2012
Varley.
der dortigen Pfarrkirche St. Catharina beschlossenwird. Es ist von schöner Architektur, und dasbeßte Werk, was man von dieser Art in ganzFlandern sieht. sts Oexcnmps.
varley ( ). So nennt Fiorillo V. 820.
einen vorzüglichen Englischen Landschaftsmalerneuester Zeit, von welchem Ansichten von Walesauf der Londner-Ausstellung des I. 180 s. ersicht-lich waren. Einer Ankündigung zufolge, solltein 1812. zu London (wie wir eine unserer Nö-tigen verstehen) veranstaltet erscheinen: Kyuapiotura, kr»m orißinnl - äravvmAs ok rkemost celebrareä xvuter colourell ciraftsmen,
- - tbe original llrsvvinAs are prinoipall^ intlis possession os tlie proprietär soll are exe-cuteii bz- IVIssrs. Brr/ire, /k/mr», /->a-rcra, /^rr-/cr/, O/r-'/xts/, eis L 7 s-r-
nc/, ( 7 /ove-', 6r>tc-r, IVax/r etc.
varloker» (Jsmael). Mit diesem Namenbezeichnet, findet man ein Blatt, mit der Auf-schrift: la Düstres Ko^sie, 8at^rs sur l'näun-nistrution äs lu Lour äs krause 162s.
* varneeam (Franz). Daß derselbe keinAnderer, als der an seinem Ort angeführte/ran; Tarn», des Lex. und der gegenwärtigenZusätze sey, besagt schon das erstere. Lanzrdann (kä. terr.) II. 272. fügt noch hinzu, daßer in Italien den Zunamen Deprair (derBrave?) getragen.
varnr ( ). Nach einem solchen (nicht
nach L- vZ. varin, wie obskeht, soll nach einerunserer (etwas «»sichern) Quellen, ein Anony-mus das Bildniß des Erzbischofö de Juignsvon Paris gestochen haben.
varon ( ). Departements-Verwalter von
Jemappes, ward mit dem bekannten Bassevillein 1790. zu Rom proscribirt, und st. dann 1798.zu Florenz , 35 . I. alt. Derselbe war Verfasserder begeisterten Haruns ä la liberts, und zu-gleich ein eifriger Freund der Künste. In dieserEigenschaft hinterließ er eine handschriftliche Ueber-setzung von Winkelmann, und eine Beschreibungseiner Streifereyen in den Gegenden um Rom ,wovon in der Oecaäe püilosopkiigus einige in-teressante Bruchstücke abgedruckt sind. -KcrM pub/.
* var orarr (Alex), Sohn des unten ff. Da-rms des altern, welcher im Lex. unter dem Art. desletzter» erscheint. Nachdem er seinen Vater früheverloren, ging er nach Venedig , wo er sich baldausgezeichnet, und von seiner Geburrssiadt denVeynamen s)adoanino bekam, den er auf im-mer behielt. Seine ersten Studien machte ernoch zu Padua , »ach den ai Fresko's von Ti zian ; sind noch jetzt werden diese Copien bewun-dert. Zu Venedig dann drang er allmälig vol-lends in den Charakter seines großen Vorbildesein, so daß Einige ihn für den vorzüglichstenNachfolger desselben halten. Der Unlrige näm-lich wußte jedes Thema von Tizian geschickt aus-zuführen; das Angenehme mit Grazie, daS Starkemit Kraft, das Heroische mit Großheit. Frauen,Ritter, Waffen und Liebe, und überhaupt ju-gendliche Figuren waren sein Lieblingsgegcnstand,und dann landschaftliche Slaffirungen, die ersehr gut toccirte. Die Luftperspeklive verstand ervortrefflich, und gab davon den beßten Beweisin St. Andrea zu Bergamo , in drey Geschichten
V a r 0 t a r i.
