Zv2g Vieii.
Vien.
26. Kopf einer Minerva in Encaustik, auf einMemoir hin, welches der Graf von Caylus überdie Wachsmalerei der Alten, in der Akademiegelesen hatte. Befindet sich gegenwärtig im Rus-sisch Kaiser!. Pallasie. l. c. 53 .
27. St. Dionys für die Kirche St. Roch.1767. Fiorillo 449- pattsanras !- c. MiUl'nsUrtheil darüber haben wir oben vernommen. Auchim pausamas heißt es: „ Dieses Bild trug ganzvorzüglich zu vien's Ruhme bey, da zumalseine edle Einfachheit so schön mit der poetischenMaschinerie gegen über absticht, in welcher H.Doyen minder wahre als systematisch^ Effecteverschwenderisch anbrachte. Freylich lauft dieMenge zu diesem letzter» herbey; Kenner aber stehenbey dem Unsrigen still. Es läßt sich kein stärkerer Ge-gensatz denken: Bey dem Einen ist Alles heftig, ge-zwungen, theatralisch; bey dem Andern Alles ru-hig , natürlich und einfach. Das Bild des H.vien hat einen religiösen, man möchte sagenpriesterlichen Charackter, der in einer Kirche zurSammlung der Gedanken auffordert; das vonH. Doyen hingegen betäubt durch den Lärm derHandlung, und würde schicklicher in einer Gallerieals in einem Tempel aufgestellt seyn". Eine Ab-bildung dieses schönen Altarblattes im Umrisse fin-det sich in Landon's Annal. III. i.
28. Eine junge Griechin, welche einen Rosen-knopf mit der Knospe an ihrer Brust vergleicht,für H. d'Anglvlllier, wie man sichs denken kann,äußerst angenehm und graziös gemalt, pausa-nlas 24.
29. Julius Cäsar vor der Statue des Alexander.Kam in Besitz des Königes von Polen, ^iorillo449 -
3 c>. Die Einweihung der Ritterstatüe LudwigXV. Ebendas. Wo dieses Bild itzl aufgestelltsey, wird nicht gesagt.
Die Bilder 26.— 3 o. scheinen vor Vi'en's Abreisezum Directvrate in Rom gemalt zu seyn.
, 3 i. Hektor, der den Paris mit Vorwürfen über-häuft, für den Grafen o'Drsay, in lebensgroßenFiguren. Auch dieses Bild, eines von den schön-sten unsers Künstlers, stand durch seine einfacheund edle Composition, reine Zeichnung und har-monischen Farbenton in geradem Widerspruchmit Allem, was damals in Frankreich gefertigtwurde, vien scheint das seinige bald nach seinerAnkunft zu Rom (177h-) gemalt zu haben. Auchsagte ihm der Kardinal Cornaro darüber: „IhrGemälde gleicht einem Französischen so wenig,als ich dem Türkischen Kaiser", pausanias54 — 55 .
02. Hectors Abschied von Andromache , zehenJahre nach seiner Rückkehr von Rom gemalt, undim Salon von 1791. ausgestellt. In demselbenCharackter, wie 3 r. I. c. 67").
33 .— 35 . Noch drey andere Bilder (Gegenständeaus der Jlias) in lebensgroßen Figuren. 1 . 0. 58 .
36 . Hector , während dem Brand zu Troja vonAeneas verfolgt (1790.) i 3 < br. 1«^ hoch I. c.
Wo sich gegenwärtig X°. 32 .- 36 . befinden, istuns unbekannt.
37. Noch in 1791. gewann er einen Preis, derdamals von der Regierung für alle Französische Künstler ausgeschrieben wurde; für welch ein Bild,wird nicht gesagt.
38 . Noch in 1800. (damals 90 Jahre alt) malteer zwey Blumen-Vasen mit großer Wahrheit nndgutem Colorite.
39 . Dann giebt Landsn Annal. XVIII.
