IYJ2 VanLieres.
und starb auch außer seiner Vaterstadt, ohne ei-neu Schüler zu hinterlassen. Und eben so (sagtssrespi ) ging auch sein Talent zu Grund, BildsNisse so pastos, so kräftig und zugleich so natür-lich zu malen. Sein eigenhändig gemaltes Bild-niß fand sich um 1780. in der Sammlung vondergleichen, in dem Lustschlosse des Grafen vonFirmian, zu Landskron bey Salzburg . S. denssatalog, wo er Sanri'no ZZolognese genanntwird.
* vandreres ( ), hieß Aböl Franz
l^oisson von, oder, nach seiner folgenden Stands-crhöhung (als' Bruder der Marquise von Pompa-dour, abscheulichen Andenkens) Marquis de Ma-rigny. Er soll übrigens ein gutmüthiger Menschund großer Kunstliebhaber gewesen seyn, in wel-cher letzter» Eigenschaft wir ihm die (mancherleiIrrthümern ungeachtet) immerhin lesenswertsteVvv-I^s cl'ltaUs eines seiner Reisegefährten < 5 .
Eochi'n's zu verdanken haben.
'' vandoliiro (Johann) s. Rui; in gegen-wärtige» Zusätzen, der aber vielleicht nicht, wiedort vorausgesetzt wird, der Johann Rui; desLex. seyn dürfte.
vandreis ( ). So nennt, unsers Wis-
sens, der einzige Eatalog von jOargnon-Dijon-val einen Dilettanten, von welchem sich in ge-dachtem Cabinctte (i8ro.) zwey Landschaften inAquarell befunden hatten.
Vandrever ( ). So soll ein Mahler
heißen, nach dem I. P. le Bas, Ansichten derbeiden holländischen Dörfer Schevelingen undSantvlier, auf 2 Blättern in gr. qu. fol. gesto-chen habe.
vanducius oder vandutius ( ).
So nennt man einen Goldschmied, der (nachLudw. Carron) einen sich ausruhenden H. Hie-ronymus, in der Luft zwey Engel, gestochen habe.
* van dpck (Anton) s. van Dpck im Lex. undin gegenwärtigen Zusätzen. Von ihm werdenwir in künftigen Supplementen noch ManchesBemcrkcnswerthe nachzuholen wissen. Eonf. im-mittelst, namentlich über seinen Aufenthalt inEngland Fiorillo V. 821 — 2/,. und: DallswarI. 267. 11- 221—20. 2^0, ä9, 6», 62, 66,7 ä, 77 -
vanerri (Clementino) Herr von Villauova,Rcichsritkcr, geb. zu Roveredo i/ 55 . ein italie-nischer Gelehrter, der, neben anderm, die witzigeEatyre des libvr me-mvriulls ds Csleostro, zuEntlarvung dieses Betrügers, der i. I. 1788.auch zu Roveredo sein Gauckelspiel trieb, danniw seiner Mutttrsprache klassisch mehrcrcs, haupt-sächlich drey Bande Bemerkungen über den Horaz,und Sermone» in dessen Geiste schrieb. Äußerdiesen Verdiensten besaß er ein seltenes Talentzur Malerey, und wurde für einen der beßtenPastellmaler seines Zeitalters gehalten. Die Ruheauf seinem Landsitze, im Umgänge mit den Mu-sen und wenigen Freunden, zog er allen andernGeschäften und Freuden vor, kam in seinemLeben nie weiter als nach Verona , Mantua undVenedig , und starb von ganz Italien bedauert,und bald von allen welschen Akademien besungen,an einer Lungen - Entzündung in seiner Vaterstadtam i 3 . März 1796. Baur.
V a n g 0 r p.
vanfalens (Carl), s. Falens . Vonihm heißt es, s. v. vonfalens, bey Gauirde Gr. Germain S- 296. »Wohl componirteer gewöhnlich seine Bilder nach der Manier vonWouwermans, aber ohne dessen Geschmack undLeichtigkeit. Seine.Farbe ist kalt und grau".
