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bey ihm Empfindungen, die er zuerst aus sich selbstversuchte, durch Zeichnungen auszudrücken. Dannaber nahm er doch den Unterricht an, welchen schondas Lex. nennt. Von ihm rühmt man besondersein 48 ^ langes Bild, das er für einen PohlnischenGrafen fertigte, und welches eine in Flandern ge-lieferte Schlacht darstellt. Dann kennt man nochsonst das Verschiedenste, wie Bildnisse, Marinen,und besonders viel Allegorisches von ihm, was erauch als Dichter, wohl nicht in dem beßten Ge-schmacke, zu lieben schien; daher, neben seinen be-kannten Emblemen, die seltsamen Titel einiger sei-ner vielen — vergessenen Schriften; wie z. B. derFunke auf den Holländischen Torf, der Traumvon der neuen Weisheit, die tJarrheir desalren welschen Marschalls, und das Gemaldder lächerlichen Welt, welches letztere «635 inQuarto erschien. In Deutschen Galerien kenntman von ihm: In derjenigen von Lichtenstein zuWien : Das kleine Bild eines Schiffbruches; zuSalzthaluin eine Zigcunerfamilie. Dann zu Liel(180g) im Cabinete des H. Hof- und Landge-richts-Advokaten Schmidt: Die Anbetung der Hir-ten, ein „prächtig" genanntes Bild, Grau inGrau, auf Holz; eben so eine Anbetung der Kö-nige (beyde mit Glorien von Engeln); endlicheine tanzende und dazu (?) spielende Bettlergesell-schaft, wieder Grau in Grau, »schön und inte-ressant" rubricirt. Gestochen nach ihm haben:M. Merian das Bildniß des Advokaten PeterValkenier (das oben dem Abraham dieses Ge-schlechts als Stechern, und Merian als Zeichnernzugeeignet ist; und W. Delff (1621) die sechsPrinzen von Nassau, welche auf die Jagd gehn,ein seltenes Blatt. Dann von GatlungsstückcnMatham: Den alten Lahmen und die Sängerin,und ein Ungenannter: Den traurigen Zustand dervereinigten Provinzen, unter dem Herzoge vonAlba, wahrscheinlich dasselbe Blatt, welches ir-gendwo: !a dlrrlas tiu monäs rubricirt ist, woMänner und Weiber in einer Reuse aufgefangenwerden. Nach einer unserer Quellen soll auch erselbst geetzt haben; wie z. B. zu Cat's : kroteusvfte Minus-deeläen verengert 40 Rotterdam1627. und zu Ebendesselb. Lmblemata moraliaet osconomica 4 °. (Sonst hat bekanntlich zuCat's Schriften F. Schillemann nach dem Unsri-gen gestochen); ferner zu: üIuiAkllen-kslicbt otteÄmyt ller^cmAvrouxven in esrbaer hiefcie sen-Aexvssen cloor 8lnnebsI6en «2°. Irgendwowird von ihm auch ein: Betrachtet Euch selbst,und Ebendaselbst jener Lahme und die Sängerin,als seine eigene Arbeit rubricirt. Und, als nach«hm: Die Staffage zu einem ungcmein großenund seltenen Blatt: Belagerung von Herzogenbusch ,62g, gezeichnet von Th. Nicls, gestochen von S.Eavri und Bcl Flor. a Berckeroode; dann die Ab-reise Carls II. nach England (1660) von P. Phi-lippe schön und selten (vergl. unten die Art. I. f).undzJ. van der venne). — OercaMxL 1.374—75.
Noch bemerken wir, daß der frey-lich nicht sehr zuverläßige Malpe die Geburt un-sers Adrians in « 58 g setzt, und ihm für ein schö-nes Bildniß des Prinzen von Oranien ein Jahr-geld ertheilen, ihn dann ebenfalls selbst für Cat's Gedichte etzen läßt, und sogar zweyerley Mono-gramme von ihm beybringt. Auch der Catalog vonPaignon-Dijonval nennt, als von ihm gesto-chen, jenes oben dem Abraham zugeeignete Bild-niß von Grotius ; dann von Andern nach ihin,mannigfaltige, meist satyrische Gattungsblättervon C. Bloemaert, D- V. Bremden, Falk, C. dePas (die Krocodilsthränen), und ein Ungenannter
V e n n e v a u l t.
