Wenne.
gen Kunstakademie und Sekretair bey der Ober-intendantur i/g/. § veri § es L>r§5- oc/r L)Vr'/-Oa/e-räe,-1797. 8tockkolm l6".
* wenne, s. oben und km Lep. venne.
Wennemuth (JohannFriedrich), ein Form-siecher zu Waldenburg im Schaumburgischen. Daer sich gelüsten ließ sächsische Kassenbillets nachzu-künsteln, so wurde er, nebst den andern Tbeilneh-mern davon, i8io an den Festungsbau nach Dres den für lebenslänglich abgeführt, ^c.
* wennlng, s. im Lex. u. oben Wening.
Wenfingen ( ). In Scheörer's
Journal fürs Steinreich und derBonchylioslogie VI. Weimar 1780. S. 407- heißt es kurz-weg, daß von demselben schöne Arbeiten in der(spärer abgebrannten) Kunstkammer zu Weimar aufbewahrt wurden. Wir müssen jedoch anzeigen,daß unsere Quelle mehrere falsch geschriebeneKünstler-Namen rubricirt. M§c.
*wently, irrige Schreibart für whearlyim Lep. und unten.
wentz (Johann David ), Ieichenmeister ander Zeichenakademie zuHanau, wo er 1806 starb..Da er diese Stelle mehr aus Barmherzigkeit alsseiner äußerst geringen Kunstkenntnisse wegen er-hallen hatte, überdies auch in die Narrheik ver-fallen war, Gold machen zu wollen, so war ergedachtem Institute mehr schädlich als nützlich.Dieser wen; wird wohl derselbe seyn, von dem esin Meu sei's Miscell. XXIV. 506 . ohne seinenTaufnamen heißt, daß er 1786 (an Wächters (?)statt) eine Lehrerstelle an der Kunstakademie zuHanau erhalten habe.
— — (Leonhard), ein Maler aus Basel ,dessen Frau eine künstliche Glasmalerin war;kam 1700 nach Berlin , wo ihm eine Besoldungbey der Academie versprochen wurde. Er befandsich noch zu Berlin 1712. ^«colai.
— — s. oben auch Wends.
Wenzel (Adam), Hofgärtner des Grafen vonWaldstein in Böhmen 1675. Seiner GemahlinAnna wird in dem Leben der frommen Karme-literin Maria Electa S. 10». u. ivi. gedacht.Dlabacz.
*— — (Christian Friedrich), verstand garnichts von den bildenden Künsten; unterdessen gaber sich mit der Kunstgeschichte ab, und unterstützteHeinecken bey seinen Werken. Er ist längst zuDresden verstorben. Hkc.
— — (Daniel), ein Poussirer und Zeichnerzu Magdeburg um 1811.
— — (Fabian), Bildhauer, Sohn eines Rek-tors zu Altenburg im Sächsischen . Er lebte um1700. Il/n.
— — (Friedrich), war um 1407 des Bischofsvon Würzburg Münzmeister zu Haßfurt , wie einManuskript des Christian Jancker (Lollect.HenneberA. Th-XIII.) besagt.
— — (GottlobMichael, gewöhnlich Michael),Sohn einesDamastfabrikanten,geb. zuGroßschönaubey Zitkau 1792. Er studierte unter der DemoiselleFriedrich und Larius zu Dresden die Frucht- undBlumenmalerei von 1808 bis 1812, wo er nachWien ging. Auf der Dresdner -Ausstellung 1810fand sich von ihm ein Fruchtstück und - 5 n einStillleben nach der Natur, beides in Gouache,^c.
