Ivig Vicent.
ihm ein Altarblakt, in der dortigen Parochial-kirche St. Loren;, und einen St. Petrus ausdem Gefängnisse befreyk in der Kapelle (nicht, wiees im Lex. heißt, in einem Saale ) der Universität.Zugleich besaß er große mathematische Kenntnisse,und st. 1700. also nur 6li I. alt, (nicht 70, wiedas Lex. besagt) wenn anders oben sein Geburts-jahr richtig angegeben ist.
v ic'ent(Baptista). So heißt bey FioriUo IV.274. ohne Weiteres, ein berühmter SpanischerGold- .und Silberarbeiter zu Anfang des XVIII.Jahrhunderts.
* — — (Michael). Derselbe blühete in derzweyten Hälfte des XVII. Jahrhunderts. Jw-rillo IV. 34 ».
vicentino (Andreas), nichtetwa der Andreasvlncentino des Lex. aber ebenfalls ein Venetianer,wird von Jos. Grrurr als Kupferstecher angeführt,der, neben anderm (nach Florenrin le Comre)den Einzug Heinrich III. zu Venedig gestochenhabe *), und ein Zeitgenosse des gleich nachfol-genden Baptist vlncentino gewesen sey. Rost
III. 148. S. unten den Art. Andreas vincen-rino.
* — — (Baptist), geboren zu Vicenza umi 5 ov. Seine mit I. B. del Moro gefertigten5 o Landschaften mit Architektur und Ruinen sollenvon einer angenehmen und sichern Nadel zeugen.Nach Rost III . 148- bezeichnete er seine Blattermit: üstista ?. V. k. und den Gegenstand mitlateinischen Unterschriften; wie z. B. ttaeo osten-«lit pariern kaclei I'kerlnsrurn Oiocletisni, yusospectat occillentem. — Heec crstenciit Lguosniarinoreos In monre (^uiriosli , u. s. W. Hei-necke (I. 827.) war dieser Künstler ganz unbe-kannt. Nach ihm hat ein gewisser Coppelg (?)eine Ansicht der alten Stadt Amalia gestochen.
* — — (Franz), Mailändischer Maler desXVI. Jahrhunderts. Lomazzo rühmt von seinenLandschaften, daß man darin sogar den vom Winderregten Staub aufsteigen sehe. Dann' (L«j. ters.
IV. 219.) Hier wird er übrigens, wie im Lex.auch als Geschichtsmaler (wie z. B. alle Graziezu Mailand ) gerühmt.
Vicentino.
vicenrins (Joh.) NacheinemKünfller-diesesNamens soll I. A- Friederich das Dilvniß desI. A. Euleth, Erzbischofs von Salzburg gestochenhaben.
* — — (Johann Niclaus), s. den gleich fol-genden Art. Joseph Lliclans, und die dazu ge-hörige ausführliche Anmerkung.
* — — (Johanniculo). So heißt bey Heisnecke l. 526. und schon bey vasarr, der im Lex.und oben in diesen Zusätzen enthaltene JohannhJiclaus Rossilianus oder Rossigliäno. S. auchdie folgende Note zum Art. Joseph tJlclausvicentino; ferner den ebenfalls bald folgendenArt. Giovannino da vicenza, mit welchem derUnsrige der nämliche ist. Dann, ebenfalls untenund im Lex. visenrini. In der obenerwähntenStelle bey Heinecke (Uebersetzung von vasarisLeben des Marc Antonio) wird von ihm gesagt,er habe Blätter in Helldunkel, welche nach Parsmigiano Andr. del Trento geschnitten, nach demTode dieses letztem gedruckt (?), was uns «twaSunverständlich klingt.
* — — (Joseph Niclaus), wohl offenbar mitdem Johann rsticlaus vicentino, welcher imLex. und oben in diesen Zusätzen, unter dem Na-men Rossilianus oder Rossigliano erscheint. Ei-ner und Ebenderselbe. Als Joseph tsticlaus fin-den wir ihn nun (sicher richtig) bey Barrsch (XII.spar«, s. v. sts ^rcerrce) wo V0N ihm 9 Blatterin Helldunkel angeführt werden; nämlich (nebendenen, die wir schon oben s. v. Rossilianusverzeichnet haben): Zwey Anbetungen der.Weisen(etwas ungewiß); eine Madonna mit verschiede-nen HH. umgeben; Christus der den Aussätzigenheilt, und eine Diana (ebenfalls unsicher), allenach Parmesan **), und bis auf letzteres mit dreyStöcken, die Diana aber mit zweyen. Larrsch(I. c. p. 16.) glaubt aus der Unterschrift einesseiner Blätter Xicol. 8 Vlncentino 's. zu schlies-sen, daß er aus Trient gebürtig, und vicentinosein Familienname, Johann Lsticolai mit demZunamen Rossigliani aber, wie ihn Rost, undRossiglianus wie ihn Dapillon nennt, beydeapokryphisch seyn dürften ***).
