Band 
Zweyter Theil [4].
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2023
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Vazquez oder Vasquez.

vazquez oder vasquez (I.). Ein Spa-nischer Kupferstecher zu Madrid . Von ihm kenntman das allegorische Titelkupfer zu des Cosmo-graphen Dargas (i8»Z.) dort erschienenen Schrift:Lalau?» 6sl Lomercüo 6e Dspanna.

( ), ein alter Portugiesischer Ma-ler, von dem man ein Bild über dem Altar desH. Sebastian in der Parochialkirche von St. Lucade Varramcda bewundert, das die Marter jenesHeiligen darstellt und folgende Unterschrift führt:

7(.usiranns türm rncipiebam. Annoi5b2. Auch sieht man in der Kirche daselbst eineAbnehmung vom Kreuz, die ihm mit Recht zu-geschrieben wird, Fiorillo IV. c> 3 .

Ubaldi (Guido Baldode). Von einem sol-chen^fuhrk Scher bei's Einleitung zur ma-thematischen Bücherkennrmß St. 10. S. ^Zi.eine Perspektive an: I/üa/ck' e iViarcülo-

nibus klont. l>6rspeetiv3s 6!br! VI. pisaurr,welche i6oo. fol. erschien. Mehreres über ihnwird I. c. St. >8. S. 48 . ff. beygebracht.

* UbaIdrni (Franz), s. bald unten FranzUberkinl.

----- (Petruccio), ein alter Florentini-scher Künstler, vielleicht der nämliche, den dasLex. Derer Daul Ubaldini, und einen Römernennt. Nach Fiorillo V. 207. hatte indessenunser perruccio vornehmlich in der Miniatur-malerey viel geleistet, und einige Handschriftenauf Pergament mit vortrefflichen Bildern hinter-lassen. Walpole *) gedenkt eines Manuskriptsder Psalmen mit prächtigen Miniaturen und fol-gender Inschrift: /'sirr-ccio /^üa/6iu»L 6Ioren-tinus Üenrico (somit! Arun6elise lVloecsnsti8UO soribobst 6on6ini. KIO6XV. Wahrschein-lich stand perrucclo bey Hofe und vorzüglichbey der Königin Elisabeth in Ansehen, weil eroft unter denjenigen, die von ihr am Neujahrs-tage beschenkt wurden, erwähnt wird. Von denEtatüen, welche C. Bloemaert nach Verzeichnungdes perer Paul des Lex. gestochen hat, nennteine unserer Quellen den Herkules Capitolinus,und einen Heros Aventinus. Eben so heißt esirgendwo, daß er, unter I. von Saudrart, fürdas Justinianische Galeriewerk gearbeitet habe.

* Ubekesqui oder Ubielesqui, auchUbeleschi (Alexander), gewöhnlich bloß Ale-xander genannt. Nach ihm gestochen kennt man:

Den durch Schiffbruch an die Insel Malkha ge-worfenen St. Paul, und einen Hieronymus Pres-byter, jenen von I. Mariette, letztem wenigstensin dessen Verlage. Dann Merkur , welcher dasKind Bacchus, auf Jupiters Befehl, den Nym-phen zur Erziehung bringt; dies ein schön ge-nanntes Blatt, von Franz de Poilly. LraucieL.

Über ( ). So hieß ein Landbau-Control-

leur im Würtembergischen um 17^). Gtaars-«nd Adreßhandbuch des Schwäbischen Rrei-ses. 8°. 179g. 1. S. töö.

* Uberti (Dominicus). Lanzi (66. tem.)

III. 286. nennt ihn bloß als Bildnißmaler undmittelmäßig in seiner Gattung.

* (Peter), welcher im Lex. unter demArt. seines ebengenannten Vaters Dominicuserscheint, blühete um 17ZZ. Ein St. Philippvon ikm, den ein Soldat schlagt, in der KircheEt. Jtac (Eustachjo) zu Venedig , heißt bey Eoschin lil. 124. »ein schlechtes Bild". DerGuidavon Zairern nennt ihn einen berühmten Bildniß-maler, der z. B. diejenigen der sechs damaligenAvogarden seiner Republik gefertigt habe, eine

") S. 76u4>ote p. 125 .

