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Zweyter Theil [4].
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4050 Urbinas.

Urbinas (Cajetanus), ein Kupferstecher; s.oben «sajeranus.

u r h i n e l i i (N.) So nennt Lanzi (. terr.)H. 159. einen Maler des XVlI. Jahrhunderts,gebürtig von Urbino , als einen kräftigen Künst-ler (risoluko) und trefflichen Coloristen, der sichganz an die Venetianische Schule hielt.

v Urbino (Carl da) von Crema. Sein Testa-ment datirt sich von r 585 . Lanzi (L6. terr:.) III.2H2. s. v. Urbini, nennt ihn (sonderbar) einenbeschränkten (Umirsto), graziösen, in Perspekti-ven erfahrnen, und auch für's große Geschichtlichegeschickten Maler. Proben seiner Talente gab er<» dem Saale des Stadthauses, wo er Gefechteund Siege seiner Mitbürger darstellte; eben soin mehrcrn Kirchen. In St. Domenico wollteman seiner nichts, und zog ihm einen gewissenUriel de' Gatti, ebenfalls aus Cremona , einen,in Vergleichung mit ihm, schwachen Künstlervor, was ihn unwillig machte; so, daß er nachMailand ging. Seine al Fresco's in St. Lorcnzo(zu Crema oder Mailand ?) enthalten mehr dasSaamenkorn als die wirkliche Frucht eines gutenMalers. In Oel gelang es ihm besser, wie z. D.in seinem Heiland, wie er vor dem Leiden vonseiner Mutter Abschied nimmt, in Maria di St.Cello zu Mailand , wo er die Nachbarschaft ver-bessern Lombarden seiner Zeit nicht scheuen darf.Lomazzo thut seiner Meldung, wo er von Künst-lern spricht, welche ihre Arbeiten der Stelle, wo-für sie bestimmt sind, und den Kosten die mandarauf wenden kann, anzupassen wissen; wie z.B. die Alken es nicht verschmähten, sogar aufTrinkgeschirre u. drgl. etwas von Kunst anzubrin-gen. Noch an einer andern Stelle (I. 0. I V. 227.)nennt Lanzi den Unsrigen einen zwar wenig ge-priesenen, aber darum nicht minder einen derwürdigsten Künstler seiner Zeit. Nach Gandellin»s. v. Urbini hätte Larl selbst einige Blätter,Gegenstände aus den freyen und mechanischenKünsten in Kupfer geetzt.

(Crocia di). Baidinucci zahlt einensolchen unter die Schüler von Raphael , und führtvon ibm ein Bild bey den Kapuzinern zu Urbino an, ohne dessen Gegenstand za benennen.

. rerr. 1l. 96.

* (F.). Don einem solchen hat man,wie es irgendwo heißt, eine Medaille von 1707.auf eine Herzogin von Lothringen ; ohne Zweifelist aber F. Sr. Urbain hierunter zu verstehen.

* (Johann und Franciscus), von wel-chen nur der Zweyte im Lex. erscheint, und näm-lich der dortige Johann (Ravhaels Vater) einganz anderer als der Unsrige ist. Diese hingegenwaren, der: Oiscri^ione oSeporica Solls 8psßna(il. Go.) zufolge beyde Hofmaler in Spanien noch um >575. und zierten das dortige Eskuriataus. Franz war jung nach Spanien gekommen;aber, mit viel Genie versehen, ward «r bald eingeschickter Künstler , von dem sei» Zeitgenoß D-Signenza, u. a, welche in einem Kloster desgedachten Escurials sein Urtheil Salomons gese-hen haben, viel Gutes spreche». Er könnte ein Schu-rr 00» Darocci seyn. /.a,«(b)S. teer.) ll.IhHo 5 .

* (Prcte da), s. im Lex. Ebendensel-ben s. v. s)rere da Urbino und oben Derer dellaVne. Sein dortiger Art. sollte eigentlich hierheroder unter gestellt sey».

* (Raphael dc), f. Sanzio.

* - (Terenzio da), st Terenzio oben u.im Lex.

* (da), s. auch Sanzio im Lex. undoben.

i») Ob solches nicht ein Irrthum sey? Als Maler wird

Vries.

