Band 
Zweyter Theil [4].
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Urbain.

und ersten Architekten ertheilte, und das Münz -Haus zu Nancy zu seiner Wohnung anwies. Jetztdiente er dem Hause Lothringen , unter den Her-zogen Leopold I. und Franzlll. (nachmaligen Rö-mischen Kaiser) noch volle 35 Jahre, wahrendwelcher Feit er zu Rom , noch immerfort geschätzt,von Clemens Xll. (i/Z 5 .) zum Ritter des Chri-stusorden ernannt wurde. Wahrend jener letzten35 Jahren seines Lebens (er starb zu Nancy , nicht,wie de Fonrenai meint, 172».. sondern 1726.)fertigte er noch eine Menge schöner Schaumün-zen, und daneben vortreffliche architektonischeZeichnungen für Kirchen und andere Gebäude,die nach seiner Angabe errichtet worden. Dervon ihm gelieferten Echanpfennige und Münzenzahlt man an die 110, Darunter, neben jenen17 Päpsten, eine vollständige Folge der Herzogevon Lochringen; einige Schaumünzen für dasHans Orleans, für Svanien, für die Churpfalz ,für einige italienische Fürsten , Kardinäle, u. s. f.Dann aber auch von Gelehrten u. a. ausgezeich-neten Personen. Alle seine Stempel werden nochin dem Kaiser!. Kabinet zu Wien aufbewahrt. Schü-ler hatte er keine, ausser seine beyden vor und nachge-nannten Kinder 'Claudius Auguftin und MariaAnna. S. ein Mehreres von ihm in: Die vor-nehmsten Lebenslinist«nde des wegen seinerKunst inr Graviren hochberübmren RittersFerdin. de Sr. Urbain, und das Wesentlichedaraus in: Sammlung berühmt. Medailleursu. s. f. (g°. Nürnb. 778 ) S. 56 . und 17780.wo noch niedrere Quellen zur Kunde seiner Ar-beiten, seincrMonogramme u. s. f. nachgewiesensind. c.'»nf. Moehsen Th. I- S. 294. S. auchunten Urbanr.

2 Urbain (Maria Anna), Tochter des vor-sichnden Ferdinands, deren im Lex. am Schlußeseines Art. kurze Erwähnung geschieht. Dieselbewar sehr geschickt Bildnisse in Wachs zu poussi-ren, glücklich im Treffen der Aehnlichkeit, undschnitt auch, theils in Gesellschaft ihres Vaters,theils für sich selbst, schöne Schauvfenninge; soz. B. auf den Lothringischen Kanzler de la Ga-lantere, auf den Maler Charles zu Nancy , aufden König Stanislaus (>755.) u. s. f. In 1767.gienq sie zu ihrem Bruder nach Wien , wo sie demKaiser einen Medaillon von ihrer Hand mit sei-nem Bildnisse überreichte, und, neben andern Ge-schenke» von ihm und der Kaiserin, ein Jahr-geld, und Stellen in der Milnairschule für ihrebeyden mit dem H. de Vaultrie (Capitains pre-vot kioyal cle I'/Lvantggräs Horraine) erzeug-te» Söhne erhielt. Mit diesem ihrem Gattenlebre sie zu Nancy wenigstens noch 176g. Aufihren Schaumünzen führte sie indessen bloß ihrenGcburksnamen. Gamml. berühmter Medail-leurs u. s. f. S- 18182.

( ). So heißt in Meusel's

Archiv I. (4.) i 5 ch wie es scheint durch argenDruckfehler, da gleich darauf der Name Ma-nard folgt, einer der Stecher von Filhols:Lours lii8tor>gue ci elcmentsire etc. der wahr-scheinlich (verbunden mit dem Manard) kein An-derer, als Urbain Massard seyn wird.

Urbau (Bernhard), Bambergischer Hofgärt-11er zu Geyerswerth 1764.

(Conrad), Hofgärtner des Churfürstenvon Mainz 1791.

(Hans), genannt Wendel, von Wild-berg oder Wieberg, damals Bürger zu Suhl ,und Sebastian Daberrshauser von Sichard's,hoben 1608. den Thurm der Pfarrkirche im Hen-nebergischen ab, und erhöhten ihn mit zwey steiner-nen Stockwerken.

