Band 
Zweyter Theil [4].
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4031
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Voilta.

vokkt» ( ), ein geschickter (bey Fl'oriHo

K. S- II- 58 . heißt er »ausländischer'') Bild-nißmaler in Oel (1790.) zu St. Petersburg . Frü-her war er Schauspieler. Georg, Beschrei-bung von Er. Petersburg S. Ho.

v 0 inier ( ). Ein wenig bekannter Fran-zösischer Künstler neuerer Zeit. Auf dem Pariser-Salon 1806. sah man in Aquarell die Perspekti-vische Ansicht eines Triumphbogens, wovon esim pausanias Franqais S. 602Z. heißt: DieComposition habe im Ganzen sowohl als im De-tail gefallen; einzig hätte man die dabey ange-brachten kleinen Galerien (wohl: Nebendurchgänge)zu kleinlicht und unbequem, und der Majestäteines solchen Denkmals unangemessen gefunden.Eine Nachbildung davon findet sich im VII. HefteVon Dktournelle's Oranäs Prix ä'^rcliitec-lnre, oder stecueil äs divers pro)ets nouvesuxä'^rcbitecture.

vorn off (Michael), ein Maler aus Rußland ,von dem wir nur wissen, daß er ,790. die Dresd-ner-Galerie besah, und dort seinen Namen in dasFremdenbuch einzeichnete.

^voiriau eigentlich Dorr tot ( ). Nach

ihm, dem man (er lebte noch 176b) den Titel alskeinire oräin. äu Koi s ?aris beylegte (und derübrigens mit dem schon oben angeführten Wil-helm voeiriot Einer und Derselbe ist) soll nochferner gestochen seyn; von I. Danzel: 1 s Viei-larä stuäieux, Halbfigur, kl. Fol.; von Daulls:I'/Ipplication ä l'etuäs; von Duchsne: Der AbtN. Chanlatte; von Miger: Herkules und Ankeus,in gr. Fol. ; von Moitte: krsnqois äs 8cepesuxäs Visilleville; von le Vasseur für Daulls'sVerlag: Ein Madchew mit einem Vogel, tzalbfi-gur in 40. betitelt: I.L )euns 88 e voiucrs.

voirin (C. I.), ein Künstler aus Lotharin-gen, der zu Anfang des XVlll. Jahrhundertsin Rom arbeitete. Nach seiner Zeichnung hat N.Oddi den Frater Nicla Longobardis 1716. in 4°.gestochen.

* voisard, s. voysard, unten und im Lex.

vott, s. oben votgr.

vol: Abkürzung der unten folgenden Künstlervolckamer.

* v 0 laire ( ). Irgendwo nennt man ihn

den Chevalier Ioh. Anron volaire, und sagtdabey, er habe sich vorzüglich durch meisterhafteDarstellungen nächtlicher Ausbrüche des Vesuv berühmt gemacht. Nach dem wmklerschenEantkatalog war er Schüler von Vernet, wohnteum 1765. zu Rom , und fertigte dort schone Ma-rinen; späterhin gieng er dann nach Neapel , woer sich um 1770. aufenthielt, und setzt; sich end-lich zu Nantes . Einigen Nachrichten zufolge soller ursprünglich ein Engländer gewesen seyn. Inder Kaiser!. Galerie zu St. Petersburg (N°. 1807.und 1808.) findet man zwey Seeschlachten vonihm, deren eine die Zerstörung der OttomanischenFlotte (wann?) darstellt. Glaublich lebte vo-laire noch um ,788. Gestochen nach ihm (wahr,scheinlich zu der Zeit, wo er noch zu Paris fürdie Buchhändler arbeitete) haben P. du Flos dieSolvatarra, und C. Guttenberg den Ausbruchdes Vesuvs (1771. gemalt), wie wir denken fürdas Werk von St. Non gestochen. Dann kenntman ohne weiter» Namen als mit seinem pinx.bezeichnet (verlegt zu Paris bey der Wittwe vonF. Cherean): (Zsleres äs lVIssths sttaquantesuns 8nltane sur les cötes ä lsur igle» und:Vornbat entre äs navires krsn^ais et Angisis.

