Band 
Zweyter Theil [4].
Seite
4033
JPEG-Download
 

Vollevens.

berg, kieutnant Admiral von Holland um 1704.(dasselbe soll auch P. Tanjs gestochen haben);und (dies plnx. 1726.) der Rathspensionär Jfaakvan Hoornbeek,

Vollevens (Johann), der Sohn. DasBildniß des Gottesgelehrten Lud. Lim. Pielathat D. Coster nach ihm (A jun, p.)

in Fol. gestochen.

v 0 ll 1 mhaus (David Andreas), kömmt 1785.als Schreib - Rechen- und Zeichenmeister bey derlateinischen Schule in der Altstadt, zu Hannover vor. Und eben hier, in gleicher Eigenschaft 1802.ein David Anron volliilchaus, vielleicht seinSohn.

(David Anton), s. vorstehnden Dav.Andreas Vollimhaus.

voll mann (Johann Loren;, gewöhnlich Lo-ren;), der Sohn eines Haarkräuslers, geboren zuMühlhauscn in Thüringen 1787. Wahrend derZeit, daß er die Theologie zu Halle studierte, er-lernte er unter Prange die Zeichenkunst, zu derer viel Neigung in sich spürte, und der er sich,nachdem er ausstudirt und 1792. eine Hauslehrer-stelle zu Dolckenrode erlangt hatte, immer mehrbefliß. Ohne weitere Anleitung fieng er hierselbst auch an, sich mit dem Malen sowohl inAquarell als in Gouache und in Oel vertraut zumachen. Als er in seine Geburtsstadt zurückkehrte,trug ihm der dasige Magistrat 1800. auf, eineZeichcnschule einzurichten, der er 1816. auch nochvorstand. Obwohl vollmann eine Zeitlang da,bey zugleich Prediger an einer dortigen Kirchewar, so gab er jedoch, verschiedener Verdrieß-lichkeiten wegen, diese Stelle i8n. wieder auf.Vorzüglich beschäftigte er sich mit Landschaften,die er in Aaberlis Manier mit Wasserfarben aus-fertigte. Einige der schönsten Gegenden Müll-hausens, die er für den Preußischen General vonPellet, nach der ersten Preußischen Besitznahmedieser Stadt, in Oel malte, wurden der hochse-ligen Königin von Preußen geschenkt.

vollmar (Friedrich Wilhelm Heinrich), Her-zoglicher Obergartner zu Schwerin 1798. Viel-leicht war er ein Anverwandter von JohannConrad vollmar, der in gleichem Lande, damalsals Hofgarteninspektor zu Güstrow erscheint.

(Johann Conrad), s. vorstehendenFriedrich N)ilh. Heinrich vollmar.

wird 1271. und 128/». als Münzmei-fler zu Gotha genannt. Auch ein vollmar derjüngere kommt hier ,285. als Münzmeister vor.Beytrage zur Geschichte der Grade Gorha.das. 1767. 4°. S. 90. i2v.

s. auch bald nachstehend volmar.

vsllrveiler ( ) aus Offenbach , begab sich ge-gen r8o8. (». k. 1807.) nach London , wohin er dieKunst brachte, ZeichnungenundNoken mit Steinplat-ten abzudrucken. Er ließ sich dort ein Patent dar-über geben und nannte seine Kunst Parenr-Po-lyaurograpby. Andern Nachrichten zufolge, wares einer der Gebrüder Andre von Offenbach(dem der erste Erfinder dieser Kunst, A.Sennfttsder aus München , solche mitgetheilt hatte) derdieselbe 1801. zuerst in England bekannt machte,und das erwähnte Patent darüber auswirkte,welches dann von seinem Mitbürger Vollrveilerbenutzt wurde, als Andre späterhin sich nachSt. Petersburg begab. Von dem Unsrigen erschienzu London : 8pscimen8 ok polyauto^rspky.E- blich slson's Journal Febr . 1807. Tük>.Morgenbl. 1807. S. 98788.

volmar oder vollmar (Georg, oder Jo-hanna Georg), Geschichts- und Landschaftsmaler,wohnhaft in Bern , geboren den 2s. Apr. 1770.