* vree (Niclaus de). Johann Luyken war

seine einzige Bekanntschaft, weil derselbe mit ihmder nämlichen religiösen Sekte anhing. SeineBlumen sind mir einer Frischheit gemalt,'die sieum sich her zu verbreiten scheinen. 111.

27871. Don ihm besaß (1809.) der Hof- undLandgerichts-Advokat Schmidt zu Lieleinunge-mein natürlich" genanntes Still-Leben (?V wor-auf Disteln mit Schmetterlingen, Pilze, Raupenund eine Schlange.

* vreem (Anton), lssorhnagel (N°. io 5 Z.)hält ihn für einen Schüler Wilh. van Mieris.

Uria (Peter de), ein Portugiesischer Baumei-ster. Derselbe errichtete die Brücke zu Almarazüber den Logo, wenige Meilen von Plasenzia;ein Werk, das mit den kühnsten dieser Gattungzu vergleichen ist. Zwey gothische Bogen bildendas Ganze H8«V lange, 22'breite, und hoheWerk. Die Ocffuung des einen Bogens ist voni 5 of?, das andere von 119^ Die Pfeilergleichenhohen Thürmen, und der in der Mitte ist auf ei-nen Felsen gebaut. An einem dieser Pfeiler istringsum ein Epaziergang angebracht. Eine Jnn-schrift belehrt, daß das Werk in i 552 . gebauenworden. Mirsia L<l. rsrx. l. Z»h.

* vriendt (Franz de). Schon das Lex.weist über diesen Künstler auf den Art. seinergewohnter,, Benennung, Franz Floris , zurück.Unter dieser erscheint er auch in den gegenwärtigenZusätze». Zur Berichtigung der Genealogie derKünstler de vriendt, welche sich im Lex. «. v.Floris befindet, dient noch Folgendes: SeinGroßvater hieß Jan; sein Vater, ein Steinmetz,(sornelis; sein Oheim, ein Bildhauer, <tiau,dius. Seine drey Bruder sind im Lex. ganz rich-tig angegeben. Dann aber hatte der Unsrige,neben dem auch dort angemerkten Sohn Franz,noch einen zweyten, der die Kunst übte, JohannBaptist, von dem uns aber nichts Welkeres be-kannt ist. Fiorillo's Deurschi.II. 45 o. Not. a.Durch die dortigen Nachrichten von Franz demältern sind die unsrigen, oben unter Floris ent-haltenen, zu ergänzen.

* vries (Adrian de), geboren um 1601. In

Deutschland besitzt unsers Wissens, die einzigeKK. Gallerie zu Wien die lebensgroße Haibftgureines vornehmen Manns mit einem Stutzbart *),auf Holz gemalt. Der Hchnklersche Gantkata-log nennt seine Bilder in Stein, Wachs undgebrannter Erde: Se petits tsblesux (also wohlBasreliefs). Nach ihm gestochen haben: L. Ki-lian zwey von ihm zu Augsburg errichtete öffent-liche Brunnen; I. Müller »zehn andere Brunnen"(heißt es irgendwo). Wahrscheinlich meist diese,werden bey winkler ausdrücklich genannt, undalso rubrizier: Folge von drey Blättern mildemGabinen-Raub, nach Wachsfiguren; Merkur undPandora, in drey verschiedenen Gruppen, nachde vries Arbeit in Erzt zu Prag ; Apollo mitKöcher und Bogen, zur Linken die Schlange Py,lhon auf einem Berge. Dann besonders: ssonsex msrmore et surickslec» cum ims^inibusHercuüs et Llisritum -Zu§. VinSel. in korovinsris opus stupenllum. äe ,

Us ^iensis sculptor ku^us sontis, cum sculp-luroo tum arckiwcturee inventoe, in zwey Blät-tern ; und Herkules, der den Drachen lochet, wasden obern Theil gedachten Brunnens ausmacht.Anderwärts wird noch, ebenfalls von Müller,nach de vries genannt: Die Frau vom Rückengesehn, die sich im convexen Spiegel beschaut. Von Aeg. Sadeler endlich das Bildniß Kai-ser Rudolf ll. zu Pferde, und von L. Vorster-mann etwas uns Unbekanntes; wahrscheinlichAlles schöne Blatter. Noch heißt es irgendwovon dem Unsrigen: »In der Cathedrale St. Jo-

er sonst nirgends genannt.