Band 
Zweyter Theil [4].
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4053
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Urmeifler.

Uruieister (Wolf ), ein Seidensiicker zuWurmsen in Sachsen . Von ihm wissen wie ein-zigdaß seine nachgelassene Lochten in 16/,?. heirathcke.

* Urna (Niclaus deß'). So heißt bisweilender rJiclaus dell' Arca deS Lex., welcher gemein-schaftlich mit Johann pl'sano an einem Grad-Altar der Kirche St. Dominicus zu Bologna ar-beitete. Mit zwey Figuren (St. Pctrons auf demGipfel dieses Denkmals, und eines knieendenEngels mit der Fackel) wurde solches späterhinvon Mich. Angelo vervollständigt, der dabey ei-ne der frühesten öffentlichen Proben seiner großenKunst ablegte, Uistoirs 8. I. psinkure ey Ita-lic, p. M ü. ^(«bertiu) II. 202.

* vroem, s. sofort vroom.

* vromans ( ), genannt Schlangen-

maler, ei» seltsamer Kauz, der eine Maschinezum Fliegen erfand, und bey dem ersten Versuche,was sie tauge, sich den Hals brach.

-2 vroom (Cornelius Henrichsen, FriedrichHenrichsen, und Heinrich), s. im Lex. den Art.Heinrich Cornelius vroom, und, gleich imfolgenden, eine etwelche Berichtigung in Rücksichtdes Cornelius Henrichsen.

(Heinrich Cornelius). CorneliusHenrichsen war nicht sein Vater, sondern seinStiefvater *) und Lehrer, der ihn hart hielt.Daher seine frühen Reisen nach Spanien , woer in die Hände elender Meister geriekh, welchedie Spanier Pintamones (Affenmaler) nennen.Nachdem er aber späterhin Italien besucht hatte,betrat er eine edlere Bahn, wurde in Rom eininniger Freund von Paul Brill , und arbeitetefür den Kardinal von Medicis zwey Jahre lang.Wann er eigentlich nach England gekommen sey,ist aus den Nachrichten über ihn nicht deutlichzu entnehmen z glaublich indessen theils vor,theils nach seiner Reise in Spanien , auf welcherer bekanntlich Schiffbruch gelitten hatte. InEngland fertigte er, neben Anderm, für denGroßadmiral Graf von Nottingham eine Zeich-nung , welche die Niederlage der Spanischen Ar-mada 0588 .) darstellte, die ihm mit 100 Gold-gülden (!) bezahlt, und nachwerts von FranzSpirinx in eine Tapete gebracht wurde, welcheman »och gegenwärtig im Hause des Lords be-wundert, und Pine in Kupfer gestochen hat.Einiger anderer Bilder von ihm wird bey Des-camps I. 254 55 . oberflächlich Erwähnung ge-than. Zftorillo V. 24041. Lauzi endlich(b)ll. ter?.) II. 2oo2ot. fällt, aus eigener An-sicht von sechs Marinen, die sich von vroomin der Gallerte Colonna zu Rom befinden, überihn das Urtheil daß er bcßer den HolländischenSchiffbau und Echiffbewaffnung als die Phäno-mene des Meers und der Luft verstanden, undDaß man viele seiner Bilder gekauft habe, nurum daraus über jene erstgenannten GegenständeUnterricht zu schöpfen. Noch bemerkt Lanzi:Guariemi mache aus diesem Künstler drey ver-schiedene, deren Einen er Heinrich Uron (Brom )von Hartem, und den Andern (auf Palomino'«Authorität hin) den Marinen-Heinrich nenne,Der zu Cadix geboren worden, u, s. f. Nachihm kennt einer unserer Freunde einige geetzteMatter, auf denen er sich theils Aerrr. /H00Minv., theils inv. bezeichnet. Sie

sind: Eine sehr breite Frise, Lornelis Clsesrwonexc., die viele Schiffe und Soldaten zeigt, mitder Ueberschrift: Lct>'pomg classis bis MillsoctiAsntaruin nsvium. Ouctors ftl. PrincipeNsuritio Xsssovio in kOnllrism appulsos 22.lunii LI. VI.; ein bewegtes Meer an einem Fel-sengestade , vorn ein Walisisch, in der Mitte ein

