Band 
Zweyter Theil [4].
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4054
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4 o §4 Using.

derjenige Using zu verstehen seyn mag, dessendie Beschreib, d. Stadt Breslau . Brieg 1794.8 °. E. 44». auf eine mangelhafte Weise gedenkt,wie folgt:Von ihm hat man einen großen inKupfer gestochenen Prospekt der Stadt Breslau ,unter seinem beygesetzten Namen."

Using (N. N.) So heißt bey Hüsgen (ErsteAusgabe S. rZ 4 -) derjenige Künstler, welcheroben, nach der Zweyten Ausgabe, als EonradUnsin wohl richtiger erscheint. Mit dem gleichvorhergehenden I. Using mag er übrigens nichtsgemein haben.

Uslaub (David). S. oben, aus Versehen,Dav. Urlaub; denn Uslaub ist sein richtiger Name.Dort ist das Citat des Magazins der sächsischen Ge-schichte wegzustreichen u. dafür die Urquelle zu setzen:sVIiso. 8axon. Jahrgang 1777. S. 186. Gedach-tes Lustbaus, in dem man oben in der Kuppelseinen Namen mit 1599. liest, wird wegen derbesondern Verbindung des Sparrwerks als einwahres architektonisches Kunststück betrachtet.Uslaub, den man bisweilen fälschlich auch Us -lau nennt, war noch 1614. zu Dresden am Leben,wie man aus w 0 lfg. Gerber'« Relation! e.Srahlschießens 1614-Dresd . 1616. 4 "-entnimmt.

Uslengi ( ). So heißt bey Mensel

II. (1789.) ein damals zu Crcuznach in der Unter-Pfalz lebender Bildnißmaler aus dem Mailandi-schen gebürtig (irgendwo heißt es ausdrücklich,geboren 1769.), was uns vermuthen macht, daßderselbe mir dem im Lex. enthaltenen Uslengivon Pavia in Verwandtschaft gestanden seyn,vielleicht gar des letzter» Sohn seyn dürfte. BeyMensel lll. (1809.) erscheint indessen auch derUnsrige nicht mehr.

Ustamber (Peter von), ein Spanischer Bau-meister des XI. Jahrhunderts, der, auf Befehldes Königs Ferdinand von Caililien, die ärmlicheKirche von St. Johann Baptist« zu Leon nieder-riß, und eine neue aus Stein erbaute, welche demH. Jsidor gewcihet ward, dessen Gebeine manaus Seviglia hieher brachte. In dieser Kirchefindet sich auch das Grabmal des Baumeisters,an welchem eine Jnnschrift von dessen Enthalt-samkeit und Wunderkraft viel Aufsehens macht,und zugleich belehret, daß er noch eine Brücke,von Ustamber genannt, errichtet habe. ^Msi«

Dtl. tS 72 . 1. Ir8.

Usteri (Hans Rudolph). So hieß ein ge-schickter Maler von Zürich in der Schweiz , dersich an die 4 » Jahr in fremden Lande» aufhielt,dann aber nach Haus kehrte, und bald hernach(1690.) in seiner Vaterstadt verstorben war. Mankennt sein Bilvniß von einem L. 8. gestochen.

(Heinrich). Ein vor etlichen Jahrenzu Zürich verstorbener Kunsidilettante, Oheim desnachfolgendem Martins Usteri, zeichnete mitvielem Geschicke Land - An - und Uebersichten.So z. B- Vus tle HobintlelleZi prss il'Lmsle-^oln , am Tage des Gefechts (2. Mai 1798.) nachder Natur. Dieselbe erschien gestochen (ro" hoch," br.) bey Füßli und Compagnie in Zürich (braun » 4 Livr., colorirt 6 Livr. 12 Sols) miteiner historischen Beschreibung.

