§orr Weirotter.
le Veau schön, und anderwerts eine solche von65 Landschaften nach ihm, Molitoru.a. von Gäbetinteressant genannt wird. Auch der H. von Wateleterwies dem jungen Mann die Ehre, das Innereeiner Katakombe und dasjenige einer Kirche, nachihm, auf zwey Oktavblättchen — in Schwarzkunstzu schaben, welche bey Brandes schön und seltenHeike». S. auch den gleich ff. Art.
'^wer'rotter (Stephan). Ein solcher wirdirgendwo Landschaftsmaler genannt, der aberwahrscheinlich kein Anderer, als obiger Franz Edmund ist.
weis (A.)^ So nennt Dlabacz einen sehrgeschickten Böhmischen Ieichenmeister, nach dessenZeichnung F. Girsch einen St. Wenzel mit denBöhmischen Landespatronen und mit einer Ab-bildung der Stadt Prag i/iZ in Holz geschnitzthabe.
* — — (Iohan Marin), s. im Lex. und untenJoh. Martin weiß, und bald nachfolgend denersten weis ohne Taufnamen.
— — (Nicolaus). VonBrixen, ein vortreff-licher Künstler, dessen Viehstücke von Einigen nochdenen von Heinrich Roos vorgezogen werden. Vonihm kennt man nämlich schöne, geistreich compo-nirte Landschaften mit Kühen, Ochsen, und Schös-sen (nur die letztem taugen nichts), staffirt. Dannmalte er auch Küchenstücke, todte Dögel und Fischemit ungemeiner Kunst, und einem natürlichen,doch etwas blaßen Colorite. Seine Bilder sindvon 1648 —i68r datirt. L. v. w.
*— — ( ), Kupferstecher zu Strasburg,
gab 16Plane zu Silberman's Lokalgeschichrevon Straßburg 1775 und 20 Bl. zu Ebendeßel-ben Beschreibung von Hohenburg oder demSt-Ddilienberge samt umliegender Gegend.8. Strasb.781. Derselbe erscheint bevMeusell. ll.also um 1778 und 1789. Bey Ebendems- III.(,8og.) hingegen nicht mehr. S. auch unten JodMark. weiß, mit dem er wahrscheinlich EinePerson ist.
* — s. auch oben Job-Ehrenfr. Theil;dann theils im Lex. theils sofort unten die Art.weise, weiß und Weiße.
*weisbrod oder weisbrodt, s. imLex.und unten Weißbrodr.
weise etwa auch irrig Weiß (Adam), derSohn eines Strumpfwirkers, geb. zu Weimar 177h. Häusliche Verhältnisse bewogen seinen Vater,ihn einem Handwerke zu bestimmen, obwohl er vonJugend auf Neigung und Talent zu den zeichnen-den Künsten blicken ließ. Erst in einem Alter von16 Jahren gelang es ihm, von dem Rath Kraus,Direktor der Kunstakademie zu Weimar , förmlichals Schüler angenommen zu werden; auch theilteer nun in Kurzem (nächst Jagemann) das Wohl-wollen seines Lehrers. Des Unterhaltes wegen,kolorirte er die Kupfer, welche der letztere heraus-gab, und erlernte selbst das Kupferstechen bey Conr.Westermayr, ungeachtet ihm der ewige Mechanis-mus dieser Dinge höchst zuwider war. Als Loderseine anatomischen Tafeln herausgab, ging cr i8oonach Jena , wo er auf der Anatomie viele zumTheil von ihm selbst gestochenen Zeichnungen zudiesem Werke fertigte. Die Bekanntschaft mit demdortigen Professor Batsch war, so wie die mit derHerderschen Familie In Weimar, für seine Bildungvon entschiedenem Einfluß. Herder's Beihülfe setzteihn auch endlich in den Stand, sich ordentlich derMalerkunst widmen zu können; doch etzte er vor-her, auf Anrathen Fernow's, noch 8 Blätter nachdem Werke des la Fage, welche 1808 zu Heidel berg bey Mohr und Zimmer erschienen waren,und 5 Lhlr. kosteten. In Folge der unglücklichenKri'egspmode von 180h, verließ weise seine Hri-
Weiskirchner.
