»964 Tu scher.
Dildniß des Mmiaturmahlerö Joh.'Dom. Müyer's,das man von diesem selbst geetzt kennt. WaShinwieder Tuscher's eigenhändig geätzte Arbeiten«»belangt, so benennt man, als ein ganz vor-zügliches Blatt, den Einzug deS ehmaligen Groß-Herzogs von Florenz Franz III. , nachmaligen Kai-ser Franz I. , zu gedachtem Florenz unter einerprächtigen steinernen Ehrenpforte; dann einige inHerakles gefundene Alterthümer. Ferner, (wennwir Basan l. c. glauben sollen) 24. Ansichtenvon Florenz , nach einem der Jucchi; dann zweyMedaillons von I. L. Bernini und C. Maratti,nach F. Cheron (für Loehler oder Lochner?),und zwey andere Blätter: l'Hmnnt Vieillsrck,und: 1l fnmoso Lsvslisre «Zelle (Zarricature(Ghezzi) beyde 174z. Hauptsächlich aber hat erzu seines verstorbenen Freundes Nordens Vo-^s^e «Z'L^pte et «Ze dlukie LopenkaZue 1755.gr. fol. 158. Biätt. nach desselben Zeichnung, daSTitclkupfcr (mit schön drappirtcn allegorischen Fi-guren) und einige Vignetten, diese nach eigenerZeichnung, radirt. Da Tuscher über diesem Werkestarb, so ist daS i5gte Blatt, so wie daS Brust-bild des Norden mit darunter gesetzter von Tu-scher auf Norden projektirtcr Medaille (welchebeyde er auf Ein Blatt zeichnete und nur erst zuradiren angefangen hatte) von einer andern Handausgefertigt. Auch radirte er die beyden erstenBlatt, in seines Freundes Norden: Ornwinxs oC8omo ktuins grill colossal 8tstues st Dkebesm wirk an sccount vs tsie ssrne Zu
Tutian.
s letter tö tsie l^ozrgs 8ociet^. l.ot»ch 1741.Im Ganzen ist in seinen geätzten Blättern dieHand eines geschickten Künstlers unverkennbar,obwohl man gestehen muß, daß sie in einem kal-ten, etwas monotonen Style ausgearbeitet sind.In Will's hFürnbergischen BelustigungenIV. 17. (woraus S. 17. ff. und S. 420. dieseNachrichten entlehnt sind) sieht man hiernächstein schönes von M. Meyers auf ihn verfertigtesSchaustück in Kupfer. Dieses Schaustück undauch seine eigene Büste, ebenfalls von Meyers,hat auch Tuscher eigenhändig (wie es scheint aufEinem, seltenen, Blatte) geätzt. Noch ihm hin-wieder stach G> W. Knorr das Bildniß des be-kannten Buchhändlers F. Rothschvltz; und Lvr.Zuccht ein Blatt (No. i3. eine Venus) zu dem:stecusil lles Msrbres antigues lle la xnlcrle«je Oresäe 17 ZZ. fol. Lonf. 6 i«ira-re//i IVIe-inorie llexll Inta^liatorl (I^Zvorao 1/53.) ?.66. et r5o. 6aa«ieE»i ").
* Tussin (Johann) s. Tousstn im Lep. undoben. Tussin nennt ihn der Katalog von Bran-des unter der deutschen Schule.
Tussizius. So hieß der erste RömischeSchriftsteller, der über die Säulenvrdnungenschrieb. M/rana Lcl. ters. I. 68.
* Turian. Nach einem solchen hat LucaS vanÜben zwey Blätter in qu. Fol. geätzt. Es ist die-
Au diesem Art. eines unserer Freunde erhielten wir seither einen Nachtrag, der uns vörderst ersucht, da-vden Erwähnte, seine selbst geätzten Blatter betreffende, auszustreichen, und dafür das bald unten Folgende»u setzen; was uns aber in der seltsamsten Ungewißheit ließ, wa« allenfalls von Obigem wirklich zu tilgenwäre; ob z. B. auch dasjenige, was von seine» Etzarbeiten in Norden's Reifen, u. s. f. enthalten ist, sowie hinwieder das neu Eingesandte wieder manchcrlev Andere-, unfern Künstler Betreffendes enthalt, iva-wir, ohne gänzliche Umscbmelzunq des ganzen Art. nicht mehr in denselben einzutragen vermögen, und dahersür's dienlichste halten, hier, als Note, buchstäblich zu geben, was wir empfangen haben:
»Was Tuscher'» selbst geetzte Blätter anbelangt, so zeichnet sich darunter ein schönes von ihm «74z. zuLondon gefertigtes großes Blatt aus, das den zu Florenz gehaltenen Einzug Franz III. Herzogs von Loth ringen und nachmaligen Kaisers Frau, I. unter einer prächtigen steinerne» Ebrenpforte darstellt; dann ei«Kupfer, welches ,740. als Prvbeblatt eines Werkes über die Geschichte Sicilien« aus Münzen erschien, daSder Pater Jos. Mar. Pancrazi herauszugeben gesonnen war, und wegen welchem Kupfer die ler-
««raoie lli kireurs ftahrg. «740. S. 569. unsern Künstler sehr rühmen; endlich einige im Herculaneo(nicht wie es oben heißt in Heraklea) gefundene Alterthümer. Ein von ihm auf Königlichen Befehl- 74 g. gefertigter architektonischer Entwurf und Aeichnung dann erschien nach seinem Tode unter dem Titel:
klar, zc-neool ller Satimsnt-- lle !a ?Iace octoxone ä'^msliendourg ä cvppendsgue gv. 4. Auch kün-digte A. W. Küffner ,804. die ehmalige innere Einrichtung des Aeughauses zu Nürnberg nach seiner Aeich-nung in 8 Regalfoliobl. auf Subscripkivn au. — In dem Kaiserlichen Schlafzimmer des Schlosses ,uNürnberg zeigt man eins feiner Gemälde, welches die H. Jungfrau in einer Landschaft sitzend, auf ihremSchovße das Jesuskind, vor ihr Joseph, ebenfalls sitzend darstellt. „Uebrige»s" (beißt es hier) «ist Tu-« scher nicht eigentlich unter die Edelstei'nfchneider zu rechnen, wie Marterte und Aloy es thun; denn ob2 er gleich ,7ZZ. zu Rom fein Portrait i» Stein geschnitten, so kann mau doch sonst kein Stück dieser Art»von ihm nennen, außer den Kopf der Minerva, den er mit dem Messers?) geschnitten hat". In Mes-sing» sämmtlichen Schriften XU. -44. der zweitpunktirten Note, verwechselt ihn ILschenburs mit I. L.Natter. Eine Abbildung des obgedachten auf ihn vorhandenen Schaustücks findet sich auch in den: I.tt-«er-ir. glättern II. (,80z.) diro. IX. Nopitsch Fortsetz. von Mills Nürnberger Gelebrkenlerik. Nochzeichnete er eine Titel-Vignette zu dem Buche: Briefe über den gegenwärtigen Staat von Dänemark . Ko-penhagen 17S8. 8. die ein Theophil ILaan in Kupfer etzle.
