ter Unterschrift enthaltene Jahrszahl 1687., we-der auf den Paul noch aus den perer de voseigentlicher passen will, so mag unser P. de vosetwa einer der vielen noch unbekannten Künstlerdieses Geschlechtes seyn.
* vos (Simon de). Derselbe war ein Sohndes vorgenannten perer des jüngern. In derLasseler - Gallerie steht von ihm ein an einemSchreibtische sitzender Geistlicher, dem ein Jungeeinen Brief überbringt, auf Leinwand (4^ v ja"hoch, Z, 9" br.). Nach ihm soll Pet. Clouveteine Kreuztragung Christi in fol. gestochen haben;und seine im Lex. bemerkte Hirschjagd soll sich indem Mechel'schen Düsseldorfer -Galeriewerk abge-bildet finden.
* — — (Wilhelm de). Sein selbstgemaltesBildniß war um 1781. auf dem Schloße Leopolds-kron zu sehen, in der dortigen Sammlung vonMalerbi'ldnissen des Grafen Firmian.
— — (de). In den Registern der Akademiezu Antwerpen , findet man überhaupt 37 Malermit dem Namen de Vos eingetragen.
— — oder Fuchs ( ), ein Medailleur
oder Münzmeister in Holland . Man kennt einensehr seltenen holländischen Dukaten von i73o.worauf er als sein redendes Zeichen — einenFuchs zwischen den Füßen des geharnischten Man-nes angebracht hat; woher derselbe gewöhnlichnur der Fuchsdukatcn genannt wurde. Es heißt,man habe den unsern nachher dieser Bezeichnungwegen zur Verantwortung gezogen!!
— — (de). So heißt auch ein Kunstliebha-ber und Sammler besonders von Handzeichnun-gen zu Amsterdam um 1792. Oeffenrl. hFach-richren.
— — s. auch gleich unten voß.
* vosge (de). So nennt der Catalog vonPaigiion-Dijonval einen Zeichner und Bildhauervon Dijon um 1770.; und als nach ikm, vonCopia punktirt, eine vom Amor begeisterte Sappho .-Ohne Zweifel derjenige, welcher schon oben«.v.Devoges und Devosges der Vater, erscheint.
* vosmeer (Jakob Walther). Er stammteaus einer alten Familie.
voß (Adolp), Königl. Dänischer Hofgarlnerund Schloßverwalter zu Jagersberg 1766.
— — (August Friedrich), Oberkwfbauinspek-tor zu Berlin ; i8»4- 33 I. alt. Taschenbuchfür Freymäurer auf i8o5. Cöthen S. -jbn.
— — (Carl Albrecht), Königl. DänischerHofgartncr zu Friedrichsberg in Seeland 1789.wohl ein Nachkömmling des obigen Adolph,oder des nachfolgenden David Christian.
— — (David Christian), Königl. DänischerGarteninspektor in dem neuen Werke bey dem Got-torfer-Schlosse 1756.
— — (Georg), ein Schüler der Akademiezu Leipzig , von dem man auf der Dresdner -Aus-stellung 1808. eine akademische Figur (auf braunPapier gezeichnet) sah.
— —. (I. F. B>), der dritte Sohn desDichters I. H. Voß, studirte die Baukunst unterWeinbrennerv und zeichnete, neben Andern,, fürdie deutsche Odyssee seines Vaters den Grund-riß von des Odysseus Wohnung.
Vosiermanns. 4043
voß ( ), wird in dem Hamburger-
Adreßbuch auf iLotz. als ein borkiger Malermei-ster benennt.
