Z0I4 Ugolino.
und eine metallene Pforte an der St. Johannis-Kirche zu Pisa . Diese letzt« findet sich gestochenin Martini's Dkestro Lasilicss kis. L. IX.lad. Xil."
Ugolino (Andreas). Ein anderer Künstlerdieses Namens findet sich, als Oberhaupt derMaler bey dem Dombaue der Kirche zu Orvieto ,
(i 345 . und i 35 r.), von welchem/ 8. v. Offanor» künftigen Supplementen die Rede seyn wird.
— — (Mattes d, Maestro), ein Architekt
von Siena , der, in der Mitte des XIV. JahrsHunderts, bei dem Baue des Doms zu Orvieto in Diensten stand, st. /)«0M0 sti Or-vre-
to 38 o.
— (Ninus). Von seinen Arbeiten siehtman auch zu Arezzo und Orvieto . An den metal-lenen Pforten bei St. Johann in Florenz hat ermitgeholfen. Im: ^lmanack a. Kom i8ii. (imdortigen Kalender 8. 18. Jun.) wird seine Blüthe-zeit schon in i 35 o. gesetzt und seine zarte Behandlungund sanfter Ausdruck, im Gegensatze der bisheri-gen Trockenheit, gerühmt.
— —, aus Castello in Toscana , dessenDlüthezeit in 1290. gesetzt wird. Von ihm sollensich viele plastische Arbeiten ebenfalls im Dome zuOrvieto befinden. -Umanacli g. Kolli i8n. imdortigen Künstleckalender 3. 19. Mai.
— — aus Florenz , dessen Blüthezeit in iä2o.gesetzt wird. Von ihm sollen sich musivische Ar-beiten im Dome zu Orvieto , so wie in mehrernKirchen in Toscana und im Kirchenstaate befinden.»Imsnacll a Kom 1811. im dortigen Künstlerka-lender 5. s. Sept.
— —, aus Orvieto , Maler. Viele Arbeitenvon ihm sollen sich im dortigen Dome befinden.Im: Almanach a. Korn 1811. (im dortigen Ka-lender s. 18. Oct.) wird seine Blüthezeit in 1320.gesetzt, so daß er vielleicht von dem obigen And-reas Ugolino, ebenfalls aus Orvieto , ju unter-scheiden ist.
* — — von Siena . Von ihm nennt nochder ^lmrmacli g. Kom 1811. (im Kunstkalenders. 29. Oct.) die Gemälde des Hauptaltars inSanta Croce zu Siena , auf Goldgrund, und einanderes Bild des Hauptaltars in S. Maria dellaNovella ebendaselbst. Dann wird ihm (wir fürch-ten, im neuern Zeitgeiste) „seine große Praktik imStyl der griechischen Meister", znm Ruhm ange-rechnet. Vcrgl. darüber das Lex.
— — von Siena . So erscheint auch deroben an seiner Stelle angeführte Ugolino veri.
*— — (Thomas). Der: ^lmsnscli s.Rom 1811. (im dortigen Kunstkalender 8. 19. Jun.) setztfeine Blüthezeit in i 35 o. und nennt ihn, »ebendem im Lex. angeführten Basrelief, als Plastikervieler Crucifixe.
Ugriomow ( ). So heißt ein Geschichts-
maler, und Pros. seiner Kunst an der K. Akademieder Künste zu Gt. Petersburg im Rufs. Hofka-lender von 1804.
* Ugterfeld, s. oben und im Lex. Uchrer-veldr.
Uhden (Wilhelm), der bekannte Archäologe,Königl. Preußischer Geheimer Kriegs- und Do-mainenrath, ward in i 8 o 5 . von der Akademie derBildenden Künste und mechanischen Wissenschaf-ten zu Berlin , wegen seinen ausgezeichneten litte-rarischen Kunstkenntnissen, zu ihrem ordentlichenEhrenmitgliede und Assessor ernannt. MenselArch. l. (2) 188. In der Biblisch, d. redendenund bildenden Runste (B. II. St. 2. S 256.Not.*) wird er gebeten: „Sein, aus vieljährigerAnsicht der Originale verbessertes Exemplar der
Uhlemann.
