Band 
Zweyter Theil [4].
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1962
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itzk« Turner.

criptive 4«. In 1810. hatte wohl ebenfalls keinAnderer als der Unsrige auf dem Salon der Kö-nig!. Akademie zu London wieder einige vorzüg-liche Prospekte ausgestellt. Nach ihm gestochenkennen wir einzig, von Pye, die Villa von Povefür das von John Triton redigirte Prachtwerk:l'he stne >^rts ok tlie enZIIsi» Lcdool.

Turner (Raphael) hatte 1791. auf der Lon-doner -Ausstellung des privilegirten Großbrittanirsehen Kunstvereins eine selbst komponirte und ge-zeichnete Landschaft. Damals war er nur erst7 1/2 Jahr alt. Vermuthlich war er aus derFamilie der folgenden Sophia, die 1791. einStück mit der letzten Scene aus dem Müller-Mädchen ausgestellt hatte, und, so wie er,ihre Behausung in eines andern Turner's Zei-chenakademie zu London hatte. (Wer aber letztrerTurner seyn soll, wißen wir nicht; wohl sicherist er von dem folgenden w. Turner zu unter-scheiden ).

(Sophia) s. oben Raphael Turner.

(W ) ein Künstler zu London , vondem man auf der Ausstellung der Kon. Akademie1791. zwey Zeichnungen sah: König Johann'sPällast Eltham, und den Landsitz Lweakley beyUxbridge. Fast vermuthen wir, baß der Unsrigemit dem oben angeführten I. D. T. TurnerEiner und derselbe seyn dürfte.

( ), ein Englischer Kupferstecher

neuerer Zeit. Von ihm finden wir in der All,gem. Runstz. 8°. S. 208. «m i8oZ. angezeigt:Die Landschule, nach Miß Metz, und die Mor-gen-Andacht einer Landfamilie nach Marie Spils-bury, welche letzter in Deutschland für 4 fi. ver-kauft wurde.

*, s. auch im Lex. und oben Thurner.

Turno ( ), ein Englischer Künstler dieses

Namens, that sich in dem letzten Viertheil desXVIII. Jahrh, zu Rom in geschichtlichen Dar-stellungen, nach Hamilton vornehmlich hervor,und st. dort 1794. Derselbe malte Gegenstände,bald aus dem Homer, bald aus Shakespeare/wovon die Zeichnung zwar meistens schwach, dieErfindung aber verdienstlich, und die Ausführunggeistreich war. Dinkelmann u. sein Jahrh.S. Z19.

Turnorv (Wilhelm von), ein Schönschreiberder Vorzeit, s. oben F. I. Rosenbach.

* Turpiliu« (L.), hieß Lucius, und waraus Verona gebürtig, plinius bemerkt, baß ermit der linken Hand gemalt habe.

Turpin (I. F. oder P. I. M.) zeichneteund malte gemeinschaftlich mit einer Dame, E.

p.(voireau), welche beyde irgendwo

zugleich geschickte Maler und Botaniker zu Paris genannt werben, zu Humbold's und Donplands:plsntae sequinoctiales. Paria »8o5- seq. RoyalFol. (diese von Sellitr gestochen), und zu Decan-dolle's Icones plantarum rsriorum. Paris 1808.aeq. gr. 4 *- (diese von Plöe gestochen). Dannum r8tc>. Hbece^aire «ieklare, ou (.an^SAsse kleurs, seäiö A 5. KI. I'Imperatrice et stei-ne, und: verkoste nouvelle <le st^urer avecsies ileurs les lettrer» les sz^llabes et les mots,etc. welche Langlois in Farben druckte; späther-bin dann gaben eben dieselben die Blatter zu desArztes E. P. Chaumatvn's klare mesicsle, in-Octav, und Quart-Format, wovon i8r5. bereitsdas vierte Heft erschienen war, 4 Bl. enthielt,die von Lambert dem jünger« gestochen waren,und in Farben gedruckt, und mit dem Pinsel vol-lendet, von 3 Fr. io Ernt. bis zu so Fr. (Pa-ris , ober pslllcoucke) kosteten.

. ( ), «in bekannter Ingenieur um

die Mitte -es XVUl. Jahrhunderts.

