Z008 Verslappen.
ling, kurj vor seinem Vater starb. FiorMo V.rig.
Verslappen, falscher Name des folgendenverstappen.
* verspl'It, s. im Lex. und oben Verbi!.
Verspro ng (Cornel Engelsen), ein vonGouda gebürtiger Maler, der sich zu Harlem niederließ, wo er um i 6 -j 8 . blühete; wie dies dieneue Auflage des van Mander besagen soll, woauch sein Bildniß von l'Admiral gestochen zu fin-den wäre. S. auch den gleich ff. Art.
* versprdnk (I ). Einer unserer Freundenennt ihn versprong, Sohn des obigen, undSchüler von Franz Hals . Seinen Taufnamenschreibt er mit Johann aus. Wie stch nun die-ses immer verhalten mag, so hat nach diesemwenig bekannten Holländischen Maler I. l'Enfantdas Bildniß eines van Does, Deputirten vonHarlem und I. Suyderhoef dasjenige eines Prie-sters Bloemaerts daselbst gestochen.
verstappen (Martin), ein Landschaftsma-ler, zu Antwerpen um 1776. gehören; sein Vaterwar kein Künstler. Anfänglich widmete er sichder Historie, verließ solche aber, um stch unter demberühmten Omegank der Landschaft zu weihen.Nachdem er seine Studien bey diesem vollführt,gieng er von Antwerpen nach Dresden , wo erKlengels Rath benutzte und treffliche Kopien nachWouvermann und Claude Lorrain fertigte, ob-wohl er sonst des Copirens weniger, und mehrdes Studiums der Natur sich befliß. In Dresden hielt er sich etwa 1 js Jahr auf, und erwarb sichauf der dortigen Ausstellung von 1802. vielenRuhm durch seine selbstkomponirten Landschaften.Von hier aus besuchte er den Rhein , hielt sich inÄschaffenburg, Frankfurt rc. auf, und wanderteDann durch die Schweiz nach Rom , wo er, wieman uns versichert, i 8 rh. noch lebte. SeineKunst verschaffte ihm dort Achtung und Beschäf-tigung; für den vormaligen König von Neapelmußte er Verschiedenes fertigen *). Das Museumzu Paris erkannte ihm, für dorthin eingesandteArbeit einen Preiß zu, so wie er früher schon inseiner Vaterstadt drey Preise davon getragen hatte.Wir haben ehedem mehrere Landschaften von ihmgesehen, meistens im Lichte der untergehende Sonnebeleuchtet. Das Landschaftliche an diesen Bildernwar schön, doch etwas matt; die Staffirung mitVieh und Figuren (er war in frühern Tagen Bild-nißmaler) eben auch nicht von gleichem Werthe.Dieser Künstler hat auch Einiges für Steindruckgezeichnet; und Anderes, was nicht ins Pub-likum gekommen ist, geetzt. Eines dieser letztemBlätter mit einer spitzen Nadel (anonym in kl.qu. 4°. nach eigner Zeichnung) radirt, liegt voruns. Zur Seite links sitzt eine Frau (neben ihr einKind) die an einer Spindel spinnt; nach der Seiterechts zu liegen zwey Kühe, dann weiter fort einesolche die gehend, grade quer vorsteht, und end-lich eine solche nur von hinten her ersichtlichestehende Kuh; an der Seite rechts einige Bäumeund Gebüsch. Das Ganze ist etwas unausgeführtbehandelt, ziemlich hart in seinen Tönen gehalten,Vieh und Figuren scheinen nicht richtig gezeichnetzu seyn; die Hand eines Malers ist zwar darinunverkennbar, aber an Reiz gebricht es ihm. ZumBeschluße müssen wir noch anmerken, daß die
Vertanghen.
Natur die gehörige Ausbildung des rechten Armsunsers Künstlers versäumte, daher er alles mitder Linken verfertigen muß.
versteeg (D.), ein Dilettante, und ein an-derer versteeg, Maler zu Dortrecht, erscheinenin öffentlichen Blättern unter den ersten der amr8. Jul. 1808. ernannten Mitglieder des damalserrichteten Königl. Holländischen Institus derWissenschaften. Ohne Zweifel sind solche mit dengleich folgenden M. versteeg und D- ver-steegb dieselben Personen. Ein versteeg (wahr-scheinlich der Dilettante in dem gegenwärtigenArtikel) wird als solcher, und Besitzer besondersschöner Handzeichnungen zu Amsterdam , in öffent-lichen Blättern schon 1792. genannt.