Monumenti von Winkelmann (in irgend einerschicklichen Form) mitzutheilen"; und wird erdort, nicht ohne Grund , „als einer der gelehrte-sten und gewissenhaftesten Kenner des bildendenAlterthums in Deutschland " gepriesen.
* Uhl ( ) ein wenig bekannter Stempel-
schneider, welcher im Lex. bloß im Art. seinesgeschickten Schülers, Joh. Georg vcstner's,als dessen Lehrer erscheint. Er war des letzter»mütterlicher Anverwandter, und arbeitete zuSchweinfurth um 1690.
Üble (Christian Lebrechk), gebohren zu Dres den um 1780, der Sohn eines Postschreibers.Von 1793. an bis ungefähr 1798., lernte er dasKupferstechen unter Stölzel, arbeitete darauf ei-nige Zeit für Buchhändler und verließ dann dieKunst. In 1814. lebte er noch als Finanzkanzellistin seiner Vaterstadt. Von ihm kennen wir dieTitelkupfer zu des F. W. von Dernewitz Leben desHannibal. 2 Theile. Pirna 1802. 8. Das einezeigt das Brustbild Hannibals , das andre dieScene, wie er den Römern Feindschaft schwört.Beide sind ziemlich wohl gerathen, vorzüglich dasBildniß.
— — (Johann Heinrich). Ein solcher warBauverwalter über. die Gebäude des Galzwerkeszu Salzhausen bei Nidda im Darmstädtischcn 1300.
— — ( ). Ein Taubstummer, in dem
Taubstummen-Institut zu Leipzig . Derselbe be-suchte zugleich die Kunstakademie dieser Stadt.Auf der Dresdner -Ausstellung 1802. und 1806.sah man, wie es scheint unbedeutende, Zeichnun-gen von ihm.
Uhlemann (CarlFriedrich), geb. zu Borna bei Leipzig (woselbst, d. h. in Borna , sein Vater,Carl Gottfried in 1786., Amtsmäurermeisterwar). Der Unsere studierte die Architektur auf derDresdner - Kunstakademie unter Hölzer von i 8 o 3 .bis i 8 o 5 . und wurde dann Amtsmäurermeister zuChemnitz in Sachsen . Auf der Dresdner -Aus-stellung 1804. sah man von ihm eine Zeichnung zueinem fürstlichen Schloße; und auf der von i 8 o 5 .Ansicht und Grundriß eines Landhauses nach go-thischer Bauart.
— — — (Carl Gottfried), s. den Art. sei-nes vorstehenden Sohns Carl Friedrich.
— — — (Carl Gotthelf), Bruder vonCarl Friedrich, geb. zu Borna 1780., erhielt dieersten Begriffe der Kunst auf der Zeichnungs-schule in Meißen . In 1797. bestimmte auch ersich zur Architektur und wurde ein Schüler vonHölzern; ging dann 1800. in seine Vaterstadt zu-rück, trat in des verstorbenen Vaters Dienst alsKönigl. Amtsmäurermeister, und begleitete dabeiauch zugleich die Stelle eines Rentschreibers.
— — — (Christian Friedrich Trautgott)Kupferstecher, der Sohn eines Koches, geb. zuDresden i? 65 ., studierte auf der dortigen Akade-mie, und genoß in seiner Kunst den Unterricht desProfeßor Schulz. Von ihm kennt man z. B.fünf Blatter zu der Forsterischen Uebtrsrtzung vonCook's erster Reise; dann ein historisches Blatt(?)für den Fürsten Beloselsky; ferners: Sylvio,und sein größtes Blatt, Clorinde nach Gucrcino,für die Königl. Sächsische Gallerie (?); dann einigtBildnisse, wie z. B. Bonaparte's und Pichegrü's(1797-); endlich Allerlei für die Buchhändler,wie z. B. ein von Eberhard gezeichnetes Blattzu eines Griechen (?) Physiologie der Brüste. Halle- 8 o«. Meufel III. Haymann. Er lebte nochzu Dresden 1814. in dürftigen Umständen, undhakte sich, nach dem Urtheil eines unserer Freunde,eben nie in seiner Kunst ausgezeichnet. JenesBild von Buonaparte, welches es für Selbstver-lag (Pr. L Gr.) gefertigt hatte, wurde gleich nach