Band 
Zweyter Theil [4].
Seite
2089
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Verhulst.

verhulst ( ), ein trefflicher Bildnißma-

ler von Douai , erhielt bey der Ausstellung da-selbst »8iZ. von der dortigen Jury die Ehrenme-daille. Ob er etwa nur Nachkömmling eines derKünstler war, welche im Lex. unter dem NamenHülst und van Hülst erscheinen, ist uns unbe-kannt. Mb/.

* verhuyk (Cornelius). Nach Lanzi (.terr.) V. 208. der von ihm das gleich vortheil-hafte Urtbeil, wie das Lex. fällt, lebte dieserKünstler noch 1718. wahrscheinlich zu Bologna.S. auch oben vergneck.

veri (Hieronimus Galeazzo), ein aus Vene­ dig gebürtiger Architekt, der »66Z. in der Kircheder Benediktiner S. Benedetto Vecchio, einenAltar erbaute, aber in einem verdorbenen Ge-schmack. Das Altarbild, mit der LransfigurationChristi, hat Alex. Maganza gemalt. Lransio/esePitturn äi kaäova p. » 65 .

od. vier» (Ugolino), ein Maler undGoldschmied zu Siena um »ZZx. Er fertigte da-mals für den Dom zu Orvieto ein silbernes Ta-bernackel nach eigner Erfindung, was auf pa-rsccüie sentiaaz'a Florinen zu stehen kam. Alleindem Ugolino wurde die seine und die Arbeit sei-ner Schüler daran, mit 5/4 /r Flsrin bezahlt;eine Summe die für die damaligen Zeiten un-glaublich scheint, so lange man dieses bewunderns-werkhe Kunststück nicht selbst gesehen hat.st. Drromo sti Orvreto p. »11.277. Die hier bey-geführten Kupfer zeigen acht Darstellungen die dar-auf in Schmelzwerk zu finden sind, nach der Zeich-nung des C. Cenciani, von Domin. Pronti gestochen.

verien (Niclaus). Sein im Lex. gedachtesBüchlein, was er dem Dauphin dedizirte, führtden langen Titel: Tivrs curleux et utile, pourles scavans et artistss, compose äe trois^Ipknbe.s äs ckissres» simples» äoubles ertriples, steuronne^ et au Premier trait.compaAns ä'ull tres ^ranä nombre äs äsvi-ses» Lmdiemes» Neäsilles et autres stgureshiero^I^iigues. Lnssmble äe plusieurs Sup-ports et cimiers pour les ornemsns äss armes,-^vee une tadle tresampls par le mo^sn äsiaguelle on trouvera kaciisment tous les nomsimaZinables, He tout invents, äessinö et^rave par Mco/ar Zerren iVkaistrs Graveur,karis 8°. s. a. Zu Anfang findet sich sein Bild-niß (schön gestochen, aber ohne Angabe einesKünstlers) in 8°. mit der Unterschrift:

Lraveur a Paris » 685 .

* verinl (Joseph). Von diesem Kupferste-cher kennt man, neben Andern,, ein Blatt: Chri-stus, nach dem Calvarienberge geführt, nach Lan-franco, für Hamilton's Letiola Itaiiea.

verino (Johann), vermuthlich ei» Maler.Wir kennen von ihm die H. Nosalia leicht undflüchtig in kl. fol- radirt. Anderwärts nennt mannoch, nach Poussin , Merkur der den jungen Bac-chus den Nymphen zur Erziehung giebt.

* verio (Ajjton), s. unten, richtiger als imLex. und vielfach vermehrt, verrio.

verste ( ). So heißen im Almanach

äes Ueaux-Hrts »8oZ. ein damals zu Paris le-bender Kupferstecher, und im Hurisnack äe Om-merce äs Paris »8»l. ein Kupftrstichhändleo;vielleicht Einer und Derselbe.

Verkelr( ). Und so in dem letztgenann-ten dieser Almanachs, ebenfalls ohne Weiteres,ein damals zu Paris lebender Bildhauer.

verkoghen ( ). Von einem uns sonst

ganz unbekannten Künstlers dieses Namens be-

Verkolje. 2039

sitzt die Galerie zu pommersfelden ein kleinesBild: Frauenzimmer, das auf der Laute spielt.

