Band 
Zweyter Theil [4].
Seite
1970
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Vade.

(l2" 7-" br. 8" V" hoch; das Rand unten 2"/).Gestochen haben nach ihm z. B. W. Hollar u. A. deJode (i 658 .), jeder eine Landschaft. Dann kennt eineunserer Quellen noch zwey von Anton Banne/für den Verlag von Chereau gestochene Blatter:(l'Uermits^e und le Colombier), welche mit:Lttstre?. r/e /^rrck. pinx. bezeichnet seyen- und wohloffenbar dem unsrigen zugehören / ja vielleicht Co-pien von ein Paar der oben von Larrsch genann-ten , von de vadder selbst gestochenen Blätter seyndürften.

vade ( ). Nach einem Künstler dieses

Namens kennt man ein Blatt/ mit: Kaverne<ie Rsmyoneau rubrizirt / ohne Namen desStechers.

vading (Daniel). So heißt bey Nikolaiein Churfürstlicher »Contrafait-Drexler" zu Berlin um id7t. der zwey Jahre später nach Wien be-rufen wurde/ wo er in der Kaiser!. Burg einZimmer erhielt. Derselbe wird auch in F. Fri-sius Ceremonie! der Drechsler (8vo Leipz. 70b.)E. 279. u. ff. mit Ruhm genannt.

vaelbeck (Ludwig von), s. unten valbeck.

vafflard ( ), ein Maler der neuern fran­ zösischen

Schule, SchülervouRegnard/der, wennwir uns nicht irren, zuerst auf dem Salon von1801. etwas uns Unbekanntes, von äußerst aus-schweifendem Geschmacke, dann in 1802. den Todder Jocasta und die Blendung des Oedipus in ei-nem Bild ausgestellt hatte, deren Gegenstandebenfalls, selbst der damalige wilde Französische Geschmack zu abscheulich fand, um die bildendeKunst mit Beyfall zu beschäftigen; nebendem, daßes in Lands n's Annal. II. S. 40. davon heißt:Daß der Künstler die Formen besser hätte besor-gen, diejenigen der beyden Töchter graziöser bil-den, den Oedipus jünger als seine Mutter,und das Kolorit in den Gewändern weniger ab-stechend machen sollen. Besser gefiel dann aufdem Salon 1800. oder 4. ein Tod des Oedipus.Von demselben heißt es ebenfalls bey Landon(I. c. X. N°. 60.) wo es beschrieben und im Um-risse abgebildet erscheint: »Durch dieses, in Fi-guren von sehr großem Ebenmaaß ausgeführte,Bild hat der junge Künstler die Kenneoüberzeugt,daß er mit der Zeit so viele Hindernisse besiegendürfte, die man auf der Bahn der ausübendenKunst antrifft. Sein Talent scheint sich durchdas Studium der Werke, welche wir aus derItalienischen Schule besitzen, gebildet zu haben;kräftiger Effekt und ein dunkles Kolorit charakte-risiren ihn. In seinen früheren Produkten verfieler, indem er das Große suchte, ins Giganteske.Jetzt Ist er auf dem richtigen Wege; vervollkommneer sich nur noch in dem Mechanism' (?) seinerschönen Kunst, und ermüde nicht die großen Mu-ster zu studiren, so darf er hoffen, mit der Zeiteine ausgezeichnete Stelle einzunehmen. Für seinegegenwärtige Arbeit hat er, bey der, auf Befehlund unter den Augen des Kaisers vorgenomme-nen, Preisaustheilung eine Aufmunterungs-Me-daille erhalten." Und ebenso in 1806. für ein da-mals auf dem Salon erschienenes Bild, welches,in einer weilschichtigen Composttion lebensgroßerFiguren, den Tod des berühmten Bernard Du-guesclin darstellte, wovon, wieder bey Landon(l. 0. XIV. N°. 35 .), wo solches ebenfalls imUmrisse abgebildet ist, geurtheilt wird: »Daß es,durch die Vereinigung so vieler bewaffneter undbepanzerter Krieger, einen ganz eigenen Charaktertrage, und der Künstler sich von seinem Gegen-stände durchdrungen gezeigt habe." Ganz andersstrenge indessen wird dieses letzterwähnte Bild vondem ernsten pausanias Frankens G 255. u. ff.beurtheilt Dort liest man: »Eines Anachronis-mus ist wohl der Künstler nicht zu beschuldigen.In seiner Conlpositivn herrscht so viel Steifheit,die Fignren stehen so parallel in der Linie, es ist