Wie diese Note schon abgesetzt war, erhalten wir noch von dem Verfasser derselben eine Fortsetzung wiefolgt: »Noch ist mir von Tuscher eine eigenhändig zu Rom radirte Vignette vorgekommen, die eine Famain Wolken zeigt; neben ihr ein geflügelter Knabe der einen Kranz hält. weinrvlch in seiner: Xun»t-l4i-Ltorie i v-lnmarlc liiobenkorn 18«»- 8- S. 1-9—«zz. -4«. -84- spricht mit Ehrfurcht von diesem Genie.Wir entlehne» Folgendes über ihn (indem ich den ersten Auszug aus dem weinrvich fertigte, that ich es ganzauf guk Glück, indem mir das entfallen, was ich schon früher über Tuscher eingeschickt): Er starb zu Kopenhagen >75«. und M. G. Arbien bat auf seinen Tod eine kleine Medaille mit seinem Biidm'ße und der Umschrift öis,--cux lusclier woricus obiit >75,. gefertigt. Als Maler lieferte er unter andern einen Vulkan mit derVenus, fast in Lebensgröße, aus welchem man ersieht, was Tuscher >n dieser Kunst zu leisten vermochte.Obwohl die Venus keine gute Figur darstellt» so ist hingegen der sitzende Vulkan desto besser; bevde findübrigens von lieblichem Kolorit. Der Verrath der von ihm herausgegebnen Auflage der Vo>sge ä'Lg>ptedes Norden, kam mit samt den dazu gehörigen Äupferplatten durch einen Zufall nach London , und ver-brannte dort «795. 3 » England hakte man die französischen Unterschriften gedachter Kupferplattcn auSze-schli'ffen und englische an deren Stelle gesetzt. Diese Abdrücke sind jedoch nicht so gut, und man sucht die«Iren, die wenig verkommen, so wie überhaupt das ganze Werk bald selten werden wird. In der Biblio-thek der Kunstakademie zu Kopenhagen . findet sich noch jetzt ein handschriftliches Werk von ihm, was seineEinsichten, seine Kunst, und seinen Fleiß beurkundet. Es ist betitelt: Kbecscisriv seit' Xrctiiwtturs, ineui con liuovs simetrir e sscvlts 8i mortrsno le xiusie « lsciilims roxois äö cinqu« Oräini coli'»zgiunts ll'un 8sgxio ll'uii Oräin« noveilo lls vsri l-rsminenti Lrcllitettonicj llexl! >litticl>i csvsko erlne-,50 in un prscticsbiie Listsms, e con molk« kitsrr.pi äiinostrsto cki sl pos;» metterio in »per» r>!pirl ckezil oltri Orllini, It tutto con xrnn llilixenrr« e »omni» esnierr» misursto, calculüta et cii^kAnstoll» /5,/cZicc tilorico kittor «lj ^rctzitoito -Zcnileririco Ltru-co t'Knno dilOLLXXXXIll. Dieser
Schrift Ist auch btvgefügt: keiiLieri ll'un lVIonumsnto ä» erigerzi in kiorr» ä'Krnsc cii Lopenlir>8» intzileinori» riet xronä Incenäio susterto neil -^nno «7»z. 2Z Otivbi« Lttztrer Entwurf ist jedoch unausge-führt aeblieben. Dann fertigte Tuscher die Aeichnung zu einer Statue König Friedrich V. die auf deoFriedrichsplatz jn Kopenhagen kommen und in Messing gegossen werden sollte- Endlich gedenkt man einerartigen Zeichnung von Florenz und umliegender Gegend von « 74 o>, mit der dort « 739 - von ihm angegeb-nen (auch gestochenen und zu London erschienenen) Ehrenpforte. Wilhelm And Müller hat einen Kronleuch-ter radirr, dr» Spengler, nach Tusch er» Entwurf, in Bernstein an-gearbeitet hafte". G» weit Weinwtch