Gaspar zwar heimlich Orvieto , kehrte im fol-senden Jahr aber schon wieder zurück. Es scheintals ob er auch als Mosaiker gerarbeitet habe.Die Letten II. 50. sprechen über ihn.
a'e/ Dr-omo «it Owreto p. 122. bis 126.i 3 o. Z02. 5 oZ. 3 o 5 . 385 .
volterra (il Prete da). So wird der obigeGsopar da volterra zuweilen genannt.
* volrerrano, s. Balthasar Franceschr'nroben und im Lex.
* voltolino (Andreas), geboren i 64 §. undlebte noch 1718. Lanzi (Lö. rer^.) III. 244.nennt ihn einen fleißigen oder gar gelehrten (sm-«liato) aber frostigen Maler, der mehr für'sBildniß als sur's Geschichtliche (wir fürchten —auch für's erstere nichts Besonderes) taugte.Sein eigenes eigenhändig gemaltes Bildniß fandsich um 1780. in der Sammlung der Malerbild-nisse des Grafen Firmian, die dieser auf demSchlosse Leopoldskron bey Salzburg verwah-ren ließ.
* voltri (Niclaus da), aus dem Genuesi-
schen gebürtig. Soprans sah noch Arbeiten vonihm, die er lobt, ohne bestimmt seinen Geschmackund seine Schule anzugeben. Lll. terr.
V. 285 .
voltz, s. gleich unten volz.
volvino, ein italienischer Goldschmied desX. Jahrhunderts. Von ihm soll das berühmtegüldene Kästchen (palliotto?) in St Anbrosio zuMailand seyn, das sich im Style mit den schön-sten alten Dyptichen in Elfenbein messen darf.Lll. ters. IV. 164.
volz (Johann Christian), Professor der Ge-schichte am Gymnasium zu Stuttgard, Antiqua-rius bey dem dasigen Münz - und Medaillenka-binet, Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften,und Ehrenmitglied der Stuttgardter Kunstakade-mie 1768. Ob ausübender Dilettante?
— — (J-), ein geistreicher und talentvollerMaler zu Nürnberg , der für den dortigen Kunst-verlag von Friedrich Campe sehr fleißig mit Zeich-nungen beschäftigt wird. Dieselben enthalten sa-tyrische Gegenstände, Allegorien, Stellen austeutschen Dichtern, vorzüglich aber Lagesbege-benheiten und Ktiegsvorfälle der vergangenenJahre; letztere Darstellungen, die meistHleischmann(Mehreres aber auch Nußbiegel) nach ihm radirte,und größtentheils ohne alle Künsilerbezeichnung.Campe verkauft dieselben — die jeder Kenner mitVergnügen sieht — gefärbt in 40. das Stück fürwenig Groschen, und findet starken Absatz damit.Auch zu einigen Büchern hat volz gezeichnet;so z. D. zu I. P. Gerlach's Erzählungen fürKinder. Nürnberg 1812. diese von Fleischmannradirt; zu dem Rheinischen Taschenbuch, wasi 8 i 3 . zu Darmstadt erschien , diese von Schwerdt-geburth. Er hak sich auch selbst mit der Nadelabgegeben, und wir kennen ein mittelmäßiges korlorirces Blättchen von ihm, was Seume's Grabauf dem Kirchhofe zu Töplitz darstellt; dann ei-nen Ausbruch des Aetna nach G. Hamilton, ineiner Art Tuschmanier geätzt und gefärbt in qu.4 ° , und bezeichnet: sc.» ckeL V. 2 snna et
Lomp.
von (Michael), ein sonst unbekannter Maler,von dem sich in der Kirche S. Maria in Vanzozu Padua ein großes Gemälde mit der Kreuzi-gung Christi vorfindet, bezeichnet: Die XXVIII.Nsrtii HILLLLLV. Op. Mrr/rae/rL /^o», undüber dem letzten Buchstaben ein Abkürzungszeichen,kitturs ch ksllovs x. 75. 5o6.
V 0 0 r h 0 u t.
vonc (Johann), ein Bildhauer zu Padua ,s. oben venci.
