Band 
Zweyter Theil [4].
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1974
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^974 Val.

nichts von seiner Arbeit zurückließ; sodann, alser wieder nach Holland kam, die Stelle einesDirektors der Akademie im Haag bekleidete, unddergestalt bis an seinen im höchsten Alter erfolgtenTod auf seinen leicht erworbenen Lorbecrn (Glücks-kräutcrn) mit Nichtsthun ausruhte. Von ihmsieht man daher selbst in seinem Vaterland, nebstwenigen Staffeleybildern, einzig einen Plafondim Saale gedachter Akademie, und etliche Verzie-rungen an den Stiegen des Hotels Portland .Immerhin entdeckte man denn doch auch an diesemGeringen, in Composition, Zeichnung und Fär-bung , den aufmerksamen Schüler der Manier vonTercttini, den er sich zu Rom besonders zum Vor-bild gewählt, und vielleicht auch schon dadurchden Mangel eines gründlichen Kunstsinnes ver-rathen hatte. /)e5eaMpL III. 1727/,. Dort seinBildniß; man sieht ihm fast all' oben Bemerktesin den Augen an. S. auch oben den Art. Phi-lipp Dliväi (du Val). Nach ihm hat I. Mulderdas Tirelblatt zu le Bruyn's »u bevanr

gestochen. Unbekannt ist es uns, ob dieser oderder unten nach Uffenbach angeführte val ohneTaufnahmen (vielleicht Einer und Derselbe) essey, nach welchem I. Coelmans die Entführungder Europa durch den göttlichen Stier, und Lcdamit dem Schwan in Kupfer gebracht. /k/§c. S.auch den gleich vorhergehenden Art. am Schlüsse.

* val (Sebastian du). Von ihm nennt einVerzeichnis; meines scl. Vaters: Jupiter mit sei-nem Adler; dann die Bildnisse der Königin Jeanned'Albrel von Navarra (157h.), und der Gebrüder,-Oder, Caspar und Franz dc Coligny, alle dreyauf Einem Blatte (1879.) S. auch den gleich fol-genden Art.

» (<Z. du), nach welchem C- Fritsch(vielleicht als. Copie) das Bildniß des HerzogsFriedrich Carl von Holstein-Ploen gestochen hat,ist wahrscheinlich mit Obigem Eine Person.

* (Vinc. Vict.). Eine Abkürzung (aufKupfern) des unten ff. vinceii; Viktoria vonValence .

* ( ). So nennt Uffenbach II.

44. u. ff. einen Geschichksmaler, der um i 685 .Vieles für die Kirchen zu Lübeck gearbeitet habe.Nicht unwahrscheinlich, daß derselbe mit einem deroben enthaltenen Philipp oder Robert du valEine Person ist.

(du), zwey dieses Namens, der eineSchreibmeistcr aus der zweyten Hälfte des XV > 11 .Jahrhunderts, der andere Schriftenstecher in derMitte des XVII. Jahrh. s. oben unter <Jic!ausdu val.

* valade ( ), hieß Johann, geb. zu

Poiticrs, ein Schüler von Carl Coypel. Als Aka-demiker hat derselbe von 170181. mehrere Bild-nisse ausgestellt. So z. B. 176Z. diejenigen derMadame de Bourgogne, des H. Coutards St.Louis-Ritters und dessen Gemahlin, und des Me-chanikers Loriot, Erfinders der Kunst, das Pastellzu fixircn. 6 a«/t ste Xt. 6 r,-,nar». Noch andereBildnisse kennt man nach ihm gestochen. So z.B. des Kanzlers d'Aguesscnu von N. Dupuis;des Kanzlers W. de Lamoignon, von I. Daullö;uns selbst unbekannte, von l'Empercur und Pinssio.

valadi er (Joseph), ein neuerer Architekt,wahrscheinlich französ. Ursprungs, der schon um1797. in Päpstlichen Diensten stand, und um i 8 o 5 .von Sr. Heiligkeit den Auftrag erhielt, nebst demAbte Fea , eine neue Ausgabe von dem bekanntenklassischen Werke von Desgodey zu veranstalten,wovon erstrer die architektonischen Messungen be-richtigen, und letztrer den Text besorgen sollte.Oeffenrl. Nachrichten. Er lebte noch zu Rom 1810.

