Verhulst.
verhulst ( ), ein trefflicher Bildnißma-
ler von Douai , erhielt bey der Ausstellung da-selbst »8iZ. von der dortigen Jury die Ehrenme-daille. Ob er etwa nur Nachkömmling eines derKünstler war, welche im Lex. unter dem NamenHülst und van Hülst erscheinen, ist uns unbe-kannt. Mb/.
* verhuyk (Cornelius). Nach Lanzi (kä.terr.) V. 208. der von ihm das gleich vortheil-hafte Urtbeil, wie das Lex. fällt, lebte dieserKünstler noch 1718. wahrscheinlich zu Bologna.S. auch oben vergneck.
veri (Hieronimus Galeazzo), ein aus Vene dig gebürtiger Architekt, der »66Z. in der Kircheder Benediktiner S. Benedetto Vecchio, einenAltar erbaute, aber in einem verdorbenen Ge-schmack. Das Altarbild, mit der LransfigurationChristi, hat Alex. Maganza gemalt. Lransio/esePitturn äi kaäova p. » 65 .
— — od. vier» (Ugolino), ein Maler undGoldschmied zu Siena um »ZZx. Er fertigte da-mals für den Dom zu Orvieto ein silbernes Ta-bernackel nach eigner Erfindung, was auf pa-rsccüie sentiaaz'a Florinen zu stehen kam. Alleindem Ugolino wurde die seine und die Arbeit sei-ner Schüler daran, mit 5/4 /r Flsrin bezahlt;eine Summe die für die damaligen Zeiten un-glaublich scheint, so lange man dieses bewunderns-werkhe Kunststück nicht selbst gesehen hat.st. Drromo sti Orvreto p. »11.277. Die hier bey-geführten Kupfer zeigen acht Darstellungen die dar-auf in Schmelzwerk zu finden sind, nach der Zeich-nung des C. Cenciani, von Domin. Pronti gestochen.
verien (Niclaus). Sein im Lex. gedachtesBüchlein, was er dem Dauphin dedizirte, führtden langen Titel: Tivrs curleux et utile, pourles scavans et artistss, compose äe trois^Ipknbe.s äs ckissres» simples» äoubles ertriples, steuronne^ et au Premier trait.compaAns ä'ull tres ^ranä nombre äs äsvi-ses» Lmdiemes» Neäsilles et autres stgureshiero^I^iigues. Lnssmble äe plusieurs Sup-ports et cimiers pour les ornemsns äss armes,-^vee une tadle tresampls par le mo^sn äsiaguelle on trouvera kaciisment tous les nomsimaZinables, He tout invents, äessinö et^rave par Mco/ar Zerren iVkaistrs Graveur,karis 8°. s. a. Zu Anfang findet sich sein Bild-niß (schön gestochen, aber ohne Angabe einesKünstlers) in 8°. mit der Unterschrift:
* verinl (Joseph). Von diesem Kupferste-cher kennt man, neben Andern,, ein Blatt: Chri-stus, nach dem Calvarienberge geführt, nach Lan-franco, für Hamilton's Letiola Itaiiea.
verino (Johann), vermuthlich ei» Maler.Wir kennen von ihm die H. Nosalia leicht undflüchtig in kl. fol- radirt. Anderwärts nennt mannoch, nach Poussin , Merkur der den jungen Bac-chus den Nymphen zur Erziehung giebt.
* verio (Ajjton), s. unten, richtiger als imLex. und vielfach vermehrt, verrio.
verste ( ). So heißen im Almanach
äes Ueaux-Hrts »8oZ. ein damals zu Paris le-bender Kupferstecher, und im Hurisnack äe Om-merce äs Paris »8»l. ein Kupftrstichhändleo;vielleicht Einer und Derselbe.
Verkelr( ). Und so in dem letztgenann-ten dieser Almanachs, ebenfalls ohne Weiteres,ein damals zu Paris lebender Bildhauer.
verkoghen ( ). Von einem uns sonst
ganz unbekannten Künstlers dieses Namens be-
Verkolje. 2039
sitzt die Galerie zu pommersfelden ein kleinesBild: Frauenzimmer, das auf der Laute spielt.
