Band 
Zweyter Theil [4].
Seite
3006
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Zoo6 Verschaffen.

tveissem Marmor, einen Apollo von weissem Mar-mor, einen Joh. Evangelist von Marmor, einenHermaphroditen, sein Porträt, das Porträt derChucfurstin Elisabeth Augusts als Minerva,I. I. Rousseau , Cicero, Alexander den Großen, denitalienischen Dichter Dante, eine Juno, einenTriton u. s. w. Liporvsky, als Auszug voneines Ungenannten: Rur ^s ftebensbesckrelbunArles Ritters, /'ete»' vorr Vorste-

hers rier Lkurfürstlichsn ^sickuunAs - ^cacie-mie 2n lVlannlieirn. 8°. IVlannk. 1797. mit demvon A- Karcher in Punklirmanier sauber gestoche-nen Bildnisse desselben, nach Sinsenis *). Ausdieser Biographie fügen wir hier noch hinzu: NachRom kam verschaffelr 1787. Dort war es derMaler Subleyras , durch den er sich die Gönner-schaft des Cacdinal-Staatssekretärs Valenli, unddurch letzter» die Gunst des Pabstes erwarb. Nichtbloß der Tod seiner geliebten Gattin, sondernauch die durch Vcrläumdung geänderten günstigenGesinnungen seines obenerwähnten Gönners Va-kenti, bewogen ihn Rom zu verlassen, und nachEngland zu gehen. Wohl war es auf der Reisedahin, wo er sich mit seiner zweyten Gattin, ei-ner Demoiselle de Maurroy von Paris , vermählte.In England verfertigte er, neben Anderm, einvon den Domherren zu Gent bestelltes Modell fürdie Wiederherstellung der Kirche des H. Babo.Nach seiner Rückkehr ins Vaterland und seinerAnstellung in Mannheim , wurden sogleich, aufseine Fürsprache die, seiner Zeit, von dem Chur-fürsten Johann Wilhelm angeschafften Gyps-Ab-güsse der vorzüglichsten Antiken, von Düsseldorf nach Mannheim gebracht; und unter seiner Lei-tung entstand überhaupt in der Pfalz mehr Kunst-liebe und reinerer Geschmack. Unter den von ihmhinterlassenen Brustbildern befand sich auch seineigenes, und dasjenige seiner Tochter erster Ehe,Gattin des Leibarztes Mai. An auswärtigenArbeiten in Deutschland kennt man von ihm:r.) Die hohe Bildsäule des Prinzen Carl vonLothringen, welche, zu Mannheim gegossen, inBrüssel aufgestellt ist. 2.) Das schöne marmorneGrabmal des Bischofs von Gent . In seinen zwan-zig letzten Lebensjahren fand verschaffelr einbesonders Vergnügen an der ausübenden Bau-kunst. Die niedliche Kirche zu Oggersheim, wel-che die Lorettokapelle in sich schließt, und dasPrächtige Zeughaus zu Mannheim (von vier Stock-werken, über 200 Schritte lang), sind lautspre-chende Beweise seines geschmackvollen Talentes indiesem Kunstfache. Der edclmüthige Churfürst,Carl Theodor , bezeugte seine Zufriedenheit überden wohlgerathenen Kirchenbau zu Oggersheimdadurch, daß er unsern Künstler in den Adelstanderhob, und ihn in derselben Kirche mit dem päpst-lichen Christus - Ritterorden schmückte. SeineNebenstunden widmete unser bis ins höchsteAlter immer beschäftigte Mann der Lektüre überGeschichte und Kunstsachen. Seine hinterlas-sene Handschriften geben den deutlichsten Be-weis, mit welch tiefer Beurtheilungskraft der-selbe die Schriftsteller durchdrang. Er war eineben so großer Menschen- als Proportionenkenner.Als gerader deutscher Mann vcrabscheuete er die

Verschaffelr.

