Band 
Zweyter Theil [5].
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5031
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Weiß.

tichkeit. Meusel's Arch. I. ( 3 .) 167. wo esheiße: Freydof sey (1808 ) beschäftigt, solches inpunktirter Manier (18" hoch, 13" br.) in Kupferzu bringen. Um dieselbe Zeit gMg er nach Stettin ,um das Bildniß des Französ . ReichsmarschallsSoult zu fertigen, welches (hieß es damals) imNapoleons -Saales?) zu Paris aufgestellt werdensollte. Noch lesen wir aus frühern Tagen von demUnsrigen in Meusel's rJ.MisceÜ. 1 .112 iZ.«Jenes patriotische Erbieten hat den Erfolg nichtgehabt, den man sich davon hatte versprechensollen, auch wenn man einige Kalte gegen dieKunst bey dem hiesigen Publikum voraussetzte.Nur Einer ist gekommen, um von dem AntrageGebrauch zu machen. Ein Gastgebot oder eineEinladung zum Tanz würde unstreitig bessereAufnahme gefunden haben. Dieser verdienstvolleKünstler befindet sich seit einiger Zeit in Berlin ,wo er alle die Achtung genießt, die seine Kunst-geschicklichkeit ihm bey jedem Kunstfreunde undKenner erwerben muß. Man spricht schon davon,daß er uns werde entrissen werden, da ihm derAntrag gemacht worden, eine Stelle bey derAkademie in Berlin anzunehmen. Er hat dasBild des Ministers von Heinitz in ganzer Figurund Lebensgroße gemalt, das ihm ganz vorzüg-lich gelungen seyn soll, und welches der HerrMinister an die Kunstakademie in Berlin geschenkthat. Jezt arbeitet er an dem Bildnisse der Kron-prinzessin und ihrer Schwester , und man glaubt,daß auch der König sich von ihm werde malenlassen". Von ihm selbst geetzt kennt man einPaar Viehstücke; dann zwey Folgen, jede vonvier artigen kleinen Landschaften in Oktavform.,ebenfalls mit Vieh staffirt, die eine besondersäußerst zart nnd geistreich; und endlich nach ihmvon C. G. Geyser ein Heft von acht Blättern inverschiedener Größe, zur Verzierung und Erläute-rung von Marcuard's Beschreibung der Bader vonPyrmont (1784.) 7 ^r»L/e»-. Irgendwo lesen wirnoch: «Dieser Künstler soll sich in jüngern Jah-ren hauptsächlich der Landschaft, und erst späkherdes Geschichte- und Bildnißmalens beflissen ha-ben". Ferner umi81 5 . «Daß er undKretschmardamals so gut als die einzigen Bildnissemaler zuBerlin gewesen; und daß weirsch seine Köpfeschöner, aber weniger ähnlich, Kretschmar hinge-gen die (einigen ähnlicher, aber minder schöngeliefert habe". Wieder nach einer andern No,titz sollen nach ihm gearbeitet haben: D.BergerPreußens glorreiches erstes Jahrhundert mit denBildnissen seiner gehabten Könige i8oo.Aq.tint,Fol.;Friedrich der Große und Paul Petrowtksch bey ihrerZusammenkunft 1776 in Berlin , Aq. tint. qu. Fol.;Alexander, Friedrich Wilhelm und dessen GemahlinLouise am Sarge Friedrich des Großen i 8 o 5 gr.Fol.Dann I. I. Freidhof die kleine Minette gr. Fol.geschabt; Friedrich Wilhelm der große Churfürstmit seiner Gemahlin, in einer Batterie vor Anklan»qu. real Fol. geschabt. Und endlich H. Sinzcnichdas Bildniß des Freyherr» C. A. von Hardenberg,sehr gr. Folio, geschabt *).

we 1 y oder Wey (Anna Rosina), s. untenI. H. wicker.

), des Landgrafen von Hessen-

Cassel Hofgärtner und Burggraf zum Weißensteinin 1764.

( ) von Menge, ein Maler. S.

Menge in künftigen Nachträgen.

s. auch oben Waitz.

