soz 4 Verdier.
sehen Seltenheiten, den i 544 zu Rom gedrucktentzommentar eines gewissen Philanders über denVirtruv. xubi. S. auch den gleich fol-
genden Art.
Verdi er ( ). So heißt im ^lmansck
6e Lommerce von 1822 ganz ohne Weiteres, eindamals zu Paris lebender Maler. Ob er etwader (in solchem Fall nach Frankreich zurückgekehrte)obige Timocheus verdier seyn dürfte.
*verdiguier( )l. vielleicht richtigerverdiquier, und in seinem Art. statt: Marseille Montpellier.
* verdton (Daniel du), ei» Landschaftsma-ler, kam durch den tzofgoldschmied Daniel Männ lich nach Berlin , und malte 1874 das neuerbauteSchießhaus im Thiergarten zu Potsdam mit Land-schaften auf Leinwand aus. In 1682 bekam erdas Prädikat eines Hofmalers. zJicolai.
* verdizotto oder verdizotti (JohannMarius). Nach Lanzi (Lü.ten) III. i 85 . warenseine Landschaften in Tizians Geschmacke sehr ge-schätzt, und höchst selten. Seine 100 Aesopischen Fa-beln, die er nach eigener Zeichnung geschnitten, tragenzum Titel: Oenta Lavole morali <le' pin Illustriauticüi e moäsrni sutori. 4" Vene2. 5 / 7 -
verdlen (V.). Einem Gantkatalog zufolgekennt man von einem solchen, als Stecher, dasBildniß eines Chaloner Ogle , nach G- Hansson,einem Englischen Bildnißmaler.
* verdoel (Adrian). Von ihm besaß (1754)H. Verschuuring im Haag: Christus, der den Teu-fel aus dem Tempel jagt. In Deutschland , un-sers Wissens, einzig die Galerie zu Salzrhalum:Lhamar, von Juda zum Feuer verdammt. Die-ser Künstler war auch Dichter, und Mitglied derGesellschaft Rhetorica zu Messingen, weiche 1676ihm einen Preiß — wir hoffen, für einen ange-nehmern, als die beyden genannten Gegenständezuerkannte. OercamxL II. 298 — 99.
verdank (C-). Von einem uns sonst ganzunbekannten Künstler dieses Namens besaß dieGalerie zu Salzrhalum zwey kleine gebirgigteLandschaften mit Gebäuden, Wasser und Fahr-zeugen.
** verbot (Claudius ). Gaule de St. Ger-main S. 268 nennt ihn Franz, und sagt, ersey zu Paris geboren, und 1733 ebendaselbst 70(-1. K. 60 ) Jahr alt gest. Nach ihm hat P. Si-«uoneau, der Sohn, ein Titelkupfer zu einem Epi-schen Gedicht, gr. 8° gestochen; es zeigt einen lie-genden Kricgsmann, der sich mit einer Fama be-spricht; dann I. C. Miger: Herkules und An-teus, und: Die Nymphe Jo in eine Kuh verwan-delt, in gr. quer fol.
* verduc (F. de). So nennt der Katalogvon Paignon-Dijonval einen um 2753 blühen-den Künstler, von welchem das Kabinet diesesNamens drey Federzeichnungen besaß, deren einedie Ansicht von Chateau-Vilain in Champagnedarstellte. Nicht unwahrscheinlich ist er indessenmit dem gleich folgenden I. verdue des Lexik.Eine Person.
* verdue (I.). Er war auch Kupferstecher,und kennt man von ihm, neben Andern:Zephyrund Flora. S- auch den gleich vorstehenden Art.
