Vaniiu in.
Vannum (A. van). Nach einem solchen sollS. Fokke drey Ansichien von Dvrdrechr gestochenhaben.
* vanone (Andreas). Milizi'a (Lst. II.12 —iä. nennt seinen Herzoglichen Pallast zuGenua eine grandiose Masse (moie), ganz mitverborgenen eisernen Ketten befestigt. Zu Sal-zarm baute er auf einem geräumigen Platz einegroße Cistcrne für öffentlichen Gebrauch, derenman schlechten Erfolg prophezeyte, was sich abernicht erwählte. Von dem Staat wurde er auchzu andern, namentlich Fortifikationsarbeiten ge-braucht. Er lebte lange und geehrt, und hatteeinen vollkommen stoischen verschlossenen Charak-ter , dem nichts Aeußercs anhaben konnte. Da-für war er ein guter, gefälliger, großmüthigerFreund, ohne angenehmes Aeußsres, was sooft Wesentliches ersetzen, oder doch dessen Wertherhöhen muß
vanpool, s. oben s)ool. Hier bemerkenwir nur, daß dort sein Name ganz richtig an-gegeben ist, und daß derselbe schon i8oZ. im^lmsnack clss kenux-^rts, und noch 1811.im ^lmsnaokl <lu Lommoroe cle ?nris, unterder Rubrik der dort lebenden Blumen-Ornaments-und Stilllebens - Maler erscheint; dann daß seineTlumenbilder auf dem Salon 1806. (neben an-dern eine Marmorvase mit verschiedenen Rosen-gattungen auf einem alabasternen Tische) auchim Oausamas Franko,« S. 4 ^ 8 . m t demselbenrühmlichen Urtheile, wie bey Mensel, ange-führt sind.
vanpoucke ( ). So heißt irgendwo
«in Holländischer Bildhauer und Goldschmied,neuerer Zeit, corrcspondirendes Mitglied des Na-tionalinstituts zu Paris .
* vanschupen, s. van Schuppen, im Lex.und oben.
* vansickleers, s. Sickleers im Lex. undoben.
* vanson und vanzon oder vanzoon,s. oben und im Lex. Soens, Son, und inletzten» (vielleicht auch unten) Zon, oder Zoon.
vanspaend 0 nck, s. oben Spaendonck. Vonden beyden Gebrüdern dieses Namens wurde Ge-rard (wiewirsicherglauben, derülterelin 180Z. zumMitgliede des Nativnalinstituts erkiest. Als Profes-sor der Ikonographie erhielt er 1806. ein Jahrgchaltvon 5 ooo. Fr. In 1804. erscheint er irgendwo auch(wohl problematisch) als Kupferstecher für dieBlätter zu den: /(nnkilsz ein ükussum, böstionnlll'kistoire naturelle. ^sr«b/. S. auch, in
Betreff ihrer im Salon i8«6. ausgestellten Bilder,über Eines derselben (wohl Gerard's) das gültigeUrtheil des pausanias Fran^ais (S. 45 g.).Dort wird er der Schöpfer seiner angenehmenKunstgattung in Frankreich genannt, und beson-ders seine Gruppirung, dann die Durchsichtigkeitseiner Blumen, und der Sammt (veloutö) sei-ner Früchte bewundert. Einzig scheint gedachterKunstrichter ihm und zwey andern seiner Kunst-genossen (van Dael und van Pool) für Blumen,den einzigen Redoute noch vorzuziehn. Gerardwar es, der vornehmlich an der (schon in i 65 o.)
Vanvitelli. 2007
durch Gaston von Orleans zuerst veranstalteten,prächtigen Sammlung von Zeichnungen für dieNaturgeschichte arbeitete, welche in 180Z. bereitsvon Pflanzen 4 g. Bände, von Vögeln io, vonInsekten und Amphibien Z , von Fischen 1, undvon Vierfüssigen r. (Sa. 64.) enthielt. Er lebtenoch 1808. wo er im Museum der Naturgeschichteeinen neuen Cours der Ikonographie eröffnete.Der jüngere Bruder, Cornelius, lebte noch1817. und sah man von ihm auf der Pariser-Ausstellung d. I. 5 . Nummern Blumen undFrüchte in alabasternen Geschirren, u. dgl.
