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will "); aber zugleich hatte er für seine Gatttin eine so heftige Leidenschaft, daß er ihr nichtsversagen konnte, und den Aufwand für sie oftbis zur Verschwendung trieb **). Den Schmerzüber den Verlust eines Kästchens voll Gold, wo-von auch das Lcx. spricht, überlebte er nichtlange. Er starb, wenig bedauert von seinenNebenbuhlern, unter denen ihm sein Stolz sehrviele Feinde zugezogen hatte". Nach warelecbesaß schon das alte Französische Kabinet vierBilder von ihm, deren größtes und vorzüglichstesindessen nicht mehr als Z" in die Höhe und 3 '8" in die Breite hatte: Eine Abnahme von. Kreuz,worinn Magdalenens Schmerz sehr gut ausge-drückt, und die Zusammensetzung einfach ist,aber freylich ein wenig nach dem Gothischenschmeckt Die drey übrigen sind: Eine Madonnamit dem Kinde und zween Engeln (nach kEpiciösehr schwach); besser: Maadalena und Christus,als Gärtner; endlich St. Hieronymus vor einemKruzifixe, der durch sein Gebet einen Löwen indie Flucht zu jagen scheint. Dann sah man imMuseum Napoleon von Derer», als Kunst-eroberung : Eine Madonna mit St. Hieronymus und Augustin ( 5 ' 7" hohes und fast eben so brei-tes Altarblatt aus der Augustiner-Kirche zu Cre-mona, mit des Künstlers Namen, und der Jahr-zahl 1^76. also in seinen beßten Jahren gemalt);dann eine andere H. Jungfrau in den Wolken,mit Himmelsbewohnern umgeben, im Vorgrundder Erzengel Michael , Sr. Carharina von Ale-xandrien, St. Lucia und St. Johann der Evan-gelist«! (dies ebenfalls eine Eroberung der Französ.Armee in Italien : Woher?) von welchen Lands»1 l. NA 5 /z. und XV. NA 21. die Nachbildungim Umrisse, und Beschreibung giebt. Auch nachihm wäre Derer ein Mitschüler L. da Vinci beyWerrocchio gewesen, und nach diesem hätten siedie graziösen Frauenköpfe gebildet, welche übri-gens unter sich viel Aehnlichkeit haben. Ueber-haupt nennt Lands» seinen Styl ziemlich rein,aber etwas trocken. Das zweytgenannte Bilddürfte dasjenige seyn, welches vannucci (va-sari zufolge) für vallonibrssa malte. Langehielt man es für einen Raphael, in dessen ersterManier; etwas schwach gezeichnet, aber vollNaivetät, Feinheit, und sogar einer gewissenGrazie in Stellungen und Ausdruck, Festigkeitin den Tinten und reinlicher, obgleich trockenerAusführung. Dann wird irgendwo noch als einedritte Kunsteroberung (aus der Spithalkirche zuPerugia ) eine Familie der H. Jungfrau genannt;und eine H. Familie von ihm, die aus einersehr alten Gallerie zu Florenz kam (2' 10" 6'"hoch, 2' i" tV" br.) besaß zu Paris (1811.)der anonyme Verfasser der Lonsickerutionz surl'ötut ilo In l'einturo au ltalie stanz lez IV.5 >iöc>s 8 qui ont pracastö sein! ste Aaxssrae/.Endlich befanden sich noch, ebenfalls als Kunst-beuten, von Derugmo, zu Paris vier Hand-zeichnungen.- Eine drappirte Frauensperson aufden Kniee», und ein alter Mannskopf, beydemit der Feder ausgetuscht, und mit Weiß erhöht;dann ein Kampf Amors mit der Keuschheit, inLeimfarbe colorirt; und ein Studium zu der vorer-wähnten Familie der H. Jungfrau. Andere Hand-zeichnungen von ihm besaß auch noch (1810.)
Vauuude n.
