Band 
Zweyter Theil [4].
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2083
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V e r b u i s.

dich*)!" Lonf. Dallaway I. 112. 1,8- 135.167. (Französ. Uebers), wo es z. B. heißt: »Ergab auch Plane für die Kirchen zu Eastbury inder Grafschaft Dorset ; aber er konnte sich nurwiederholen; es sind nur Nachahmungen seinergrößern Bauten. Zu Stowe fertigte er eine Mengeunbedeutender Hütten, wenn man etwa den Ve-nus-Tempel ausnehmen will." Dann wird vondem Schneiderwerk des Gartens zu Blenheim,und von dem mesquinen Detail am Schlosse Ho-ward gesprochen. S. Abbildungen von letzter»!jm: Zwitter». j. kl. 63-/2. und in

Perspektive III. ?1. 6.

* verbuis (Adrian) Descamps III. 186.sagt: Er wolle sich durch Beschreibung der schaam-losen Bilder desselben nicht zu seinem Mitschuldi-gen machen, wenn solche gleich noch so wohl com-ponirt, geistreich toccirt, und schon colorirt waren.

* verbürg oder verbourg (Joh.). Ir-gendwo benennt man von einem solchen Maler(der vielleicht aber ein neuerer Künstler war, alsder im Lex. gegebne Lehrer des Bronckhorst) dieMetamorphosen Ovids, von I. Folkema, Phil.van Gunst, I. Wandelaar rc. auf i3i Bl. (mitJnnbegriff der Vignette) nach ihm gestochen.

* verbyl (Johann Govertz). Vergl. obenVerbi!.

*vercel!esi (Sebastian), vonReggio, wel-cher im Lex. unter Peter Armani beyläufig er-scheint, blühete um i66o. Lanzi (L6. terL.) IV.5o. vermuthet, daß er von Lionel Spada, und des-sen SchülerDesani zur Kunst sey angeführt worden.

verteilt (F. Pietro da), ein alter Maler ausder Stadt seines Namens gebürtig, blühete umi§66. Ein Bild von ihm soll sich in der dortigenKirche St. Marcus befinden. Lei. tors.

IV. 186.

verchafeld ( ). So nennt der pau-

sanias Franyais S. 45i einen Künstler, wahr-scheinlich Niederländischen Ursprungs, der aufdem Pariser-Salon 1806 zwey Bilder: Ruinendes Grabmals eines Maurischen Königes, undandere im Styl deS Römischen Mittelalters aus-gestellt hatte. Von beyden (wie es scheint Aqua-rell-Zeichnungen) spricht er mit Ruhme.

*vercruys, s. unten verkruys, und imLex. Lrüger.

Verben (Carl von). Ein solcher mußte aufBefehl Czaar Peter I. von 1719 21 eine Kartedes Caspischen Meeres aufnehmen und zeichnen,welche sodann verschiedentlich gestochen und Hoch-gestochen wurde. Johann Hüdner's hlusoum(leo^rapkicum, S. 21 u. ff.

(Hermann von), ein Maler. S. För-den in künftigen Nachtragen.

* verdier (Franz). Gestochen nach ihm ha-ben, nebst Andern, mehrere der ersten Meister sei-ner Zeit. So z B. die Geschichte von Jacob undJephta B. und I. Audran; eine Flucht in Egyp-tcn G. Audran, schön; und Ebenderselbe (sehrschön) Pharao's Armee, im rothen Meer ersäuft,auf zwey großen Blättern, nach einer Scizze desUnsrigen. Die Geschichte von Samson, in 40Blattern (?) B- Audran, nebst Duchange undPoilly; die vom Heiland geheilte Blutflüßige, vonBarbery, schön; Chiron , der den Achill unterrich-tet, und Römische Soldaten, die sich vor einemDrachen fürchten L. Chatillon; F. Chauveau einTitelblatt mit le Bruns Bildniß; N. Hadert dasDildniß des Dr. der Sorbonne M. Faydeau;I. Haussard Esther und Ahasverus , Vorstellungdes Kinds im Tempel, eine Himmelfahrt, die vierJahrszeiten, und die vier Menschenalter; Horthe-mels Alexanders Freundschaft, und Roxane , der