— — (M.). So nennt das Tüb. Mor-gend!. 1809.396. einen damals lebenden Dortrech-ter-Künstler in Lichtstücken (Xsnrslicbten), die sovorzüglich waren, daß eines derselbe» mit 2— 3 ooc»Gulden bezahlt wurde. Wohl ist der Unsrige der-selbe, von dem es anderwerts heißt: Daß er 1812.in seinen beßten Jahren noch zu Dortrecht lebte,in Nachtstücken vorzüglich sey, und in das Kaiser!.Museum zu Paris ein Bild geliefert habe, wel-ches ihm mit 6oou Guldcn bezahlt wurde. S.auch den vorstehenden und die beyden folgendenArtikel.
versteegd (D) Ein solcher war in 1809.Direktor der in 1765. zu Amsterdam errichtetenStadt» Zeichrnkunst - Akademie. Nicht unwahr-scheinlich ist er Einer und derselbe mit dem vor-stehnden D. versteeg.
versteegs( ). So nennt der Catalogvon LVmkler (Lcole HcrllÄnsaiss p. lOgo. ) ei-nen Künstler, nach dessen Zeichnung I. le Deanund P. I. Duret vier Blätter, Gegenden zu undum Utrecht (ersterer: ls Null ä'OtrecKt, undVus «je üildruA) gestochen habe. Eine andereunserer Notizzen giebt ihm den Tausnamen Ja-kob, und nennt nach ihm, von C. Phil. Jakobszgestochene Ansichten der Stadt Amsterdam . Un-sern Versteeg« rubrizirt der Catalog vonpaignon-Dljonval als Landschaftszeichner um1760. **).
* verstraaeen ( ), hieß H. Entweder
er, oder nach ihm ein Anonymus hat eine An-sicht der Stadt Brüssel gestochen. Anderswowird einer dieses Geschlechts, als Landschafts-und Thiermaler, und im Art. B-van der Boschdes Lex. ein dritter als Architekturenmaler genannt.Vielleicht aber sind alle drey nur Eine und dieselbePerson.
* verrangben (Daniel). Von ihm besitztin Deutschland unsers Wissens einzig die KK.Galerie zu Wien den (angenehmen!) Gegenstandeiner Wilvniß, in welcher sich der H. Francis in— Dornen wälzt, mittlerweile sich einer seinerOrdensbrüder naht, um den zwey Raben fliegen.Dann Salzchalum einst: Eine liegende Venus,die ein Satyr entblößen will, mittlerweile einAnderer mit einer Nymphe tanzt. Hinter diesenein Hirte, der seine Frau umfaßt; somit, in ver-kehrter Ordnung, drey Stuffen viehischer undsittlicher Liebe. Und (1809. noch) H. Hof- undLandgerichts-Advokat Schmidt zn Del vollendsvier Bilder: Urtheil des Paris ; Merkur , der den
^') Auf dem Römischen Salon -Zog. sah man von ihm: Eine Ansicht des Convents de' Niformati zu Castel Gandolfo ; dann die Kirche Madonna dall Neve zu Caprarvla; ferner der Porte Salara (dies ein Nacht»stück). In allen war die Narur mit ziemlicher Treu aufgefaßt; im Ganzen guter und wahrer Farbenton;die nächtliche Beleuchtung in letzterm jedoch weniger gelungen. Dann auf der Ausstellung im Ca-
pitel -8-«>. mehrere Bilder, deren eines um 20 Louisd'or verkauft wurde. Tüb Morgenbl- -8-<>.ll. 42. Und im suz koin Igii. 8. ZI2. werden von ihm namentlich eine Jagd mit der An-
sicht auf die Volskergebirge, und eine andere vvm Albaner - See, beyde in Oel , letzteres besonders mitRuhm angeführt.
«») In wie weit diese Künstler versteeg » versteegh , und versteeg» mit einander durch Derwandtschafts-Verhaltnisse verbunden seyn dürsten, ist uns unbekannt.