Tvrpinns,

Turpin < ), «in Französischer Landschafts-

maler neuerer Zeit, der aber, wie es scheint, alsbloßer Dilettante, jedoch von vorzüglichen Talen-ten , unsers Wissens, auf dem Salon zu Paris bloß in i 8. mehrere Bilder aufgestellt hatte:Vörderst einen Mondschein, mit der Episodevon Ren« in Chaceaubriants Genie du Christia-nisme staffirt, das in Osusanias Fran^ais S.360 62. ausführlich beschrieben und beurtheiltwird, und wovon es am Schluße heißr:Seitdem unnachahmlichen Vernet habe niemand etwasso Schönes in dieser Gattung geliefert". Dann«ine Ansicht des Tempels der Minerva zu Athen ;eine andere, mit einem bloßen Landhause; einedritte ein Hirtenstück, welche I. c. S. 383 84.und 453 . ebenfalls sehr gerühmt werden: DieAnsichten seyen richtig und aus dem vortheil-hastesten Gesichtspunkte genommen, die Figurengeistreich croquirt, das Kolorit warm und wahr,m» in der Architektur etwas zu eintönig gelblicht;in dem Hirtenstück ein <So:.nen-Effekl sehr piquant.Das zweytgenannte mir dem bloßen Landhaus(einem bescheidenen Schloße) stafsirt, vollends einallerliebstes Bild, so einfach, aber so anziehend,daß man es nicht verlassen kann, und so natür-lich, daß man in der Gegend zu wvynen glaube;man athme darin eine ordentliche Frühlingslufk;das Aug werde vom frischesten Grün der schöngeblätterten Baume erquickt; der Hintergrund vondem anmukhigsten Silbcrton. Noch wird dortbemerkt, baß dieser Lsidhaber, von den ftircnstcnGaben, und zugleich von dem edelsten Personal-charakter, ein Schüler seines (unö ganz unbekann-ten) Vaters sey. Ob dann der unsrige mit

Turpin de Tresse ( ) Einer und die-

selbe Person sey, der, unter diesem letztem Na-men, unsers Wissens, zum erstenmal im ^Ima-nscl, «ie Lommerce 1811. unter den damals zuParis lebenden Landschaftern erscheint, ist unsunbekannt. In 1814. dann hatte dieser letzt»,auf dem dortigen Salon, einige seiner altern Ar-beiten ausgestellt; neben Andern» eine schöne (nuretwas zu dunstige- Ansicht von Terracina.p»ü/. Und endlich ob derjenige

Turpin (de) Oberst des Husaren-Regimentsvon Bercheny, Ritter von Et. Louis, welchenGaulr de Gr. Gerinain unter den Französischen Kunstliebhabern benennt, welche Ehrenmitgliederder Maler-Akademie zur Zeit ihrer Auflösung wa-ren, einer der Obige», oder ein dritter dieses Ge-schlechtes sey, wissen wir eben so wenig.

Turpinu« (Johann sind Philipp), zwey ge-borene Franzosen und Kunstverleger zu Rom , zuAnfang des XVII. Jahrh. Johann stach auchselbst. So z. B. den Tod und das Wunder desH. Philipp von Florenz, nach L. Sabbatini,mit: A. 7 si» 7 >i»i« trsllus kec. bezeichnet; eineBekehrung St. Pauls, nach Vranx; ferner einBildniß Heinrich IV. von Frankreich , zu Pferd,ohne andern Namen als den seinigen. Dannfind mit ihrer Adresse, ohne Angabe eines Ste-chers, bezeichnet: Das Wunder mit den fünfDrodten; Maria, mit St. Catharina von Siena,und das Jesuskind, das einem Heiligen einenRosenkranz giebt, umgeben mit verschiedenenandern Darstellungen, ein großes gut gezeichnetund gestochenes Blatt; eine Armee die zur Fluchtgebracht ist, nach Zuccaro; Gregor der Große der die Pest stillt, ohne Namen des Malers (§.Zucchero), alle vier Blatter signirt: /Hi/. etAoü. exc. ; eine Ruhe auf der Flucht

nach EgYPten nach Vent. Salimbene, ohne Na-men des Stechers (Phil Thomassin) signirt: Fo.Do-,:»«- 8ocu exc.; eine» y. Sebastian nachde Jode, von Phil. Thomassin gestochen: /VuLet (A'o. 7 r«rpi»«s exc. pomae 1599. Nochnennt einer unserer Freunde von Johann: Einetrefliche Kopie des großen Stiches auf zweyBlättern von Joh. Müller, nach B. Sprang»,welcher die Malerei, Eculptur und Baukunst