— — s. auch gleich unten vonk.
*vondimans (Joh. Cornelius), ist im Lex.gleich nach volrri zu setzen.
* vongellsey (de), Professor der Kupfer-stecherkunst zu Mailand 179 . Seiner gedenktGeißler's Beschreibung der neuesten Instrumenteund Kunstwerke, Thl. IX. (in einem aus denTransaktionen der Mailänder -patriotischen Gesell-schaft, ursprünglich entlehnten Aufsätze) als desExaminators eines von Jos. konghi erfundenenbeweglichen Tisches für Kupferstecher. (Solltees etwa ein grober Druckfehler für vangelistiseyn?)
* vonk oder vonck (C. oder I.). DieGallerte zu Dresden , wo er I. vonk heißt, be-sitzt von ihm ein von Hunden verfolgtes Reh,von Ruysdael mit einem dicken Gesträuche staf-firt, ein großes, 7, 4" breites, und 4^ >r" hohesBild; dann das kleine eines aufgehängten weißenFasanen. Dann das Kabinet des H. Hof - undLandgerichtsrAdvokaten Schmidt zu TodtenSchwan nebst anderm Geflügel; und: TodtenHaas; Vogel, Spargel in einem Korbe, u. s. f.S. auch den Schluß des gleich folgenden Art.
— — — — (Ellas). So nennt der ein-zige Catalog des Kabinets des H. Hof - und Land-gerichts Advokaten Schmidt zu Riel einen „für-trefflichen" Maler todter vierfüßiger Thiere, dener von obigem 6). oder I. vonck ausdrücklichunterscheidet. Ein dergleichen Bild besaß er (1809 )selbst von ihm, „so gut wie Snyvers" taxiert.Indessen glauben wir, daß dieser Ellas mit demvorhergehnden C. oder I. immer einer und der-selbe sey.
* vonlyn (Johann). Dergestalt findet manbisweilen den Namen des im Lex. befindlichenSteinmetzen Jod- Linz geschrieben.
voogd s. oben voigt.
voorde (Peter van de), stach für den Ver-lag von Jan Krolingen, eine Einfassung in gr.Fol. (mit Kindern und allerhand alten Kriegsar-maturen) in deren Mitte ein gutes Bildniß derPrinzessin Louise von Nassau, Gemahlin desMarkgrafen von Brandenburg (ohne Künstlerbe-zeichnung) eingedruckt ist. l)erer soll auch einBildniß Pabst Clemens X. gestochen haben.
* voorhour (Johann). Bisweilen malteer auch kleine Gesellschaftsstücke von nicht gerin-gem Werthe. Seinen Tod setzen Einige, statt1749. glaubwürdiger in 1719. an. Sein ersterLehrer, C. Verhout, war ein Conversationsma-ler, bey welchem er, sechs Jahre lang, wenig:stens Gelegenheit fand, Kleidung und Costume'szu studieren. Fünf andere dann brachte er beydem wackern Geschichtsmaler, Joh. van Noort,zu. In 1670. vermählte er sich mit einer Nor-wegerin von guter Familie, mit welcher er 1672.bey der Französischen Einnahme von Holland ,sich nach Friedrichsstadt flüchtete, wo er Vielesarbeitete, und durch seinen Ruf die Eifersuchtdes dortigen Jurian Ovens rege machte, wel-cher nicht (wie das Lex. sagt) sein dritter Meisterwar, wohl aber sich in der Arbeit ihm beygesellenwollte, und, als voorhour solches verweigerte,ihn zu bereden wußte, nach Hamburg zu gehen,wo er ein größeres Feld für seine Kunst findenwürde. Dieses fand er wirklich, kehrte aber den-noch, auf Zureden seiner Holländischen Freunde,nach dreyjähriger Abwesenheit wieder ins Vater-land zurück, wo er mit unermüdlichem Fleiß eineso große Menge Bilder lieferte, daß solche allmä-lig zwar nicht an innerm Werche verloren, aberdennoch um so viel minder geschätzt und bezahlt