* Verkokte oder verkolje ( 4 oh.) Sein
Vater war ein Schlößer. Eine dreyjährige Krank-heit in seiner Jugend, wo man dem Knaben zurZerstreuung Kupferstiche in die Hand gab, veran-laßten seinen Hang für die Kunst. Seine Fort-schritte bey kievens erzählt schon das Lex. In1872. verheiralhete er sich zu Delft , wo er nunseinen beständigen Aufenthalt nahm. Ungeachteter sich vornehmlich mit Bildnissen beschäftigenmußte, weiß man, daß er in seinen Mußestundenauch Geschichte malte. So kennt man z. B. vonihm: Venus und Adonis; dann eine knieendeBüßerin beym Lampenschein. So wie Guerardvan Zyl, den er sich vornehmlich zum Mustergenommen, waren Festiue und Galanterien seineLieblingsgegenstände. Auch die Kunst, in Schwarz-kunst zu schaben, hatte er aus sich selbst gelernt;und nach Vaillant und Valk war er der erste,der sich in dieser Gattung hervorthat Daß erso in allen Dingen Autodidactos war, brachteihn in den Ruf eines Sonderlings. Seine Ar-beiten werden indeß noch heut zu Tage sehr ge-sucht. In Deutschland besitzt von seinem Pinsel,unsers Wissens, einzig die Galerie zu Schleis-heiin einen sitzenden Mann, der eine in Atlasgekleidete Dame bey der Hand, und diese eineLaute in der andern hält ( 3 ' 2 ^ hoch, 2^ 5 " br.)Etliche, wenig bedeutende Handzeichnungen vor,ihm (meist für Büchertitel bestimmt) mit der Federund ausgetuscht, sah man »8»o. noch im Kabi-net des H. paignon-Dijoiival zu Paris . An-dere Ebendaselbst um dieselbe Zeit im KabinekSs'lveftre; darunter eine Landschaft mit Nym-phen und der Statue des Paus staffirt. Vonseinen geschabten Bildnissen kennt man z. B. nachG. Kneller den Kunstdilettanten St. Walters;nach P. Lely die Herzogin von Mazarin , Hortensia Mancini ; andere nach I. Bäcker, Q. Eligecu. s. f. Mehrere ohne weirern Namen als denseinigen, doch meist dunkeler Männer, die KönigeCarl 1 . und Wilhelm III. die Königin Maria undA- von Leeuwenhoeck *) etwa ausgenommen. Dannvon Mythologischem z. B- Jupiter und Calistonach C. Netscher; eine liegende und ganz nackteVenus, und Venus und Adonis, nach ihm selbst,(jenes selten, beyde schön); von Gattungsblattern:Den jungen lachenden Mann, der in der einenHand ein Glas hält und mit der andern einemMädchen liebkost; und den jungen Mann der dieFlöte spielt (sehr selten), nach ihm selbst; dannsogar einen Windhund und eine Katze mit ihrenJungen, ebenfalls ohne andern Namen als denseinigen. Hinwieder haben nach Verkolje gesto-chen oder geschabt: A. Blooteling, G. Greenwood,de Leuw, P. Pickaert, letzterer einen schönenHund, der in die Luft springt; W. Vaillant das(anonyme) Bildniß des Dichters und ArchitektenI. van Ryck. AescnMM ill. 259—62. RostV.26Z. Einer unserer Freunde
glaubt, daß v. auch in Holz geschnitten; z. B.eine H. Familie in einer Landschaft. Ebenderse.benennt sein Werk, im Ganzen an die 5 n. Blatterstark, und von ihm, neben Andern:, als sehr sel-ten 5 Blätter: Die fünf Sinne. Sein eigenesBildniß haben theils Er selbst, ohne seinen Na-men, theils sein Sohn vskiclaus, beyde mit derPalette in der Hand, geschabt.
* verkolje (Johann) Verjünge; ob einSohn des Niclaus? — Nach einem uns zuge-kommenen Holländischen Verzeichnisse hat er fol,gendes geschabt: Ein Mädchen das auf den Fin-gern einen Papagei tragt; einen Mann in einemgroßen Huthe die Querflöte blasend; einen lachendenMann, in der Hand eine Flöte a Bec haltend,in rundem Format; einen kleinen bellenden Hund
*) Andre nennen als Stecher oder Schaber dieses Bildnisses A- de Blois.
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