* verdun (Joseph de), s. Lhriftofie im Le-xikon und oben.
verdura (Niclaus). Von einem Stecher die-ses Namens wird bey Heinecke II. 420. ein mit1620 datirtes Blatt nach einem Bilde von Rarphael (welches der uns sonst ganz unbekannteglückliche Künstler selbst besaß) angeführt. DerGegenstand ist eine H. Familie in einer Landschaft,
Vereist.
wo das Kind und der kleine Johannes sich küs-sen wollen. St. Joseph ruhet dabey auf einemgroße» Steine. Ob dieser Künstler mit dem 266?zu Genua verstorbenen Maler Johann Stephanverdura in Verhältnissen stand, ober gar dessenVater war, ist uns unbekannt.
verdussen (Heinrich und Cornelius) Buch-drucker zu Antwerpen im XVII. Jahrhundert.Bey ihnen erschien (s. a.) die dritte und beßteAusgabe des bekannten: Itieatrum xicrorium
* verdussen oder verrhusser (Johann
Peter), wahrscheinlich ein Flammänder von Ge-burt; vielleicht ein Nachkömmling der eben ange-führten Buchdrucker von Antwerpen . Derselbemalte auch Reitschulen, Jagden u. dgl. Vonihm besitzt in Deutschland , unsers Wissens, dieeinzige Galerie zu München einen Pferdemarkt3 ^ 6" hoch, 4' 6", br. und, von ungefähr
gleicher Größe, diejenige zu Schleisheim dasEquipage einer Armee, von einem feindlichen Hin-terhalt überfallen. Eine Handzeichnung: Land-schaft mit Figuren und Pferden, von ihm, inschwarzer Kreide und ausgetuscht, besaß (2820noch) das Kabinet Paignon-Dijonvai zu Paris .
— — — — ( ). So nennt Heinecke
in seiner: I6ee und in den Nachrichten II. (NachMeermann) zum Oeftern einen ehemaligen Kunst-liebhaber und Besitzer seltener Druckwerke, zu Ant werpen , und wahrscheinlich Anverwandten der obenangeführten Buchdrucker dieses Geschlechts.
^vereler So findet man die Namen vereistund verhelft bisweilen auf Kupferstichen irrig an-gezeigt.
verelien (Johann Joseph). So heißt in öf-fentlichen Blättern ein um 2806 junger Künstlervon Antwerpen , der damals, bey der Preisaus-theilung der dortigen Akademie, für eine Compo-sition nach der Natur das Acceßit erhalten hatte.
* vereist (Cornelius), wahrscheinlich nichtbloß Bruder, sondern auch Schüler des nachfolgen-den Simon. Descamps I V.77. sagt, daß er seinLeben meist in England zugebracht habe, und auchdort gestorben sey. Die Galerie zu Lasse! besitztin unsern Tagen eins seiner Blumenstücke.
* — — (Hermann). Wie man gewöhnlichglaubt des nachfolgenden Simon Bruder, wel-cher im Lex. im Art. desselben erscheint. Der-selbe muß nicht bloß Blumen- sondern auch Bild-nißmaler gewesen seyn. Denn dergleichen habennach ihm gestochen oder geschabt: van der Banc der Lady Lithfield, I. Beckets des Herzogen G.Villers von Buckingham, I. Fader Tomo's Cha-chimico's, Königes von Aamacrow nebst dessenSohn, I. Smith der Coustantia (a. k. des Con-stantinus) Hare. S. unten auch den Art. Dererund Wilhelm verelft.
— — (I) Nach einem solchen hat JsaacDecket den Herzog Georg von Buckingham fol.geschabt, s. Rost IX. 89. Man könnte anneh-men daß hierunter Simons Nichte, deren Vor-name unbekannt hat zu verstehen sey; allein glaub-licher mag es einer der bey Rost sich eben nichtselten vorfindenden Druckfehler abgeben; da ander-wärts dasselbe Blatt bald dem obigen Hermann,bald dem unten ff. Simon vereist beygelegt wird.
— — ( ). Ein solcher soll eine Landschaft
nach dem Bild einer Dame (Maria d'Odme) ge-stochen haben.
* — — (Peter> wie man gewöhnlich glaubt,ebenfalls des nachfolgenden Simons Bruder,welcher im Lex. unter dem Art. desselben erwähntwird, geboren zu Antwerpen um 1624. (a- b-früher). In deutschen Galerien findet sich von