Weitzenfeld (Johann Nepomuck von),Direktor der Kurfürst!. Bayrischen Galerie zu

Weide. §ozr

Schleishelm, des H. R. R. Ritter, Kurfürst!,wirklicher Hofrath (Punktum.). So heißt es -789bey Mensel II. Derselbe gab 1776 eine Beschrei-bung gedachter Galerie ans Licht, die aber seit-her bekanntlich so viele Veränderungen erlitt. BeyMensel 111. (1809.) erscheint er nicht mehr unterden Lebenden. Ob er jemals selbst ausübenderKünstler war, ist uns unbekannt.

weixlbaumer (Math.), zeichnete nach derNatur ein von F. X. Jungwirch gestochenes Kupferzu Leveling's Observationez snstomioae rarioros.dlorimb. 1787. 4?- TILc.

wekker, s. oben Wecker. wel

(H. van), s. unten Welle.

welb 0 re (Peter), ein Maler zu Alton« iLo 5 .Altonaer- Adreßbuch.

welcher (Sebastian), ein Goldschmied znNürnberg 1602. Dorischer Ebristen Freyd-Höfe Gedächtnis. Nürnb. 1682. 4 °. S- 5 o.

welcke nnd welcker, s. unten Welkeund Welker.

weide oder Welre (Andreas) Mit^tnüress ^elts 1771 ist eine vor uns liegende,aus Mainz herstammmende Zeichnung in Rothe»bezeichnet. Sie enthält ein Brustbild, und magetwa die Arbeit eines angehenden KunstjüngerSseyn. (So eben erfahren wir, daß er ein Bildsnißmaier zu Mainz und ein Sohn des folgender»Anron war. Er starb in die Blüthe seiner Jugend).7175c.

(Anton), ein von Mainz gebürti-ger und dort verstorbener Maler. Er matte Bögetund Thiere, und war ein Schüler pon Job GustavHoch (im Lex. falsch als Johann Gust. Hoch;künftig ein mehreres über diesen). 7175 c.

(Franz Xaver), geb. zu Graben ki»Schwaben 17Z9 (s. k. 1740.), wo seine Eltern einBauerngut besaßen. Er lernte zuerst bey JosephLang im Kloster Roggenburg, spätherhin beyDesmarees in München . In 1760 erscheint erbereits als Hofmaler des Kurfürsten von Bayern .Mensel I. (» 777 .) nennt zuerst seine Bildnisse.Bey Ebenderns. III. (1809.) erscheint er, ohneneuere Notizzen von ihm, noch unter den Leben-den. Liporvsky nennt von ihm besonders dieBildnisse der Kurfürsten Maximilian lll. undCarl Theodor's .

(Gottfried), ein Sohn vonAnron,der zu Mainz in seiner Jugend starb, und Bildnissein Miniatur verfertigte. 7175 c.

(Gottlieb). Einer uns mitge-theilten Nachricht gemäß, in Mainz 17/,.. geb.und Sohn des obigen Anron. Dieser treff-liche Maler hielt sich in seinen frühern Jahren zuFrankfurt a.M. auf, wo er häufig die Landschaf-ten des berühmten Schütz mit Figuren staffrte.Endlich ging er nach Rußland ; wo er, in decGegend von Reval , auf dem Lande wohnend,um 1790 starb. In dem Schlosse Oberpehlen beyDorpat trift man u.a. ein von ihm ausgemaltesZimmer. Liebe zur Zurückgezogenheit, in der erganz der Kunst und seinen Launen nachhangenkonnte, vermocht« ihn, ein starkes Gehalt desFürsten Potemkin auszuschlagen, der ihn in Pe-tersburg bey sich zu haben wünschte. Vorzüglichzeichnete sich dieser ganz geniale Künstler in Dam-bochaden, Gesellschaftsstücken und Carricaturcn

») Ein, diesen Augenblick erhaltener äußerst anziehender Aufsatz über die beyden merkwürdisen Künstlerweitsch, Vater und Sohn, wird dem gegenwärtigen Hefte angehängt werden-

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