Vaged es.

so wenig Harmonie in der Färbung, ein solcherMangel an Helldunkel in der Luftperspcktive,daß man denken sollte, die Arbeit rühre aus denZeiten seines Helden (st. 1280!) her, oder wenig-stens habe der Künstler mehr nach den gothischenBildsäulen bey den Kleinen Augustinern, als nachden Antiken im Museum Napoleon studirt. Frey-lich schien sein Gegenstand das viele Waffen-werk, ihn ein wenig zu dieser Härte zu berechti-gen; dann aber hätte er mehr Bewegung in seineFiguren bringen, »nd das Costum derjenigen,welche nicht bewaffnet sind, benutzen sollen; unddoch ist der Page in der einen Ecke des Bildeseben so steif, wie alle übrigen, und seine Acrmelfallen ebenso in Parallel-Linien herab. Die Ka-pitulation (von Castelneuf-Sandon) war geschlos-sen; also brauchten nicht alle Figuren vom Kopfbis zur Fußsohle bewaffnet zu seyn. Die Har-nische sind wie von geschwärztem Glas. Gutesist übrigens immerhin in dem Werke; und mansieht, daß es dem Künstler nicht an Talenten fehlt.Der Soldat, der die Stadtschlüssel aufDugues-c'.in Todtenbett legt, ist weit besser als die übri-gens Figuren gerathen; nur liegen auch dessenArm' und Beine abermals parallel; der Kopf istgut gemalt, uud von schönem Charakter- Einanderer Künstler, Brener, hat denselben Gegen-stand behandelt, und sein Bild ist IN Gobelin ge-bracht. Dankenswert!) ist es überhaupt, daß auchH. vafflard seine Gegenstände aus der Vater-landsgeschichte, und nicht, wie so Viele, immeraus Griechischer und Römischer Geschichte wählt;ist doch die erstere weit fruchtbarer (?), und, sowie unser Monarch, ohne gleiche! In ihr, wiebey ihm, findet sich Alles was groß ist, Alleswas das Genie zu begeistern vermag". Nochsah man auf dem bald zu Anfang angeführtenSalon von -802. oder 4. zwey andere Bilder desnämlichen Künstlers: Emma, die ihren LiebhaberEginhard, um nicht verrathen zu werden, durchden Schnee trägt; wovon es bey Landon l. c.IV. 119. lustig genug heißt: »Ohne den Rigorism'zuweilzu treiben,kann man den Gegenstand unsittlichheißen, wenn es sich zumal um eine Prinzessin,und um eine Tochter Carls des Großen handelt."Nebendem stehe die Gruppe nicht im Gleich-gewicht (?) und die Färbung sey zwar harmonisch,aber, auf Unkosten der Wahrheit, allzu grün.Letzteres wird auch an einem dritten Bildet Aoung,der seine Tochter begräbt, gerügt; die Wirkungdes Mondlichts sey darin nicht gut aufgefaßt,und Vater und Tochter sollten nicht gleich gefärbtseyn. Dagegen sey der Ausdruck des väterlichenSchmerzes mit einer gewissen Energie ausgedrückt.Nach diesem letzter» Bilde soll sich ein, uns unbe-kanntes, gutes Blatt finden. Fiorilio III. 5 o 6 .Dieser Künstler lebte noch 1811. und sah man vonihm auf der Pariser -Ausstellung desselben Jahrs,nebe» ein Paar Bildnissen, drey Bilder von sehrverschiedenem Gegenstand: St. Margarelha, vonihrem Vater verjagt, weil sie den Göttern nichtofern will; dann Aneas und Dido, wie sie sichin eaclem spsluncs zusammen finden; endlichden Blinden mit seinem Hunde.

vaga (Don Franz della). So hieß in i 8 v 5 .der damalige Direktor des Museums zu Portici (ob selbst.ausübender Künstler, ist uns unbekannt)der in gedachtem Jahre zum correspondirenden Mit-glied« der Klasse der Schonen Künste zu Paris er-kiest ward. Fern//, /mb/.

( ), ein alter Künstler zu Florenz ,

Lehrer von perino Buonacorsr, der von deinUnsrigen seinen Beynamen erhielt.

vaged es (A. von). Nach der Zeichnungeines solchen hat E. Thelott das Dildniß des Dich-ters Franz von Eonnenberg, für das Taschen-buch Mimigardia (Münster isio.) gestochen.