Complimentensucht. Freymüthig und streng warsein Urtheil über Kunstsachen. Verstellung undSchmeicheley kannte er nicht. Feinere Lebensartgewährte ihm zwar seine ganz bürgerliche Erzie-hung nicht; aber desto biederer und redlicher warsein Herz. Oft war er ein etwas unsanfter, aberimmer wohlthätiger Murrkopf. Nichts war ihmmehr zuwider, als Nachläßigkeit oder Schnecken-gang seiner Schüler. Er war ein freundschaftli-cher zärtlicher Ehegatte, ein seine Kinder lieben-der , aber zugleich strenger Vater **). Sparsam-keit war ein Hauptzug seines Charakters. Alsein aufgeklärter, belesener, munterer Greis belebteer nicht selten die Gesellschaft mit seiner Ironieund witzigem Salze. Der Nüchternheit von Ju-gend auf ergeben, genoß er bis auf sein Siebzig-stes einer standhaften Gesundheit, und hatte dasVergnügen mehrere Urenkel zu erleben. Nur ei-nige Jahre vor seinem Tode wurde er von Stein-schmerzen heimgesucht, eine Folge der fitzendenLebensart. Seinem Fürsten und Wohlthäter warer, als ein treuer dankbarer Bürger, bis an dasEnde seines Lebens von Herzen ergeben. Er ent-brannte von Unwillen über die unphllosophischenReligionsspötter und zügellosen Thronsstürmer inFrankreich Da ihm der Seelsorger die Ge-fahr seiner Krankheit eröffnete, erwiederte er mitmännlicher Entschlossenheit:Alexander und Cä-sar sind gestorben. Ich fürchte den Tod wenigerals diese Helden, denn ich bin em Christ". Mitstandhafter Geduld und Ergebenheit ertrug er dieletzten Leiden seiner tödtlichen Krankheit, und ent-schlief den 5 . April 179a. an einer brandigtenLungenentzündung im 80. Jahre seines ruhmvol-len rastlosen Lebens. Ein würdiger Schüler die-ses berühmten Mannes -jH gravirte aus Dank-barkeit eine Denkmünze mit dem Brustbilde seinesMeisters und der Umschrift: ?. VL VLRLiLÜKk'-kLUV Ll' LO- ROlVk. Auf der

Rückseite sieht man eine Allegrezza in griechischemKostüme, welche sich mit beyden Händen die Oh-ren zuhält, mit der Umschrift: 80 llvL 8 LRdl 8V 7 VM 8 , DLULOI'OR. Seine schönen

Arbeiten sind und bleiben das prächtigste Grabmal."Er hinterließ vier Kinder, aus der ersten Ehezwey Töchter, wovon die erste an den Grafenvon St. Martin (etwa den berühmten Visionnar?)die zweyte, wie schon erwähnt, an den LeibarztMay verehlicht worden. Aus der zweyten Ehezwey Söhne, wovon der ältere, der obgenanuteMaximilian, wahrscheinlich noch in Wien , derjüngere aber (1797. bereits Hofgerichts-Assessorzu Manheim ) wohl noch dort lebt. In der Schrift:Winkelinam, und sein Jahrhundert S. 288.werden des vnsrigen Geschickiichkeit und Geschmackungefähr in die Klasse derjenigen des mit ihm zugleicher Zeit in Rom lebenden französischen Bild-hauers R. M. Slodk's gesetzt. Gestochen nachihm kennen wir einzig das Zeughaus zu Mann-heim von A. Schlichten 1786. Dann, in neuernTagen, nach seiner bey H. Thourneisen zu Frank-furt a. Main befindlichen Zeichnung, zwey 16"hohe und 24" breite colorirte Blätter von I. T.Prcstell, welche die Bäder des Caracalla dar-stellen (Pr. ch. fl.), welche in der Bibl. d. R.

Ein anderes Bildniß von ihm, in gleicher Manier, von edenbemselben Künstler (dieß aber nachdemUrbilds von A> D. Lerbusch, geb. Lisieuwsky) steht vor B. vn. der Rhein . Musen 1797. Heft. -.

Er war nicht zu berede», seine» ältern Sohn, einen Jüngling voll Talente, welcher sich in Rom aus-zubilden suchte, mir Geld zu unterstützen, aus Furcht, er möchte dadurch den Ausschweifungen der Jugendmehr als der Kunst obliegen.

na») Man fand unter seinen Papiere» folgende Bemerkungen: dtou, somwes sujourä'lini äso5 le siecle eciai-

re, el los peu^Iez Soul jilos gue jsmsiz dedeles. yios pkilosoplicr vor lrslllli l'eoter el le psrstiir;2pres kiel» ü'eculle er retleiions ils nous ont keil >2 grece, lle nous metlre 2li nivesu 2Voc les delerkeroces eic. Hz seronl emuses <le lielerrer leurs pliilozoj,lies pour les rreoz^orrer 2 u penldeon kren-eo>5 , SONS peoser 2 receblir les loii, 2 coulinuer Icr irevsuL er meinteoir le comniercc, pour keiroruksisler les peu^ile,; vouleols I2ire 1er Singer tles ^nglois, ils 2uroienr < se Souvenir, Hue Lromwcllle tii 2 ll n '2 pes Neglige cle keiie conlinuer les loir. ^ dien oonsiclerrr le oionäe il es: iwpo-^WIe,gu'il puisse sudsisler S2NS loiL er ssns religioii elc.

7) Herr Volfchhauser in Mannheim , chnrfürstlicher Münzgravenr.