4oig Voelcker.
wie wir's empfangen. Mensel III. (1809.) setztihn noch unter die Lebenden.
voelcker (Caspar Melchior). Ein solchersoll einen kurzen Bericht vom Feldmessen mit Fi-guren Jena 1679. 8°. herausgegeben haben.
— — (Ferdinand), zeigte auf der Ausstellungder Kunstschule zu Magdeburg 1811. einen archi-tektonischen Riß.
— — (Gottfried Wilhelm), erscheint i 8 o 5 .als Vorsteher der Maler bey der Porcellain-Fab-rik zu Berlin . In 1807. zeichnete er die Blatterzu dem eleganten botanischen Werke des GrafenHvfmannsegg, JmTüb. Morgenbl.1808. S.796.heißt er Schüler von Schulze. Indessen ist sonder-bar , daß Ebendasselbe gerade dieser letztere da-mals noch als Direktor der Blumenmalerey anerwähnter Fabrike genannt wird. In 1811. wurdeVoelcker unter die Mitglieder der Akademie aufge-nommen (l. c. 1811. i 44 -) In i8ic>. sahlmanvonihm auf der akademischen Ausstellung zu Berlin ein schönes Blumenstück; und auch 1814. schöneArbeit auf derjenigen zum Beßten der Verwun-deten (I. c. 1314. 284.)
— — (Joachim), Condukteur und Landmes:ser in Köm'gl. Preußischen Diensten 1786. ZehnJahre spater war er zu Wendischbuchholz, unweitKönigs-Wusterhousen stationirt, wo er auch noch1801. vorkommt. In i 8 o 5 . scheint er nicht mehram Leben, oder ausser Dienst gewesen zu seyn.
— — ( ), nicht Voeller, auch nicht
voelkers, wie er irgendwo heißt, ein wackererBlumenmaler zu Berlin , Schüler des ProfessorsSchulz, und vielleicht mit dem obige» Gorrfr.v)ilh. voelcker Derselbe. Tüb. Morgenbl.1812. S. 468 . Auf dem Berliner-Sallon 1814.beurkundete derselbe durch mehrere neue Blumen-und Fruchtstücke, daß er sich den altern ausge-zeichnetsten Künstlern seines Faches anreihen dürfe,und versuchte sich diesmal auch mit vielem Glückin der Darstellung von Wildprel. l. e. 1816.S. ii 08.
— — (von), General-Major; gab die Befe-stigung der Stadt Vraunschweig an, und dici-girte auch diesen Bau noch 1728. Indem seinerI. <t. Glaser, in den vernünftigen Gedan-ken von der Rriegsbaukunft. Halle 1728. 8°.I. G. 124. gedenkt, prophezeiter, doch aber nachAusweis der Folge mit Unrecht, daß Vraunschweighierdurch zu dem Range einer der stärksten Fe-stungen Europens erhoben werden würde.
* völckerr (Daniel). Derselbe war vonAugsburg oder Danzig gebürtig, und arbeiteteals Bildhauer zu Berlin unter Schlütter. ZuAugsburg übte er das Modelschneiden, so wiespäterhin auch
— — (Jeremias), des Obigen Sohn. Die-ser starb 1778. 67 I. alt. S. auch im Lex. denArt. ld. Besserer.
voelckner (Gottlob Ludwig), ein geringerKunsthändler oder vielmehr Antiquar zu Dresden um 1800. Mit seiner Verlagsaddresse versehen,trifft man eine Anzahl schlechter Blatter, meistProspekte Dresdens , welche angehende und halbverdorbene Künstler für ihn etzten.
voelcksmayr ( ). So nennt das Ver-
zeichniß der Hendclschen Gemäldesammlung in Halle(180b.) 8°. S. 89. einen Maler aus der Schweiz um 1700. Hier sah' man von ihm 6 kleine Land-schaften, hohe Felsen und Gebürge voller Bäumeund Gebüsch mit durchfliessendem Gewässer, aufdem sich Schiffe und Menschen befinden; auchein angenehmes Mondstück war darunter. Ueber-hauvt legt man ihm eine gute Zeichnung und Hal-tung, und eine verständige Auswahl der Gegen-
V oet.
stände bey ; sein Colorit war glühend, und dieBeleuchtung wie bey Sonnenuntergang.
voelderndorf (Friedrich Wilhelm von),gebürtig von Baireukh, studirte bey Hölzer zuDresden die Architektur von 1807—8.
voeller, s. oben völcker.