* vanre, s. im Lex. Arravanre. NachLanzi (Lü. terr.) I. 7g. lebte er um 1434.Zwey Briefe mit diesem Datum von ihm, ausFlorenz , an Tbadd. Gaddi gerichtet *). und:lvlirputors clel Vescovo üi Oolo unterschrieben,finden sich in den Bettere pittoricke 11 k. p.22Z—24. Für den König Matthias von Ungarnzierte er verschiedene Bücher mit Miniaturen aus,welche indessen in den Bibliotheken der HäuserMedici und Este zurückblicken. Ein anderes(Gedichte von Marzian Capella) sah Lanzi inder Bibliothek St. Marco zu Venedig , welchesselbst von einem poetischen Geiste des Künstlerszeugte; die Zeichnung war so gut, wie Bottiseelli's, das Kolorit fröhlich, lebendig und helle;was Alles größern Ruhm verdiente, als vanrewirklich genoß. In vasari's Leben von Barth.Gadda wird der Unsrige mit dem MiniaturmalerGherardo verwechselt.
* vanude, s. Lucas van Uden , im Lex.und unten.
* Vanvelde, s. van de velde, im Lex.und unten.
Vanvitelli (Carl), ein würdiger Sohn desunten ff. berühmten Baumeisters von Caserta ,Ludervigs, und, nach dessen Tode, selbst Hof-baumeister des Königes von Neapel . In solcherEigenschaft erscheint er noch im NeapolitanischenHofkalender 1797. L6. rsrr. II. 3 L 5 .
Fußt »'s Anna!. I. 72.
* — — (Caspar), genannt dagli Gcchiali,geb. zu Utrecht 1647. Bey Milizia (L-i. tor?.)II. Z48. heißt es: „Derselbe studirte die Ma-lerei bey Matthias warrhoes zu Haoorn **),und kam in seinem Neunzehnten nach Rom ***).Seinen Deynamen erhielt er, weil er sich früheder Ferngläser bediente, und dann beym Auf-heben eines solchen vom Boden ein Aug verlor,so daß er von da an nur noch im Großen, undnicht mehr genau nach der Natur malen konnte.Nachdem er verschiedene italienische Städte durch-wandert, und mit seiner Römischen Gemahlin,Anna Laurenzini, auch nach Neapel kam, wurdeihm dort sein nachfolgender Sohn, Ludwig,geboren, den der damalige Vicekönig, L. dellaCerda, Herzog von Medina-Celi, selbst aus derTaufe hob. Bey den dort durch Macchia erreg-ten Unruhen ging er nach Rom zurück, nahmhier seinen beständigen Aufenthalt, und arbeitetedaselbst besonders für die Häuser Sacchecti undColonna. Das Campidoglio nahm ihn zum Rö-mischen Bürger, und die Akademie von St. Lucaszu ihrem Mitgliede auf. Hier starb er auch,
*) Muß ein grober Irrthum seyn, da Gaddi schon bald nach »zz-. verstorben war.
-:!-K) x,der vielmehr M. withoo« von Amersvoort, der zu Hoorn 170z. 76. I. alt verstorben war. Allein,das Ler. glaubt wohl mir Grund, daß dies einen andern Caspar Vanvitelli von Ralf, vielleicht garden Vater dieses Schülers von withoos (der aber Banmeister, nicht Maler war) berühre. Einer un-serer Freunde glaubt hinwieder gerade das Gegentheil, und meint, daß diese beyden Caspar Vanvt«telli's nur Eine Person ausmachen. Von ihm selbst (1680.), sehr schön und malerisch geetzt, dann seyenmehrere Blätter, für das ii'<ü5. (koi. kom-e) erschienene seltene Werk des Cornel. Meyer: i'^et« äilestituirs a Koma I» traslaciata Navigation« <iei suo leve?« , von denen einige Mit D. ssÄtet
tcc. bezeichnet seyen, so wie die Italiener selbst ihn kurzweg van Vitek nannte», bis er endlich sich selbst <welscher, Vanvitelli hieß.
irr-») „„d Alles klebrige geht nun allerdings wirklich den Caspar degki Dcchiaki an.
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