*weillemsen (Peter), eine verdorbneSchreibart für willemsen, im Lex. und umten.
Weimar (Johann Math.), ein Amtsmaler (?)zu Hamburg 1806. Hamburg isches Adreß-buch.
— — (Herzog von Sachsen -), s. obenSachsen .
* Wer meyer, s. im Lex. und untenweyhenmeyer.
weinart (Heinrich), ein Bildhauer undSteinmetz zu Pirna in Sachsen . Da sein Lehr-junge Martin Pabst in ib68 sich bey der Ladezu Dresden beschwerte, daß ihm Heinrich nichtgenugsam zu essen gäbe, so mußte er auf ihrenBefehl ihm ordentliches Kostgeld reichen.
weinberger (C.). Von einem solchen sahman 1818 auf der Ausstellung zu Dresden , zweiLandschaften. Dw eine in Sepia war nach Dietrich,die andere en Gouache nach Klengel. chkc.
— — (Sebastian), Eußdirektor bei der Wie ner Stückgicßerei. In 1782 trug er den Titel alsHauptmann und 1798 den als Major. Hof- undStaats-Schematismus von Wien .
Weinborner (Franz), der Sohn des fol-genden Ludwig Franz, zeigte frühzeitig gureAnlagen zur Ma-crkuust, wocin er sein eigner Leh-rer war. Er maire Bildlich, Landschaft, Jäger-stücke re. in Miniatur und Del. Ein zu hitzigerTrunk brachte ihm den Tod; er starb zu Fulda 1798 kaum >8 Jahr alt. /l^c.
— — (Ludwig Franz), geb. zu Fulda , derSohn eines Schreiners, ein Mcchanikus undKünstler in lausend andern Dingen, die er sämmt-lich aus sich selbst erlernt hatte. So fertigte erkünstliche Schlaguhren mit Automaten, und warim Stein- und Petschierschneiden, so wie in derGoldschmiedskunst wohl bewandert rc. Obwohl ersich auch mit dem Oelmalen und Kupferstechen befaßte, so scheint er doch in beiden nicht gleicheFertigkeit besessen zu haben. Wir kennen schlechtvon ihm gestochen den Fürstbischof von Fulda Heinrich von Dibra, todt auf dem Paradebetteliegend, qu. fol Anderes zu den ehemaligen Fuldaer-Staatskalendern rc. Zum Gebrauch der Schulendieses Landes, stach er ein Vorschriftenwerk vonvielen Platten; da man später jedoch, obwohlman an dieser seiner Arbeit nichts auszusetzen fand,ihm Abzüge von dem akkordirten Preise machenwölbe, so behielt er die Platten, die seine Erbennoch besitzen, ohne daß sie abgedruckt wurden.Vtelfu-i-er Hummer über fehlgeschlagene Hoffnun-gen, erlittenen Betrug und andern Unglücks genug,waren Ursache daß siebenmal ihn der Schlag rührte;Fiüda war der Ort nicht, wohin er paßte. Erst. dort in größter Armuth i8c>6, bb Jahr alt.717 §c.
— — (Peter), Sohn von Ludwig Franz,und älterer Prüder des oben angeführten Franz W.geb. zu Fulda um 177», und hier 18 »6 noch amLeben. Obwohl er Manches von dem Talent sei-nes Vaters besitzt, und ebenfalls einen geschicktenMechanikuö, Silberarbeiter, Petichaftstecher, Uhr-macher rc. abgiebt, so hat doch seine Neigung zumTrunk ihm die praktische Brauchbarkeit in solchenDingen größtentheils benommen. AÄc.
— — ( ), Bruder von Ludwig Franz,
und 12 Jahre jünger als dieser. Er hakte schonden Ruf eines guten Schreiners und trefflichenEinlegers, als er, 17 Jahre alt , Fulda verließ.Seit dieser Zeit hat er nichts mehr von sich hörenlassen, ^c.
Weinbrenner. 501-?
