Lozr Weleba.
aus. Weite hat mehreres über so Blatter miteiner geistreichen Nadel nach eigner Erfindung ra-dlet. Man nennt davon: Eine lustige Gesellschaft,wo ein junger.Mann ein Mädchen zu sich ziehtkl.qu.4?.; eine andere verliebte Eonversation 4°-;die Ruhe und das Spiel, zwey Landschaften mitvielen ländlichen Figuren kl. Fol.; den jungen Bauerin Gedanken auf ein Postament gelehnt 8 °; einMädchen in einer Landschaft, welches aus demWasser geht, dieß nach Tischbein, 8 °. (ob derI.welre, den das Suppl. unter Joh. Mich. Freynennt, nicht eine irrige Schreibart für den unsernwäre?) Anderwerts wird dieser Künstler kurz einum 1774 Augsburg blühender Zeichner undKupferetzer, auch in Aquatinca genannt. Von ihmführt winkier, s. v. welke, allerlei kleine ländlicheGatkungsblättchen, Kinderspiele und kindischeNachahmungen älterer Personen, u. d.gl., dannzwey größere Blätter: Das Spiel und die Ruhe,in Bouchers Geschmacke, zusammen 27 St. an.
weleba (Wenzel), ein geschickter Zeichner,geb. zu Prag 1777 Schüler von Kohl; studiertezuerst in Kuttenberg die Humaniora, dann inseiner Vaterstadt die philosophischen und mathe-matischen Wissenschaften mit Auszeichnung, undwiedmcle sich endlich ganz der Zeichenkunst. Umi 8»5 gab er guten Unterricht im Zeichnen, undzeigte seine Starke in Darstellung schöner Land-schaften. Dlabacz.
weleken (Jacob), ein Münzmeister zu Prag um idZy. A- voigt's Beschreibung Böhmi-scher Münzen IV. 90.
weIe n x (Veit), ein Böhmischer Goldarbeiter,st. i 5 r 5 zu Prag . Dlabacz.
weler (Peter), erlernte die Eoldschmieds-kunst zu Dresden bey Wolf Paller und dessenWittwe von 1579 bis 1684. Sein weiteres Schick-sal ist unbekannt; in Dresden ließ er sich jedochnicht nieder. Mrc.
— — s. auch unten weller.
Welke (Christian), ein Bildhauer der 1710 zuNaumburg vorkommt. A- Gschrvend lJaum-burgischeMerkrvürdigkeiren.AndereAufl. Leipz.«,a. 8°. S. ido.
— — ( ), einDildnißmaler, welcher 1729
zu Dresden, in dcmLebend Lönigl. Dresden erscheint.
Welker (D.), s. gleich unten I. D- Welker.
— — (Ernst), der Sohn eines Aktuars,geb. zu Gotha um 1786 lernte das Zeichnen aufder dortigen Zeichenschule, und das Radiren beyC> Müller in Weimar. Hierauf ging er nach Wien um sich zum Maler zu bilden, blieb dort ungefähr4 Jahre, studirte Historie und Dekoration, und zogbann als Freywilliger mit dem Lützow'schen Corpsgegen die Franzosen. In 1814 kehrte er als Lieu-tenant wieder nach Weimar zurück. Da er einAugenzeuge von dem Tode des trefflichen Körner'swar, so etzte er daselbst, nach eigner Zeichnung,eine Platte von diesem Trauerereigniß. Nach Voll-endung derselben, gedachte er Wien von Neuemzu besuchen, woselbst wir ihn im Jahre 1817 auchwirklich wiederum finden.
— — (I. D.), ein geschickter Maler um 1700.Nach ihm hak I. A. Boener ein Bildniß des HanauecApothekers I. C. Sommerboff gestochen. Ein Gant-katalog führt von einem D- Welcker gemalt undvon Phil. Kilian in gr. Fol. gestochen, das Bildnißdes Grafen Friedr. Casimirs von Hanau an. DieserMaler müßte in der letzten Hälfte des X VIl. Jahrh,gearbeitet haben, falls der Ganckatalog den I. D-
Weller.
nicht in einem D-welcker verkürzte, und beydemithin nur Eine Person abgäben.
