Band 
Zweyter Theil [4].
Seite
2079
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Vennißer.

1. c. lesen, er habe seine Miniaturen auf den Sa-lons zu Paris von 1763 71 ausgestellt.SeineBildnisse" (heißt es bey Fronllo III. 357 ) »em-pfehlen sich durch ihre sprechende Ähnlichkeit, undeinen gewissen großartigen Geist. Ein gleiches Lobverdienen seine Allegorieen, worunter sich vorzüg-lich eine, zur Ehre des Prinzen von Condö auf dieSchlacht bey Friedberg und den Frieden von 1702auszeichnen soll, womit der Künstler der Akade-mie zu Dijon (vielleicht seiner Vaterstadt), unddiese hinwieder dem gedachten Prinzen ein Geschenkmachte." Nach ihm hat Z. Maioeuvre eine An-tiope gestochen.

veinritzer, s. Fenni'tzer in diesen Supp-lementen.

*vennius, s. verirre im Lex. und oben.

verroAurelius (Adrian). Ein solcher gabeine Karte von Dannemark, Schweden und Nor­ wegen heraus. Handers Historie der Land-karten. S. 98.

venr (Hieronymus), ein Goldschmied. S.oben vend.

veneorini ( ). Ein solcher heißt (1778)

bey Mensel l. ganz ohneWeiteres, ein Gcschichts-maler zu Vraunschweig; dann (17L9) bey Eberr-demselb. 1l.Soll nicht in Braunschweig sey»;wo ist er denn"? Aber diese Frage blieb, so wieso viele der unsrigen, unbeantwortet. In Men-sel III. (1809) erscheint er nicht mehr. Ob eretwa ein Nachkömmling der venrurini des Lex.seyn durfte?

Ventura (Meo di) und Ludwig bi Giovanpetruccioli, beydes Goldschmiede zu Orvieto ,denen 1899 aufgetragen wurde, ein silbernes ver-goldetes Crucifix nach der Zeichnung des Malersper. pucci für den Dom ihrer Stadt zu fertigen.Htoi-ia ch Dnomo str Orc-reLo p. 290.

( ), ein Maler der um 1676 für

den Dom zu Orvieto arbeitete. ä?orr« st. /-rmMusti Orrieto p. 335-

* venturini (Caspar). Man hält ihn füreinen Schüler von Dominicus Mona, und später-hin von Bernhard Castelli zu Genua ausgebildet,doch alle dies nur als Vermuthung aus dem Styledes Unsrigen geschöpft, dessen Colorit viel Ähn-lichkeit mit jenem idealen Geschmacke hatte, derso sehr an Castelli, Vasari , Fontana, Galizia u. a.Künstler dieses Zeitalters erinnerte, und wovonauch Mona nicht frey war. Sein Todesjahr imLexik, ist mit 1682 zu verbessern.

* (Johann Franz), Zeichner und Ste-cher mit dem Grabstichel und mit der Nadel, geb.zu Rom um 1619, Schüler von I. B- Gallestruzzi,m dessen Styl er viel in Rom und Floren; gear-beitet hat- Von ihm kennt man z B. das Jagd-fest welches Diana ihren Nymphen giebt, nach demBilde des D. Zampieri in der Galerie Borghese ,was späterhin R. Morghen so schön gestochen hat;dann Verschiedenes aus der Römischen Kaiserge-schichte von P. Caldara, nach der Zeichnung seinesMeisters Gallestruzzi; den Stuhl des H. Petrusnach Bcrnini; nach A. Nasini: Einen Mondschein,der aufs Mcdicaische Wappen fällt, und damitden Erdkreis beleuchtet! Ferner: Palläsie, Gär-ten und Brunnen zu Rom 28 Bl. und 29 andere:Die Gärten und Brunnen der Villa Este zu Tivoli mit dem Wasserfalle daselbst, welche mit obigenvier Hefte ausmachen; Insignium komso l'em-plorum prospectns kol. Homos 684. gp. Kolsi,»ach verschiedenen Meistern; viele Blätter zu I.