(Martin), geb. zu Zürich 1760. aus einerKunst und Wissenschaft liebenden Familie daselbst,Mitglied des täglichen Raths (seit i 8 i 5 .),nicht bloß Kunsidilettante, sondern selbst ausüben-der Künstler von ausgezeichneten Talenten, beson-ders für Darstellungen des Mittelalters, so wieder auf dasselbe nächstfolgenden frühern Jahrhun-derte, deren Geschichte, Denkart, Sitten undCostumes er sich zu seinem vorzüglichsten Studium

Utika.

gemacht. -' Dabey geht seine löbliche Tendenz da-hin, die Tugenden der Vorzeit, und die Kraft,den Ernst und die Einfachheit, womit solche vonbeyden Geschlechtern in allen Standen und Alterngeübt wurden, durch seine Kunst zu verstnnlichen,und seiner ganz anders denkenden Jtztwelt, womöglich, aufs neue liebens- und empfehlenswür-dig zu machen. Wer kennt nicht jenen aus 9 Blät-tern bestehenden Cyclvs von: Muttcrlreu wirdtäglich neu *), und das in edle Galle getauchte:Vater-Unser eines Unterwaldners in 8 Blatt, beydein Aquatinta (letzteres von M. Wocher) geetzt,und beyde sowohl braun als in Farben ausge-tuscht; wovon (gefärbt) das erstere 12, daszweyte (von Herren Wocher selbst illuminirt)20 st. kostete. Eine strenge, und, zumal wasletzteres betrifft, freylich ganz unbegründete Critikdieser beyden Folgen s. in Mensel'« ArchivI. (Z.) 5840. und, nebst detaillirter Jnhaltsan-zeige, eine unbeschränkte Belobung derselben inder Bibl. d. red. u. bild. Lünste I. (2.) S.00916. wo auch noch einer ähnlichen drittenFolge, desDankpsalms eines Unterwaldners, kurzeErwähnung geschieht. Diesen folgte der auf demZürcher -Salon 1806. aufgestellte Künstler-Spie-gel mit der beygefügten ächtgelauntcn Erklärungin Knittelreimcn, von dem Künstler selbst verfaßt(I. c. II. (2.) 8697.), so vieles andern Neuernund Aeltern nicht zu gedenken, womitjdieser uner-mudete Liebhaber alles Schönen und Guten imLeben und in der Kunst, während einer langenReihe von Jahren, mehrere der Zürcherschen so-genannten Neujahrgeschenke, dann die Helveti-schen Almanache, und in neuern Tagen die Bcr-nersche Alpenrose durch (bald von guten, baldvon jämmerlichen Künstlern gestochene) Zeichnun-gen und Gesang so anziehend ausgestattet hat,baß, bey Erscheinung dieser periodischen Kunst-gaben, immer nach den Erzeugnissen seines Gei-stes und seiner Hand vom ganzen Jnn - und zumTheil auch im AuSlande immer am Allerersten ge-fragt wird, so wie sein schönes Lied: Freur Erichdes Lebens! seit zwanzig Jahren noch immer-fort in Deutschland und der Schweiz , wirklichjedes unbefangene Herz erfreut. Ist es (wir zwei-feln kaum daran) wohl derUnsrige, welcher in öffent-lichen Blättern (irrig), als:Professor und Hi-storienmaler zu Basel ", in der Liste der in 1812.neu proklamirten Ehrenmitglieder der KK. Aka-demie der bildenden Künste zu Wien erscheint!

Usteri (Rudolph), s. gleich oben Hans Ru-dolph.

Usurier (C.), eine geschickte Bildnißmalerinzu Pariö; lernte bey dem jüngern Drouais. Siestarb jung 1780. P. Savanl hat nach ihr ge-stochen.

Urechr (Johann). So hieß der Herzoglich-Mecklenburg - Strclitzische Hofgakkner zu Canow1806.

Urenr (Carl). So bezeichnet kennt man einBild des Jul. Cäsar Scaliger. ck/§c.

Utersperger( ). So heißt irgendwoeinberühmter" Künstler in Russisch-KaiserlichenDiensten, der um 1778. auf Befehl seines Mo-narchen die Naphaelischen Gemälde im Vatikan copirt habe, welche er dem Papste zu zeigen, unddessen Beyfall zu erhalten die Ehre hatte; alsokurz und gut, kein anderer, als der oben an sei-ner Stelle angeführte Ignazius Unrerberger.

Utika (Theodor von), s. oben in diesen Zu-sätzen, den Art. Sig"""id, Bischof von Hal­ berstadt .

N) Diesen soll, auf dem Berner-Salon 1804- die Frau Landannnann po» Wattenwpl einer Pariser-Dame (ehrangenehm cvmmentirt haben.