* -S- auch oben und im Lex. die Art. vos.
vossenkck (I. P.) So heißt ein französi-scher Kupferstecher um oder nach der Mitte desX VIII. Jahrhunderts, der das Bildniß einer MißFerard in Halbfignr auf einem kleinen ovalen Blattin rother Kreidemanier; und Anderes bann, wiez. B. l'Hrret äu sestin, nach Brion dela Tour;vornämlich aber nach Philipp Careöme: l'^veug-1e lrompe u. l'Hveuklo öetrompe, le Kerkercouronrie u. Ia kerkere couronnee, Alles ent-weder in schon erwähnter Manier oder in Farbenabgedruckt geliefert habe.
v 0 ster (A.) So heißt bey Haller ein Stem-pelschneider von Diessenhofen im Schweizerischen Canton Thurgau , der seit 1770. viele Geprägezu Zürcher-Münzen gefertigt habe.
* vosiermanns (Johann). Don angesehe-nem Geschlecht, hatte er eine gute Erziehung er-halten; und eben so wenig mangelte es ihm anGeiste, so baß er sich bald bey noch Vornehmembeliebt machte. Allein, dieß war sei» Unglück.Mit dem Titel und Aufzuge eines Barons *)führte er sich in Frankreich ein, und vergeudetedort in kurzer Zeit sein väterliches Vermögen.Wie er auch bey sseiner Rückkehr nach Holland sein Glück überall von sich stieß, erzählt schondas Lex. und noch ausführlicher Descamps I.187. u. s. f. Auf eine Weile gieng er nach Eng-land, und malte dort, neben Anderm, über einKamin zu Withehall die Ansicht eines der König-lichen Lustschlösser; ein Bild, welches mit kleinenaber zierlichen Figürchen von Herren und Damenso angenehm staffirt war, das solches Jedermann— gefiel, was ihm dann die Vermessenheit gab,dafür 200 Pf. Sterling zu verlangen. Als lhn derKönig hierüber ohne Antwort ließ, war er thö-richt genug zu erwarten, daß die Summe dennochfrüher oder später fließen würde, mittlerweile abersich durch neue Ausschweifungen in eine Schul-denlast von 900 fl. zu vertiefen, welche ihn zumVerhaft brachten, aus dem er, erst nach langerZeit, durch Zusammenschuß einiger seiner Kunst-genossen befreyt wurde. Ein alter Gönner vonihm, der Marquis von Bethune, als er sein Un-glück erfuhr, lud ihn schriftlich nach Pohlen ein;ob er die Zuschrift nicht erhaben, oder die imLex. bemerkte Reise nach Constantinopel **) die-ser Einladung vorgezogen habe, ist ungewiß,wohl aber bekannt, daß von da an keine Spurseines Daseyns mehr gefunden wird. Dalpole< S. 323.) indeß glaubt, er dürfte doch noch »achPohlen gegangen seyn Die wenigen in Holland übrigen Gemälde, welche seinen Namen kragen,sind noch ungewiß; einige mögen vielmehr Arbei-ten seines Meisters Zastlevens seyn, den er je-doch , nach dem Urtheile von Kennern (wie j. B.Hoet's) im Erfinden, in der Toccirung und imColorite noch soll übertroffen haben. Er hinterließeinen einzigen unbedeutenden Schüler, I. Sou-kens, ebenfalls aus Bommeln (nicht Bammelnwir das Lex. schreibt) gebürtig. Descamps sahvon ihm eine Rheingcgend im Kabinett des H-Bis-schop's zu Rotterdam . Auch Fi'oriHo V. 4^8. nenntvon ihm eine Ansicht von Sterling - Castle, mitFiguren von Wyck staffirt, und schließt daraus,daß er auch eine Zeitlang in Schottland sich auf,gehalten. Gestochen nach ihm (1768.) nennt dereinzige Gantkataiog Brandes eine Landschaft miteiner Meyerey von I. B. Godefroy.
^— s. auch oben u. i. Lex. die Art. vorstermann.
*) Und wahrscheinlich mit der ihm irgendwo angeeignetett» Titelszngabe de Sonnevak.
--») Die Gesandtschaft, welche er begleitete, war unter der Regierung Jakob n. (reg. ,685^-88-) abgeschicktworden.