Volmar. 4vzz

zu Mengen in Schwaben . ,-Srin Vater ebenfallsHistorienmaler wollte ihn nicht seiner Kunst wied-men, sondern bemühte sich bey seinem Sohn dieseNeigung zu unterdrücken, der dadurch genöthigtwurde, im Geheimen zu zeichnen und zu malen;als derselbe endlich seine schon gemachten Fort-schritte sah, nahm er ihn mit, um ihn in Kirchenund Klöstern beym Repariren und Malen derHeiligenbilder zu gebrauchen. Hier duldete derVater nie unverdientes Lob, das bisweilen demSohn, wegen feinem zarten Alter, von Nichtkennerngespendet wurde. Als endlich unter Joseph II. (im Vorder-Oesterreichischen) starke Rekrutirungenbegannen, wurde er genöthigt, das väterlicheHaus zu verlassen. Ohne Empfehlung und Lei-tung wandte er sich in die Schweiz . In Zürich wies ihn ein Unbekannter zum Pfarrer Lavater ,der ihn als Jllnminist anstellte; allein das Aengst-liche und Sclavische dieser Arbeit, wie auch derkaum zu seinem Unterhalt hinreichende Erwerb,verursachte, daß er sich nach zwey Monaten vondort weg nach Lausantte begab. Mit Miniaturerwarb er nun sein Brod. Er kam in Bekannt-schaft mit einigen jungen Künstlern, durch derenUmgang mehr Licht in seine Studien gebrachtwurde; zwey derselben theilten die Wohnung mitihm, um in ihren Uebungen sich gegenseitig zuunterstützen. Wechselsweise stand einer von ihnenModell, indeß die beyden andern darnach zeich-neten. Hier las er auch zum erstenmal S. Geß-ners Brief an Füßli über die Landschaft, der fürihn von großem Nutzen wurde. Aufgemuntertetwas zu gewinnen, versuchte er die Umgebungenvon Lausanne zu zeichnen, über welche Stücke ersich des Lächelns nicht enthalten konnte, als ersie späterhin sah Uaermüder zeichnete und stu-dirte er die Natur; in dieser Absicht durchreisteer die Thäler des Wällis, um schöne Partien undGegenden aufzusuchen. Kein Svaziergang warfür ihn ohne Nutzen. Besonders ließ er keinenschönen Sommerabend unbenutzt, um das lieb-liche Farbenspiel des Lichts im Großen sowohlals in einzelnen Parthieen, bey nahen und fernenGegenständen zu studiren und zu vergleichen. AISer sich in Bern häuslich niederließ, war er nochwenig gekannt. Seine lieblichen Landschaften er-regten die Aufmerksamkeit und den Beyfall derKenner; dies spornte ihn noch mehr an, seineKräfte zu verdoppeln; er dachte bey seinen Arbei-ten nur an den Ruhm den ein Künstler erreichenkann, nie an den Gewinn den seine Arbeiten ihmverschaffen sollten. Bey den kleinen Bergreisen,wo, wegen Anblick der großen Natur, die Seelezu erhabnen Empfindungen gestimmt wird, ent-warf er Skizzen; nur selten vollendete er an Ortund Stelle eine Zeichnung. So ward in seinerSeele das Gefühl fürs Schöne gebildet, dasnicht an Lokalitäten hängt (?). Stießen ihm schöneMenschen oder Gruppen von Thieren auf, sonahm er auch hier oder bey seiner Rückkehr insein Attelier flüchtige Skizzen. Auch bediente ersich mehrmals des Mittels, Figuren in Thon zumodelliren und darnach zu zeichnen. Ais er spä-terhin ansehnliche Bestellungen in Schweizertrachrten erhielt, nahm er schöne Menschen zum Mo-dellstehen. Seine glühende Begierde, Italien und dessen seine Kunstwerke zu sehen, befriedigteer erst, als ihm schon die Sorge für eine starkeFami-lie oblag. Er reiste 1807. nach Rom , und Ken-ner bemerken den Nutzen dieser kurzen Reise inseinen Werken. So arbeitet er noch jetzt ganzaus Liebe für die Kunst" u. s. f. S° lautet deruns mitgetheilte Artickel eines Kenners über ihn-Von ihm führt Meusel III. vörderst an: Goua-chen - Zeichnungen; wie z. B. die Insel Ufnau (von Ebel so kodtenerweckend Hutten's Grabgenannt) im Zürichsee , im Mondlichte, und, alsPendant, das Schncegebürgim Abendroth. Diese,nebst Andern» (namentlich, drey Blatter Schweirzertrachten) waren auf dem ersten Schweizerschen

F ffffffffffff --