Aa (Balduin van der), Buchdrucker, undzuletzt auch, wie es scheint, Buchhändler zu Lei,dein Seine Verlagsadresse findet sich auf ver-schiedenen Kupfern; wie z. B. auf einem, nachI. Houbraken 1740 „ach H, v<m der Myn inFol. gestochenen, Bildnisse des Arztes H. D. Gaub. Er war ein Bruder des Peeer unsererZusätze, so wie des nachfolgenden Hill vander Aa.
l^H-H — — (Hill, d. h., Hildebrand vander). Derselbe muß nicht allein als Kupferste-cher, sondern auch als Zeichner benannt werden.So z. B. hat er das steife und mittelmäßigeBildniß des Erjbischofs Otto von Mailand(in Fol.) nach eigener Zeichnung gestochen. Ebenso andre mehr. Das Litelkupfer nach W. vanMieris, dessen unsere Zusätze gedenken, fertigteer für das Verzeichniß über die Geschichte vonHolland . Hinwieder haben nach seiner Erfin-dung gestochen: I. van den Avcele, Einiges zueiner Ausgabe von Cicero s Werken, die in «724(8) bey R. und G. Weestem in Amsterdam er-schien; I. Baptist, ein Litelkupfer für die WerkedesErasmus; I. Stoopendaal, die Statue ebendieses Gelehrten.
— — (die Janfons van der). DerselbenAdresse wird auf mehrern Blattern gefunden.So z. B. auf dem Bildnisse des Arztes Johann de Gorter , von I. Houbraken nach I. M.Quinkvard (>786 Fol ), wie folgt: ganszonlivan klar Xa excust. Dieses besagt so viel, daßder Verlag den Söhnen eines (uns übrigensunbekannten) Jan, d. h. Johann van derAa, zustand.
sll-H —(Peter van der). DieserPeter, Buchhändler zu Leiden, erwarb sich, inVerbindung mit seinen Brudern, dem Buchdru-cker Balduin und dem Kupferstecher Hilde-brand, seiner großen und wovlberechneten Un-ternehmungen halber, vielfache Verdienste umdas Publikum. Bey ihm erschienen die wichti-gen Werke eines Gronov und Grävius über diegriechischen und römischen Alterthümer, desVatllantS botanische Schriften, viele Reisebe-schreibungen u. s. f. Aus den Kupfern undKarten, mit denen seine Verlagsartikel reichlichverziert sind, pflegte er dann wieder einzelnebesondere Sammlungen zu bilden; unter diesenist insbesondere anzumerken ein Atlas von zwey-hundert (freylich meist ungenauen) Karten,welche nach Reisebeschreibungen des XIH. bisXVtl. Jahrhundert gefertigt waren; und danndie 6aleiie s^iuatile «lu monclc, c>ü l'on voitun Aranll nombre cie oartes et cles ÜAures,1e» prirrcipsux empires, ro^aumeg, republr-gue-i eto., aveo »ue ooui te llescriplion. Letz-tere, ohne Jahrzakl zu Leiden erschienene, zwargroße, sonst aber eben nicht vorzügliche Samm-lung (sie enthält 66 Theile in Fol., die mangewöhnlich aber in 33 oder 22 Banden gebun-den findet), zeigt alle in seinen Verlagswerkrn
I.
befindliche Kupfer, mithin auch den obgedachtenAtlas. Das Seltenste seiner Derlagsprodukte sindaber des sto. lUeursii Opera «electa, guse L «1anticzultatem et kistorism Araecam speetant.I>u^ä. ösiav. -724, 5 Th. in Fol. Man kennt,wie der Verleger auf dem Titel selbst bemerkt,nur zwey Exemplare davon (Das eine befin-det^ sich auf der Dresdner-Bibliothek.) DieThätigkeit seiner Officin, die gegen Ende desXVll. Jahrhunderts beginnt, schließt sich mitdem Jahre 1780. Ein Verzeichniß seines Ver-lages erschien 1729. und der Catalog seiner eig-nen Bibliothek 1735, nach welchem Jahre eraber erst gestorben zu seyn scheint. Ersch undGruber, Allstem Encyclopädie. In demAeperrorium der Land - und Seekarren v.woirersdorf, Wien i8,Z, 8. l. 128, wirddie Lalerle »Areakle unter dem Jahre 1728 ru-bricier; hier heißt es auch, daß nur 100 Exem-plare davon abgezoLen wurden, und dessen PreiS476 Holland. Gulden gewesen sey. Anderwärtszeigt man die 66 Theile desselben in 9 Bänden(und wieder anderwärts in 28 Banden) an, da-von die erster» achte 2623 Blatter an Prospek-ten rc. enthielten, der letzte dagegen den beschrei-benden Text. perer nennt sich auf einem Buchevon I687 als Buchhändler zu Leiden; und aufeinem solchen von 1728 als Buchdrucker dersel-ben Stadt und Universität,
sl.^ Aacma (B ) Ist kein anderer, alsder Maler Ac.ama des Lexikon, und unten.
Aadnes (Peter). Ein Maler in Norwegen um >776. Ein damals von ihm gefertigtesBildniß des Justitzrath Hammers hat Haasnach ihm gestochen, weinrvich, Runsthi-storie i Daninark, S. 208.
sn.^l Aal (van). Das auf Leinwand ge-malte, 1' 6" breite und 10" hohe Bilddieses in unsern Zusätzen angeführten und unsfrüher unbekannten Künstlers, in der Galeriezu Salzdahlum , wird von Eberlein krausgenug beschrieben, wie folgt: »Psyche liegtauf der Erde an einem Wasser, auf welchem einSchwan schwimmt; vor ihr ein Korb mit Blu-men. Der Gott der Winde zieht ihr einen Blu-menkranz unrer die Brust bis über den Lopfzusammen. Ueber ihr schwebt ein Liebesgott,"u. s. f. „Vielleicht" (bemerkt einer unsererFreunde) «ist dieser van Aal Eine Person mitdem Kaiserlichen Kamermaler van Aalen umi 685 .'' Vergl. unten Folperr Aalen.
sl,.^ Aalani (Tob.Cecchini). Dieser Ar-tikel in unsern Zusätzen (aus irgend einer unsnicht mehr erinnerlichen Quelle geschöpft) istganz unverständlich; und wüßten wir auch jetztnoch darüber keine Erläuterung zu geben, dienicht leicht zu irgend einem wirklichen Irrthumleiten könnte.
sl. II ^ So ist
auf einem von Mulder gestochenen Blatt der