4ozo Voigt.
und Frescomalerey. NachgehndS fertigte er dennauch viele Bildnissein Oel und Miniatur; maltein seiner Geburtsstadt, und zwar in der Johannis-kirche, die Brüstung am Chor in Oel , so wie fer-ner einen Thurm am Brückenthor und verschie-dene Privathäuser und Gärten al FreSco; endlichauswärts auch die Kirchen zu Euerbach undGochsheim mit biblischen Historien in Oel . AlsSchreiner, welchen Beruf er bis an seinen Todfortführte, lieferte er treffliche Mobilien aus Nuß-baum - oder Eichenholz, mit schön gezeichnetenFiguren, die zum Theil ausgeschnitten und einge-legt, zum Theil nur schwarz schattirk, zum Theilmit lebendigen Farben gebeizt, nnd dabey trefflichlackirt oder polirt waren. Sie gingen bis nachWien , Würzburg , Werthheim u. s. f. NebenObigem war voir, der 1795. zu Schweinfurt starb, nicht minder geschickt in der Verfertigunggroßer und kleiner Sonnenuhren.
voigt oder Foghr (Johann oder HansChrist.) Weinwich's Bunsthistorie , Dan-mark benenntihn auf letztere Art. Derselbe erhielt1808. auf der Akademie zu Kopenhagen einePreißmedaille im Zeichnen.
— — oder Vogt (Johann Christoph). Sosoll ein von Sagan in Schlesien gebürtigerGoldschmied heißen, dessen Bildniß Christian Ru-gendas, nach der Zeichnung von Joh. Lor. Hayd,geschabt habe.
— — (Joh. Gotilieb Lebrecht)) Schreibemei-ster an der Churfürstlichen Landschule zu Meisten,zeigte 1782. in össemlichen Blättern an, daß ereine Gründliche Anweisung zur Calligraphieauf Pränumeration (20 Groschen) herauszugebengedächte. Sie sollte aus drey Tabellen und eini-gen dreyßig gestochenen Vorschriften bestehen; de-nen letzter» wollte er zu jedem Exemplar, bessererEinsicht wegen, noch mehreres eigenhändig inHandschrift hinzusetzen. Ob übrigens dieses Werkwirklich erschien, ist uns unbekannt. M§r.
— — (Joh. Heinrich), gab, zufolge Beug-hem's kiblivAr. lVIathemstics, heraus, ein:Schreib-Formular. Hamburg 1670. 8". Ver-muthlich war er ein Schreib- und Rechenmeister,indem hier noch mehrere mathematisch«, astrono-mische u. a. Abhandlungen von ihm rubricirt sind,die meist in Hamburg , dann aber auch in Stade und in Lübeck von ibö 5 —8ii erschienen.
—(Johann Heinrich), ein GothaischerHofgärtner. S. oben Will'. Ludw. Sceitz.
— — eigentlich voigdt, (I. C-), stachsehr schlecht zu Hamburg nach der Zeichnung vonRond, einige allegorische Figuren und einen Pro-spekt gedachter Stadt zu: Neu vermehrtes Ham -burgisches Gesangbuch 1716.
— — (I- C. W.) soll eine petrographischeKarte vom Hochstift Fulda (Preist 16 Groschen)entworfen,gezeichnet u. herausgegeben haben. Der-selbe war, so viel wir vernommen, ein Bergwerks-verständiger aus dem Weimarischen, den der Fürst-bischof von Fulda vor ungefähr dreyßig Jahren,auf eine Zeitlang zur Untersuchung des mineralo-gischen Bestandes seines Landes berufen hatte.
— — (Martin), ein Bauwerkmeister. S.oben Martin Sora.
— — oder Vogt (Moritz), «in Pater, derum 1720. bey Zieger zu Nürnberg eine schöneKarte des Königreichs Böhmen in zwey Bogenherausgab. Haub er Historie d. LandkartenS 90. Irren wir nicht, so hat M. Kaussrr die,selbe gestochen.