(Johann Martin), wurde um > 755 .als Hofglasschneider zu Gotha angestellt und scheint1795. gestorben zu seyn; wenigstens kommt er zu

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dieser Zeit aus den Gothaer Hof- und Adreßka:lendern abhanden. Vielleicht war er ein Anver-wandter des obigen Johann Christoph L>rban zuWeimar .

Urba n, ein Jesuit und berühmter Baumeister,der die Hospithalkirche zu Düsseldorf erbaute;welche Kirche Joh. Georg Bergmüüer schön alFresco ausmalte. Hirsching's zJachrichren

v. Runstsanimk. VI. 47.

*Urbani (Dartholomö). SeineSchrift, vonwelcher das Lex. spricht, führt zum Titel: Ne-morie lle' risarcimenti satte nelle 8tsn2e lli-plnts «ja Uakselle 6 'Orbino nel pala^o Vati-cano llr>I Lavaliere Oa»/o etc. g guall

su llato principio nel me 8 e lli blsr^o 1702. esuront) terminati nel me 8 e öl ImAlio 1708.

(G. A.), hieß, wie man irgendwo sagt,Johann (Giovan) Anton.

(Hercules), war 1672., nebst demGiannl di Glulio von Siena, beschäftigt, dieschöne und mit den Statuen der vier Evangeli-sten, nach der Zeichnung des Hipolims Scalza,verzierte Kanzel von Nußbaumholz in demDome zu Orvieto zu fertigen. Ltör-r'a 4 . Q»o«roist Orrr'cko p. i 53 .

(Michael Angelus). Dieser alte Glas-maler von Corlona scheint, so wie sein Mitbür-ger Mass porro, und Barrista porro vonArezzo, aus der Schule Wilhelms von Arezzo gekommen zu seyn, und in Tvscana sowohl alsauswerts, in der zuerst von Flammändern nachItalien gebrachten bessern Gattung dieser Kunst(nämlich die Farben auf das Glas einzubrennen)gearbeitet zu haben. LmrLr. ter?. I. i 83 .

* ( ). Den Namen eines solchen

findet man auf einer Schaumünze König PhilippV. von Spanien, ohne Jahrszahl. S. RleineBeytrage zur Aufnahme u. s. f. der Münz-wissenschafr. Noch scheint es uns ungewiß, ober nicht mit Ferdinand von Sr. Urbain Einerund Derselbe sey?

Urbanis (Julius), ein Maler von St. Da-rstelle» , Schüler voll Poniponius Amalteo. Vonihm sieht man noch, in Fresco an der Mauer einerLocanda in der Vorstadt seines Geburtsorts einesitzende Madonna mit dem Kinde, deren Thronder Apostel St. Thomas, St. Valentin u. a.Heilige umgeben, mit der Jnnschrift: OpusA«/st ö/rSamL 157/,. ungefähr im Geschmacke ge-dachten seines Lehrers, undPvrdenone's. LanM Lll.tei-2. III. 98-99,

* Urbanood. Urbins (Peter) von Pistoja,Bildhauer, Schüler von M. Angelo. LanLk<Lcl. tei-2.) II. 143. scheint ihn auch unter dieMaler zu zählen, und nennt ihn sinnreich, abervon unerträglich mühsamer Arbeit (lntolleruntsöl kstica?)

Urbansky (Johann Georg), ein Bildhauerzu Breslau um 1726. Unter der großen MengeHeiligen und andern Statuen die er fertigte,zeichnen sich zu Breslau folgende aus: Das Bildder streitenden Kirche auf der Domkanzel des H.Johann von Nepomuck vor der Kreuzkirche aufdem Dome, und der gleiche Heilige am Matthias-kirchhofe; s. Beschreib, d. Sradr Breslau.Drieg 1794- L°. S. 44 o.

* Urbsnus. S. Felix den Freygelassenen.So verweis't uns einer unserer Freunde aus u»Sunbekannter Ursache.

*Urbin(St.) Nach einem solchen soll S-Tho-massin das Bildniß des Herzogs von Lothringen Leopold I. gestochen haben. Sonder Zweifel istaber der oben sowohl als im Lex. enthaltene Fer-dinand Saint Urbain hierunter zu verstehen.

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