Wellagirsch (Johann Jacob), ein gebornerTürke, war 1748 churfürstl. Kammerdiener und Hof-miniaturmaler zu München . F. I. Spatt hat 1710das Porträt des Philipp Joseph Grafen von Törring-Seefeld nach seinem Gemälde in Kupfer gestochen.Liporvsky.
Welle (H.van). In dem Werke: I.e xranäl'kesrre sacrö <le krsbaut. ^ 1 a 1734 kol-
trift man einen nach dem unsern (ö/. vn» 6 ei.)
von Berterham zu Brüssel gr.qu. fol. gestochenenProspekt der Abtei Villers. Conk. auch über diesenMaler den Art-Mensaerr im Lex.
Wellerrkampe ( ). Ein solcher er-
scheint in dem Hof- und Staats - HandbuchdesLönigreichs westpHaien aufi8ii, alsDistriktsbaumeister und Sekretair beym General-konseil der Wege, Drücken und öffentlichen Ge-bäude.
Welker von Malsdorf (Alexander).Eine sehr alte vor uns liegende Handschrift,welche die Geschichte seines Geschlechts enthält,spricht über ihn wie folgt: »Alexander ist indem i 5 o 5 Jahr (zu Freyberg in Sachsen , wo seinVater Burgemeister war) jung (Malerjunge) worden,hat sich auch, wie seine andern Brüder, nichtdaheim verlegen, sondern ist ausgewandert undhat etwas gelernet. Ist mehr denn einmal inWelschland und Venedig, auch zu Autors, Lübeck ,Danzig und andern Orten mehr gewesen und garein künstlicher Meister worden, Wappen und Bil-der in Edelgestein zu schneiden. Um welcher Kunstwillen er auch bey dem großmächtigsten KaiserCarl dem fünften im großen Ansehn und Lieb ge-halten worden; und haben dessen Kais. Majestätihm auch sein Wappen mir einer güldenen Kroneauf dem Lorbeerkranze gebessert und geziert, Annoi 5 j 7 . Er hat sich zu Nürnberg , als der erstedieses Geschlechtes, niedergelassen; da er auchBürger und des Größer» Rathes einer worden.---Es ist dieser Alexander als er eine gute Zeitlangdie Seestädte ^(bereist und), sonderlich gen (zu)Hamburg, Lübeck, Lüneburg und andern Ortenin Teutschland aufrichtige und redliche Hand-thierung getrieben, daß jederman mit ihm gernecontrahiret und er zu guter Nahrung und statlichemVermögen kommen und darbcy ein ehrlich, ein-gezogens Leben geführt — endlich seiner andernLeurhen erzeigten Gut- und Wohlthaten übel be-lohnt und ihm also der Welt Dank worden *);welches ihn also betrübet und er sich darüber der-maßen gcharmet, daß er Anno i 55 g zu Nürnberg gestorben, seines Alters im 53 Jahr".
Welle r(DavidFriedrich, gewöhnlich David),geb. zu Kirchberg -759. Derselbe erhielt seine Bil-dung auf der Zeichenschule zu Meißen ; wurde dannMaler an der dasigen Porzellanfabrik und kopirtefür dieselbe Historien und Bildniß schön auf Por-zellan. Eingetretene Augenschwache nöthigte ihnaber, diese Kunstgattung fahren zu lassen undsich dafür auf das Blumenmalen zu legen, woriner bald ganz trefiich wurde, wiewohl man nichtsagen kann, daß er wiche mit dem hohen dich-terischem Geiste komponirte, den man bey dengrößer» Meistern dieses Faches trift. Seine Lagern Meißen gefiel ihm nicht; er dankte ab undging nacy Dresden , wo er sich mit Blumenstückenin Gouache (weniger inOel) und dann auch mitdem Biidnißmalen in Pastell befaßte. So allge-mein das Lob war, was man seinen Blumen-Arbeiten (nach Verdienste) ipendeie, so durstighonorirte man ihm dieselben. Er machte Reisen
") Wer sagt uns, worinn dieser schöne Dank bestanden sey?