dieses Heiligen, von sehr schöner Wirkung, lu-stiger Architektur, und Anmuth in jeder Rücksicht.Auch in nüchterner Zusammensetzung, so wie inder schweren Kunst der Mitteltinten, der Gegen-satze, einer mürben Fleischcarnation, und leichterAusführung näherte er sich sehr seinem Muster.In Lebhaftigkeit und wahrem Ausdrucke dannstand er freylich dem Einzigen merklich nach *).Das Grundiren muß er nicht zum Beßten ver-standen haben, da so viele seiner Werke nachge-dunkelt sind. So z B. in einem Leichnam U. H.den der Großherzog jüngsthin (1809.) für dieGallerie angekauft hat. Gleich Poußin mag erauch Raphael in einigen Stücken, doch ohnesklavische Nachahmung gefolgt seyn. Für seinMeisterstück hält man eine Hochzeit zu Cana, diesich in den Nabellüs selectix Ustinss (elendgestochen) findet. Dieses Bild steht gegenwärtigi» der Carita zu Venedig . Dasselbe enthalt füreinen solchen Gegenstand nicht sehr zahlreiche Fi-guren; dafür viel eitel» Kleider- und Mobilien«prunk, schöne Mägde und Frauen, idealischerals Tizians, mit dem anmuthigsten Gcbehrden-spiel; keine männliche Dienerschaft, wie es dochbey Malzeiten gebräuchlich ist. Hell und frölichist dieses Werk nicht colorirt, wie hingegen vierGeschichten aus dem Leben von St. Dominicusim Refektorium von St. Johann und Paul, wasaber auch die Blüthe von Padovanino's Pinselist **). Unser Künstler theilte sich in Vene-igund in seine Vaterstadt; an andern Orten desVenelianischen Staats findet sich wenig von ihm;das meiste Oeffentliche zu Padua . In Galeriensteht man ihn überhaupt nur selten; und dannmuß man sich hüten, Kopien einiger seiner bes-sern Schüler nicht für seine Arbeit zu nehmen,worinn selbst Venezianische Künstler sich schonseltsam getauscht haben." (Lä. tsr?.)
III. 226—28. FiorkUo dann (II. 65.) derAlexandere» wesentlich wieLanzi beurtheilt, zähltzu seinem Vorzüglichsten zwey Bilder in St.Maria inaggiore zu Venedig , welche zwey Wun-der der H. Jungfrau darstellen ***). In Deutsch land besttzen von ihm die Gallerie zu vl?»en:Die Ehebrecherin im Evangclio, stark lebens-großes Knieestück, wahrscheinlich aus der Brüß-ler-Gallerie; dann zwey weibliche Bildnisse, daseine als Herodias, (ob die Dame oder der Künst-ler den Vorschlag that?); das'andere in reichgestickter Kleidung und sonderbarem Haarputze,mit vielen Bändern geziert, in der Linken hältsie die Handschuhe. Saizrbalum einst: Adonis nimmt init einer Umarmung Abschied von derVenus; Amor zu ihren Füßen. An der einenHand hält Er seine Hunde; ganze lebensgroßeFiguren. Die Franzosen kennen von den Va-rorari einzig den Vater Darius. Selbst unterden Französischen Kunstspolien findet sich keinBild von dem Unsrigen. Gestochen nach ihmkennen wir, von Geschichtlichem: Wie Eva denAdam mit dem Apfel verführt, von Q- Boelsowohl als von Premier; Judith (wohl was obenHerodias heißt), sowohl'gcetzt von I. Troyen,als geschabt wieder von Premier (a. k. wohl rich-tiger von I. Männl) selten (V. AemecLe läsep. 62.); die Ehebrecherin, von A. Steen, und(umgewandt) wahrscheinlich Copie, von einemAnonymus; ein Ecce Hoino ».eine Madonna derSchmerzen, wieder von Troyen (der Catalog vonNAnkler glaubt, wohl nicht ohne Grund, bald
-») Aelmliches für Preis und Tadel sagt von ihm auch Rrandolese in seinen: ktttture äikaäov». Noch rügter dann besonders seine nicht sehr eleganten, und wenig abgewechselten Formen.
2 >') Ein anderes seiner Altarblätter in St. Maria deali Servi: Die H. Jungfrau mit St. Johann dein Täu-fer, St. Franzisc und noch einem Heiligen, nennt Cochin III. ng. schwach, und mit„aüzngegoßnem" Pinsel,rühmt aber die sehr schönen Charaktere der Köpfe.
-r-r-) Das eine mit einer Frauensperson, welche im Meer niederkömmt, lkochin III. 97. nennt es „wohl com-ponirt und gruppier, von viel Effekt, großen Scharten- und Li»imassen, und gutem Farbeton; die Köpftziemlich schön, die Zeichnung aber incorrekt und ein wenig rund." Dies Bild hängt über dem Kirchenpor-tal. Das andere, mit einer Mannsperson auf den Knieen, beißt bep rockn» „schwach, dock von großerManier (?)."