95. die Beschreibung und Nachbildung im Umrisseeines allerliebsten Bildes, wahrscheinlich aus un-sers Künstlers beßter Zeit, das ein Landmadchendarstellt, welches ein Nest junger Amorine mußgefunden haben, das sie jetzt in einem Körbcheneiner jungen Stadtdame bringt, eines davon aus-zulesen, wo dann der letztem die Wahl schwer zufallen scheint. Dasselbe stand (1806.) im Museumzu Versailles .
4 0. Eines St. Hieronimus von ihm, wird auchim -zlmsnsob lies Desux-Krts iZo 3 . Erwäh-nung gethan**). Von mehren andern seiner Bil-der wird uns das nachstehende Verzeichniß dernach ihm gefertigten eben nicht zahlreichen Blatterhelehren:
1. In Lkastete dc loseplr. 1 ^
. , ^ ^ ? Deauvarlet sc.
2. la cnaste Susanne***). I
3. l'Kdoratiou des An^es. I. L. !e princssc. dans la manlere du desseln.
4. Ollrande a Venus.
5 . „ „ Leres.
6 . la zeune Lorin-tliienne.
7. la vertueuseHtbenienne.
pendans Deau-variet sc.
Pendants. ss. I. klipsrt«c. Schön. Ob etwaeines derselben das X->.28. der angezeigtenGemälde?
8. vedale et Icare. js. 5- Premier sc. Sehrschön.
9. klnlsvement de proserplne. Daniel sc.i». I'^mour einpresse (lupiter et Lurope).
VanAslisti sc. Schön.
11. le pepos. Hasan sc.
12. la Narcliande d'^mours. Leauvarlet sc.Sehr schönt).
13. jeune kemme sorcant du bain. X.konce sc.
i/j. la douce lVlelancliolle. Anon. sc. Deau-varlet sxc.
15. l'Uermits ssns sou^. Ni§er sc.
16. la Lsravanne du 8ultan, allant a laMecgue. Vien, nee kebnul sc.
17. jeune kille sur un Lüeval marin. Desu-varlet sc.
18- Nöte de kemms. L. Dünnet sc. Ob et-wa der Minervenkof (b^. 26.) der angezeigtenGemälde.
19. Portrait de ssean kacke. kran<;ol8 sc.au ^out du cra)7on: Wahrscheinlich für Save-rien's Ulstoire des kkilosoplies modernes.
20. Vases dans le ^out antigue. (i 3 . Bl.)lilad. Vien, nee peboul sc.
21. Ltude de msins et des pieds. DreyBlätter in Kreidemanier. Huckmaun et kran-^ois sc.
22. Nöte de Nlinerve, töte d'^pötre, ettrais tetes de femme. Fünf Blätter. Loonetet kran^ois sc. nach Zeichnung.
23. ve'partde kriam. I. klassard pere sc. I8I2.
Um i8<-8- wurde solches in Gobelin gebracht. T übi n g er» Morgenblatt Igo«. I. Z8-;.
»--:-) Drev Handzelchnnngen von ihm: Es»!, der seine Erstgeburt verkauft, und zwey Römische Gegenden (einedas Campo Vaccino) besaß -8-o. noch das Cabinet Paignon-Dijonval zu Paris .
«i:-n) Das Gemäld einst im Cabinet Vence.
s) Auch llandon (Annal. xvii. 95.) giebt es im Umrisse, und sagt von dem Urbilds (inb^ lebensgroßenFiguren), daß es dem Künstler, bey dessen Erscheinung, vorzügliche Ehre gemacht. Gegenstand sev au»einem antiken Basrelief entlehnt; aber für Charackter und Ausdrille, s- ,ole für den Hintergrund ganz vteneigen, u. s. f. Anderwerts heißt es ein kleines geistreiches Oelgemäld zu Versailles , dessen Erfindung aus demHerkulanum entlehnt sev.