mach und lebte als Bildnismaler zu Heidelberg und zu Heilbronn bis 1811, wo er nach Dresden reiste, um unter dem Professor Matthäi die Ge-schichtsmalerey gründlicher zu studieren. Die dor-tige Bildergallerie suchte er bey dieser Gelegenheitnach Möglichkeit zu benutzen; vorzüglich bestrebteer sich, Rubens sein Colorit — abzusehen! Das erstebedeutende Gemälde, was er in Dresden nacheigner Erfindung ausführte, war Johannes derLäufer in Lebensgröße; gegenwärtig im Besitze derFreymäurer-Loge zu Halle im Mageburgischen.Nachdem er als Freywilliger den Krieg von 1813mitgemacht hatte, wurde er Zeichenlehrer an demKönigl. Pädagogium in gedachtem Halle. Spa-ter trat er daneben als Privatlehrer an der dasigenUniversität auf (von der zu Jena erhielt er dasDiplom als Doktor der Philosophie), und gabVorlesungen über die Geschichte der Kunst; welche,sowie die der Technik derselben, auch von ihm fürdie allgemeine Encyclopädie von Ersch undGruber (Leipz. bei Gleditsch 4°.) bearbeitet wird.weise lebte noch 1819 zu Halle, und sein neuestesund zugleich vorzüglichstes Gemälde war damals:Abbadona, aus Klopstocks Messiade, die Haupt-figur in Lebensgröße. Als Kupferstecher hatte erehedem Vieles (vorzüglich für die Verlagsartikeldes Weimarschen Jndustriekomptoirs) nach frem-den und nach eigenen Zeichnungen gefertigt; soz.B. zu Berruch's Bilderbuch für Rinder,v 0 ig t's Magaz. fürrJarurkunde, p 0 sselr'sBeiträgen zur Änaromie der Insekten. Tübin gen 1804. 4°. u. s. f. Man giebt ihm das Lob einesgeschickten und wissenschaftlich gebildeten Künstlers-Tl/rc.
* weise (Carl Ehrenfried), Kupferstecher undZeichenmeister zu Leipzig , geb. zu Königstein 1702.Mensel > 1 . (1789.), wo gefragt wird: „Ödeswohl derselbe sey, der ehedem in Dresden gelebt,und dort Landschaften nach Dieterici, Everdingen,Pynaker u.a. gestochen habe"? Oder ist es derunken folgende Eorrhelf Wilhelm Weiße desLexikons? Wir denken es kaum.
— — (CG-), ein Kupferstecher zu Cassek.Von ihm kennt man (1781.) das Dildniß der Dich-terin M Philipp. Engelhard, geb. Gaklerer, ohneuns bewußten andern Namen als den seinigen.
— — ( ), ein junger Bildnißmaker, der
das Talent hatte, sehr gut zu treffen. Derselbehielt sich 1807 zu Berlin auf, und sah' man von ihmz.B. carrikaturirte Bildnisse von Jffland, Labes,Hardt und Unzelmann, in komischen Rollen, wel-che, wie es hieß, geetzt werden sollten. Deffenrl.LJachr.
— — (D.). Ein solcher heißt in den Gätting.Anzeigen , 819. «L>. ihgi. ein gemüthlicher Künst-ler, nach dessen Zeichnung zu Riemeyer's Grund-sätzen der Erziehung (siebente Auflage) drey sehrgelungene Titelvignetten gestochen wurden.
* — — s. auch theils im Lex. theils oben undunten in diesen Zusätzen, die Art. weis, weißund Weisse.
Weiser, s. unten weiffer und weysser.
weishaupr, wohl eher weißhaupr(Bartholome), ein geschickter Schreiner zu Augs burg , fertigte um ibk >5 sehr künstliche Schrankefür König Philipp II. die nach Spanten kamen(etwaKetzer darein einzuschließen?) von Scenen.S. i ig«
weis hoff, s. unten weißhoff.
* Weishun, s. unten und im Lex. Weißhuhn.
Weiskirchner oder weissenkirchner(JohannAdam), ein Maler zu Wien in der letztenHälfte des XVU. Jahrhunderts. Nach ihm sollen