— — oder vielmehr Vogt (Nikol.), Gehei-mer Legationsrath, ehemals (oder jetzt noch) Pro-fessor und Bibliothekar in Mainz , ein bekannter
Voille.
patriotischer Gelehrter, und zugleich geübter Zeich-ner, der sich zu Anfang des laufenden Jahrhun-derts namentlich auch mit der neuen Erfindung,auf Marmor Zeichnungen zum Abdrucken zu fer-tigen , beschäftigt halte. Dann erschienen zu Frank furt am Main bey Peroux: Pantomimische Stel-lungen von Henriette Hendel (-6. Bl.) Fol. vonihm beschrieben, und, wie wir glauben auch(freylich heißt es irgendwo: « mit unsicherer ^ in-korrekter Hand") gezeichnet und in umrissengeetzt.(Pr. 6 Thlr.) Eine sehr unvortheilhafte (aber da-bey wunderkrause) Beurtheilung derselben s- in derJenaer Lirrer. Zeitung 1810. ^ 5 . Aug.)
voigt (Niclaus), Königl. Dänischer Hofgärt-ncr und Schloßverwalter zu Friedrichsberg 1756.
— — (Paul), Goldschmied zu Dresden . S-oben Friedrich voigt.
— — (Ulrich Adolph), Königl. DänischerHofgärtner zu Freudenlund 175b.
— — eigentlich voit (Wilhelm), einMünz-meister des Pfalzgrafen von Beiden; um ,582.Eprers versuch einer Sammlung pfälzi-scher Münzen II. 2,4.
* — — (Wilhelm), ein Dildformer in Erde.,s. Vogt im Lex.
— — (Wolfgang), ein Maler zu Halle imMagdeburgischen, geboren , 58 j. gestorben zu ge-dachtem Halle iv 5 V. Er halte fünf Söhne ge-zeugt A. o/earr» Ooemrterm/rr §a-ro-Aa//e»Le.S. 121.
— — — — So hieß auch ein GoldschmiedzuZug in derSchweiz, welcher in 1602 in das dortigeBuch der Bruderschaft in die Ebre des H.Evangelisten und — Erzkanzlers Christi,St. Lucas, eingeschrieben wurde.
— — (von), ein aus dem Hessischen gebür-tiger junger Edelmann, der in 179. . zu Göttin-gen studirte, und hier bey Zimmer Unterricht imZeichnen nahm, auch nach »einer Lehre einigeLandschaften sehr mittelmäßig radirke. Er starbeinige Jahre hernach in ftmem Vaterlande.
— — ( ). Irgendwo rubricirt man un-
ter den 1792. in Dresden angekommenen Frem-den einen Architekt voigr aus Anspach. Obhierunter etwa der obige Carl Ludwig (v.) zuverstehen wäre? Scvwerlich.
— — eigentlich Vogt ( ). So heißt ir-
gendwo, ohne Weiteres, ein Goldschmied ausSachsen , welcher einzig durch fein Bildniß be-kannt sey, und wohl kein Anderer, als der obenangeführte Joh. Christoph v- seyn mag.
voigrländer (Carl Johann Heinrich, oderJohann Heinrich). Ein Stempelschneider, gebür-tig von Bettmar an der langen Wiese, eines dor-tigen Herzogl. Lüneburgischen Amtmanns Sohn.Er lernte die Kunst bey Christian Wermuth , derseine Schwester zur Frau hatte, und kam nachErsurth als Münz - Eisen- (s. K. Stein-) Sie-gel - und Wappenschneider. S. Das jetzt le-bende Erfurt 1702. u. Lochner's Samml.merkwürdiger Medaillen, Lh. VI. in derVorrede.
voigrlini (ChristianConr.), Architekt, s.obenvögrlini.
voigtmann (Carl Gottlob), zu Berlin ,wird in dem Berliner-Adreßkal. auf i 8 o 5 .,nebst andern mehr, unter der Rubrik: Daube-diente, Condukteurs und Feldmesser aufgeführt.
voigts s. oben voigr.
voille ( ). Nach einem solchen hat le
Beau das Bildniß des Rußischen GroßfürstenPaul Petrowitsch gestochen. S. auch oben viol.