Band 
Zweyter Theil [4].
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2057
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Ve gnaux.

wohl als von Fisrillo II. is- wird nichts vonihren Werken namentlich angeführt.

vegnaux ( ). Ein solcher war i. I.

VI. Professor der Zeichenkunst an der Central-schule zu Nismcs. Mb/.

* vegni (D. Leonhard Maximilian de). Von

desselben Erfindung, Basreliefs und sogar Sta-tuen aus einem Stein zu fertigen, den das Was-ser der Bäder St. Philipp *) absetzt, und sodanndiese Bilder zu färben, gab er die erste Nachrichtschon 1761. in einem Sendschreiben an D. Ca-jctan Monti, öffentlichen Lehrer zu Bologna ,und begleitete solches mit einer von ihm selbst geeg«ten topographischen Karte gedachter Bäder. An-fangs beschränkte er sich auf kleine Sachen, wieAbgüsse von Medaillen, Cameen u. drgl. Dannwagte er sich an Größeres, und überreichte in17/1. dem Großherzige Leopold drey seiner Bas-reliefs, welche in der Galerie aufbewahrt werden.Dieselben sind'' (heißt es bey ^iortllo 1 . 463bis64.)was Weiße, Schimmer und Harte betrifft,von der größten Schönheit, und haben den Glanzdes schönsten Marmors; zwey nach Antiken, dasdritte (Ugolino nach Dante) nach einem Bronzedes Pierino da Vinci copirt. Dabey ließ es devegni nicht bewenden, sondern fand noch, wieschon erwähnt, das Mittel, seiner Masse ver-schiedene Farben (doch damit wohl keinen wesent-lichen Werth?) zu geben.'' Um i//i. lebte vegni,der auch die Architektur mit Erfolg und Geschmackübte, noch zu Rom , in blühendem Alter**). Ne-ben jener Karte kennt man von ihm auch Blatterzu einer von ihm mit Anmerkungen vermehrtenAusgabe des Manuale d'Archikeltura von Bianca,und gedachte um erwähnte Zeit eine in der Bib-liothek della Sapienza zu Siena befindliche Ab-handlung über die Baukunst von F. di Giorgio,einem berühmten Maler, Bildhauer und Baumei-ster des XV. Jahrhunderts, ebenfalls mit Ku-pfern , ans Licht zu stellen ***). 111.

409-11.

* veidenhaupt, s. weidenhaupr im Lex.und unten.

veiel (Johann Melchior), Zeichner und Ma-ler, geb. zu Ulm i/ 4 ?. seit 1786. Rathhausam-mann und Aktuar bey der Fleisch - Brodt- undLeinwandschau, und seit 17g/. auch bey dem Fremd-Almos- Kasteuamt daselbst, lebte noch um 1809.Gewöhnlich malte er in Wasserfarben, und zwarin neuerer Zeit Bildnisse in Miniatur. Meus. 111 .

(Marc Theodosius), des obigen Sohn,geb. zu Ulm 1787. lebte noch dort 180g. und malteBildniß und Landschaft in Pastell. I. c.

* veira s- Vieira im Lex. und unten.

veisac ( ). So heißt irgendwo ein Fran-

zösischer Kupferstecher, der um i/ 85 . Bildnissenach Pujos u. a. geliefert habe.

veiß (Robert). So hieß ein älterer, wahr-scheinlich deutscher, Kunstverleger, mit dessen exe.ohne andern Namen als den seinigen, neben An-dern,, das Bildniß des Kurfürsten Maximiliansvon Baiern bezeichnet ist.

Veißr (Matthäus) Münzmeister zu Prag 169a.A. volgr's Beschreib. Böhmisch Münzen.IV. S. 125 .

* veith od. veyth (Johann), s. Fyt obenund im Lex. Hier bemerken wir noch, daß derCatalog von pommersfelden, aus dortiger Ga-

Veith. 2057

lerie von ihm, 5. v. veirh, vier Bilder nennt,darunter ein 4/ 6" hohes, und 5 ^ 10" br. Jagd-stück mit todtem Wildpret.

veirh eigentlich Veit (Johann), s. untenPhilipp v.

(Johann Jakob), s. unten Virus.