* voenius, s. veen im Lex. und in diesenZusätzen.
voerior, s. im Lex. und oben voeirior.
v 0 erman (H.). In einem Zimmer des kost-baren Gebäudes, was die Gesellschaft Felix Me-ritis 1787. zu Amsterdam erbaute, bewundert manu. a. ein von ihm aus Papier sehr künstlich ge-fertigtes Modell, was das ehemalige Rarhhausdaselbst vorstellt. L-er/rbeeck l'sbleau
1809. p. 186.
* voerst (Robert van oder van der), gebo,ren um 1H96. Er gieng jung nach England . undarbeitete mehrere Jahre zu London ; sein letztesdort erschienenes Blatt ist mit ibZö. bezeichnet.Nach Robert Walpole hatte er auch Verschie-denes für Carl I. gemalt. In vanderdorrs Ca-talog über das Kabinet dieses Königs wird erdesselben Kupferstecher genannt. Er besaß dieKunst, in seinen Blättern die Farbe auszudrücken,und seinen Köpfen Charakter zu geben. Von ihmkennt man mehrere Bildnisse nach van Dyck; wiez. B. Carls I- und seiner Gemahlin aus EinemBlakte; dann des Grafen von Pembrocke, desJnigo Jones, Simon Vouets, und sein desStechers eigenes; andere nach W. I. a Delft ,Dobson, G. Geldoup, G. Gorzius, G. a Hond-horst, M. Mirevelt, D- MytenS, und TitianVecelli. Nach Basan (L«l. seo.) starb voerstzu London 1669. Nach GandeU-ni, welcher ihns. v, voerst und voorst gedoppelt aufführt,hatte er seine ersten Studien zu Utrecht gemacht,und in 162b. und 26. zugleich mit Joachim von /Sandra« die Akademie (?) besucht, der ihn dann1628. wieder zu London gesehen, wo er noch um1640 gearbeitet habe. Dann nennt G- von ihmeben auch ein Dildniß Carls I. und der Königinn,nach van Dyck, wo die letztere dem erstern eineLorbeerkrone aufsetzt, mit der zum Theil curiösenUnterschrift:
kiliu5 bio mgAnl et ^acobr; hgeo ?IIis mugni
Aeurrcr: 8oboles, üic miki, qusiis erlc?
Einige wollen auch von ihm vier Blatter mitThieren, nach Rol. Savery kennen. Sein Bild-niß von Chambar's gestochen, findet sich, wie wirglauben, bey Walpole.
* voerr, s. voorr. im Lex. und unten.
* voer (Alexander), der jüngere genannt;etwa, um ihn von seinem Mitbürger, Ferdinandvoer, zu unterscheiden? geboren zu Antwerpen i 6 i 3 . Man halt ihn für einen Schüler von Paul Pontius , dessen Manier er nachahmte. SeinGrabstichel hat viele Nettigkeit; aber in richtigerZeichnung und in der Wirkung des Ganzen bleibter hinter seinem Vorbilde zurück. Sein Haupt-blatt ist eine Kreuztragung nach van Dyck, indrey Blättern. Hiernächst kennt man von ihmMehreres nach Rubens : Judith mit tzolofernesKopfe, unter dem Namen der Kleinen Judithbekannt (vor der Adresse von Galle ); Rückkehraus Egypten (etwas verschieden gab es auch Bols,werth); Maria und das Kind, welchem Engeleinen Korb mit Früchten bringen; die Martervon St. Andreas, schön; St Augustin; St.Agnese mit ihrem Lamme; Seneka im Bade (vorder Adresse von Galle ); eine Cbaritas Romana;den Satyr mit dem Traubenkorbe. Dann, nachI. Fouquieres, Landschaften; nach I. van Hveck