* v 0 lant ( ), welcher im Lex. unter dem

Art. von Sr-de laRiviere erscheint. Nach Gan-

Volckart. 4031

dellim hätte derselbe, neben Anderm, Reuter-gefechte in Holz geschnitten.

volaire (L.) Ein solcher soll ein Dildnißdes Czaar Theodor, Sohns von Johann Basi-lides, gestochen haben.

* volarerano, s. volrerra im Lex. undunten.

volcarr, s. unten vokckarr.

volckamer (Barbara), gebocne FiereroderVierer von Nürnberg , war in verschiedenen Kün-sten geschickt. Die Familie ihres Ehemannsbewahrt noch von ihren Arbeiten auf. Sie hei-rathete i(> 43 . den bekannten Arzt Höh- Georgvolckamer zu Nürnberg und starb hier den Tagnach der Beerdigung ihres Ehemanns, will'«Aürnb. Gelehrrenlex. IV. 12Z.

(C, T-) Inven. und H. Bölmannkecit; so bezeichnet rubricirt Müller's ver-zeichn. Nvrnbergischer Kupferstiche s. 1Z2.ein Blatt in gr Fol., welches die Ehrenpfortedarstellt, die 1712 zu Ehren Kaiser Carl Vl. inNürnberg gerichtet wurde. Dcmn I'. s. ,Z,., 52 . «inen Ehrentempel auf Kaiser Leopold ,und einen Triumphbogen auf Kaiser Joseph I. ,beyde in Fol. und bezeichnet: G vo! (ckamer),Inv.; I. G. Erasmus Dslineavit; L. C.Glorsch scul.

(G.) f. vorstehnden C T vblckamer.

(Joh. Christoph, ein Sohn der obigenBarbara, geboren zu Nürnberg 1644. und alsein angesehener Kaufmann hier ,720. gestorben.Die Blumen und Gartengewächse (er hakte nichtallein große Kenntnisse in der Gartenkunst, son-dern besaß auch selbst einen sehr schönen Gurren)die man in seinem Buche, betitelt: Nürnber-gische Hesperides II. Thl. Fol. 1708 ,4. findet,sind (von verschiedenen Kupferstechern) meist nurnach seinen eigenhändig nach der Natur gefertig-ten Zeichnungen gestochen worden. Von diesemWerke, was unsern volckamer zu damaliger Zeitberühmt machte, hat 17,0. E. Reusch den erstenTheil auch ins Lateinische gebracht. Will'»tZürnberg. Gelehrrenlex. IV. 120. ff. Manhat auch nach seiner Zeichnung zwey Meilen-Saulen (von 1697. und ,702.) in Kupfer.

volckarr (F. T. ), ein Kupferstecher zu Nürn­ berg , von dem man einen Prospekt des Ritter-utes Destenbergsrenth qu. Fol. kennt. Mül-er's verzeichniß Vlürnberg, scher Kupfer-stiche I. g6. S. auch unten Theodor volkerrs.

(Johann, oder Johann Fried-ich),Kupferstecher zu Nürnberg , geboren daselbst 1760.und noch lebend um 1809. Spuren von seinerArbeit findet man schon um 1778. Von ihm kenntman z. B. Blätter zu den von Daumgärtner ausdem Englischen übersetzten Ruinen von Pastum,zu Schrebers Säugethieren u. s. f. Obiges be-reits um 1789. Don Neuerm dann zwey Blätterzu I. G. Steinbuch's Analekten für die Natur-kunde. 8°. Frkf. 1802. nach des Verfassers Zeich-nung. Noch werden irgendwo von ihm ange-führt: Bildniß Siegm. Gabriel Holzschuher's.inFol., und ein Prospekt von Nürnberg aus demXV. Jahrhundert in qu. Fol. Letztres Blatt istnach dem Originalgemälde des M. Wolgcmuthgefertigt, was man zu Nürnberg in der Lorenzrkirche findet.

(Reinr'er), ein Goldschmied zu Nürn­ berg , wo er 1597. starb. Trexfel's erneuer-tes Gedächtniß des Sr. Johannlskirchhofs17Z5. 4°. S. 197.

* s. unten und im Lex. volkaerr.

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