----- (Johann Martin). Nach ihm habenauch Melchior Hurter, Philipp Kilian , und I.G- Seiler Bildnisse dunkeler theologischer Män-ner Kilian z. B. dasjenige des ZürcherischenZionswächters I H. Heideggers gestochen; Sei-ler dann überdies das Titelkupfer zu: Schweize-risches Äriegsrecht Frkf. a. Mayn 1704. 12°.und die vier Jahrszeiten, letztere in geschabtenBlattern.

7- (Johann Philipp, gewöhnlich Philipp),Zeichner, Kupferstecher und Landschaftsmaler,Pensionär der Köiiigl. Akademie der Künste zuDresden , geboren daselbst 1769. Derselbe fludirtedie Zeichnung und Kupferstecherkunst bey Zingg.Nicht nur seine Skadienblätter, die er bey die-sem Meister zeichnete und etzte, zeigen, daß ereiner seiner beßten Schüler war; sondern auchaus den folgenden Arbeiten, die er für sich selbstfertigte, sieht man die ungezwungene natürlicheManier, welche sein Lehrer seinen Zöglingen bey-zubringen versteht." So heißt es bey MenselIII. Und in den Deutschen Bunstbl. 40. Dreöd.799. Auz. S- - 4 - werden auch seinevortreffli-chen" Laiidschaftszeichnuugen gerühmt, und liestman dann weiter, etwas pausbackigt:Seingroßes Genie, welches Alles mit gleicher Ge-schicklichkeit umfaßt, hat ihn seit einiger Zeitauch auf die Oelmalere» in seinem Fache mitvielem Glücke geleitet, und er hat deswegen, indieser Eigenschaft, als Landschaftsmaler, seineAnstellung erhalten." Eben dies Journal botbald nachher eines seiner Bilder in Oel : Son-»enblick nach einem Gewitterregen, um den Prcißvon 4 o. Th. aus. Oeffentlich erschien er, unsersWissens, zuerst auf dem Dresdner -Salon von1 / 94 - mit einer schönen Zeichnung in Sepia, nacheinem Ruysdael in der Galerie; und in denvellunJahr begann er die Malerischen Wanderun-gen durch Sachsen (Text von Engelharr),welche in dem einsichtsvollen äournal i. bllllc-nüsXünscs 8. ZZ. u. 174. das verdiente Lob erhal-ten, und wovon in 1797. das zweyte Heft erschie-nen war. Um 1802. nahm er mit Lrnger undSrolzel Antheil an der neuen Ausgabe des Hand-buchs für Zeichner (O.uerfol. Pirna , bey Ar-nold), welches m der Allgem. Aunstzeir. 8°.(I..) nur ein sehr bescheidenes Lob erhält.Alsdann gicng er nach Italien , wo er sich i8»5.noch befand. Nach seiner Rückkehr wird er (, 8 u 5 .)neben Kaatz, Kleugcl und Mechau, in öffentlichenBlattern zu den vorzüglichsten jünger» Landschafts-malern und Zeichnern der Dresdner -Schule ge-zählt, und gab damals, in dem Rlttnerschen Ver-lage, nach von ihm selbst sehr getreu nach derNatur gezeichneten zwey Ansichten von Terracciua(dem alten Anxur), die eine von der Land- dieandere von der Seeseite her, meisterhaft geetzte undmit dem Grabstichel vollendete Blatter,in wel-chen er die lieblichste Klarheit und Anmuth mitstrenger Haltung lind Eorrcktheik zu verbindenwußte". So heißt es im Fiepmärbigen (> 8 o 5 .S. 229.), mit dem Anhange:Schade, daßauch dieser geschickte Maun, durch den leichtenGewinn bey Buchhändler - Arbeiten, von Höherm

*) Im Sienesischen, am Fuße des Berges Anuata, nicht weit von der Straße »ach Rom .

* 2 ) Wir glauben auch noch 1776. S. von Muvrs Journal H. 27072.

22!-) Dieselbe erschien 1772. Mittzia (ir-l. ke,?.) in. igg. nennt solche eine sehr nützliche Schrift, und denHerausgeber ebenfalls einen verständigen uns geschmachoollen Architekten.

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