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Turra.
darstellt/ die, durch die — Türken (?) «m- br»Ländern/ wo sie geblühet/ verjagt/ nach demOlymp sich erheben» wozu ihnen der Ruhm denWeg bahnt. Von dem Original bloß durch dieVeränderung des Kaiser!. Adlers (auf dem Schildedes Engels) in das Wappen des Marcello DestriDarbiani verschieden / dem dieses schöne (24" 4 "'hohe / und 18" 5 "' br.) Blatt zugeeignet ist.
* Turra, s. Tura.
Turre (Peter de), ein Buchdrucker zu Rom .Von ihm kannte man einen neuen Abdruck desschon früherhin (i-j/8.) dort bey Arnold Buckinck/Nachfolger von Conrad Sweynheim (zweyer Deut-scher) erschienenen Ptolomäus, mit 27. auf Me-tall gestochenen Karten. In wie fern er etwaselbst an diesen letzter» Antheil nehmen mochte /ist unbekannt. Semecke läöe p. 145.
— — Tremata (Johann de) / Kardinal.Meditationen desselben erschienen 1467. und wie-der 1470. zu Rom bey Ulrich Han (einem Deut schen ) mit 34 . nicht übel gezeichneten und ge-schnittenen historischen Holzstöcken: «lepicre «!eipsius (Lsräinaiis) msnäLto, in ecciesis »m-ditn 8. Marie Mioerve.
* — — / s. auch oben und im kex. Torrs.
* Turresio (Franz)/ s. im Lep. nnd obenTureffio.
Turretin (Jacob). Das Alton. Adreß-buch von i8o5., führt einen solchen als einendasigen Zeichner (Designaten,-) vielleicht für Fab-riken auf. Wahrscheinlich Derselbe mit dem ff.
— — (Johann Jacob) lernte auf der Kunst-
akademie zu Kopenhagen , und trug hier 1805.eine Preißmedaillc in der Zeichnung davon. Kunst-Mistorie i Dsomark af Wie es scheint
war er französischer Abkunft, wahrscheinlich einGenfer.
* Turrira (Jacob), st. um 1289. Ein schonim Lex. erwähntes noch vorhandenes Mustvwerkin St- Maria Maggiore zu Rom , welches seinenNamen, und dabey das Datum von >495. tragt,muß somit eine Restauration des seinigen seyn.Man weiß nicht, ob derselbe seine Kunst vondenjenigen erlernt habe, welche zu Rom im XI.u. Xli. Jahrhundert, oder von den Griechen,welche in dem nämlichen Zeitalter in St. Marcozu Venedig in der nämlichen Gattung gearbeitethatten; aber immerhin übertraf er dieselben weit.Seine Zeichnung war minder roh, der Ausdruckminder übertrieben, die Compofition geregelter,als jener ihre. Sollte man nach der seinigen ur-theilen, so müßte er in weit neuerer Zeit gelebt haben,was aber allen Nachrichten von ihm widerspricht.Also muß er wohl eher die eigentlichen Altenzum Vorbild genommen haben. Schon in 1225.,wo er in St. Giorgio zu Florenz , damals frey-lich noch schwach, arbeitete, wird er: Zkcoburin tsli prss cunctis arte probslus genannt; einEpithet, das er späterhin, und, wie es scheint,bis in ein hohes Alter, zu Rom noch weit mehrverdiente, vasari macht zu wenig aus ihm, ob-schon er jene Verse auf ihn, und so manche Auf-träge , die er erhielt, selbst anführt. Dann nennter ihn, obwohl irrig, im Leben von A. Tafi,auch einen Maler; was auch Andere thun, undihn, als solchen, zum Guido von Siena machen,und eben so unrichtig ist es, daß Turrira seineeigene Kunst in Lafi'S Schule geschöpft habe,da er ein bedeutendes alter als dieser seyn mochte.Danxi Lck. terx. l. ü. 27. 509. Auch nach derSchrift: winkelmann u. li Jahrh. S. shi.wären die Arbeiten unsers Turrira schon langstnicht mehr in ihrer eigentlich ursprünglichen Ge-stalt vorhanden, sondern durch Restaurrren —wohl eher verdorbeu als gebessert worden.
Tuschet. iy6z
T irr fehl a (Martin) ein Maler , der in»635. die Kanzel der Domkirche zu Bardewick imLüneburgischen verzierte, und dafür »8o Thälererhielt. T. Schlopken Thronicon von Bar-dervick. Lübeck »704. 4°. S. 40s.