Usin§. 40ZZ

Kriegsschiff, in qu. Fol. von Meyuert Jelissengestochen ( Zeäruckt t'Lmsterstam bv LornslisIsnssen Huno 1612. (eine frühere Verlagsadressrscheint ausgelöscht zu seyn); und ein Eeestück,Cornelius Xicolai exc., mit der Unterschrift:Puisguis pontivsASS trsbibus, in gn. kl- Fol.Folgende drey seiner Seestücke in qu. Fol., sindohne äffe Künstler- und Verlagsbezeichnung nachihm gestochen: Eines wo in den Wolken Phae-teon's Fall mit dem Sonnenwagcn; zwen Schiffedie sich mit einem Kanonenschuß« begrüßen; und,ein Seestück, in dessen Mitte ein großes Schiffbefindlich ist, an dem man Matrosen auf denStrickleitern klettern sieht.

* vroom (I.). Als so bezeichnet nennt(1809 ) der Catalog des Kabinets von H. Hof-und Landgerichts-Advokaten Schmidt zuRielemegut ausgeführte waldigte Landschaft mit Figuren,und den Meister (der übrigens schwerlich ein An-derer , als der gleich vorstehende Heinrich Cor-nelius ist)einen angenehmen Landschafter vongutem Baumschlag und Färbung."

Urrea (Michael de), Spanischer Baumeistervon Fuentes im Tolcdanischen, lebte zu Anfangedes XVII. Jahrhunderts. Von ihm kennt maneine in Alkale gedruckte Spanische Uebersetzungdes Vitruv .

Ursel (van), ein neuerer berühmter Bildhauerzu Amsterdam . Dort sieht man von ihm in derkatholischen Kirche zur Barmherzigkeit (8e Hiekie)welche durch van der Hart 1 / 84 - erbaut wurde,die zwey großen Statuen der Mutter Gottes unddes Johannes, so wie die Basreliefs des Com-muniontisches und der Kanzel (über derselben dieallegorische Figur einer Charitas). Alles diessehr künstlich ausgeführt. Dab-

iean II. 1809. p. 127.

* Ursela ( ). Im Deutschen Merkur

von 1780. S- 228. wird dieser Künstler Ursulagenannt, und seine Manier mit Lerburgh's ver-gliechen. Von seiner Arbeit fand sich in derChurfürst!. Gallerie zu HessenrCaffel. In 1754.sah Heinecke (II. 6Z) noch von ihm im Kabi-nett Lormier im Haag (was seither 176Z. dortverkauft wurde): Einen Junge, der Saifenbla«sen macht, und eine Nätherin.

Ursenrhaler (Ulrich), kommt im Jahrei 5 gZ. als kaiserlicher Münzmeister in Tyrol vor.Hirsch teutsches Münzarchiv I. 294.

* Ursius (Loelius), s. oben und im Lex.Grsi.

* Ursula, s. Ursels oben und im Lex.

* Ursus. Lateinischer Name des Arn. Beerdes Lex.

vrydag( ). Ihn nennt des Ser/5-

beeL Drb/ear- 1809. p. 2(19. als ei-

nen damals dort lebenden Kupferstecher.

* Vrye (Adrian de). In Fiorillo'sDeutschland II. 482. heißt er Adrian G. deVrye.

* (Dirk, d. i. Theodor de). Des-cams I. 147. nennt ihn schon um i 5 Zo. DasDatum seiner Bilder zu Gouda ist im Lex. ini 58 i. zu berichtigen.

Usiel ein Goldschmied, undMalchius, einesGoldschmieds Sohn, halfen das Haus Gottes inJerusalem zu des Nehemias Zeiten auferbauen.Lfiepemias III. v. 8. XXXI. v. 82.

Using (I.) Ein solcher soll 8 Blätter für eineTragödie des Holländischen Dichters Jac. Catsgestochen haben. Wir wissen nicht, ob unter ihm

«) Fioriklo'» Deutschland n. szx- vermuthet in dieser Angabe irgend einen Irrthum.