Uhlemann.
dessen Erscheinen der Umschrift wegen (Seats vi-verit omnes nationes s pcrtestate apostolicareäemptss tua expeältione) von dem Sächsi-schen Hofe konfisciert.
Uhlemann ( ), Bruderssohn des Obi-
gen, Sohn eines Aufwärters bey dem Finanzkol-legium zu Dresden . Er widmete sich der Land-schaftsmalerey, wurde ein Schüler des 1810. ver,siorbenen Kaaz, studirte dann für sich, wurdeaber durch den, Ende 1812. erfolgten Tod seinesVaters hierin gestört; und wir wissen nicht ob esihm seine geringen Mittel erlaubten, sein Stu-dium fortzusetzen.
— — ( ). So hieß ein Modelltischler bei-
der Ingenieur-Akademie zu Potsdam 1800.
Uhlich (Christian). So hieß ein Serpentin-Drechsler zu Zöblitz im Erzgebirge 1729. Msr.
* — — (Gabriel und Gottfried). Beyde
schlechte Kupferstecher. Der erste erscheint vonAnfang des XVIII. Jahrhunderts bis gegen 1720.zu Leipzig , der zweyte Ebendaselbst 1726. Florir.Leipzig . Einer derselben ist wohl der nämlicheUhlich, den schon das Lex nennt, und von wel-chem auch ein Verzeichniß meines sei. Vatersmchrere Bildnisse, lauter (etwa den Rechtsgelehr-ten Samuel Skryck ausgenommen) dunkele Män-ner aus — drey Fakultäten, ohne weitem Namenals den seinigen, anführt. Don Gottfried (wennwir eine unserer Quellen recht verstanden) heißtes überhaupt: Er habe zu Leipzig für fremdeund einheimische Buchhändler Vieles gestochen;z. B. zu Rechnn eiers Braunschweig - Lürneburgischer Lronica. Braunschweig 1722. fol.das Titelkupfer nach I. I. Müller, und Einigesan Vignetten zu /Mtiqultates bebrsicss
Lremos 17Z2. 8°. Das Titelkupfer nach Albr.Schumacher u. s.f. Dann auch Bildnisse zu an-dern Büchern. Alles das sey aber so schlecht,baß es kaum der Anführung verdiene.
Uhlinger, s. unten Ulmger.
Uhlisch (Niclaus), s. unten Ulsch.
Uhlmann, s. oben Uhlemann.
Uhmann (Joh. Christoph). So hieß 1766.ein Steinschneider zu Dresden ; zufolge einer Flug-schrift. Eine andere solche von 1767. nennt ihnals damals dort noch lebend, und mit dem Titelals Churfürst!. Hofsteinschneider.
Uhr (Johann Sebastian von). In dem schwe-dischen Staatskalender: 8veri^es Xri§s- ockLivil-Lalenäsr 1797. 8toekkolm 16°. wird einsolcher als wirkliches ausübendes Mitglied derStockholmer-Kunstakademie, und zwar mit demBeysatze: Oberdirektor (worin?) genannt.
Uhr meister (W.), s. unten Urmeister.
vi — (M.) So bezeichnet hat ein uns Unbe-kannter etwas uns ebenfalls Unbekanntes nachTitian gestochen.
* via (Alexander della). Gestochen von die-sem schlechten Meister, welchen Gandellini einenVeroneser, und Heinecte (läee 9s.) irrig Au-gustm nennt, kennt ein Verzeichniß meines sel.Vaters: Nach A. Dalestra eine dem Cardinal Fr.Mar. von Medicis zugeeignete These; nach P.Berettini, Daniel in der Löwengrube; (dieß inLouisa's 6ranä Deotrc» äi Veneria 1 *. I.) »nichtschlecht", sagt einer unserer Freunde; nach P.Caliari Madonna mit dem Kind in den Wolken,unten süns Heilige; nach G. Lazarini einen Triumphder Galathea; nach A. Marchesini eine Auferste-hung, u. s. f. In Venedig (sagt einer unsererFreunde) arbeitete er in dem letzten Vierlheil desXVII. Jahrhunderts, z. B. viele große, mittel-mäßig geetzte Blätter zu (Unoclü IsLtivl e mi-
Viali. ZoiZ
Iltari, espostlalLroestoHuAllStoOucaäl Krnns-vick in Veneria äescritti äal O. 6iov. M.