in I. de Ram's Verlage: Maskerade, wobey einMann Katzen und todte Mäuse trägt. Endlich be-saß schon erwähntes Kabinet von Paignon-Di-jonval zu Paris («8«onoch) von Adrian dreyHandzeichnungen: EinenAlten, der mit einer Frauschön thut, die ihm mittlerweile seinen Beutel weg-stipitzt; Bauern die sich mit Messerstichen balgen,und eine Bauernhochzeit; letztere auf Petgamentmit Bleyflift, die übrigen getuscht.
venne od. wenne (I. P). Ein Gantkata-log rubricirt: Der betrübte Zustand derNicderlandeunter dem Gouvernement von Ferdinand von To-ledo, sehr groß Querfol. A. exe.
Klillllelbui-A 1622, und, eben so, ein anderer sol-cher Catalog den ähnlichen betrübten Zustand unterdem Herzog von Alba, was oben der Zeichnungvon Adrian zugeschrieben wird.
— — (N.) So nennt abermals ein Gant-
katalog einen Künstler, nach welchem David (heißtes hier) Philippe gestochen habe: Die Ankunft desKöniges und derKönigin von England in Holland ;die Ankunft Carl II. zu Delst; das Festin, wel-ches die Generalstaaten ihm gaben; seine Wieder-abreise nach England, welch letztres Blatt dieserFolge oben Adrian zugeschrieben wird *). »
* — — s. auch vinne im Lex. und unten.
*vennekol oder vennokel (Jacob),vennokel ist wohl ein irriger Name. Der Titelder ersten Auflage des Werks über das Rathhauszu Amsterdam , von welchem im Lex. die Rede ist,lautet: AkbilüunA van 't 8tacit-Üu/s van8ter6arn in ciartinA coopere klaten Asorllneertöoor Aacox van Oam-aen (dem Baumeister dessel-ben) sn Asreeknst lloor Aacoü Ar. kol.
^m8t. 66« **) und neu aufgelegt 664''**). Dannmit den Darstellungen der Bildhauerarbeitcn andieser Baute von Artus Quellinus , von dessenBruder Hubert gestochen (welche ebenfalls einzelnin 1655 — 68 erschienen waren) vereinigt in 3 Thei-len, unter dem Titel: ?rospectus Luriss ^M8te-1oäamen8i8 etc. ^mstsrci. 665, und französisch:Hrckitecture, peinture stSculpture äs la mai-8on «ie Ville ö'^mgteräam reprsgente en log.kiAure8 en taille clouce. kol. -zm8tsr<I. «7«g.Noch heißt es in einer unserer Quellen: „Irgend-wo nennt man unsern Künstler Baumeister undMaler zu Amsterdam um 1660, der auch nacheigner Zeichnung geetzt habe." So z. B. eine FolgeAnsichten von Amsterdam (46 Bl. 4°) und eine Folgevon Thüren und Portalen. Nach ihm dann hat D.Stopendaal einen Triumphbogen zu Ehren KönigWilhelms von England gestochen. — UntcrArrhuc«Quellinus im Lex. (wo der Unsrige irrig Johannv. heißt) und unter Hubert «Quellinus in die-sen Supplementen, finden sich über ihn einigemangelhafte Stellen, die wir künftig berichtigenwerden.
* — — (Johann), bisweilen irrig erscheinen-der Name des Jacob v.
— — (L ). So soll ein von C. van Dale»gestochenes Bildniß des Dichters und TonkünstlersN. de Meister bezeichnet seyn.
— — — (Stephan), s. venakool.
Venuevault ( ), ein französ. Künst-
ler aus der Mitte des XVIII. Jahrhunderts, Mit-glied der Akademie. Nach Gaule de Sr. Ger-niani S. 291, starb er 82 Jahr alt «753, waswohl eher 1783 heißen sollte, da wir gleich hernach
N) Daß sich abermals mancher Irrthum, Namensverwechslung, und vielleicht Schöpfung von Unwesen in die-sen Art. der van -er venne befinden «nag, versteht sich von selbst. Und bedauern können wir weit ehersolchen Irrthum, als unsere eignen dicsfälligen Zweifel lösen!
«"-) Nicht i6z<>, wie es oben unter I. van Campen heißt.
*»») Dasselbe enthält, nebst Titelkupfer und Campen's Bildniß, z» Bl. ohne Namen des Stechers.