1963 Vaccari.
Uns. L^ontr'ccme et /^acca ont trouvö 6nn8 cetkionneur le plus äouce recompense äo leurstrnvaux ! ?
vacari, s. unten L- vaccaro.
* vacario od. vaccari0 (Andreas). Ir-gendwo heißt er Kupferstecher »nd Kupferstich-Verleger , der das Zeichenbuch von Jol>. Ludw.Valesio (bloß) aufgearbeitet, und für seinen Ver-lag erhandelt habe. Ein vor uns liegendes wohl-gerathenes Blatt, das ein unter einem Gezcltschlafendes Mädchen darstellt, dessen Vorhangein Satyr aufhebt, ist ohne Weiteres bezeichnet:
FÄccnr/a t'ormn, in Horn» 160/). C-auch den gleich ff. und unten die Art. Andreasund Loren; vaccaro.
* vaccari (Andreas). Ein solcher (wohl
mit obigem Einer und derselbe) erscheint beyHeinecke I. 5,5. bloß als Verleger, z. B. einesBildnisses von M. Angela Buonarotj, welches,wie es scheint, zum Titelblatt eines BuchssXuov»et uitima a^^iuntn cielle parke ä'^rcliitetturs.in Koma, sppre8Lo Paccar0) diente.
vaccarini (Bartholomaus). So nenntLanzi (iüä. tsrr:.) V. 225—-?6. einen Maler vonFerrara , aus der Mitte des XV. Jahrhunderts,von welchem ZZaruffaldi Bilder mit seinem Na-men bezeichnet kennen will.
*vaccaro (Andreas). Dieser Künstler (sagtLanzi) war für die Nachahmung gemacht. DenCarravaggio erreichte er wirklich bis zum Tauschen;den Guido etwas minder, und nicht völlig so gutals sein Freund Massimo, der ihm zuerst gerathenhalte, jenen zu seinem Muster zu wählen. Indiesem letzter» Styl find übrigens seine geprie-sensten Werke, welche bey den Lheatinern, in derKirche des Rosenkranzes, in der Karthause, unddann in vielen Galerien zu Neapel aufbewahrtwerden. Nach Massimo's Tode behauptete erunter den dortigen Künstlern die erste Stelle,welche einzig Giordano, der um diese Zeit vonRom kam, und den Styl des Cortona mitbrachte,ihm streitig machen wollte. Schon hatten sie ei-nige Bilder für den damaligen Vicekönig, Gra-fen von Pignoranda, wetteifernd gefertigt, alsbeyde zu einem Altarblatt in St. Maria del Piantoihre Entwürfe zu überreichen beauftragt wurden *).Diese sandte der Graf zur Beurtheilung nach Rom ,an Cortona , Sacchi, Brandt und Baciccio , welchefie sorgfältig prüften, und dann den Ausspruchdem erster» aus ihnen überließen, welcher unpar-theyisch, gegen leinen Schüler für den Unsrigenentschied, und nämlich glaubte, daß demselbennicht bloß als dem Aeltern, sondern auch für rich-tigere Zeichnung und größere Wahrheit die Palmegebühre. Auch wurden, dieses Wettkampfes un-geachtet, diese beyden Künstler von da an dieinnigsten Freunde. Auf Frescoarbeiten legte sichvaccaro in seiner Jugend nicht, und mußte auchspäterhin hierin dem Luca weichen. Er zog meh-rere wackere Schüler, unter welchen sein SohnjJiclaus, und Jacob Farelli sich auszeichneten.Laust bis. ters. 11.552—55. /iorillo II. 818—19.In deutschen Galerien finden sich von ihm einzigzu München : Eine Geißelung Christi, ganze,schwach lebensgroße Figuren, auf Leinwand **);und zu Dresden ein allegorisches Bild, welchesdie Harmonie der Mysterien des Alten und NeuenBundes durch Christum darstellt, der sich ausdem Limbus emporhebt, die H. Jungfrau auf denKnieen, von Patriarchen, Propheten, dann vonJohann dem Täufer u. s. f. umgeben, ebenfalls
Vaccaro.
auf Leinwand, 9^ br. und 8^ 6" hoch. Gestochenist dasselbe für die Dresdner -Galerie, von Jos.Camerata. S. auch den gleich folgeudcn Art.