In Vener. 1686. fol. Einiges zu Ao/r.Lalatir desta pontilieurn romanorum. Venet.1687. 4 Theile fol. Dann zu I numi a äiporti suIVzsrlstico. Qegcririone sella re^atta solenneäisposta in Veneria a Serclinanso terro ?rin-cipe 8i l'oscana. In Venetr.(i688.) fol. Letz-trers Werk zeigt mehrere große Blätter, die ernach Joh. Carboncin, Ludwig Lamberti und Gasp.Vecchio fertigte. Unter diesen ist das schön ge-zeichnete und wohl radirte Titelkupfer (eine Alle-gorie mit dem Neptun und der Jnnschrift: 6li^r^onautl nach Lamberti, der hier als Lanbertiverstochen erscheint) besonders anzumerken.
via (Anton), ein italienischer Baumeister, derum 1672. zu Erfurt vorkommt. DominiensErfurt und das Erfurtische Gebier I. 450.
* — — (Augustin a), wie wir glauben irri-ger Name des oben und im Lex. enthaltenen Alex.de la via.
— — (Joseph Maria della). Ein solcher solldas Bildniß eines Franz Soranza, Prokuratorsvon St. Marco gestochen haben. Ebenfalls voneinem mit I. M della via bezeichneten Künst-ler wird irgendwo ein Bildniß von Aloys Pisano,nach P. Uberti, angeführt. Ob beyde aber auchwirklich verschieden von dem abstehenden Ale-xander della via, und der eine Taufname nichtirrig sey, ist noch die Frage.
vial du Clairbois ( ), ein sowohl in der
Theorie als Praktik der Schiffsbaukunst sehr er-fahrner Ingenieur. Er übersetzte das herrlicheWerk des Chapman: krackst om 8kepps-6x§-xerlel: 8toekiwIm 177-2. 4° ins Französische.Lest 1781. 40. Damals nannte er sich 8ous-Iu§enieur-Lonstructeur et äs I'^caä. llozr. äsIs Marine. Seine eignen hinzugefügten schönenAnmerkungen übersetzte M. A Norberg, Stock holm 1782. 4°. ins Schwedische. Auf Befehl desSeeministers de Castries schrieb der unsere auchdas folgende vortreffliche Buch: 1 >aite Llemen-taire äe la Lonstruction äes Vaisseaux, äI'usa^e äes kleves äe la Marine. ?aris 1787.4 ° Mit Kupf. Zu dieser Zeit führte er den Titel:Inßenieur-Lonstructeur oräinaire äs la Marine,äe plusieurs ^eaäemles. Röding allgem.Wörterbuch der Marine.
vialandif ). So nennt des Bruun-Lleergards Schrift: Dolomieu's leyreReise durch die Schweiz 1801. S. 112. einendamals zu Genf lebenden alten Künstler, der mit»»gemeiner Zartheit in Wachs pouffire.
vialard ( ). In der Allgem. Lunst-
zeirung (Oct.) von 1802. S. 272. wird bemerkt,daß die HH. vialard und Heudier von einem zuerstdurch H. Chaptal erfundenes Verfahren, die altengelb gewordenen Bücher und Kupferstiche, ver-mittelst übersaurer Salzsäure wieder zu reinigen,mit erstaunendem Erfolge Gebrauch gemacht hät-ten. Die dießfällige Vorrichtung liest man l. c.wo solche aus Dreilli's Runsi zu bleichen.(A. d. Franz, bey Geßner in Zürch ) gezogen ist.
* viali (Ludwig Renat), geboren in der Pro-vence um 1720. und gestorben zu Paris 1770.Fiorillo III- 284. nennt von ihm ein Gesellschafks-Bildniß der Familie St. Pierre von sechs Perso-nen in Lebensgröße, mit Masken in den Händenund im italienischen Theaterkostum gekleidet, wasin dem Zeitalter des Herzog Regenten und Lud wig XV. üblich war. Gestochen nach ihm nenntein Verzeichniß meines sel. Vaters mehrere Bild-niffe, wie z. B. des Infamen Don Philipps vonSpanien , von I. Balechou, des Annibal vonMarseille (st. 1769. 122 I. alt) von Lucas 1748.gefertigt; des Don Ludwig, Prinzen von Astn-