Weinbrenner (Friedrich), Großherzogl.Badischer Baudirektor zu Carlsruhe , geb. daselbst1766. Sein Vater, ein Zimmermeister, hatte denVorsatz, ihn unter eigener Aufsicht zu dem Bau-fache zu erziehen, aber der Tod hinderte die Aus-führung. Indeß war die Begierde des Sohns znErlernung eines Baumetiers so groß, daß er inseinem rhten Jahre, wo er die Schule verließ,aus eigenem Antriebe, sich einige Jahre lang derProfession seines Vaters widmete. Da diese sehrbald seiner Wißbegierde nicht volle Befriedigunggewährte, so studirte er in seiner Vaterstadt ne-ben der Baukunst, worinn er auch frühzeitig An-dere unterrichtete, zugleich die physikalischen undmathematischen Wissenschaften bis in sein 2istesJahr. Dann begab er sich auf Empfehlung indie Schweiß, zur Aufsicht über Baugeschäfte.Nach einem dreyjährigen Aufenthalt in der Teut-schen und Französischen Schweiß, und nach einemkurzen Zwischenaufenthalt in Carlsruhe , studirteer ein Jahr laug auf der Bauakademie zu Wien ,reisete auch nach Ungarn . Im Herbst 179» begaber sich durch Böhmen und Dresden nach Berlin ,von da im Frühjahr 1791 durch Leutschland unddie Schweiß über Mayland, Genua , Livorno undFlor nz nach Rom . Hier, dann auf seinen Rei-fen in Ober- und Untcritalien bis Pestum, wid-mete er sich 6 Jahre lang der Kunst; vorzüglichbesuchte er die Ueberbleibsel der alten RömischenBaukunst, in deren Geist einzudringen sein eifrig-stes Bestreben war Wie sehr ihm dieses gelun-gen ist, beweisen mehrere seiner Arbeiten, z.B.die Restaurationen des Bades von Hippias , desTheaters von Eurius (in Wieland's Teut. Merkur 1797. St. 5 .), des Vogelhauses von Varus, derLandhäuser des jünger» Plinius , und anderer vonalten Klassikern beschriebener Gebäude. Auch gaber zu Rom Unterricht in der Baukunst, und lie-ferte mehrere architektonisch-perspektivische Kom-positionen und Bilder. Die revolutionären Bewe-gungen zu Rom veranlaßten ihn, im Sommer1797 diesen seinen Lieblingsort zu versassen. Erkehrte durch das nördliche Italien und Graubündtenzurück nach Carlsruhe . Hier ward er noch in dem-selben Jahre zuerst als Bauinspektor, bald nach-her als Baudirektor angestellt. Seitdem widmeteer sich ganz dem fortgesetzten theoretischen Studium,der Ausübung und dem Lchramte seiner Kunst,machte auch in dieser Hinsicht seitdem Reisen indas nördliche Teutschland und nach Paris . Meh-rere öffentliche und ansehnliche Privatgebäude imIn- und Auslande, seine Bauakademie, worinsich angehende Baukünstler aus der Nahe und Fernefortwährend bilde», seine Entwürfe zu öffentlichenMonumenten in und ausserhalb Teutschland (). V.zu des Generals Desaix Monument bey Skrasburg,zu des Generals Beaupuy's Monument bey Neu-breisach, zu dem vom Französischen Direktoriumprojektirten großen Nationalmonument der Franz.Revolution auf dem Platze des Chateau de Trom-pettes in Lourdeaux (wovon wlebekmA in demötenTheil der Wasserbaukunst), zu einem ln Stras-burg 1801 projektirten großen Friedensdenkmahl),sein Antheil an mehrern Kompositionen der Histo-rienmahlerey, beurkunden seinen Eifer eben sosehr, als seinen Ruf und seine Geschicklichkeit.Mensel III. Dieser geschickte Mann lebte nochzu Carlsruhe >819. Um 18,1 gab weinbrennevein: Architektonisches Lehrbuch, Geometri-sche Zeichnungs- Licht und Scbarrenlebre,m. K. (Pr. 1 Tblr. 12 Er.). „Was" (schreibtuns so eben einer unserer Freunde) „seine Ent-würfe zu öffentlichen Denkmälern auf merkwürdigeMenschen und Begebenheiten anbelangt, so harer in der letztem Zeit durch den auf die Schlachtbei Leipzig , und durch den Entwurf auf die Schlachtbei Waterloo bewiesen, wie sehr sein Geist mitden Ideen erfüllt war, welche die Ueberreste desAlterthums in ihm erweckt hatten. Sein Denk,
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