Andere geben dies Blatt als nach dem nuten folgenden Andreas Vlncentino gestochen an.
"'"') Andere nennen die Heilung des Aussätzigen, als nach I. N. Scolari gefertigt-
Wie wir diesen Art. schließen, erhalten wir von einem unserer Kunstfreunde (eigentlich als Zusatz zuJohann Niclaus vlncentino) folgende Notirren und Vermuthungen, welche theils unsere eignen be-stätigen, theils dieselben erweitern. Wir geben sie, wie wir solche dankbar empfangen haben. Sielauten:
„Indem wir nochmals die verschiedenen Artikel des Ler. und gegenwärtiger Supplemente: NiclausRoldrcno oder voldrino, Joseph Ntcola, Niclaus oder Johann Niclaus Kossilianus oderRossisiiano, Johann Niclaus vicentino; u. Giovannino da vicenza — zusammen nehmen, si> bemer-ken wir, aus verschiedenen uns zugekommenen Nachrichten, daß unter den Obigen nur zwey Künstler r»verstehen sind, nämlich Niclaus Aoldrini und Joseph Niclaus vicentino deren jedervon den Kunstliebhabern auch nur schlechtweg Niclaus vicentino genannt wird. Es würde nicht schwerfallen, ihre Arbeiten, nach ihren Bereichnungen, von einander zu unterscheiden — wenn gleich beyde un-gefähr zu gleichen Zeiten, in gleichem Vaterlands, in Helldunkel geschnitten haben — hätte nicht AndreasAnbrennt Stöcke von beyden an sich gebracht, und ihre Namensbezeichnuugen hinweggenommen, ja bis-weilen sogar dafür die seinige darauf gesetzt. Niclaus Doldrint erscheint unter dem Namen Ni-claus vicentino, weil er von Vicenza gebürtig war. Wenn Rost m. 167. seine Geburt nach Wien versetzt, gegen des Soldrini selbstige Bezeichnungen und gegen die allgemeine Stimme der Kunstkenner,so müssen wir solches so lauge für einen Irrthum annehmen, bis ein historischer Beweisgrund dafür dar-gebracht wird. Er bezeichnete sich aber: Vicennuus inciclebLl; L. ;
^v. 7V. 7 ). (das N. und D. aneinander gelehnt) F. d. ist tV/co/o L. s. das
heißt Lculpco, (<!rini) illC.,- TVrco/. und endlich mit einem F. durch welches
ein k. horizontal gelegt ist. Alle seine Blätter sowohl in gewöhnlichem Holzschnitt als im Helldunkel, sindausnehmend selten: außer denen die Rost angiebt, rubricirt man deren uns noch folgende: Eine H. Fa-milie von vier Figuren (die Jungfrau Maria seltsam koeffirk) inHelldunkel, bezeichnet ^v. /). s.; Diogenes vor seiner Tonne sitzend, inHelldunkel, unten auf einem Buche L.L.51—22.; beyde diese sind nach Parme-san; Curtius zu Pferde stürzt sich in den Abgrund, Holzschnitt, bezeichnet porcloa fporci-oove) >nv. Lo/.>»<-. (Das Originalgemälde war ehedem an dem Häuft des Flamläuder-Kaufmanns Maria d'Anna zuVenedig ); eine Geburt Christi .nach Litian, auf einem Steine das L. und 1. durcheinander gesteckt; einenJäger zu Pferde der auf seinem Stocke einen getödeten Haasen trägt, nach Ebendemselben, Helldunkel inzwey Tinten von ,566.; Venus, unfern davon Amor schlafend in einer schönen, felsigen, mit Bäumenbewachsenen Landschaft, ein guter, wenn auch nicht nett geschnittener Holzschnitt, in Fol. bezeichnet: 'ruio-IIU5 inv. yiicolnnz Loillrinus irici-jel-ar 1566.; eine Anbetnng Jesu, dabey Maria sitzend, nebst den HH.Jacob, Magdalena, Martha und St. Anton , bezeichnet b. k. (arme-sia) Md. Viccai k.