* vaccaro (Andreas). Den zweyten Künst-ler dieses Namens, von Rom oder Genua gebür-tig, will Guarienti kennen, und schreibt, wieschon das Lex. bemerkt, das Dresdner -Dild, wel-ches er zu Lissabon gesehen haben will, diesemletztern zu. Lanzi halt diese Behauptung für einevon Löuarl'enti's nicht seltenen Uebereilungen.Auch das Lex. dann begeht den Irrthum zu sagen,daß I. L. Valesio ein Zeichenbuch nach dem Uns-rigen gectzt habe, indem er einerseits diesen vac-caro mit dem obigen Andreas vacario verwech-selt, und anderseits, in dem Art. dieses letzter»selbst meldet, daß derselbe jenes Zeichenbuch nachValesio gefertigt habe ***), der übrigens aller-dings ebenfalls in Kupfer gcetzk hatte.
* — — — — So hieß auch ein Sohnvon Donnnicus Anton des Lex. S. dort denArt. dieses letztem.
* — — — — rJach oder von einem An-dreas vaccaro gestochen sind auch: 8t. Uuci»Vir^c» st lVlartvr ; dann eine Nitterstatüe desGroßherzogs Cosnms von Florenz ; ferner die vierJahrszeitcn.
* — — (Donnnicus Anton). Als Malernennt ihn die Schrift iDinkelmann u- s- Jahr-hundert S. 209. als getreuen Nachahmer desEolimena, unter den Neapolitanischen Geschmacks-verderbcrn, so wie um die gleiche Zeit Piazettaund Tiepolo zu Venedig auf denselben Irrwegengingen. LUlllZia (küci. tors.) II. 55i. sagt vonihm: Er habe sich zuerst auf die schönen Wissen-schaften, und dann erst auf die Kunst gelegt.Von seinen Bauten nennt er die runde Nonnen-kirchc del Monte Calvario zu Neapel , u. das dortigeneue Theater, welches er auf einen sehr engenRaum zu bringen wußte; dann mehr andere Kir-chen und Pallaste zu Neapel , Portici , Capua ,Bari u. s. f. Irgendwo wird namentlich der Pal-last Tarsia Spinelli von ihm angeführt. Nachihm gestochen haben z. B. F. Caporali: St. Ca-jetan, der das Christkind von der Madonna er-hält; dann P. I. Gaultier (1745.) ein26" breitesund 17" hohes Blatt, welches, auf einer reichenLandschaft, mit zahllosen Figuren, den H. FranzLavier darstellt, wie er den Indianern predigt;endlich F. Zucchi das Titelkupfer zu dem Trauer-spiel Maurizio.
* — — (Franz). Vou ihm geetzt kennt man12 Blätter in -stv mit Abbildungen von Ruinen,Brunnen u. a. Bauten in Italien , welche mit:/>a»c. vaccari kec. bezeichnet sind, und wahr-scheinlich zur Verzierung seiner schon im Lex. an-geführten Schrift über die Architektur dienten.Rost IV. 59.
— — — — Einen (man weiß nicht recht,ob von Obigem unterschiedenen) Ornamcntmaierdieses Namens hält Vagant für eine» Künstleraus Modena , der für mehrere dortige Kirchengearbeitet habe.
— — — — Wohl wieder noch ein ande-rer Künstler dieses Namens soll nach H. Car-racci eine Sr. Magvalena, mit Lrauc. vaccari8arlllnic)U3 bezeichnet gestochen haben.
* — — (Lorenz), der, dem Lex. zufolge, et-was nach Barocci geetzt, erscheint auch, alsKunsiverleger, in einem Verzeichnisse meines sei.
*) Der Gegenstand war: Neapels jüngsthinnige Besteyung von der Pest, durch Fürbitte der H. Jungfrau.
««.) Von Männlich scheint noch zu »Weiseln, ob das Bild dem Unsrigen, oder dem nachfolgenden (apokryph!-scheu) Genueser, gleichen Namens »»gehöre.
«Kv) Mch ein Verzelchniß meines sei. Vaters sagt ausdrücklich, daß jenes Zeichenbuch (lävre äs kortrsicture)von -1. Bl. (bloß) mit: äel. bezeichnet sey.