Band 
Zweyter Theil [4].
Seite
1993
JPEG-Download
 

V a n g o r p.

vangorps ), einem Künstler von dem man(r8oj.) in der Sammlung des Grafen Schere-metjcv zu St. Petersburg ein Gemählde fand.^eimecs Sr. perersburg ll. 262.

vanhaecken (Arnold). Nach der Zeich-nung eines solchen hat G. King einiges gesto-chen IN dem Buche rke okrt ok Vsneinssstellom Vomlinson. /.onston 1722. gr. 4^.

* Vanhove s. Hove im Lex. und hier.

* vauhude««, s. im Lex. und unken vanUden.

vanbupsum, s. Huysuin im Lex. und obenin diesen Zusätzen.

* van lass, s. im Lex. und oben van Laar.

vanlangre n (Peter). Von einem solchenkennt man, ohne wettern Namen als den seini-gen, das Biltniß Carl Maignard's, Herrn deBernieres, Parlemcnls-Prastoenken von Roncn.S oben die auch hieher gehörigen Schlussanmcrk.beym Art. vancleiiipure.

vanlanker ( ). So heißt im b 1 n g.LNorgenbiarr i8«g. ll. 85 Z. ein damals »ochlebender reicher Kunstliebhaber zu Antwerpen ,der ehedem selbst sehr hübsche Landschaftenmalte, die er aber, mit großer Bescheidenheit,in seinem Katalog, bloß als Versuche eines un-genannten Liebhabers aufzahlt, und in seinerSammlung als bloße Lückenbüßer aufweis'l".

vanloo (Amadeus). Einen 1720. zu Paris gebornen Maler dieses berühmten Künstlerge-schlechts nennt, unsers Wissens, der einzigeCatalog von Paignon-Dijonval, nnierschcidetihn ausdrücklich, von dem (« 5 . I. früher gebor-nen) nachfolgenden Carl Amadeus Philipp *),und führt »ach ihm ein in 1767. von G. F.Schmidt gestochenes Dildniß Friedrich HeinrichLudwigs, Prinzen von Preußen an, was unsvermuthen laßt, daß er ein uns bisher unbe-kannter (sechster) Sohn von dem unten ff. Joh.Baptist vanloo gewesen sey.

(Cäsar) Sohn des nachfolgenden

Carl Andreas, studirte in Italien , und lebte1786- zu Rom , wo er sich durch zwey Gemäldebekannt machte, welche die Nacht und die Mor-genröthe darstellen. Alsdann ging er nach Paris zurück, wurde Mitglied der Akademie, und lie-ferte zum Salon i8»o. drey Bilder, woruntervorzüglich eines: Winterlandschafk, mit deinSchloß Mont de Calicr bey Turin , staffirt, Auf-merksamkeit verdiente. In diesem Fache soll er(wie Liorille 1 11. 224. bemerkt) die größte Starkebesitzen, und Alles, was man bisher darin ver-sucht hat, übertreffen haben. Bey dem ConcoursGeneral von vLoi. erhielt er für die Ruinen einerGothischen Kirche den Preis von i 5 oc>. Fr. Aufdem Salon von« I. 1802. sah' man von ihmnicht minder als neun Bilder, darunter dreyWinter und zwey andere Schneestücke (doch wohlaus gleicher Jahrszeit); in 1803. abermals meh-rere und besonders einen ersten? Schnee vollWahrheit. blouv. Ü68 -Lrts l. 26. ll. 82. IV.r8. Einige Nachrichten von ihm geben die Ne-mans üslls belle arti ll. 206. Im lournnkäs Lommeree üe Huris 1811. erscheint er wie-der unter der Rubrik der damals dort lebendenLandschafts - Marinen - und Architekturmaler,«uch Landon (Annal. II. 22.) bemerkt, daß>h»i die Jury mehrmals den Preis zuerkannt habe.