2) Die Figuren sind nicht über einen Palm hoch, also viel wichtiger, da jenes in der Sirtina dui(ebenfalls von venusii) soll sich (nach Einigen) irur« Sll Ilslie j,<»r Ll. L. L. Z78 79-

Venuti. 2079

F. Franz Guernieri !im Lex. Guernieri's) Beschrei-bung des Winterkastens (nachherigcn Carlsbergs)bey Cassel (kam. 1705.), ein Datum, welchessein bey Rost angegebenes Geburtsjahr 1619 et-was verdächtig macht. Endlich nach seiner eige-nen Zeichnung Mancherley; wie z. B. einen Reu-ter zu Pferde, der einen Löwen von einer Schlangebefreyt, die ihu umwunden hält; die mittelmäßiggefertigten Titelblätter zu des Jesuiten Buonanni:Uecrensions stell' ooclrio e stell» meine zu leobservarioni stelle Clnocclole. Dann eben auchSpringbrunnen. 6anste//mr. Mrc.

* Verlust, (Marcel oder Marc), nicht Rasphael, wie er bey vasari und Grlarrdi irrig heißt.Geb. um i5i5. Derselbe war, wie uns Lan;r(Lst. terr,) II. 1025. erzählt, lange dloßPerin'sdel Vaga Geselle, ein Jüngling von großer Fähig-keit, aber schüchtern, und eines uneigennützigemBeystands bedürftig, als er von diesem seinemMeister nicht, dann aber desto kräftiger von demgroßherzigen Michael Angela erhielt. Auch warer, wie es dann an einer ander» Stelle (l. c. I.i/j5) heißt, einer von den wenigen Künstlern sei-ner Zeit, welche den Styl dieses letztem frey undohne Uebertreibung nachahmten. Nach den Zeich-nungen desselben sah man von ihm zwey Altarta-feln, welche beyde die Verkündigung zum Gegen-stand hakten, und wovon die eine in St. JohannLateran, die andere alla Pace zu Rom aufgestelltwurden; und eben so, nach Duonarokischen Ent-würfen, allerley Staffeleybilder, wie z. B. einenLimbus in der Galerie Colonna, und ein Christusam Calvarien-Berg in der Galerie Borghese; sei-ner (schon im Lex. erwähnten) berühmten Copiedes jüngsten Gerichtes, die sich in Neapel befin-det, nicht zu gedenken*). Ueberhaupt aber, ob-gleich dieser Künstler selbst geschickt in Erfindungenwar, so hatte derselbe dennoch seinen Ruf vor-nehmlich seinem Talente zu verdanken, Buonarorti's Entwürfe, besonders in einer Menge kleinerBilder sehr schön ausgeführt zu haben. Von eig-ner Erfindung war z. B. eine St. Catharina inSt. Agostino, ein Kind in der Krippe, und mehrAnderes. Fiorillo dann (!. 381 82.) bemerkt,daß veriusti die Zuneigung M- Angelo's ebenhauptsächlich jener geschickten Copie aus der Six-tina zu danken hatte, welche er (heißt es beyHeirrecke I. 871.) in seiner Gegenwart malte,und urtheilt dann, wie Larrzi:Man muß die-sem Künstler die Gerechtigkeit wiederfahren lassen,daß er nicht wie die meisten, welche daher auchnur Karrikaturen hervorgebracht haben, den Cha-rakter seines Meisters entstellt, sondern treulichwiedergegeben hat, was er von ihm empfing. Soz. B. in den Kirchen St. Peter des Märtyrers,alla Pace, und, wie schon gesagt, in St. Johann inLateran . In deutschen Galerien findet sich von ihmeinzig zu Oommersfelden ein Urtheil Ealomons.Zwey tzandzeichnuugen von ihm, mit Indigo aus-getuscht, beyde die Marter St. Stephans darstel-lend, besaß (1810 noch) das Kabinet paigirorr-Dijonval zu Paris . Gestochen nach ihm kennenwir ein einziges, aber prächtiges Blatt: Ebenauch eine Marter von St- Stephan (21" hoch,16" br.), von C. Cork. Dann dasselbe von B.Mazza, und, mit einiger Abänderung, von JasparAlberti. Andere nennen noch, von einem uns Un-bekannten (und vielleicht gar durch Verwechslungmit dem erstgenannten) eine Marter von St. Lau-renlius.

verruti (Carl). So heißt im Tübinger -Morgenblart, noch ohne Laufnamen (18:0 I.196 ), ein Sohn des bekannten Ritters venuri,der damals zu Rom den Auftrag erhielt, ein gros

:r ganz im Charakter des Urbilds, und diese Copie umH den Raucb sehr gelitten hat. Eine zweyte Copiea Pallaste Colonna zu Rom befinden. iu»l. äs I» Usw--

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