vanflard ( ). Nach einem solchen hat
N. Dorigny (>696.) das Vildniß Joh. Scipio's,Priors von Rcalmont, gestochen.
Evangelist, (Vinc.) Stecher mit dem Grab-stichel und in punklirter Manier, geb zu Florenz um 17,',. a. 6. bestimmt 17Z8. Dort soll erzuerst den Unterricht des Ignatz H. Hugford ge-nossen haben. (S. Handschrift!, in Paris gefer-tigte Lstachrichren über Kville's Schüler).Mit Ferd. Gregori kam er dann nach Paris ,wo beyde sich (der unsrtge wenigstens, von demGroßherzog, nachmaligen Kaiser Franz 1 . unter-stützt) dort unter die Leitung von Wille begaben,und sechs Jahre verblieben. Auf einige Zeit(1766.) ging vangellsti in sein Vaterland zurück(wo er, auf Ansicht eines von ihm zu Paris sehrschön gezeichneten Bildnisses des MarschallöDotta,einen Lehrstuhl erhielt); späthcrhin aber neuer-dings nach Paris , doch finden wir ihn, iminanacli lies Ilesux-Krts ,8ttZ. unter den dortwohnhaften Künstlern nicht mehr verzeichnet. Mitschönem Grabstichel hat er Bildnisse und Geschichtebearbeitet. Rost VI. 2.43 —-,6. Dieser nenntvon ihm, von erster» z. B. diejenigen des Gra-fen G. L. le Clcrc's von Buffon, nach A. Pujos(«777«), des Grafen Carl Gravier, Grafen vonVergennes (178/».) nach Gallet (Callet), beydeschön, und das kleine P. A. Wiüc's, des Sohns,nach ihm selbst; baun des (,779.) in einem See-treffen verstorbnen Scekapitains de Keroualer,ohne weiten, Namen, als des Unsrigcn; ebenso S. N. H. Linguet's. Hiernächst von Ge-schichtlichem : Eine Madonne, die dem Kindedie Brust reicht (la Premier stsvoir des IVIöres)nach Raphael; den gezüchtigten Amor, nach A. Carracci (der Kaiserin von Rußland zugeeignet);Pyramus und Thisbe, nach Guido. Endlich:Is llalancs de b'rederie (Geschichte des MüllersArnold 1781.). Andere thun noch hinzu: Bild-nisse nach le Noir und Petitot; dann Bund desWassers mit der Erde, nach Rubens ; l'^moureinpresse, nach Vien; In vieille er In jeune?Iammande, zwey Blätter nach C. Visscher,und l'/Ibbreuvoir nach Mayers; mehrere Blät-ter für die VavaZe de 8icile et de blaples,und eben so andere in die ,oc>. stensisri vonGabbiani. Diese letztere in getuschter und Cra-yon-Manier. Seine Blatter in dieser Samm-lung, die in 1762. zu Floren; erschien, werdenbey Gandellini namentlich angeführt *).
* vangbels (Niclaus ). Unter diesem Na-men soll Vlicl. vleughel bisweilen (irrig) er-scheinen.
vangorp ( ). So heißt im (Umnnnci,
des Keaux-Krts 180Z. und in demjenigen duLommerce de karis 1811. ein in beyden diesenJahren zu Paris wohnender Gattungs- und Mi-niaturmaler; lebte noch 1817. und erschien aufdem Pariser-Salon desselben Jahrs mit zweyBildnissen, des Vicomte d'Memand, und desArztes von Hoteldieu, Assel,',,. Wohl ist erübrigens derselbe mit dem nachfolgenden
2) Seit der Redaktion obigen Art. lesen wir irgendwo, daß entweder unser v-rngelisti, oder vielleicht emSohn desselben, im Verlage einer Wittwe vangekisii (etwa seiner Mnrrer?) ein großes Blatt: Juviterund Leda nach N. Ponffin gestochen, welches von Morcl vollendet wurde, und 56. Livr. kostete. LineStelle im Pausaiiias Franzais S. 510. läßt uns zwar über die Person noch immer etwas in vorerwähn-ter Ungewißheit, doch eher wieder auf den somit noch 1806. lebenden Vincenz vermuthen; nennt danngleichfalls das eben gedachte Blatt, als auf dem Salon gedachten Jahrs au gestellt, und spricht davon undvon seinem Urheber, wie folgt: „Der von allen Freunden der Kunst bedauerte Stecher hatte dieses Blattmir alle dem Talent angefangen, dem er seinen Ruf zu danken harte, als ein tragischer Tod ihn dabinriß,cke er solches vollendet hatte, so daß man zu einer fremden Hand Zuflucht nehmen mußte, was nur zuleicht bemerkt wird, da die Platte so verdorben ist, daß man die Spuren des ursprünglichen Grabstichelskaum mehr daran erkennen kann.