ebenfalls zu Paris das Kabinet Paigtton-Dlion-val an ein Dutzend, darunter die schöne, mitder Feder und ausgetuscht, einer Heimsuchung derElisabeth; dann den zu Christo gebrachten Kran-ken (»2. Figuren); den Herrn des Weinbergs;ei» Reuter- und Jnfanteriegefecht; Köpfe derMadonna und St. Anna, u. s. f. — In Deutsch-land besitzen von ihm: Die KK. zu Wien Ma-donna mit dem Kinde, zwey weibliche HH. zurSeite, die eine mit einem Palmzweige, die an-dere mit gefalteten Händen (Knieestück Ar- lebens-groß), und eine Taufe Christi, ganz klein. Lich-renstem: Madonna mit dem Kinde, und demihn anbetenden kleinen Johannes (mittlerer Größe).München : Madonna mit dem Kind im Schooße(klein), wir glauben, früher in Schleisheini;jetzt sicher: Das Jesuskind wird gewaschen(ganze lebensgroße Figur ***); Düsseldorf einst:Einen alten Manns- und einen alten Frauenskopf.Dresden : Eine Anbetung der Weisen, und Ma-donna mit dem Kind, ein Vögelchen in derHand, und dem kleinen St. Johannes; beydeskleine und sehr dürftige Bilder. Das Cabinet desGrafen von Benze!-Srernau einen St. Johannden Läufer als Kind (los-" hoch, S 2'^ br.).In der Gchrveitz kennen wir von ihm ein fastlebensgroßer Silentium, bey H. Conrad Pesta-lozzi zu Zürch , hinter den untern Zäunen, dasderselbe erst jüngsthin aus Italien brachte, undwelches wahrscheinlich Alles übertrifft, was inerwähnten Deutschen Gallerien von ihm enthaltenist. Gestochen nach Derugino kennt man ebennicht sehr Vieles: Die Abnahme vom Kreuz,einst in der Gallerie Orleans , von Cl. Duflos,und eine andere (die im Königl. Französ. Mu-seum) im Zeichnungsgeschmacke vom Grafen vonCaylus, fürs Cabinet Crozat. Dann eine Ma-donna in leuchtenden Wolken, das Kind aufden Knieen, dem der kleine Johannes eineTraube reicht, ein seltenes Blatt von N. Beartrizer, ganz ohne Namen. Diesen fügt ein Ver-zeichniß meines sei. Vaters noch bey: Die Hoch-zeit Jfaaks und Rebecca's von B. Passerotti,etwas Ungenanntes von S. Bartoli, und einenHerkules, der den Neid vom Parnasse verjagt,von einem Anonymus, in Helldunkel. AndereH. Familien und Madonnen nach ihm von Bloe-maert, L. Gaulticr, P. de la Hone, N. Nata-lis und Dominicus Picchianti nennt der Katalogvon Daignon-Dijonval. Noch kennt BartschXll. 5 s— 55 - als vermuthlich nach ihm, ebenfallsin Helldunkel: Eine sitzende Madonna, welchedie Hände auf dem Rücken des Kindes hält,von einem Ungenannten; dann, als sicher, eineandere Madonna, vor ihr das knieende Kind,von einem uns sonst ganz unbekannten Dougt;und endlich eine St. Elisabeth, auf einer Mauer,auf ihren Knieen die H. Jungfrau (?), die sichgegen den kleinen St. Johann zur Linken biegt,der ein Lamm bey den Ohren hält, wieder voneinem Ungenannten: Alle dreye mit drey Stö-cken. — Am Schlüsse des Art. dieses Künstlersim Lex. ist die Citation / aza» i mit 1 . II. k>-507. zu ergänzen.
*vannuden. So ward Lncas van Uden aufverschiedenen Französischen Kupferstichen nachihm verschrieben.
) Vnsnri w-n't petern dies häßliche Laster vollends bitter vor: »Geld sey sein einziger Abgott gewesen,dem zu Liebe er auch das Schlechteste verübt hätte. An einen andern Gott, so wenig als an ein künf-tiges Leben, habe er nicht geglaubt, und alle noch so sehr seinem porphyrnen Gehirn accomodirte Beweisedafür hätten keinen Eingang bey ihm gefunden, licbrigens bemerkt Ebenderselbe, daß Vannucci, sehrvorsichtig, den größten Theil seines Erwerbes auf Häuser und liegende Güter verwandt habe.
) „Und" (sagt Vasari ausdrücklich)" ihr den Schmuck oft mit eigener Hand angelegt!"
) Der H. von Männlich urtheilt von perugino : »Er vollendete seine Werke mit dem größten Fleiß,und sing a». Anmuth, Sanftheit und Kraft mit Wahrheit und Richtigkeit zu verbinden. Seine Umrissesind zwar noch etwas schneidend und trocken, und sein Kolorit einfarbig und gelblicb; die Abweichungdes Lichtes ist darin nicht hinlänglich bemerkt, und seine Gründe sind gewöhnlich ,u sorgfältig ausgeführt,zu hell in der Farbe, und weichen folglich nicht genugsam zurück; aber dem Allem ungeachtet ist er dererste,, welcker aus der gewöhnlichen Trockenheit weiter vortrat, und genaue Nachahmung der Natur mitGrazie und Größe zu verbinden suchte". Der Schluß dieses Urtheils scheint uns von ausnehmenderWahrheit zu seyn.