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Verdier. Logz

die Macedonier huldigen; Houel die VersuchungChristi; Mariette das Bildniß der Königin Jo-hanna, erster Gemahlin Ludwig XII. ; I. F. Oeserdie Ehebrecherin, im Zeichnungsgeschmacke, nacheiner Zeichnung im Kabinet Winkler; I. B- Poillyden Atlas der den Himmel trägt; C. Simoneauden Titel und Vignetten zu Banduri's Schaumün-zen-Werk, mit dem Bildnisse des Herzog Regen-ten; Tardieu das Leben der H. Jungfrau in 8Blättern; I. C. Vasseur: Octavians Besuch beyCleopatra, schön. Ungenannte: Allegorie auf dieVermählung Ludwig X V., schön; Diana auf den»Wagen, die sich zur Jagd begeben will; das Ti-telblatt zu P. Daniels Geschichte, unter B. Pircards Leitung; und: Deliciös artis pictoriss 10Blätter in Sandrarts Werke. Wie sehr le Brundiesen seinen Schüler liebte, beweist auch, daßer selbst sein Bildniß gemalt, und es von G. Ede-link stechen ließ. M'M/er. öra-rster. Nochbemerken wir den argen Druckfehler bey Gaulede St. Germain, S. 112, wo es heißt: ver-dier sey i/3o 3g Jahr alt als Professor in derEhre eines Rufs gestorben, der in neuern Tagensich namhaft vermindert habe. Dort liest mandann weiter über ihn:Dieser Künstler hinterließeine ungeheure Menge Zeichnungen, und einigeGemälde zu Trianon, welche von einem fertigenund fruchtbaren Genie, und eben so auch von ei-ner schönen Kunde der Heiligen- und Profan-Geschichte zeugen. Unter seinen Studien findensich Figuren, in einem sehr guten Charakter ge-zeichnet, welche beweisen, daß er ein trefflicherLehrer gewesen seyn müsse." Von solchen seinenZeichnungen in aller Gattung Manieren, meist christ-lich- oder heidnisch-mythologischen Inhalts, be-saß (1810 noch) das Kabinet paignon-DttO"*val zu Paris ; dann eine: Ludwig XiV. der anwackre Militärs Belohnungen spendet; ferner: DieCascatellen von Tivoli. Andre Studien von ihmbesaß Ebendaselbst um dieselbe Zeit das KabinetS)>Ivestre. Irgendwo heißt es: Er habe auch selbstgestochen oder geetzt. So z. B. die Jünger vonEmaus auf einem kleinen Blatte (anonym); dann6 Stück aus der Mythologie (ganz oder theilwetsanonym); nämlich die Entführung der Europa ,Diana und Endymion, Narciß, Jason, Herkulesin den Hesperiden-Gärten, die Erziehung von(Achill?); anderes dann nach C. G. Halle;wahrscheinlich wäre auch von ihm eine MutterGottes, Maria zu den Füßen Jesn, und einbetender Christus in der Wüste. An den 40 B>-der Geschichte Simsons soll ihm B. Audran ge-holfen haben. Fast aber vermuthen wir hier aller-ley Verwechselung mit den obigen nach ihm ge-stochenen Blättern.

* verdier (Heinrich). Die von ihm gestochenenBildnisse der Könige von Frankreich begreifen allevon Pharamond bis Ludwig Xl V. Hinwieder kenntman nach ihm das Bildniß Anton Coypels, undCesars Pestalozzi's, eines damals zu Lyon wohnen-den merkwürdigen Zürcherschen Kaufmanns, wennanders die Sage wahr seyn sollte, daß er mit demzu seiner Zeit gebornen Ludwig dem Großen in naherVerwandtschaft gestanden; beyde von H. Cossin.

* verdier (Timotheus ), ein, wo nicht selbstKünstler, doch Kunst- und zumal Architektur-Di-lettant zu Lissabon (wohl Französischen Ursprungs),las 180h in einer Sitzung der dortigen Königl.Akademie der Wissenschaften: Ueber die verschie-denen Epochen der Baukunst in Portugal !, auswelchen noch Denkmäler vorhanden sind DieseAbhandlung sollte den Anfang von einer Reiheähnlicher Aufsätze machen, welche derselbe überdieKunsigelchichtePortugalls zu schreiben gedachte.In i8i4 stand er im Briefwechsel mit dem Franzö­ sischen Institute (Klasse der Schönen Künste) zuParis , nnd sandte ihr, neben andern litterari-