte, daß er Metz verließ. 8 >orillo Gescb, d. deut schen Runst l. 55— 56. u. 28a—8». Hier dieß «. g. von dem linsngen nach den Quellen.