* Verkokte oder verkolje ( 4 oh.) Sein

Vater war ein Schlößer. Eine dreyjährige Krank-heit in seiner Jugend, wo man dem Knaben zurZerstreuung Kupferstiche in die Hand gab, veran-laßten seinen Hang für die Kunst. Seine Fort-schritte bey kievens erzählt schon das Lex. In1872. verheiralhete er sich zu Delft , wo er nunseinen beständigen Aufenthalt nahm. Ungeachteter sich vornehmlich mit Bildnissen beschäftigenmußte, weiß man, daß er in seinen Mußestundenauch Geschichte malte. So kennt man z. B. vonihm: Venus und Adonis; dann eine knieendeBüßerin beym Lampenschein. So wie Guerardvan Zyl, den er sich vornehmlich zum Mustergenommen, waren Festiue und Galanterien seineLieblingsgegenstände. Auch die Kunst, in Schwarz-kunst zu schaben, hatte er aus sich selbst gelernt;und nach Vaillant und Valk war er der erste,der sich in dieser Gattung hervorthat Daß erso in allen Dingen Autodidactos war, brachteihn in den Ruf eines Sonderlings. Seine Ar-beiten werden indeß noch heut zu Tage sehr ge-sucht. In Deutschland besitzt von seinem Pinsel,unsers Wissens, einzig die Galerie zu Schleis-heiin einen sitzenden Mann, der eine in Atlasgekleidete Dame bey der Hand, und diese eineLaute in der andern hält ( 3 ' 2 ^ hoch, 2^ 5 " br.)Etliche, wenig bedeutende Handzeichnungen vor,ihm (meist für Büchertitel bestimmt) mit der Federund ausgetuscht, sah man »8»o. noch im Kabi-net des H. paignon-Dijoiival zu Paris . An-dere Ebendaselbst um dieselbe Zeit im KabinekSs'lveftre; darunter eine Landschaft mit Nym-phen und der Statue des Paus staffirt. Vonseinen geschabten Bildnissen kennt man z. B. nachG. Kneller den Kunstdilettanten St. Walters;nach P. Lely die Herzogin von Mazarin , Hortensia Mancini ; andere nach I. Bäcker, Q. Eligecu. s. f. Mehrere ohne weirern Namen als denseinigen, doch meist dunkeler Männer, die KönigeCarl 1 . und Wilhelm III. die Königin Maria undA- von Leeuwenhoeck *) etwa ausgenommen. Dannvon Mythologischem z. B- Jupiter und Calistonach C. Netscher; eine liegende und ganz nackteVenus, und Venus und Adonis, nach ihm selbst,(jenes selten, beyde schön); von Gattungsblattern:Den jungen lachenden Mann, der in der einenHand ein Glas hält und mit der andern einemMädchen liebkost; und den jungen Mann der dieFlöte spielt (sehr selten), nach ihm selbst; dannsogar einen Windhund und eine Katze mit ihrenJungen, ebenfalls ohne andern Namen als denseinigen. Hinwieder haben nach Verkolje gesto-chen oder geschabt: A. Blooteling, G. Greenwood,de Leuw, P. Pickaert, letzterer einen schönenHund, der in die Luft springt; W. Vaillant das(anonyme) Bildniß des Dichters und ArchitektenI. van Ryck. AescnMM ill. 25962. RostV.26Z. Einer unserer Freunde

glaubt, daß v. auch in Holz geschnitten; z. B.eine H. Familie in einer Landschaft. Ebenderse.benennt sein Werk, im Ganzen an die 5 n. Blatterstark, und von ihm, neben Andern:, als sehr sel-ten 5 Blätter: Die fünf Sinne. Sein eigenesBildniß haben theils Er selbst, ohne seinen Na-men, theils sein Sohn vskiclaus, beyde mit derPalette in der Hand, geschabt.

* verkolje (Johann) Verjünge; ob einSohn des Niclaus? Nach einem uns zuge-kommenen Holländischen Verzeichnisse hat er fol,gendes geschabt: Ein Mädchen das auf den Fin-gern einen Papagei tragt; einen Mann in einemgroßen Huthe die Querflöte blasend; einen lachendenMann, in der Hand eine Flöte a Bec haltend,in rundem Format; einen kleinen bellenden Hund

*) Andre nennen als Stecher oder Schaber dieses Bildnisses A- de Blois.

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