Tusch (Johann), ein Bildnißmaler zu Wien ,wo er, seit ungefähr der Mitte des vorigen Jahr-hunderts (1770. und 75. zuverläßig), in gutemAnsehen stand. Nach ihm geliefert hat: Pichler,den Landschaftsmaler Wutky (nach des UnsrigenZeichnung geschabt); I. E. Mansfeld den Hof-chirurgus Kaiser Joseph II. I. A. Brambilla 8 ".^Zucchi zu Dresden , den General Graf I. S. v.Maguire Fol.; Clem. Kohl die berühmte Schau-pielerin Johanna Eacco kl. Foi. Anderwärts»eißt es auch noch: N. Rhein 1791. den Mar-chall Graf Pellegrini Fol. (geschabt); und Phi-ipp Rizzi den Herzog Albert von Sachsen-Te-chen. Ohne Zweifel ist er der nämliche JohannTusch, den Meusel II. (1789.) und Berruch(l. i3v.) noch -8v6 als Geschichts- und Bild-nißmaler zu Wien , auch ersten Kustos der K. K.Dildergallerie im Belvedere (ohne sonst das Ge-ringste, weder von seinen Lebensumstanden, nochvon seinen Arbeiten, anzuführen) und wieder Men-sel III. (1809.) noch unter den Lebenden nennt.
— — (I. D.), Maler zu Hamburg 1806.
Hamburger-Adreßbuch, was ihn im Jahri8c>4. noch nicht benennt.
Tuscher auch Tuscherus und Tufcho(Marc). Derselbe wurde als ein unehlicheS Kind170h. zu Nürnberg grbohren, (nicht 1710. imElsaß , wie Basan Lck. sec. faselt), und hieß,nach seinem angeblichen Vater, einem Bortenma-chergcsellen, Tüscher oder Tischer. Tüschecschrieb sich auch unser Marcus auf Teutsch,dagegen er sich im Lateinischen: Dusckei-us undim Griechischen Tyscher nannte. Denn manmuß wissen, daß ihm io. Sprachen gleich be-kannt und geläufig waren. Seine Mutier wurdeärgerlichen Lebens wegen 1716. eingezogen, unddieses ihr Kind in daS FindelhauS gebracht, wo-rinn er jedoch nicht lange blieb, sonder» balddem I. D. Preißler übergeben und bey diesemacht Jahre in der Lehre gehalten wurde. Manmerkt es als eine Sonderbarkeit an, daß er wäh-rend dieser Zeit so wenig sprach, daß man alleseine Reden auf ein — Quactblatt hätte schreibenkönnen. In 1728. wurde er von seiner Vater-stadt mit einem Rcisegelde von 2no Flor. nachItalien geschickt, mußte aber dagegen einen Rei-vcrS ausstellen, daß er entweder der Stadt Nürn berg nachgehends mit seiner Kunst dienen, oderihr die auf ihn gewandten Kosten wieder »setzenwolle. Dort nun legte er sich, neben dem daßer die bildenden Künste in ihren meisten Zweigenzu umfassen strebte, vorzüglich auf Sprachen,Geschichte und Alterthümer; wozu ihn wohl derberühmte Gemmensammler Herr von Stosch inFlorenz angereiht haben mochte, bey dem er sicheine lange Zeit aufhielt, nachdem er durch I. I.Preißler (der sich damals ebenfalls in Florenz befand, und an welchen Tuscher empfohlen war)dessen Bekanntschaft erlangt hatte. Dann be-suchte er auch Frankreich , Holland und London ^Als der Herr von Norden (der auf Befehl deSKönigS von Dännemark eine Entdeckungsreise inEgYPten gemacht hatte) auf der Heimkehr zu Lon don starb, so übergab er ihm seine Papiere, undTuscher, der sonst eben im Begriffe stand eineAkademie daselbst zu errichten, ging mit erwähn-ten Schriften nach Kopenhagen , wo er auch diesnachher gedruckte Werk in Ordnung brachte.Der König von Dänemark ernannte ihn hier zuseinem Hvfmahler und Baumeister und zum Pro-fessor der Mahlerakademie, die ihm mehrere schöneEinrichtungen zu danken hat. Er st. zu Kopen hagen. —Einen großen Band Federzeichnungen vonihm besaß sein oben erwähnter Gönner Stosch.In 1727. zeichnete er zu Livorno (chidnryi) das