Valda oder Wal da.

valadier (Ludwig), ein berühmter Silber-arbeirer, von weichem der Hof zu München einprächtiges silbernes Modell der Trojanischen Säule(wie wir glauben, in neuern Jahren) gekauft hatte.

Koma llsscrltta i 8 o 5 . S. auch dengleich vorhergehenden Art.

valayer (Mademoiselle Anne). So heißtim Katalog von paignon-Dijonval eine Blu-menmalerin, welche 1770. in die Akademie zuParis aufgenommen wurde, und von welcherman ein kleines Bildniß, nach ihrer eigenen Zeich-nung, von C. F. Lctellier in gefärbter Punktirma-nier gestochen, kannte. Wohl sicher die nämliche,welche, wahrscheinlich nach ihrer Verheirathung,

Valayer-Coster (Madame) hieß. Unterdiesem Namen erscheint sie (etwas spät) zum er-stenmal im ^lmanacb cles Leuux-^rts 180Z.unter der Rubrik der psintres lle sieurs, ri'or-nement et äs ^enrs <js nature morto. Sielebte noch um 1817. und sah man von ihr aufdem Pariser-Salon desselben Jahrs ein Blumen-siüek und ein Stilleben (Tafel mit Wilpret, See-krebsen und Früchten), welch letzteres dem Königegehörte.

valbeck (Ludw. von), d. h. gebürtig vonValbeck in Brabant, und zu Antwerpen iZia. ge-storben Des Roches führt ihn als einen großenTonkünstlcr oder Justrumentenmacher auf, der zu-gleich die Buchdruckerkunst erfunden haben sollte;allein Brettkopf in seiner Geschichte der Erfin-dung der Buchdruckerkunst widerlegt ihn hierinausführlich und erklärt seine Behauptung für einenmächtigen Irrthum.

Valbonne -Barbier ( ). Soheißt ir-

gendwo ein Maler, dem der zweydeutige Ruhmgebühre, daß derselbe, im zweyten Jahre der fran-zösischen Republik, die meisten Kunstwerke ausden Niederlanden für Frankreich erbeutet habe.

(Madame), Gattin des Malers Bar-bier (wir wissen nicht, ob des Obigen?), undselbst vorzügliche Künstlerin neuerer Zeit; so ge-nannt bey Fiorillo lll. 482.

valbuena (Peter de Mcdina), ein Spani-scher Künstler, Zeitgenosse und genauer Freunddes Murillo, der sich vorzüglich mit der Aquarell-malerei) beschäftigte, und bey der damaligen Aka-demie sehr thätig bewies. Fiorillo l V. 296.

* valburg ( ). Wohl kein Anderer, als

der unten ff Tb. valburg. Nach ihm, untervalburg, und ohne weiter» Namen als dem sei-nigen, kennt man ein Bildniß von I. Fr. Gronov.

valcarcel (Gabriel de). So nennt/iorilloIV. Z/l Anm. c. im Vorbeygange, einen Spa­ nischen Künstler, der in ihhi. mit einer Mengeanderer, die Freyheit (den Künstlerstand) derSpanischen Maler behauptete, und es dahinbrachte, daß sie von allerley Abgaben, Militair-lasten u. s. w. bcfreyt wurden.

valck, valckenberg, valckenburg,valckenftei 11, valckerr, u. s. f, s vask,valkenberg, valkenburg , u s. f. theils im Lex.theils unten. Jene (Un-) Rechtschreibung, sich,nach einem Mirlauter, des ck zu bedienen, ist aufalle Fälle fehlerhaft.

valda oder walda (Michael), ein deut-scher Zimmer- und Baumeister, der um 1640. zuOlika in Volhinien arbeitete. Neben ihm werdennoch ff Künstler, ohne Weiteres genannt: Joh.Baczkorvicz, Stanisl. Lssiarlorvic, Casp. San-gerüis, Sim. Starovolecius. Nonumeut.Lsrmatar. kol. Lracov. 6 HH. x. 624.