2 "') Im neue» Katalog von Schleisheim wird dasselbe,brizirt.

Ilcello. 202 z

Ehre, welche auch in frühern Tagen nur dengeschicktesten Künstlern in dieser Gattung zu Theilwurde. Lanzi, (66. mm.) III, 286. Nachihm gestochen haben I. M. Pitteri das Bildnißvon Marc Gradenigo, Rosetti des Odoardo Far-nese, I. A. Faldoni, I. M. della Via und B.Crivellari, alle dreye des Doge, Ritters Aloys. Pi-sano, und wieder Faldoni des Prokurators vonSt. Marco, Johann Eins.

* Uberri, s. auch im Lex. und gleich unten:Uberrini.

* Uberrini oder Uberti (Baccio, Franzund Anton), Gebrüder, von Florenz . Lanzi (66.tsm.) 1. 80. nennt Baccio einen großen Colo-risten. Von seinem Bruder Franz, mit demBcynamen Bacchiacca , der noch in 1557. er-scheint, nennt er, in St. Loren; zu Florenz , eineMarter von St. Arcadius, ebenfalls in kleinenFiguren, wie er sonst gewöhnlich ganz Anderes,dessen schon das Lex. gedenkt, darzustellen pflegte,und fügt dann hinzu, daß überhaupt sein Stylschon den modernen Geschmack an sich trug,und daher seine Bilder häufig nach Englandgingen. Für den Herzog Cosinus malte er aller-ley artige Geschichtgen zu Tapeten, Bettdecken,u. s. f. die dann der dritte dieser Bruder Auronzu sticken pflegte, in welcher Kunst derselbe, auchnach varchi's Zeugniß, sehr erfahren war (I. c.172.). Nach einer andern Stelle (i. c. IV. 221.)müßte er für dies sein Geschicke auch zu Mai­ land bekannt gewesen seyn. Von Franz scheintübrigens der H von Männlich mehr Kundeals Lanzi zu haben, und bemerkt nämlich überihn: »Anfänglich suchte er den Styl seinesFreundes A. del Sarto nachzubilden, ward aberspäterhin ein Nachahmer Albrecht Dürers, wasseinen Bildern, besonders im Faltenschlag, denCharakter der deutschen Schule gab. Seine klei-nen Gemälde sind mit dem größten Fleiß ausge-führt, und namentlich die Thiere von besser,»Geschmack (?), als sie gewöhnlich in Bildern sei-ner Zeit erscheinen. Auch in Verzierungen warer sehr geübt, und machte die Zeichnungen fürseinen Bruder, den Kunststicker Anron, u. a. Ar-beiten dieser Gattung. Dies wird man auch inseinen Gemälden gewahr, wo die Figuren oftmit reich gestickten Gewändern, Mützen u. s. f.erscheinen. Er st. 1557. Von ihm besitzt die Ga-lerie zu München (jetzt glauben wir zu Gchleis-heim) eine Vermählung von St. Earharina,mit vielen Figuren in einer Landschaft dargestellt.Ganz kleines Bild auf Holz

Ubicini ( ), Gebrüder, Kupferstecher

von Mailand unternahmen in i 8 i 3 . eine Samm-lung von Bildnissen, und machten den Anfangmit denjenigen der Kaiser von Frankreich undOestreich, und des Königes von Westphalen,deren jedes zu 20. Franken zu Kauf ausgebotenund in dem Magazin der italienischen Blätterdes H. Eanto Vallardi zu Paris gefunden wur-den, wo gedachte Ubicini überhaupt alle ihreStiche liegen hatten.

* Ub ran i (S.). Eine falsche Benennung, dieman irgendwo dem Medailleur St. Urbain giebt.

* Ucello (Paul), Mazzoechi genannt,oder vielleicht (s. unten) eher umgekehrt. » Der-selbe wurde" (heißt es bey Fiorillo I. 274-76)»durch seine natürlichen Anlagen zum Studiumder Perspektiv getrieben, und bewirkte durch diedarin gemachten Fortschritte, daß die Künstler an-fingen , die Nothwendigkeit davon einzusehen.Seit seiner Zeit beobachtete man daher die Re-geln der Flächen und die verhältnißmäßige Ver-

durch Irrthum, als von einem Franz Ubaldini rn-

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