Wenzel. 5057
Wenzel (Jacob), ein geschickter Glockengießerzu Magdeburg , der vielfältig in seiner Gegendgebraucht wurde, und schon i 65 s erscheint. In1674 goß er die Vesper-Glocke für den blauenThurm der Marienkiche zu Halle. Auf derselben„ist,ein künstlich Blumengehenk, zwischen dessenAbsätzen gleichfalls etliche Bilder zum Ziecracheingebracht sind; als des Mannes Gottes Mosis,St.Johannis des Täufers mit dem Lämmlein undder Gottes - Gebärerin mit dem Jesulein; inglei-chem 6 Stücke des,Leidens Christi (von uralterkünstlicher Arbeit) nämlich des H. Abendmals Ein-setzung, der Lodeskampf am Oelberge, die Geiß-lung, die Ausführung, die Kreuzigung und dieAuferstehung". Auf einer andern Glocke von ihmebendaselbst steht man die H. Dreifaltigkeit, denH. Salvator, die Jungfrau Maria, Münzen,Schaupfennige rc. Johann Gorrfr. Oleari Hs-l^§rsptiis sucta et nontinnuts. Halle 1679. 4 °-S. Ilt. Ii 5 . Dreyhauprs Beschreibungdes Gaalkreises II. S. 900. nennt ihn fälsch-lich Jacob Menzel- In 167b goß er eineGlocke für die Frauenkirche zu Weißenfels . I. D.Schieferdecker Beschreibung dieser Arche1703. Weißens. 4 °. S 02. Und 1690 eine solche(figurirte) für die Domkirche zu Magdeburg .(Dielhelm's) Anriquarius desEibstronis.Frankfurt a. M. 1741. 8 °. S. 585 .
s — — (Johann Friedrich), der varer.Eitt ellenlanger Art. über diesen Künstler findetsich in Hei -recke 's Runstnachr. I. S. so. — 92.Hier nur noch Einiges zu Ergänzung dessen, wasschon das Lep. von ihm besagt. Er verlor seinenVater, einen Webermeister, ichon in der Wiege.Seine Neigung für die Kunst wurde früh entdeckt.Bey Harms lernte er die Wasserfarben recht trak-tiren, wofür er besondere Lust bezeigte, und-sichdabey in der Architcctnrmalerei und Perspektivübte. Ein Plafond-, den er im Hauke eines Mini-sters zu malen erhielt, machte sein Glück. Ecgefiel dem Churfürst, nachherigen König Friedrich I.der ihm, bey Gelegenheit eines Festins, ein ganzesZimmer im Schloß zu malen gab, und von ihm(da er einst während der Arbeit ihn fragte): Danur noch wenige Tage übrig seyen, ob er auchfertig würde? Die wahrhaft (?) künstlersche Ant-wort erhielt: Daß vor große Herren Alles *)möglich gemacht werden müßte; was denn demChurfürsten so wohl gefiel, daß er ihn — nach Ita lien sandte. Dahin ging er 1698 und studiere inVenedig , Rom und Florenz nach den beßten Mei-stern. Gegen End 1700 wurde er zurückberufen.Bey der Krönung zu Königsberg wollte derneue König alle Ceremonien von w. zeichnen,und hernach in Kupfer stechen lassen (ob solchesgeschehen sey, wird nicht gesagt). Er hatte dieEhre das erste Bildniß des Churfürsten, als Kö-nig, im königlichen Mantel, und so auch dasje-nige der Königin zu malen. Dann machte er dieCartons zu vier Tapeten, welche die Geburt, dieKrönung, die Salbung der Königin, und dieStiftung des Schwarzadler-Ordens allegorischdarstellten; auch gaben ihm die vorfallenden Fe-stine, Opern, Beleuchtungen u.d. gl. viel zu thun.Manches arbeitete er in dem von Schlittern fort-gesetzten Schloßbau, in Oel und Fresco. Von«hin ist auch der Plafond in Oranienburg (Apotheosedes Hauses Oranien, die vom H. von Beßecweitläuftig beschrieben worden). Dann andereszu Charlottenburg , Montbijou u. s. f. und daru»,ter besonders die Kapelle in der St. Nicolaus,Kirche zu bemerken. Die nach dem Tode desKönigs (es war hohe Zeit!) nöthig gewordeneSparsamkeit, gereichte den Künstlern zu großemNachtheil. Mehrere, und so auch der Unsrige,wurden verabscheidet. Er ging nach Dresden ,
*) Nebe» Andern« auch schlechte Arbeit.