Vanloo. 199Z

Im päusam'as Fran^ais S. 441 45 . heißt esindessen von ihm: »Die Bilder dieser Künstlerssind fast alle ziemlich wohl componirt; aber seineTvccirung ist überhaupt plump und eintönig;Baume, Figuren, Boden, Lüste scheinen alle mitgleichen Pinsclhieben gemalt. Seine Gattung(wenn es je eine solche heißen kann) sind Schnee-landschaften; aber wer Eine gesehen, hat siealle gesehn. In 18,16. stellte er eines aus, dasim Catalog mit: Erster Herbstschnee rubrieirtist. Sollte der Schnee etwa auch seine Blücbe-zeit (sa primeur) haben? Der Künstler wolltedamit einen Mond'chein verbinden, was ihm aberübel gelang. Besser wmeu auf gleichem Salonsein Sonnenuntergang , und die Einsiedcler,welche letztere ich von Weitem für ein Werk vonGranat hielt", u. s. f. Er lebte noch 1817.In seinen Herbstschnee war er so verliebt, daßer ihn, oder doch einen Bruder gleichen Tauf -namens, auf dem Salon erwähnten Jahrs neuer-dings ausstellte; dann aber, als Gegenstück, ein Feuerwerk auf St. Angclo zu Rom . Gesto-chen hat F. Ändert ein schönes Aquatiuta - Blatt(wovon auch colorirte Drücke zu haben), nacheinem von ihm i 8 o 5 . gefertigten Bilde, wo ineiner italienischen Gegend bey Mondschein einaltes massives Gebäude brennt.

* vanloo (Carl). Nach einem solchen (deraber wahrscheinlich kein Anderer, als einer dergleich nachfolgenden (sarl Amadeus Philippoder Carl Andreas ist) hat F. S. Navenet ei««Blatt: Mars und Venus gestochen.

* (Carl Amadeus Philivv), geb. um1720. (a. b. 1716.) wie wir qlauvccu ältester(s. k, ich glaube irrig, der dritte) Sohn desnachfolgenden Johann Baptist's, und Schülerdesselben sowohl, als seines gleich nachstehndenOheims, ffarl's Andreas. Der klüftige, welcherim Lex. unter dem Namen seines Vaters erscheint,machte sich bald so berühmt, daß ihm der Königvon Preußen, Friedrich II. nach dem Tode seinesHofmalers Pesne , die Stelle desselben übergab.Dieser (übrigens der Mittelmäßigste unter allenvanloo's) hat dennoch zahlreiche Werke hinter-lassen, welche vornehinlich zu EanSsoucy undPotsdam aufbehalten werden. Die bemcrkens-werthesten sind: Die Geschichte der Pvrtia, unddas Opfer der Jphigenia **). »Die Composikiondieses Bildes" (heißt es bey Fioriilo I!l. 222.)ist tadellos; das Colorit aber beleidigt dnrcl)grelle Farbencontrastc, welche dem Auge keinenRuhcpunkt verstatten". Auch Oesterreich (S-52 .) sagt davon: Die Compofttiou sey reich;allein das Colorit nicht entwickelt (?! und ohneWirkung; und von der Portia (i, e. S. 65 .):Beynahe ganze Figur, in natürlicher Größe;in dem Kopfe viel Wahrheit dcS Charakters; dieZeichnung sehr schön". Noch nennt er, alsPendant (?) der Jphigenia: Eine Art (?) Schulevon Athen. Beyde standen in den sogenanntenZimmern der Prinzessin Heinrich zu Potsdam.Ferner malte er im dortigen Theater das Deckcn-stück, und im großen Marmorsaale daselbst dieApothese des Churfürsten Friederich Wilhelm.In dieser Arbeit" (meint Oesterreich l. c.S. 7g.)herrsche viel Genie". Dann fertigteer sechs Cartons mit der Fabel von Amor undPsyche, die von einem gewissen Vigne in derHautelice-Fabrik zu Potsdam ausgeführt wurden,und gegenwärtig einen Saal schmücken. NachFioriUo (k. c.) wäre das schönste davon: Piy-che, wie sie den Amor beym Fackelscheine des

") Ein Irrthum in den Geburtsjahren, und überhaupt in dieser Sonderling des Amadeus von dem nächti-gende» Carl Amadeus Philipp ist übrigens immer »ocd möglich. So eignet z. B. einer unserer Freundedas Bl'ldniß Prinz Friederich Heinrichs eben diesem letztem z».

*2) Dieses letztere nicht mit demjenigen zu verwechseln, welches sein nachstehender Oheim, Carl Andreas, füreben diesen Monarchen (-755,) verfertigte, wovon der Marquis d'AvgeNs (liiswirs sts l'ösprii Immai!'X11. 161. ec seg) eine ausführliche Beschreibung giebt.

Dyyyvyyyyv y